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	<title>Ernst Pretzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Pretzel&amp;diff=1550562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Krd am 25. April 2025 um 13:18 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Pretzel.jpg|mini|Ernst Pretzel, um 1933]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Georg Pretzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. März]] [[1887]] in [[Berlin]]; † [[26. September]] [[1953]] in [[Uslar]])&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Pretzel: &amp;#039;&amp;#039;Homophobie und Männerbund. Plädoyer für einen Perspektivwechsel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 53 (2005), S. 1039. Andreas Pretzel verweist darauf, dass das bei Lilla: Statisten, 2004, Eintrag Nr. 823 angegebene Todesdatum von Ernst Pretzel ([[19. November]] [[1943]] in [[Rom]]) falsch ist und dieser nachweislich am 26. September 1953 in Uslar starb.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und früher Werdegang ===&lt;br /&gt;
Pretzel wurde als Sohn des Fabrikbesitzers Franz Pretzel und seiner Ehefrau Anna, geborene Gollert, geboren. In seiner Jugend besuchte er das Zehlendorfer Gymnasium. Nach dem Abitur wurde er an der Landwirtschaftlichen Schule in [[Dahme/Mark|Dahme]] ausgebildet. Später gehörte er zeitweise der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] an, in der er am 1. September 1912 zum [[Vizefeldwebel]] befördert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 nahm Pretzel mit dem [[Leib-Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm III.“ (1. Brandenburgisches) Nr. 8|Infanterie-Regimentern 8]] und [[Infanterie-Regiment Nr. 498|498]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Während des Krieges wurde er zum 16. Oktober 1915 zum [[Leutnant]] der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]] befördert, zweimal verwundet und mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz beider Klassen]]. Später erhielt er außerdem das [[Verwundetenabzeichen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg lebte Pretzel als Kaufmann in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betätigung in der NS-Bewegung ===&lt;br /&gt;
Politisch stand Pretzel seit Anfang der 1930er Jahre im Lager der extremen politischen Rechten: Zum 1. November 1930 trat er der NSDAP bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 348.137),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/16381687&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er unter anderem Aufgaben als Zellenobmann der Partei übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls Ende 1930 trat Pretzel in die [[Sturmabteilung]] (SA) ein, in der er als [[Protegé]] des [[Wolf-Heinrich von Helldorff|Grafen Helldorff]] Karriere machte. Seine [[Homosexualität|homosexuelle Neigung]], die in anderen Teilen der SA, nicht aber in der Umgebung Helldorffs, gerne gesehen war, verschwieg er dabei: Zum 15. Dezember 1930 wurde er zunächst zum SA-Führer in Berlin-Pankow ernannt, bevor er zum 8. April 1931 zum kommissarischen Sturmführer beim Sturm 29/4 ernannt wurde. Bald danach wurde er zum 2. April 1931 zum [[Adjutant]]/Stabsführer der von Alfred Knüppel geführten SA-Standarte 4 Berlin bestellt. Zum 22. Februar 1932 folgte schließlich die Ernennung zum Stabsführer der von [[Walter Schmidt (Politiker, 1886)|Walter Schmidt]] geführten SA-Untergruppe Berlin-West. Diese Stellung behielt er bis zu dem im April 1932 von der Regierung Brüning erlassenen SA-Verbot bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der nach der Aufhebung des SA-Verbotes durch die [[Kabinett Papen|Regierung von Papen]] durchgeführten Neuaufstellung der SA im Juli 1932 wurde Pretzel erneut zum Stabsführer der SA-Untergruppe Berlin-West ernannt, deren Führung nun bei dem SA-Oberführer [[Walter Schmidt (Politiker, 1886)|Walter Schmidt]] lag. Nachdem Schmidt im September 1932 aus seiner Stellung ausschied (nachdem seine teilweise jüdische Abstammung bekannt geworden war), rückte Pretzel de facto zum neuen Führer der Untergruppe auf. Er wurde schließlich mit Wirkung vom 1. März 1933 offiziell zum Führer der Untergruppe Berlin-West ernannt und gleichzeitig in den Rang eines SA-Oberführers befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von März bis November 1933 saß Pretzel des Weiteren als Abgeordneter der NSDAP im [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]], in dem er den Wahlkreis 3 (Potsdam II) vertrat. In dieser Zeit stimmte er unter anderem für das [[Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933]], das die juristische Grundlage für die Zerschlagung der Weimarer Demokratie und die Errichtung der NS-Diktatur bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausschluss Pretzels aus der NSDAP und SA ===&lt;br /&gt;
