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	<title>Ernst Moro - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ulanwp: Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 2 Links nach archive.org geprüft</title>
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		<updated>2026-04-14T16:46:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 2 Links nach archive.org geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Moro1904.JPG|mini|Ernst Moro (1904)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Campus Bergheim Luisen Heilanstalt vormals Kinderklinik BILD1034.JPG|mini|hochkant|Die Luisenheilanstalt nach ihrer Sanierung und Modernisierung, gehört heute zur ATOS-Praxisklinik Heidelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Dezember]] [[1874]] in [[Ljubljana|Laibach]], [[Herzogtum Krain]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[17. April]] [[1951]] in [[Heidelberg]], [[Württemberg-Baden]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreichischer]] [[Pädiater]] und [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für Kinderheilkunde an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Graz, Wien, München ===&lt;br /&gt;
Ernst Moro wurde als jüngstes von acht Kindern geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot;&amp;gt;Gerda Schief, geb. Kiehnle: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro (1874–1951)&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Institut für Geschichte der Medizin, akademischer Betreuer [[Heinrich Schipperges]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], 1969, Seiten 29, 38, 40, 41+61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod der Eltern verließ er seinen Geburtsort Laibach (heute: Ljubljana) und siedelte nach Triest, wo seine Schwester lebte. Dort legte er auch seine [[Matura]] ab. Er studierte zunächst Biologie&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot; /&amp;gt; und danach [[Medizin]] an der [[Universität Graz]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1899 und wurde Assistenzarzt an der Grazer Universitäts-Kinderklinik unter der Leitung von [[Theodor Escherich]]. Anschließend folgte er Escherich nach [[Wien]] und arbeitete von April 1902 bis Ende März 1903 als Assistenzarzt am [[St. Anna Kinderspital]]. 1903 gründete er ein privates „Säuglingsheim und Kindersanatorium“ in Wien. 1906 ging er zurück nach Graz, wo [[Meinhard von Pfaundler]] die Nachfolge Escherichs angetreten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 ging Moro nach [[München]], nachdem im Vorjahr schon sein Lehrer Pfaundler nach München gewechselt war, wo Moro sich bei ihm 1906 für das Fach Kinderheilkunde [[Habilitation|habilitiert]] hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen III (I–Z).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 269–305, hier: S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moro wirkte nun als Privatdozent und Oberarzt an der Kinderklinik der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und beschäftigte sich mit der Erforschung der [[Tuberkulose]]. Im Jahr 1907 entdeckte er die [[Perkutan|perkutane]] [[Tuberkulinprobe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;EM&amp;quot;&amp;gt;Webseite Universitätsarchiv Heidelberg: [http://www.uni-heidelberg.de/uniarchiv/moro-ausstellung.html Ausstellung Ernst Moro], abgerufen am 21. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heidelberg ===&lt;br /&gt;
Am 24. Jänner&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang U. Eckart: &amp;#039;&amp;#039;Moro, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1009.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 wurde Moro außerordentlicher [[Professor]] für Kinderheilkunde an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] und Klinischer Direktor der Kinderheilanstalt, die damals &amp;#039;&amp;#039;Luisenheilanstalt&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde (benannt nach Großherzogin [[Luise von Preußen (1838–1923)|Luise von Baden]], 1923 umbenannt in &amp;#039;&amp;#039;Universitäts-Kinderklinik&amp;#039;&amp;#039;) als Nachfolger von [[Emil Feer]] und [[Ludwig Tobler (Mediziner)|Ludwig Tobler]]. Mit seiner Berufung wurde die Kinderklinik zum Brennpunkt internationaler Forschung.