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	<title>Ernst Siehr - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Harvey Kneeslapper am 13. April 2023 um 16:56 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SiehrErnst.jpg|hochkant|mini|Ernst Siehr]]&lt;br /&gt;
[[File:Grab Ernst Siehr.jpg|hochkant|mini|Das Grab von Ernst Siehr und seiner Ehefrau Paula geborene Albrecht im Familiengrab auf dem [[Südfriedhof (Frankfurt am Main)]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Ludwig Siehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Oktober]] [[1869]] in [[Slawsk|Heinrichswalde]], [[Kreis Niederung]], Ostpreußen; † [[14. November]] [[1945]] in [[Bergen auf Rügen]]) war ein deutscher Politiker ([[Fortschrittliche Volkspartei]], [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur auf dem Gymnasium in [[Tschernjachowsk|Insterburg]] studierte Ernst Siehr, der [[evangelisch]]en Glaubens war, von 1886 bis 1889 an der [[Albertus-Universität Königsberg]], der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] Rechtswissenschaften. Während seines Studiums schloss er sich der Königsberger [[Landsmannschaft (Studentenverbindung)|Landsmannschaft]] Littuania an. Mit 19 Jahren Referendar geworden, bestand er 1894 das Assessorexamen mit „gut“. Er ließ sich 1895 als [[Rechtsanwalt]] in Insterburg nieder. Bis 1911 war er nebenamtlich Syndikus der [[Industrie- und Handelskammer|Handelskammer]] Insterburg. In jenem Jahr erhielt er zusätzlich die Zulassung als [[Notar]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er beim mobilen Landsturm-Bataillon Insterburg im Range eines Leutnants eingesetzt. Er wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet. Siehr war Mitglied der [[Deutsche Friedensgesellschaft|Deutschen Friedensgesellschaft]], des Ostpreußischen Provinzial-Vereins zur Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt und der [[Historische Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung|Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung]]. 1929 wurden ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Insterburg verliehen. Am 3. Februar 1940 erhielt er das [[Couleur|Band]] des [[Corps Littuania]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, 86/969.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Siehr war zunächst Mitglied der [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] und leitete dort die Parteigliederung für [[Ostpreußen]]. 1918 beteiligte er sich an der Gründung der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]], in der er ebenfalls Vorsitzender für Ostpreußen war. Siehr gehörte der Stadtverordnetenversammlung von [[Tschernjachowsk|Insterburg]] an und war deren stellvertretender Vorsteher.  Von 1921 bis 1925 vertrat Siehr [[Allenstein]] im [[Provinziallandtag der Provinz Ostpreußen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abgeordneten.info/ostpreussen/Ostpreussen_1919.pdf Mitgliederverzeichnis des ostpreußischen Provinziallandtages (Korfmacher)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch Vizepräsident des Provinziallandtags. Er wurde bei der [[Reichstagswahl 1912]] im [[Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Gumbinnen 3]] zum [[Mitglied des Reichstages]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kaiserliches Statistisches Amt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1912&amp;#039;&amp;#039;, Heft 2 (= Statistik des Deutschen Reichs, Bd. 250). Verlag von Puttkammer &amp;amp; Mühlbrecht, Berlin 1913, S. 83; Carl-Wilhelm Reibel: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Halbband 1, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 43–46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wahlperiode dieses Reichstags währte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Im [[Wahl zur Deutschen Nationalversammlung|Januar 1919]] wurde er in die [[Nationalversammlung (Weimar)|Weimarer Nationalversammlung]] gewählt; er war bis zur Neuwahl der Ostpreußischen Abgeordneten am 20. Februar 1921 [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Siehr bezeichnete den [[Friedensvertrag von Versailles]] als „Dokument wahnwitziger Zerstörungssucht, blinden Siegesrausches und politischer Kurzsichtigkeit.“ Nach dem [[Kapp-Putsch]] wurde Siehr am 16. April 1920 zum [[Oberpräsident]]en der preußischen Provinz [[Ostpreußen]] ernannt, weil sich sein Vorgänger [[August Winnig]] ([[SPD]]) auf die Seite der Putschisten gestellt hatte. In Siehrs Amtszeit fielen die [[Abstimmungsgebiet Allenstein|Volksabstimmungen]] in Masuren und Westpreußen am 11. Juli 1920 über die Zugehörigkeit zu Ostpreußen oder zu Polen. Segensreich war Siehrs eigenmächtige Verordnung einer vollen dreijährigen Schonzeit für Elche. Er setzte 1922 das &amp;#039;&amp;#039;Ostpreußenprogramm&amp;#039;&amp;#039; durch, aus dem 1926 die [[Osthilfe (Deutsches Reich)]] wurde. Mit ihr versuchten die Reichsregierung und die [[Freistaat Preußen|Preußische Staatsregierung]], die Strukturnachteile der Provinz zu mildern, die durch die räumliche Trennung vom Reich entstanden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Brausch: &amp;#039;&amp;#039;Blieb seiner Heimat im Herzen verbunden. Vor 125 Jahren wurde Oberpräsident Dr. Ernst Siehr in Heinrichswalde geboren&amp;#039;&amp;#039;. Ostpreußenblatt, Folge 41, 15. Oktober 1994, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf eigenen Antrag vom 1. August 1932&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kulturstiftung.org/personen/siehr-ernst-ludwig Siehr, Ernst Ludwig], auf kulturportal-west-ost.eu, abgerufen am 17. Juni 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; endete Siehrs Amtszeit als Oberpräsident am 30. September 1932, wegen Differenzen mit der von Reichskanzler [[Franz von Papen]] beim „[[Preußenschlag]]“ eingesetzten reaktionären Regierung. Sein Nachfolger wurde [[Wilhelm Kutscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Zentralverlag, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125877552}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|125877552}}&lt;br /&gt;
* [http://kulturportal-west-ost.eu/biographien/siehr-ernst-ludwig-2 Kulturportal West- und Ostpreußen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberpräsidenten in der Provinz Preußen/Ostpreußen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Gumbinnen 3&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125877552|VIAF=32972814}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Siehr, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Ostpreußen (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Siehr, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Siehr, Ernst Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FVP, DDP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Oktober 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Slawsk|Heinrichswalde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. November 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bergen auf Rügen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Harvey Kneeslapper</name></author>
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