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	<title>Ernst Sorger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 12. Oktober 2025 um 15:54 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-12T15:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Sorger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. November]] [[1892]] in [[Staré Sedliště|Alt Zedlisch]], [[Königreich Böhmen]]; † [[9. August]] [[1945]] in [[Liebenau (Graz)]]) war ein österreichischer [[Psychiater]] und Primarius an der „Landes-Irren-Heil- und Pflegeanstalt“ Feldhof bei [[Graz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.psychiatrische-landschaften.net/node/156 |titel=Steiermärkische „Landes-Irren-Heil- und Pflegeanstalt“ Feldhof |werk=psychiatrische-landschaften.net |datum=2009 |abruf=2024-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Landesobmann der „Erbbiologischen Bestandsaufnahme“ in der Steiermark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sorger studierte Medizin an der [[Universität Graz]]. Seit 1911 gehörte er der &amp;#039;&amp;#039;Grazer akademischen [[Burschenschaft]] Arminia&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 472.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war ab 1921 als Psychiater in der [[LKH Graz II Standort Süd|Heil und Pflegeanstalt Feldhof]] (HPfA) tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee588&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 588&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1932 bis 1944 war Sorger Primararzt der Frauenabteilung an der HPfA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gabriel/Neugebauer415&amp;quot;&amp;gt;Eberhard Gabriel, [[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1944)|Wolfgang Neugebauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von der Zwangssterilisierung zur Ermordung. Zur Geschichte der NS-Euthanasie in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Teil II, Wien 2002, S. 415.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat 1935 der illegalen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei, beantragte dann am 18. Mai 1938 die reguläre Aufnahme in die Partei und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.306.523),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41930329&amp;lt;/ref&amp;gt; er betätigte sich später auch als Redner beim [[Rassenpolitisches Amt der NSDAP|Rassenpolitischen Amt der NSDAP]]. In der [[Sturmabteilung|SA]] stieg er zum Sanitäts-[[NS-Ranggefüge|Obersturmführer]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee588&amp;quot; /&amp;gt; Sorger war zudem ab 1940 Landesobmann der „Erbbiologischen Bestandsaufnahme“ und als solcher einer der „exponiertesten Rassepsychiater“ und strikter Befürworter von [[Zwangssterilisation]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Freidl und Werner Sauer: &amp;#039;&amp;#039;NS-Wissenschaft als Vernichtungsinstrument.&amp;#039;&amp;#039; Facultas Universitätsverlag, Wien 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorger wechselte von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]] und erreichte dort als SS-Arzt den Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s. 1944 wurde er Nachfolger von [[Oskar Begusch]] in der [[LKH Graz II Standort Süd|Anstalt Feldhof]], der seit 1939 Anstaltsdirektor war und 1944 an den Folgen einer Blinddarmoperation verstorben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorger gehörte ab dem 2. September 1940 zum Kreis der [[T4-Gutachter]] für die [[Aktion T4]]. Diese „Gutachten“, die meist aufgrund der Aktenlage getroffen wurden, waren gut bezahlt: Bei 100 Meldebögen bekamen die Gutachter 100 [[Reichsmark]] (RM), bei 2000 Meldebögen 200 RM und bei über 3500 Meldebögen 400 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Jabloner et al.: &amp;#039;&amp;#039;Schlussbericht der Historikerkommission der Republik Österreich: Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München [u.&amp;amp;nbsp;a.]: 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sorger hat mit Begusch auch sogenannte Vor-Ort-Selektionen in kleineren Siechen- und Pflegeanstalten vorgenommen; dies war eine österreichische Besonderheit, bei welcher das allgemeine Begutachtungsverfahren teilweise durch sogenannte „fliegende Ärztekommissionen“ ausgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Mai startete der erste Transport mit 200 Patienten von Graz in die [[NS-Tötungsanstalt Hartheim]]. Für diese Auswahltätigkeit wurde Sorger drei Tage pro Woche vom Anstaltsdienst freigestellt. Für die Selektionen waren neben der psychiatrischen Erkrankung die Arbeitsfähigkeit in der Anstalt bzw. der Pflegeaufwand entscheidende Kriterien. Bis zum Juni 1941 gingen noch weitere 13 Transporte nach Hartheim ab. Von den 1174 dokumentierten Patienten waren 601 Männer und 573 Frauen, man schätzt die Gesamtzahl aber auf ca. 1500 Patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Sorger wurde 1945 wegen Tötung von 13 behinderten Kindern ermittelt. Er beging aber vor Abschluss des Verfahrens im August 1945 [[Suizid]]; dadurch gerieten auch die weiteren Erhebungen ins Stocken. Die Verantwortung der anderen mitbeteiligten Ärzte und Pfleger konnte nun den beiden verstorbenen ehemaligen Anstaltsdirektoren angelastet werden, während die übrigen sich gegenseitig entlasteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Freidl und Werner Sauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Wissenschaft als Vernichtungsinstrument. Rassenhygiene, Zwangssterilisation, Menschenversuche und NS-Euthanasie in der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; Facultas Universitätsverlag, Wien 2004, ISBN 3-85076-656-X.&lt;br /&gt;
* [[Clemens Jabloner]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Schlussbericht der Historikerkommission der Republik Österreich: Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56744-6.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Joachim Hainzl: [http://www.korso.at/archive/korso/DStmk/feldhof0201.htm &amp;#039;&amp;#039;Vergessene Opfer – gefeierte Täter: NS-Euthanasie in der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039;] In: korso.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1212804430|VIAF=9269159400306419620003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sorger, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:T4-Gutachter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sorger, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Psychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. November 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Staré Sedliště|Alt Zedlisch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Liebenau (Graz)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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