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	<title>Ernst Schneller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PequodOnStationAtLZ: added picture</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;added picture&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[File:Ernst Schneller 1928.jpg|thumb|right|Ernst Schneller ca. 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Schneller Büste KZ Sachsenhausen Denis Apel.JPG|mini|Ernst-Schneller-Relief im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Hugo Schneller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1890]] in [[Leipzig]]; † [[11. Oktober]] [[1944]] im [[Konzentrationslager Sachsenhausen]]) war ein deutscher Politiker der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]. Er war Gemeindevertreter in [[Schwarzenberg/Erzgeb.|Schwarzenberg/Erzgebirge]], Abgeordneter des [[Sächsischer Landtag (Weimarer Republik)|Sächsischen Landtages]] und [[Reichstag (Weimarer Republik)|Mitglied des Reichstags]]. Er gehörte zum lagerinternen Widerstand des KZ Sachsenhausen und wurde nach Aufdeckung der Widerstandszelle von der [[SS-Totenkopfverbände|SS]] zusammen mit anderen Häftlingen erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg &amp;amp; Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Eisenbahners und ehemaligen Soldaten besuchte bis zum Jahr 1910 ein [[Lehrerseminar]], nach einem zeitweiligen Fernbleiben von diesem war er in den Jahren 1911 bis 1913 als Hilfslehrer und ab 1913 als Lehrer in verschiedenen sächsischen Städten tätig. Mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] meldete Schneller sich im Jahr 1914 freiwillig und war seit 1916 Offizier, zuletzt 1918 in der Funktion eines Bataillonsadjutanten. In den Anfangsjahren wurde er in Frankreich, später an der Ostfront, eingesetzt. Während der Novemberrevolution war er Mitglied im [[Arbeiter- und Soldatenrat]] seiner Einheit in der Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gedenkplaetze.info/biografien/ernst-schneller Gedenkplaetze.info:] &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Gedenktafel am Geburtshaus&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 17. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kam im Jahr 1919 als Lehrer nach Schwarzenberg, wo er als ehemaliger Offizier zunächst auf Ablehnung stieß, was sich aber nach seinem Eintritt in die SPD, die er auch im Gemeinderat vertrat, änderte. Während des [[Kapp-Putsch]]es organisierte der in militärischen Dingen erfahrene Schneller in Schwarzenberg den Widerstand; wenig später trat er in die KPD ein, da diese ihn durch ihr konsequentes Vorgehen beeindruckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sächsischer Landtag &amp;amp; Reichstag ===&lt;br /&gt;
Im November 1920 verpasste Schneller als Kandidat der KPD den Einzug in den ersten Sächsischen Landtag. Im März 1921 schied der KPD-Abgeordnete [[Gottfried Weimer]] aus dem Landtag aus und Schneller rückte für ihn im darauffolgenden Monat als Abgeordneter nach. Hier sprach er zu zahlreichen Minderheitsanträgen der KPD, die sein Fachgebiet [[Pädagogik]] betrafen. Dabei setzte er sich für eine umfassende Revolution des Bildungswesens ein, in dessen Mitte die [[Produktionsschule]] stehen sollte. Zugleich verteidigte er auch Anträge seiner Fraktion zur Bekämpfung des Kinderelends durch die Einführung von kostenloser [[Schulspeisung]], [[Lernmittelfreiheit]], kostenlosen ärztlichen und zahnärztlichen Untersuchungen für Schul- und Vorschulkinder sowie Ausstattung schulentlassener Kinder mit Kleidung. Außerdem war Schneller im Jahr 1923 Leiter der [[Proletarische Hundertschaften|Proletarischen Hundertschaften]]. Im Herbst 1923 war Schneller, der damals der Parteiführung um [[Heinrich Brandler]] und [[August Thalheimer]] anhing, nach dem [[Hamburger Aufstand]] kurzzeitig inhaftiert. Zur gleichen Zeit wurde die [[Reichsexekution]] über Sachsen und Thüringen verhangen und die dortigen Koalitionsregierungen aus Sozialdemokraten und Kommunisten abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schneller wurde im November 1924 auf eigenen Antrag aus dem Schuldienst entlassen und kandidierte im Wahlkreis 30 [[Chemnitz]]-[[Zwickau]], wurde im [[Reichstagswahl Dezember 1924|Dezember 1924]] Mitglied des