&amp;lt;ref&amp;gt;UniversitätsKlinikum Heidelberg: [https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Streifzug-durch-die-Geschichte.137525.0.html?&amp;amp;L=6 &amp;#039;&amp;#039;Seit 1860: Pädiatrie in Heidelberg – Streifzug durch die Geschichte&amp;#039;&amp;#039;], siehe erster Eintrag zum Jahr 1911.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moro zeichnete verantwortlich für zahlreiche Reformen wie beispielsweise die Einführung einer Dachterrasse zur Licht- und Lufttherapie der Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VA&amp;quot;&amp;gt;Vitrinenausstellung Ernst Moro, Universitätsarchiv Heidelberg, 14. November 2017 – 26. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schlechten finanziellen Bedingungen in der Luisenanstalt versuchte Moro im Jahr 1912 durch den „Luisenbazar“ zu verbessern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EM&amp;quot; /&amp;gt; 1919 wurde Moro zum [[Lehrstuhl|Ordinarius]] auf den Lehrstuhl für Kinderheilkunde an der Heidelberger Universität berufen. Moro führte die Luisenheilanstalt zu einer Höhe, die sie lange Jahre zu einem Zentrum der Internationalen Pädiatrie werden ließ. Seine Assistenten wurden anerkannte Wissenschaftler und seine Hörer verehrten ihn. Die am Haus ausgebildeten Krankenschwestern wurden in aller Welt gerne in den Dienst gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Hungerjahre]] nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] meldete Moro am Weihnachtstag 1920 dem [[Kaiserliches Gesundheitsamt|Reichsgesundheitsamt]] im Rahmen einer Umfrage, dass es in Heidelberg an Milch, Butter und Fleisch mangele. Bei einer Belegung mit 40 Säuglingen gebe es nicht weniger als vier schwerste Barlow-Fälle in der Luisenanstalt. Es handelte sich dabei um eine Erkrankung während der ersten beiden Lebensjahre mit starker Blutungsneigung. In anderen deutschen Städten war die Situation ähnlich. Die [[Quäkerspeisung]] versuchte seinerzeit, die Ernährungssituation mangelernährter Kinder zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang U. Eckart: &amp;#039;&amp;#039;Medizin und Krieg. Deutschland 1914–1924&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinand Schöningh Verlag Paderborn 2014, S. 270/271, ISBN 978-3-506-75677-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidelberg-Handschuhsheim Mozartstraße10 Wohnhaus Ernst-Moro.jpg|mini|Haus und Praxis des Kinderarztes Ernst Moro in Heidelberg-Handschuhsheim, Mozartstraße 10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst-Moro Gedenktafel HD-Mozartstraße10.jpg|mini|Gedenktafel für Ernst Moro]]&lt;br /&gt;
1920 lehnte Moro einen Ruf an die [[Universität Zagreb]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot;/&amp;gt; Er übersetzte allerdings Dokumente von Medizinstudierenden aus Zagreb.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine R. Auer: &amp;#039;&amp;#039;Strafsache Soldat 1.WK Daniel von Dienes (1924): „In seiner Not habe er sich das Maturatszeugnis in Wien fälschen lassen und den Medizinischen Fakultäten in Agram und Heidelberg vorgelegt ...“.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Beitrag von Eva Martinovic (Historisches Seminar, Universität Zagreb), Universitätsarchiv Heidelberg 2019, S. 6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1933 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5730|IDName=ernst-moro|Name=Ernst Moro|Kommentar=|Datum=20. Jänner 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 ließ er sich auf eigenen Wunsch aufgrund der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Nürnberger Gesetze|Rassegesetze]] [[Emeritierung|emeritieren]], da seine Frau Grete jüdischer Herkunft war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang U. Eckart]], [[Volker Sellin]], [[Eike Wolgast]]: &amp;#039;&amp;#039;Die&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Universität Heidelberg im Nationalsozialismus. Mit 44 Abbildungen&amp;#039;&amp;#039;, Springer Medizin Verlag Heidelberg 2006, hier: