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	<title>Ernst Sittig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Sittig&amp;diff=2606293&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor am 24. Januar 2026 um 20:22 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-24T20:22:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Carl Wilhelm Sittig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Februar]] [[1887]] in [[Berlin]]; † [[25. Dezember]] [[1955]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]] und [[Sprachwissenschaft]]ler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Sittig besuchte das Gymnasium in Berlin und studierte anschließend [[Philologie]] an den Universitäten [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]]. In Tübingen wurde er Mitglied der [[Sängerschaft Hohentübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Verbindungswesen in Tübingen. Eine Dokumentation im Jahre des Universitätsjubiläums 1977.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1978, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Halle wurde er 1911 mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;De Graecorum nominibus Theophoris&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor#Unterscheidung nach Fächern|Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], wobei er sich schon während des Studiums der [[Vergleichende Sprachwissenschaft|vergleichenden Sprachwissenschaft]] zuwandte. Sittig legte Dolmetscherexamen für [[Polnische Sprache|Polnisch]], [[Russische Sprache|Russisch]], [[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]] und [[Neugriechische Sprache|Neugriechisch]] ab und war ab 1914 [[Lehramtsreferendariat|Studienreferendar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000004498|Ernst Sittig|12. April 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Ernst Sittig in einer [[Entschlüsselung|Dechiffrierabteilung]] des [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heeres]]. Dem schloss sich von 1919 bis 1924 eine Anstellung als [[Beamtentum#Neuzeit|Beamter]] im höheren [[Pers Z|Chiffrierdienst des Auswärtigen Amtes]] an. An der Universität Berlin [[Habilitation|habilitierte]] sich Sittig 1923 als Privatdozent für [[Slawistik]] und vergleichende Sprachwissenschaft. Danach war er von 1924 bis 1926 in Berlin als [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] im [[Höherer Dienst|höheren Schuldienst]] tätig. Ab 1926 lehrte er als [[Lehrstuhl|Ordinarius]] an der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]], bevor er 1929 den Lehrstuhl für Slawistik und vergleichende Sprachwissenschaft an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] übernahm, wo er bis 1945 auch slawistische Veranstaltungen abhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/slavisches-seminar/institut/geschichte0.html |titel=Geschichte des Slavischen Seminars. Zwanzigstes Jahrhundert (bis 1961) |hrsg=uni-tuebingen.de |zugriff=2012-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sittig trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.584.319).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 4901/13277; [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 585.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Sittig wie schon im Ersten in einer Dechiffrierabteilung eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;munzinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1950 widmete sich Ernst Sittig dem [[Minoische Kultur|minoischen]] „Schrift- und Sprachenrätsel“. Eigentlich ein Spezialist des [[Etruskische Sprache|Etruskischen]], wobei er schon 1910 ein Kenner von zehn antiken Sprachen war, hatte Sittig kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf [[Zypern]] 1914 einen Zweisprachenstein ([[Bilingue]]) in [[Eteokyprische Sprache|eteokyprischer]] und [[Altgriechische Sprache|altgriechischer]] Sprache erkannt, ein Teil des Steines im Original, den anderen auf einem Foto. Aus den Schriftzeichen nahm er bereits zu diesem Zeitpunkt eine Verwandtschaft zwischen der kyprischen Schrift und der [[Kreta|kretischen]] Linearschrift an. Seine Untersuchungen von Linearschriften aus [[Attika (Landschaft)|Attika]] und [[Boiotien]] (die [[Mykenische Kultur]] bediente sich bei der [[Linearschrift B]] der kretischen Schrift) führten Sittig 1951 zur richtigen Bestimmung von acht Lautwerten aus fünfzig kretischen Silbenzeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Diebow|Hans Pars]] |Titel=Göttlich aber war Kreta. Das Erlebnis der Ausgrabungen |Reihe=Das moderne Sachbuch |BandReihe=35 |Auflage=3. |Verlag=Walter-Verlag |Ort=Olten und Freiburg im Breisgau |Datum=1965 |Seiten=337–341}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seinem Tod beschäftigte sich Sittig 1955 mit dem Versuch der Entzifferung des [[Diskos von Phaistos]]. Er hielt die auf diesem eingedrückten Stempelzeichen für eine [[Piktogramm|piktografische]] Silbenschrift aus der Zeit um 1600 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in [[Mykenisches