Deutschen Reichstages in Berlin, dem er ununterbrochen bis zum Jahr 1933 angehörte, und später Leiter der [[Reichsparteischule Rosa Luxemburg|Reichsparteischule der KPD „Rosa Luxemburg“]] in [[Schöneiche bei Berlin|Schöneiche-Fichtenau]]. Parteiintern gehörte er nach 1924 zunächst zu den Unterstützern der Führung um [[Ruth Fischer]] und [[Arkadi Maslow]], schwenkte aber, nachdem er im Jahr 1925 ins [[Zentralkomitee]] gewählt worden war, zur neuen Führung um [[Ernst Thälmann]] über. Im Jahr 1927 wurde er &amp;#039;&amp;#039;Polleiter&amp;#039;&amp;#039; des Bezirkes Erzgebirge-Vogtland sowie eines von vier Mitgliedern des zentralen Politsekretariats, 1928 Kandidat (Ersatzmitglied) des [[Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale|Exekutivkomitees der Komintern]]. 1927/1928 engagierte er sich für die Aufdeckung des [[Lohmann-Affäre (Weimarer Republik)|Phoebus-Skandals]] und stand seit dieser Zeit im Kontakt zum [[Bund der Köngener]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schneller leitete im September 1928 die entscheidende Sitzung des ZK, die dazu führte, dass Thälmann aufgrund seiner Verstrickung in der [[Wittorf-Affäre]] seine Ämter ruhen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard H. Bayerlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Thälmann. Vom „Fall“ zur Parabel des Stalinismus&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], Bernhard H. Bayerlein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Thälmann-Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau-Verlag, Berlin 2003, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Rehabilitierung Thälmanns verlor Schneller im Jahr 1929 seinen Sitz im ZK und wurde bis zum Herbst nur noch mit untergeordneten Aufgaben betraut. Im Oktober 1932 wurde Schneller wieder mit Führungsaufgaben beauftragt und erneut ins ZK berufen. Für die Reichstagswahlen nach Hitlers Machtantritt entwarf er einen Klebezettel, auf dem er den SA-Terror anprangerte und den er mit seinem vollen Namen unterzeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/608_1 &amp;#039;&amp;#039;Mord! 35 Tote!&amp;#039;&amp;#039; Klebezettel der KPD zu den Reichstagswahlen am 5. März 1933.] dhm.de/lemo; abgerufen am 17. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfolgung im Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Schnellerstr 70a (Nischw) Ernst Schneller.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Schnellerstr 70a, in [[Berlin-Niederschöneweide]]]]&lt;br /&gt;
Schneller nahm am 7. Februar 1933 an der [[Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals|Tagung des Zentralkomitees]] der KPD im [[Sporthaus Ziegenhals]] bei Berlin teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.etg-ziegenhals.de/Teilnehmer.html |wayback=20220314112946 |text=Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e. V. Ziegenhals-Berlin: Teilnehmer an der Tagung des ZK der KPD am 07. Februar 1933 }} www.etg-ziegenhals.de; abgerufen am 17. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Acht Tage später hielt er bei einer Veranstaltung des Klubs der Geistesarbeiter der KPD seine letzte öffentliche Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kießling]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Lebensbild eines Revolutionärs.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1960, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolge der [[Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat|Reichstagsbrandverordnung]] wurde Schneller am 28. Februar 1933 in Berlin verhaftet und in das [[Justizvollzugsanstalt Moabit|Untersuchungsgefängnis Moabit]] gebracht. Im April 1933 wurde er in das [[KZ Sonnenburg]] überführt und saß ab 8. Juli 1933 in der Gefangenenanstalt II in Leipzig in Untersuchungshaft. Am 9. November 1933 wurde er wegen Aufforderung zum [[Hochverrat]] zu sechs Jahren [[Zuchthaus]] und fünf Jahren [[Bürgerliche Ehrenrechte|Ehrverlust]] verurteilt. Am 16. November 1933 trat er die Strafe im [[Justizvollzugsanstalt Waldheim|Zuchthaus Waldheim]] an, wo er bis zum Jahr 1939 zeitweise in Einzelhaft saß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1939 wurde Schneller in das KZ Sachsenhausen überführt, wo er der Leitung der dortigen illegalen KPD-Organisation angehörte. Im