Wolfgang U. Eckart: Die Medizinische Fakultät, S. 641–649, zu Ernst Moro S. 642, 649, ISBN 978-3-540-21442-7&amp;lt;/ref&amp;gt; Er führte gesundheitliche Gründe für sein Rücktrittsgesuch an. [[Viktor von Weizsäcker]] und [[Curt Oehme]] erstellten bestätigende Gutachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VA&amp;quot; /&amp;gt; Bis 1948 betrieb Moro in der Heidelberger Mozartstrasse 10&amp;lt;ref name=&amp;quot;VA&amp;quot; /&amp;gt; noch eine Privatpraxis. An diesem Wohnhaus enthüllten am 8. Dezember 2004 anlässlich des 130. Geburtstages von Ernst Moro die Heidelberger Bürgermeisterin [[Beate Weber-Schuerholz]] und der Direktor der Universitätskinderklinik [[Georg Friedrich Hoffmann (Mediziner, 1957)|Gerog Friedrich Hoffmann]] eine Gedenktafel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Ernst und Grete Moro in Heidelberg-Handschuhsheim.jpg|mini|Grabstätte Ernst und Grete Moro in Heidelberg-Handschuhsheim]]&lt;br /&gt;
Große gegenseitige Wertschätzung prägten das Verhältnis zwischen Moro und der [[Badischer Frauenverein|Schwesternschaft der Luisenanstalt]]. Die Schwestern hielten ihm auch die Treue, als er die Klinik längst verlassen hatte. Während die Ärzteschaft sich zurückgezogen hatte, brachten ihm die Schwestern jedes Jahr an seinem Geburtstag einen selbst gebackenen Kuchen nach Hause. Bei der Beerdigung 1951 standen „seine“ Schwestern Spalier an seinem Sarg und erwiesen Moro die letzte Ehre.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Weirich, in: &amp;#039;&amp;#039;Vitrinenausstellung Universitätsarchiv Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;, 14. November 2017 – 26. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Moro und seine Frau Grete sind in Heidelberg auf dem Handschuhsheimer Friedhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationales Gästebuch ===&lt;br /&gt;
Unter Ernst Moro erreichte die Heidelberger Pädiatrie internationales Ansehen. Dies belegt ein Gästebuch, welches Moro angelegt hatte. Hier schrieben sich Gäste aus aller Welt ein, so beispielsweise auch das Ehepaar Chou aus Shanghai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EM&amp;quot; /&amp;gt; Moro befand sich aus gesundheitlichen Gründen fast ein Jahr im Sanatorium Bühlerhöhe und nahm danach dieses Gästebuch mit zu sich nach Hause, da er kurz nach seiner Rückkehr die Klinik nicht mehr betreten wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schülerinnen und Schüler ==&lt;br /&gt;
Eine Schülerin Ernst Moros war [[Marie Elise Kayser]] (1885–1950), die Begründerin der Frauenmilchsammelstellen in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Klimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Marie-Elise Kayser&amp;#039;&amp;#039;, in: Hubert Kolling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte „Who was who in nursing history“&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 7 hps media Nidda 2015, S. 142 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Schüler Moros war der siebenbürgische Kinderarzt [[Paul Gyorgy]]. Die Luisenschwester Therese Wiesert (1893–1990) wurde von Ernst Moro ausgebildet und im Jahr 1916 an die Stadt Heidelberg als Fürsorgeschwester empfohlen. Therese Wiesert unterstützte zur Zeit des Nationalsozialismus jüdische Familien.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Rissler und Frank Moraw: &amp;#039;&amp;#039;Therese Wiesert. Deutsche Fürsorgeschwester – gradlinig auch in der Diktatur. 30. Todestag am 18. Juli 2020.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;FemBio&amp;#039;&amp;#039; (2020). [https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/therese-wiesert/ Digitalisat], abgerufen am 15. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhalten hämolytischer Serumstoffe.&amp;#039;&amp;#039; 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erythema nodosum und Tuberkulose&amp;#039;&amp;#039;, Münchner med. Wochenschrift 21 (1913), 5 Seiten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Einfluß der Molke auf das Darmepithel, Sitzungsberichte der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]], Math.-nat. Klasse&amp;#039;&amp;#039;, Winter Verlag Heidelberg 1914, 5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über recidivierende Nabelkoliken bei älteren Kindern&amp;#039;&amp;#039;, Berliner klinische Wochenschrift 1914, 8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über einen bemerkenswerten Fall von Maserninfektion&amp;#039;&amp;#039;, Monatsschrift für Kinderheilkunde XIV Bd. Nr. 1, Leipzig 1916, 2 Seiten.&lt;br /&gt;
