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	<title>Ernst Sprockhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Sprockhoff&amp;diff=1379272&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wischmat am 22. Februar 2026 um 19:55 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Sprockhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. August]] [[1892]] in [[Berlin]]; † [[1. Oktober]] [[1967]] in [[Kiel]]) war ein deutscher [[Prähistorischer Archäologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sprockhoff war vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zunächst Lehrer und machte sein Abitur in Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1920 studierte er neben dem Schuldienst [[Ur- und Frühgeschichte|Vorgeschichte]], mittelalterliche Geschichte und [[Geologie]]. Seit 1922 war Sprockhoff Mitglied des [[Deutsche Gesellschaft für Vorgeschichte|Reichsbundes für Deutsche Vorgeschichte]]. Er wurde 1924 an der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] promoviert. Von 1926 bis 1928 arbeitete er am [[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover|Provinzialmuseum Hannover]], von 1928 bis 1935 am [[Römisch-Germanisches Zentralmuseum|Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz]]. Ab 1931 war Sprockhoff korrespondierendes und ab 1934 ordentliches Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]]. Nachdem 1935 [[Gerhard Bersu]] aus dem Amt als erster Direktor der [[Römisch-Germanische Kommission|Römisch-Germanischen Kommission]] in [[Frankfurt am Main]] gedrängt worden war, folgte Sprockhoff ihm 1935 zunächst als zweiter und ab 1937 als erster Direktor bis 1945.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-ernst-sprockhoff-2633 |titel=Mitglieder der Vorgängerakademien |titelerg=Ernst Sprockhoff |hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] |zugriff=2015-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich erhielt er 1936 eine Professur für Ur- und Frühgeschichte an der Universität in Marburg. 1942 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://badw.de/fileadmin/nachrufe/Sprockhoff%20Ernst.pdf Ernst Sprockhoff] Nachruf im Jahrbuch 1968 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprockhoff trat bereits 1920 dem [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] bei, den er jedoch 1923 bereits wieder verließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frans-Arne Stylegar |Titel=&amp;quot;... und zeugen von einem stolzen Geschlecht&amp;quot; [Ausstellungsbegleitbuch zur Ausstellung über die Festung Lista und die Archäologie] |Ort=Vest-Agder |Datum=2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon vor der „[[Machtergreifung]]“ 1933 gehörte er der [[Sturmabteilung|SA]] an. 1933 wurde er Mitglied im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbund]], am 25. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.702.169).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42221304&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1943 bis 1945 war er während der [[Norwegen unter deutscher Besatzung|Besetzung Norwegens]] als Oberstleutnant Regimentskommandeur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Heinz Willroth |Titel=s.&amp;amp;nbsp;v. Sprockhoff, Ernst |Hrsg=Heinrich Beck, Dieter Geuenich und Heiko Steuer |Sammelwerk=Reallexikon der Germanischen Altertumskunde |Band=29, Skírnismál - Stiklestad |Auflage=2., völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2005 |ISBN=3-11-018360-9 |Seiten=405-406}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des zwischen [[Karmøy]] und [[Vanse]] auf der Halbinsel [[Lista (Norwegen)|Lista]] stationierten Heeres-Küsten-Artillerie-Regimentes 978.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Als beim Bau des Küstenforts Marka im Rahmen der Arbeiten am [[Atlantikwall]] durch die [[Wehrmacht|Deutsche Wehrmacht]] auf der Südwestspitze von Lista der Grønhaug genannte Grabhügel angeschnitten wurde, übernahm Sprockhoff die Untersuchung dieser [[Wikingerzeit|wikingerzeitlichen]] Doppelbestattung und übergab die Funde dem Universitätsmuseum Oslo, dem heutigen [[Kulturhistorisk Museum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Grabhügel aus der Gemarkung Marka, wie der Engelshaug und der Tuptehaug, einige der größten vorgeschichtlichen Monumente Norwegens, wurden dagegen unbeobachtet zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frans-Arne Stylegar |Titel=farmers, mariners, and lords of long ago. Archaeology and prehistory in the Agder region |Verlag=Vest-Agder County Council |Ort=Vest-Agder |Datum=2007 |Seiten=56 |Online=https://www.waughfamily.ca/Ancient/Farmers,%20Mariners%20and%20Lords%20of%20Long-Ago.