März 1944 fanden die SS-Wachmannschaften Flugblätter und ein Radio der Gruppe, worauf die Widerstandsgruppe mit [[Spitzel]]n infiltriert wurde. Nach der weitgehenden Zerschlagung der Gruppe am 11. August 1944 wurden 150 Häftlinge in eine Isolierbaracke gebracht. Am 11. Oktober 1944 wurden 103 von ihnen ins [[KZ Mauthausen]] überstellt und 27 Häftlinge, zumeist Kommunisten, in der Station Z des [[KZ Sachsenhausen]] erschossen. Unter ihnen waren Schneller, [[Mathias Thesen]], [[Ludger Zollikofer]], [[Rudolf Hennig (Politiker)|Rudolf Hennig]] und [[Augustin Sandtner|Gustl Sandtner]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.step21.de/uploads/tx_templavoila/WeisseFlecken-Zeitung_von_step21_dritte_Ausgabe.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Weiße Flecken&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 3. |format=PDF; 4,7&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20090718191511}} step21.de, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Langbein: &amp;#039;&amp;#039;… nicht wie die Schafe zur Schlachtbank – Widerstand in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1980, S. 227 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Schneller, Hildegard 03.jpg|hochkant|mini|[[Ehrengrab]] von Hildegard Schneller in der Grabanlage &amp;#039;&amp;#039;Pergolenweg&amp;#039;&amp;#039; der [[Gedenkstätte der Sozialisten]]]]&lt;br /&gt;
Ernst Schneller hat 1916 in [[Kirchberg (Sachsen)]] Hildegard, geb. Schwedler (1894–1989) geheiratet. Ihre Tochter Waltraut (1920–1944) wurde vom Pfarrer [[Arthur Rackwitz]] in dessen Familie aufgenommen. Ihr Sohn [[Helmut Schneller]], war unter dem Pseudonym Hans Rascher als Autor unter anderem für das Berliner Kabarett &amp;#039;&amp;#039;[[Kabarett-Theater Distel|Die Distel]]&amp;#039;&amp;#039; tätig. Hildegard Schnellers Urne wurde im Jahr 1989 in einem [[Ehrengrab]] der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]] der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Schnellers Bruder [[Wilhelm Schneller|Wilhelm]] (1894–1979) war in den Jahren 1924 bis 1930 Stadtverordneter der KPD in Leipzig und bis 1933 ebenso als Lehrer im Schuldienst tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst-Schneller-Denkmal Schwarzenberg.jpg|mini|Gedenkstein für Ernst Schneller in Schwarzenberg, feierlich eingeweiht am 14. September 1952.]]&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden in sehr vielen Orten Schulen, in [[Berlin-Alt-Treptow]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Kasernengelände Am Treptower Park|Ernst-Schneller-Kaserne]]&amp;#039;&amp;#039;, in [[Johanngeorgenstadt]] eine Jugendherberge, in [[Mittweida]] die [[Bezirksparteischule]] der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und in [[Zwickau]] die Pädagogische Hochschule sowie in zahlreichen anderen Orten, zum Beispiel im Berliner Bezirk [[Bezirk Treptow-Köpenick|Treptow-Köpenick]], Straßen nach Ernst Schneller benannt. In Petzow am Schwielowsee trug das Erholungsheim des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]] seinen Namen. Hinzu kam das zentrale Aufnahme- und Beobachtungsheim mit angeschlossenem [[Spezialheim|Spezialkinderheim]] in [[Eilenburg]], das Schnellers Namen trug. Am 3. September 1973 wurde der „Geschoßwerfertruppenteil der NVA ‚Ernst Schneller‘“ aufgestellt. Auch eine Briefmarke wurde zu seinem Gedenken herausgegeben.&lt;br /&gt;
Die meisten dieser Ehrungen wurden ab 1990 rückgängig gemacht. Es gibt jedoch immer noch Ernst-Schneller-Straßen in Leipzig, Heidenau (Sachsen), Halle (Saale), Erfurt, Jena und anderen Städten. Auch die Schnellerstraße in [[Berlin-Niederschöneweide]] ist nach Ernst Schneller benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=15 |id=S361 |zlb98=1775 |kaupert=Schnellerstrasse-12439-Berlin |name=Schnellerstraße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinen Namen trug außerdem die größte Yacht –&amp;amp;nbsp;ein 150-m²-Seekreuzer&amp;amp;nbsp;– der [[GST-Marineschule „August Lütgens“]] in Greifswald-Wieck. Der Sportsegler stand von 1954 bis 1989/90 im Dienst der GST, wurde anschließend von Greifswald nach [[Anklam]] verlegt und erhielt dort den neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;Wappen von Anklam&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Schulschiffe