* mit Carl Temmerman Noeggerath: &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift zur Errichtung eines Zentralamtes für Mutter- und Kinderfürsorge im Großherzogtum Baden. Referat für Mutter- und Kinderfürsorge&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift für Säuglings- und Kleinkinderschutz, Silke Berlin 1917.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Auf Ernst Moro gehen folgende medizinische Erkenntnisse und Errungenschaften zurück:&lt;br /&gt;
* Keimarmut im normalen [[Dünndarm]] (siehe [[Darmflora#Zusammensetzung|Zusammensetzung der Darmflora]])&lt;br /&gt;
* stärkere [[Bakterizidie|bakterizide]] Eigenschaften im Blut von [[Stillen|gestillten]] Kindern&lt;br /&gt;
* Beschreibung von bestimmten Bauchschmerzen bei Kindern als „Nabelkoliken“&lt;br /&gt;
* „Moro-Probe“ (perkutaner [[Tuberkulin-Test#Testverfahren|Tuberkulin-Test]])&lt;br /&gt;
* Beschreibung des ersten [[Trimenon]]s und des [[Moro-Reflex]]es (1918)&lt;br /&gt;
* Ferner publizierte er ein Rezept für eine Karottensuppe (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Morosche Karottensuppe|Moro-Suppe]]&amp;#039;&amp;#039; genannt), die Anfang des 20. Jahrhunderts bei Kindern die Sterbe- und Komplikationsraten bei Durchfallerkrankungen deutlich senkte und heutzutage wieder interessant wird, da sie auch gegen resistente Keime wirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.aerztezeitung.de/medizin/med_specials/ehec-2011/article/658294/karottensuppe-nach-moro-koennte-ehec-lahmlegen.html |wayback=20180707035743 |text=&amp;#039;&amp;#039;Karottensuppe nach Moro könnte auch EHEC lahmlegen&amp;#039;&amp;#039;}} [[Ärzte Zeitung]], 8. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;U. Kastner, S. Glasl, B. Follrich, J.P. Guggenbichler, J. Jurenitsch: &amp;#039;&amp;#039;Saure Oligosaccharide als Wirkprinzip von wäßrigen Zubereitungen aus der Karotte in der Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Infektionen&amp;#039;&amp;#039;, Wiener Medizinische Wochenschrift 2002;152(15-16):379-81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1929 gab Moro seine später berühmt gewordene „Apfeldiät“ zur Behandlung [[Diarrhoe|diarrhoischer]] Zustände bekannt. Der Kollege [[August Heisler]] hatte Moro auf die Wirkung von Apfeltagen als altem Volksmittel bei [[Katarrh|Darmkatarrh]] hingewiesen. Als der ganze Eugeniensaal von einer kleinen Hausinfektion an [[Enteritis]] befallen war, nahmen alle Kinder rohen Apfelbrei zu sich. Die weitere klinische Prüfung gab dem Versuch recht. Nach Moros Ansicht bewirkte der Gerbstoffgehalt roher geriebener Äpfel gewisse Entgiftungsvorgänge zur Linderung der Beschwerden bei [[Dyspepsie]], [[Dysenterie|Ruhr]] und ruhrartigen Erkrankungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1938 Ehrenmitglied der rumänischen Gesellschaft für Kinderheilkunde in [[Klausenburg]] (heute: Cluj-Napoca)&lt;br /&gt;
* Symposium: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Ernst Moro – Goldene Jahre der Heidelberger Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 2002 ([[Wolfgang U. Eckart]] und Georg F. Hoffmann)&amp;lt;ref name=&amp;quot;EM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gedenktafel für Ernst Moro an seinem Privathaus, Heidelberg Mozartstraße 10; enthüllt am 8. Dezember 2004 anlässlich des 130. Geburtstags&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite Universitätsklinikum Heidelberg: {{Webarchiv |url=https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ShowSingleNews.176.0.html?&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=155 |wayback=20170228075905 |text=Gedenktafel Ernst Moro enthüllt}}, abgerufen am 27. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro Haus&amp;#039;&amp;#039;: Das Gebäude 6155 des Universitätsklinikums Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 155; HeiCuMed=Heidelberger Curriculum Medizin) ist nach Ernst Moro benannt. Dieses Gebäude beherbergt aktuell (2017) die „Sektion Psychoonkologie der Klinik für Allgemeine Klinische Medizin und Psychosomatik“&lt;br /&gt;