Konflikte mit dem im März 1933 zum neuen SA-Chef von Berlin und Brandenburg ernannten [[Karl Ernst (SA-Mitglied)|Karl Ernst]] führten dazu, dass Pretzel zunächst als Stabsführer der SA-Gruppe Ostland nach [[Ostpreußen]] versetzt wurde. Nachdem er dort in den Verdacht geriet, eine homosexuelle Beziehung zu einem Mitglied der dortigen Stabswache unterhalten zu haben, wurde er im Frühjahr 1934 nach Berlin zurückversetzt, wo er ohne aktive Dienststellung zur Verfügung der Gruppe Berlin Brandenburg gestellt war. Karl Ernst, der Pretzel abfällige Äußerungen über seine Person nachtrug, begann im Frühling 1934 damit, Pretzels Ausschluss aus der SA vorzubereiten. Hierzu kam es aber nicht mehr kam, da Ernst – wie zahlreiche andere SA-Führer – im Zuge der [[Röhm-Putsch|Röhm-Affäre]] ermordet wurde, bevor er seine Absicht verwirklichen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pretzel überstand zwar die Nachstellungen Ernsts und die Säuberung der SA im Zuge der „Röhm-Affäre“. Er geriet dann aber ab Herbst 1934 in den Strudel der sich zu dieser Zeit rapide verschärfenden Verfolgung von [[Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus|Homosexuellen im nationalsozialistischen Deutschland]]: Am 22. Februar 1935 wurde er aufgrund des gegen ihn gesammelten Belastungsmaterials in Untersuchungshaft genommen, nachdem er im Januar 1935 einen Strichjungen mit in seine Wohnung genommen hatte. Auf eine kurzzeitige Freilassung am 28. Februar 1935, die Pretzel mit der Erklärung, dass er außer bei dieser einen Gelegenheit niemals homosexuelle Handlungen mit anderen Männern durchgeführt habe, folgte eine erneute Verhaftung. Im März 1935 wurde er dann als [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-[[KZ-Häftling|Häftling]] ins [[KZ Lichtenburg]] überstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; (ZfG), 53. Jahrgang, Metropol Verlag, Berlin 2005, Nr. 10–12, S. 1041. {{ISSN|0044-2828}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 1. März 1935 wurde Pretzel wegen homosexueller Veranlagung und Betätigung in verschiedenen Fällen, unter Enthebung von Dienstgrad und Dienststellung, aus der SA entlassen. Durch eine einstweilige Verfügung der stellvertretenden [[Gau Berlin|Berliner Gauleiters]] [[Artur Görlitzer]]s vom 13. Mai 1935 wurde Pretzel auch aus der NSDAP ausgeschlossen. Eine Beschwerde seinerseits hiergegen vom 31. Mai 1935 wurde abgewiesen. Finalisiert wurde sein [[Parteiausschluss]] durch einen Beschluss des Gaugerichts Groß-Berlin der NSDAP vom 12. August 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemühungen Pretzels, auf dem Gnadenwege wieder in die NSDAP aufgenommen zu werden, wurden abgelehnt. Zuletzt teilte der [[Stab des Stellvertreters des Führers]] ihm unterm 31. März 1941 mit, dass sein Antrag auf gnadenweise Wiederaufnahme in die Partei auf Entscheidung [[Adolf Hitler|Hitlers]] hin der Ablehnung verfalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pretzel starb 1953 in Uslar. Er wurde in Einbeck im Harz beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Pretzel war einmal verheiratet. Aus der Ehe, die später geschieden wurde, gingen zwei Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen ==&lt;br /&gt;
* 9. September 1932: SA-Standartenführer&lt;br /&gt;
* 1. März 1933: SA-Oberführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130453374}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130453374|VIAF=67574229}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pretzel, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pretzel, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pretzel, Ernst Georg (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. September 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Uslar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Krd</name></author>
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