unter Segel und Motor. Zur Geschichte der GST-Marineschule August Lütgens Greifswald-Wieck&amp;#039;&amp;#039;. Edition Pommern, Elmenhorst 2012, ISBN 978-3-939680-07-9, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin wurde die [[Ernst-Schneller-Medaille]] für Leistungen in der [[Gesellschaft für Sport und Technik]] gestiftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fernsehbiografie des DDR-Fernsehens über Thälmann (1986) hat Schneller mehrere Auftritte. Er wird dort von [[Wilfried Pucher]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem früheren Wirkungsort Schwarzenberg wurde am 22. Oktober 1988 nach anderthalbjähriger Bauzeit unter anderem in Anwesenheit seiner Tochter und von Mitgliedern einer nach ihm benannten [[Kampfgruppen der Arbeiterklasse|Kampfgruppen]]-Einheit ein Ernst-Schneller-Ehrenhain mit einer von Klaus Schönherr angefertigten Bronzebüste und holzverkleideten Säulen im Hintergrund eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das neue Taktband&amp;#039;&amp;#039;. Organ der Leitung der BPO des VEB Waschgerätewerk, Nr. 15/1988, S. 1 und 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1992 erinnert in Berlin in der Nähe des [[Reichstagsgebäude|Reichstags]] eine der [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete]] an Schneller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Oktober 2014 wurde für die 70 Jahre zuvor erschossenen 27 Gefangenen, unter denen auch Ernst Schneller war, in der [[Gedenkstätte Sachsenhausen]] das Denkmal „Klang der Erinnerung / La voix du souvenir“ der Künstlerin [[Eva Susanne Schmidhuber]] eingeweiht. Es wurde an der [[Kunsthochschule Berlin-Weißensee]] im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs ausgewählt, der zusammen mit den Angehörigen der Ermordeten durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Schneller wurde von Wegbegleitern für seine anhaltenden politischen Schwenkungen kritisiert. Die innerparteiliche Opposition verspottete seine wichtige Rolle innerhalb der Partei, weil er lediglich „klüger als Ernst Thälmann und fleißiger als [[Philipp Dengel]]“ sei. Ebenso galt Schneller innerhalb der kommunistischen Bewegung als [[Opportunismus|Wendehals]]; auf Grund seiner ständigen Schwankungen hin zur jeweiligen Parteiführung bezeichnete ihn beispielsweise [[Nikolai Bucharin]] als „politisch charakterloses Subjekt“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schneller, Ernst&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6; [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/ernst-schneller bundesstiftung-aufarbeitung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Retzlaw]] schrieb in seiner Biografie über Schneller: „Schneller war der Typ des „Kartothekowitsch“, äusserst fleissig, unzugänglich bis zur Arroganz, er hatte niemals Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Retzlaw: &amp;#039;&amp;#039;Spartakus – Aufstieg und Niedergang, Erinnerungen eines Parteiarbeiters&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neue Kritik, Frankfurt 1971, ISBN 3-8015-0096-9, S. 347.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst Schneller (Film)|Ernst Schneller]]&amp;#039;&amp;#039;, zweiteiliger [[DEFA]]-[[Spielfilm]] für das [[Fernsehen der DDR]], 1977, Regie: [[Rudi Kurz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.marxistische-bibliothek.de/schneller2.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Zum 13. März&amp;#039;&amp;#039; (1926) |wayback=20070510225935}} marxistische-bibliothek.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.marxistische-bibliothek.de/schneller10jahre.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Zehn Jahre Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039; (1927) |wayback=20070510225935}} marxistische-bibliothek.de&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit über das russische Dorf. Tatsachen und Zahlen über die Lage der Bauernschaft in der Sowjet-Union.&amp;#039;&amp;#039; Vereinigte internationale Verlagsanstalt, Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phoebus-Skandal: Korruption und Geheimrüstungen&amp;#039;&amp;#039;. Internat. Arbeiter-Verlag, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rettung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Linkskurve|Die Links-Kurve]]&amp;#039;&amp;#039;. Internationaler Arbeiterverlag, Berlin 2. Jg. Nr. 2, Februar 1930, S.