* Ausstellung „Goldene Jahre der Heidelberger Pädiatrie: Der Kinderarzt Ernst Moro“, Universitätsarchiv Heidelberg 1. bis 31. Jänner 2017&amp;lt;ref name=&amp;quot;EM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Universitätsarchiv Heidelberg: Bild des Monats Jänner 2017: Ernst Moro.&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite Universitätsarchiv Heidelberg: [http://www.uni-heidelberg.de/uniarchiv/bdm2017-01.html Ernst Moro, Bild des Monats, Jänner 2017], abgerufen am 22. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Universitätsarchiv Heidelberg, Vitrinenausstellung (14. November 2017 – 26. April 2018; Verlängerung bis März 2019): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro – Goldene Jahre der Heidelberger Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite Universitätsarchiv Heidelberg: [http://www.uni-heidelberg.de/uniarchiv/moro-2.html Ausstellung Ernst Moro], abgerufen am 17. November 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Opitz: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Ernst Moro&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kinderärztliche Praxis&amp;#039;&amp;#039; 19 (1951), S. 350–351.&lt;br /&gt;
* [[Eduard Seidler]]: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrie in Heidelberg. Zum 100–jährigen Juliäum der Universitäts-Kinderklinik (Luisenheilanstalt) 1860–1960&amp;#039;&amp;#039;, Annales Nestle, Dt. AG für Nestle Erzeugnisse, 1960, S. 84–109; mit einem Vorwort und einer [[Schallplatte]] unter dem Titel „Gedanken zur Reform des Medizinstudiums“ von [[Philipp Bamberger]].&lt;br /&gt;
* Gerda Schief: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro (1874–1951)&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Institut für Geschichte der Medizin, akademischer Betreuer [[Heinrich Schipperges]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], 1969; vorhanden im Universitätsarchiv Heidelberg.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Moro (1874–1951) und die „Goldenen Jahre“ der Heidelberger Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;, in: Georg F. Hoffmann, Wolfgang U. Eckart, [[Philipp Osten]] (Hrsg.): [https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/kinderklinik/Geschichte_der_Paediatrie/150_Jahre_Paediatrie_in_Heidelberg.pdf &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungen und Perspektiven der Kinder- und Jugendmedizin: 150 Jahre Pädiatrie in Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;], Verlag Kirchheim, Mainz 2010, S. 57–77 (PDF).&lt;br /&gt;
* {{cite journal |first1=S. |last1=Kutzsche |title=Ernst Moro (1874–1951) was much more than the reflex that was named after him |journal=[[Acta Paediatrica]] |volume=110 |issue=2 |pages=400–403 |doi=10.1111/apa.15504 |pmid=32726477 |date=2020 |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116929669}}&lt;br /&gt;
* Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv |url=http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/2378.html |wayback=20250121023939 |text=Ernst Moro}} bei whonamedit.com&lt;br /&gt;
* Universitätsklinikum Heidelberg: [https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Ernst-Moro.115556.0.html Bedeutende Persönlichkeiten der Pädiatrie in Heidelberg: Ernst Moro]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116929669|LCCN=no/2002/98112|VIAF=54912854}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moro, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Moro, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Humanmediziner, Professor für Kinderheilkunde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Dezember 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ljubljana|Laibach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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