Griechisch|griechischer]] Sprache. Sittig verwendete bei der Entzifferung eine statistische Methode, die Häufigkeitsberechnung von Silben nach ihrer Stellung im Wort. Dabei würden die Bildzeichen des Diskos [[Akrophonie|akrophonisch]] verwendet, so bedeute das „Schiff“ den Silbenwert &amp;lt;code&amp;gt;NA&amp;lt;/code&amp;gt; (von griechisch &amp;#039;&amp;#039;Naus&amp;#039;&amp;#039; für ‚Schiff‘), das „Stierfell“ &amp;lt;code&amp;gt;TA&amp;lt;/code&amp;gt; (von &amp;#039;&amp;#039;Tauros&amp;#039;&amp;#039; ‚Stier‘) und der „Kopf eines Mannes mit Federbusch“ &amp;lt;code&amp;gt;A&amp;lt;/code&amp;gt; (von &amp;#039;&amp;#039;Archos Aner&amp;#039;&amp;#039; ‚Fürst‘). Linksläufig könne man so beispielsweise &amp;lt;code&amp;gt;ATANA MEKALA&amp;lt;/code&amp;gt; (‚große [[Athene]]‘) lesen. Insgesamt seien nach dieser Methode 32 von 45 Silbenzeichen lesbar, nicht unbedingt jedoch von den Wörtern her verständlich. Die erarbeiteten Erkenntnisse konnte Ernst Sittig nicht mehr vervollständigen, er verstarb nach einer Herzerkrankung am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember 1955.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Pars |Titel=Göttlich aber war Kreta. Das Erlebnis der Ausgrabungen |Reihe=Das moderne Sachbuch |BandReihe=35 |Auflage=3. |Verlag=Walter-Verlag |Ort=Olten und Freiburg im Breisgau |Datum=1965 |Seiten=366/367}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Graecorum nominibus Theophoris.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1911 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ancient Greek Theophoric Proper Names.&amp;#039;&amp;#039; 1912 (Nachdruck Chicago 1981).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Litauische Dialekte.&amp;#039;&amp;#039; 5 Teile, Berlin 1928/29.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der polnische Katechismus der Ledezma und die litauischen Katechismen des Daugssa und des Anonymus vom Jahre 1605 nach d. Krakauer Originalen u. Wolters Neudr. interlinear.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Älter der Anordnung unserer Kasus und der Ursprung ihrer Bezeichnung als „Fälle“.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Litauisch.&amp;#039;&amp;#039; 2 Teile, Berlin/Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Inscriptionum Etruscarum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1, 3: &amp;#039;&amp;#039;Tit. 5327-5606.&amp;#039;&amp;#039; Barth, Leipzig 1936.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Methodologisches zur Entzifferung der kretischen Silbenschrift Linear B&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Minos: Revista de filología egea&lt;br /&gt;
   |Nummer=3&lt;br /&gt;
   |Verlag=Consejo Superior de Investigaciones Cientificas&lt;br /&gt;
   |Ort=Salamanca&lt;br /&gt;
   |Datum=1954&lt;br /&gt;
   |ISSN=0544-3733&lt;br /&gt;
   |Seiten=10–19&lt;br /&gt;
   |Online=[http://gredos.usal.es/jspui/bitstream/10366/73162/1/Methodologisches_zur_Entzifferung_der_kr.pdf?origin=publication_detail Online]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=679&lt;br /&gt;
   |Abruf=2014-02-14}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Sprachen die Minoer Griechisch?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Minos: Revista de filología egea&lt;br /&gt;
   |Nummer=3&lt;br /&gt;
   |Verlag=Consejo Superior de Investigaciones Cientificas&lt;br /&gt;
   |Ort=Salamanca&lt;br /&gt;
   |Datum=1954&lt;br /&gt;
   |ISSN=0544-3733&lt;br /&gt;
   |Seiten=87–99&lt;br /&gt;
   |Online=[http://campus.usal.es/~revistas_trabajo/index.php/0544-3733/article/viewFile/2504/2552 campus.usal.es]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=894&lt;br /&gt;
   |Abruf=2014-02-14}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Entzifferung der minoisch-kyprischen Tafel von Enkomi&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Minos: Revista de filología egea&lt;br /&gt;
   |Nummer=4&lt;br /&gt;
   |Verlag=Consejo Superior de Investigaciones Cientificas&lt;br /&gt;
   |Ort=Salamanca&lt;br /&gt;
   |Datum=1956&lt;br /&gt;
   |ISSN=0544-3733&lt;br /&gt;
   |Seiten=33–42&lt;br /&gt;
   |Online=[http://campus.usal.es/~revistas_trabajo/index.php/0544-3733/article/view/2533/2577 campus.usal.es]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2014-02-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117418692}}&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten|p183604}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117418692|LCCN=n/86/865769|VIAF=64783621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sittig, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sängerschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sittig, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sittig, Ernst Carl Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sprachwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Februar 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Dezember 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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