&amp;amp;nbsp;3–5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die ungeheuere Gefahr&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Links-Kurve&amp;#039;&amp;#039;. Internationaler Arbeiterverlag, Berlin 2. Jg. Nr. 4, April 1930, S.&amp;amp;nbsp;1–2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Offensive für das proletarische Buch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Links-Kurve&amp;#039;&amp;#039;, Dezember 1930, 2. Jg., Nr. 12, S.&amp;amp;nbsp;1–3. Internationaler Arbeiterverlag, Berlin.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mord von Potempa|Potempa]]. Die Ermordung des Arbeiters Pietczuch.&amp;#039;&amp;#039; Internationaler Arbeiter-Verlag, Berlin 1932 (Flugschrift der KPD; Microfiche-Ausgabe 1992, ISBN 3-628-00709-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sächsischer Landtag, Verhandlungsprotokolle 1922–1926.&lt;br /&gt;
* D. Sommer, H. Neef: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Kämpfer gegen die Reaktion. Kämpfer für den Frieden&amp;#039;&amp;#039;. Volk und Wissen, Berlin 1952.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kießling]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Lebensbild eines Revolutionärs.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1960. (weitere Auflagen 1972 und 1974).&lt;br /&gt;
** Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; (Miniaturausgabe). Offizin Andersen-Nexö, Leipzig 1977.&lt;br /&gt;
** Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller – Zehn Jahre Kampf, zehn Jahre Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1981.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Hädicke, Rudolf Meier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller. Arbeiterklasse und Wehrpolitik. Ausgewählte Reden und Schriften 1925—1929&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Ministeriums für nationale Verteidigung, Berlin 1960.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Zieris: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller&amp;#039;&amp;#039;. Volk und Wissen, Berlin 1966 (=&amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder großer Pädagogen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schneller (1890–1944)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten im Reichstag. Reden und biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1980, S. 473–480.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schneller, Ernst&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6; [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/ernst-schneller bundesstiftung-aufarbeitung.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11875873X}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11875873X}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20230516190300/http://etg-ziegenhals.de/Ernst_Schneller.html Porträt Ernst Schnellers] beim Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e.&amp;amp;nbsp;V., Ziegenhals-Berlin.&lt;br /&gt;
* Rede &amp;#039;&amp;#039;Die Bedrohung der Arbeiterklasse durch die Regierung&amp;#039;&amp;#039;, 9. Mai 1932; Tondokument; {{archive.org |19320509ErnstSchnellerKPDDieBedrohungDerArbeiterklasseDurchDieRegierung1m42s}}.&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/277c14c0-0883-4f97-be40-ae2d2b146470/ Nachlass NY 4038.] Bundesarchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11875873X|LCCN=no2015091258|VIAF=245801628}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schneller, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zentrale der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EKKI-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwarzenberg/Erzgeb.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sonnenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schneller, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schneller, Ernst Hugo (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KPD-Funktionär und Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Konzentrationslager Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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