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seines Kommandos schrieb er ein Buch über norwegische Ur- und Frühgeschichte, wobei er vor allem Quellen aus der Region seines Kommandos nutzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Buch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;... und zeugen von einem stolzen Geschlecht&amp;#039;&amp;#039; wurde noch kurz vor Kriegsende 1945 veröffentlicht. Nach Kriegsende verbrachte Sprockhoff über zwei Jahre in britischer [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Rückkehr im Herbst 1947 wurde Sprockhoff zum ordentlichen [[Professor]] für [[Ur- und Frühgeschichte|Vor- und Frühgeschichte]] an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] ernannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und arbeitete dort bis zu seiner Emeritierung 1958. In dieser Zeit wurde er 1955 zum korrespondierenden Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin]] gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Sprockhoff starb am 1. Oktober 1967 in Kiel. Zu seinen wichtigsten Kieler Schülern gehörten [[Johanna Brandt (Archäologin)|Johanna]] und [[Karl Heinz Brandt (Archäologe)|Karl Heinz Brandt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Sprockhoff war evangelisch, verheiratet mit Anneliese, geb. Bartels, und hatte zwei Töchter und einen Sohn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WeristWer1958&amp;quot;&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]]: Das Deutsche Who’s Who&amp;#039;&amp;#039;. 13. Auflage. [[Arani-Verlag]], Berlin 1958, S. 1226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Sprockhoff-Nr.}}Sprockhoff-Katalog ==&lt;br /&gt;
Der heute überholte Begriff [[Nordische Riesensteingräber]] geht auf Sprockhoff zurück. Sprockhoff erfasste systematisch etwa 900 deutsche [[Megalith]]anlagen in einem durchnummerierten Katalog. Die so genannte Sprockhoff-Nummer wird bis heute verwendet, um die Anlagen zu identifizieren. &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039;: [[Liste der norddeutschen Megalithanlagen nach Sprockhoff-Nummer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die germanischen Griffzungenschwerter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Römisch-Germanische Forschungen&amp;#039;&amp;#039; 5). de Gruyter, Berlin, Leipzig 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die germanischen Vollgriffschwerter der jüngeren Bronzezeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039; Römisch-Germanische Forschungen&amp;#039;&amp;#039; 9). de Gruyter, Berlin, Leipzig 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jungbronzezeitliche Hortfunde Norddeutschlands (Periode IV)&amp;#039;&amp;#039;, Mainz 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die nordische Megalithkultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Urgeschichte Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; Band 3). de Gruyter, Berlin, Leipzig 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;... und zeugen von einem stolzen Geschlecht&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Reichskommissar f. d. besetzten norw. Gebiete, Germanische Leitstelle Norwegen, Germanischer Wissenschaftseinsatz, Oslo 1945.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jungbronzezeitliche Hortfunde der Südzone des nordischen Kreises (Periode V).&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Megalithgräber&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1–3. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1966–1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Böhner]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Ernst Sprockhoff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums&amp;#039;&amp;#039; 14 (1967), S. IX–XXVIII.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wagner (Archäologe)|Friedrich Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Sprockhoff, 6. August 1892 – 1. Oktober 1967.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Akademie der Wissenschaften. Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 192–200.&lt;br /&gt;
* C. Misamer: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Sprockhoff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Kulturbegriff in der Vor- und Frühgeschichtforschung.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1987, S. 87–99.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Pape]]: &amp;#039;&amp;#039;Zehn Prähistoriker aus Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heiko Steuer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eine hervorragend nationale Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Ergänzungsbände zum [[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]] Bd. 29. de Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-017184-8, S. 55–88.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Willroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Sprockhoff und die nordische Bronzezeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eine hervorragend nationale Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 29). de Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-017184-8, S. 109–149.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 581.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118752308}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118752308|titel=Sprockhoff, Ernst|datum=2020-11-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren Römisch-Germanische Kommission}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118752308|VIAF=272330504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sprockhoff, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Römisch-Germanischen Kommission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Reichsbundes für Deutsche Vorgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sprockhoff, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prähistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wischmat</name></author>
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