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	<title>Ernst Melchior - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Melchior&amp;diff=671814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-09-21T13:31:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fußballspieler&lt;br /&gt;
| kurzname =&lt;br /&gt;
| bildname =&lt;br /&gt;
| bildunterschrift =&lt;br /&gt;
| langname =&lt;br /&gt;
| geburtstag = [[26. Juni]] [[1920]]&lt;br /&gt;
| geburtsort = [[Villach]]&lt;br /&gt;
| geburtsland = [[Österreich]]&lt;br /&gt;
| sterbedatum = [[5. August]] [[1978]]&lt;br /&gt;
| sterbeort = [[Rouen]]&lt;br /&gt;
| sterbeland = [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
| größe =&lt;br /&gt;
| position = [[Stürmer (Fußball)|Stürmer]]&lt;br /&gt;
| jugendvereine_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1934–193?|[[Villacher SV]]}}&lt;br /&gt;
| vereine_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1936–1946|[[Villacher SV]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1946–1954|[[FK Austria Wien]]|158 (122)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1954–1958|[[FC Rouen]]|158 {{0}}(70)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1958–1959|[[FC Nantes]]|35 {{0}}(16)}}&lt;br /&gt;
| nationalmannschaft_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1946–1953|[[Österreichische Fußballnationalmannschaft|Österreich]]|36 (15)}}&lt;br /&gt;
| trainer_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1963–1964|[[Beşiktaş Istanbul]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1967|[[Fortuna Düsseldorf]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1968–1969|[[Club Africain Tunis]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1969–1972|[[Jeunesse Esch]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1969–1972|[[Luxemburgische Fußballnationalmannschaft|Luxemburg]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1972–1975|[[FC Rouen]]}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
{{NPOV}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst „Ernstl“ Melchior&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juni]] [[1920]] in [[Villach]], [[Österreich]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburtsbuch&amp;quot;&amp;gt;Geburtsbuch Villach-St. Nikolai, tom. XVII, fol. 179 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/villach-st-nikolai/V09_019-1/?pg=185 Faksimile]), abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[5. August]] [[1978]] in [[Rouen]], [[Frankreich]]) war ein [[österreich]]ischer [[Fußball]]spieler. Der rechte Flügelstürmer galt als einer der erfolgreichsten und populärsten Spieler der frühen österreichischen Nachkriegszeit. Er war insbesondere für seine Schnelligkeit und Geradlinigkeit als Stürmer bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Melchior wurde am 26. Juni 1920 als uneheliches Kind der Grundbesitzerin Anna Melchior (verwitwete Russ; * 19. Juli 1891 in [[Boscoverde|Grünwald]] bei [[Tarvis]]) in Villach geboren und am 5. Juli 1920 auf den Namen Ernst getauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburtsbuch&amp;quot;/&amp;gt; Am 26. Juli 1922 wurde er von seiner Mutter als [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] erklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburtsbuch&amp;quot;/&amp;gt; Am 1. Februar 1938 wurde er zusammen mit seiner Mutter wieder in die römisch-katholische Kirche aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburtsbuch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehörte er unter anderem der Gebirgsjägerstandarte 7 der [[Schutzstaffel]] in Villach an und wurde im Mai/Juni 1943 innerhalb der [[Wehrmacht]] vom [[SS-Rottenführer|Rottenführer]] zum [[Leutnant]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|saf|||1943|17|anno-plus=ja|ALTSEITE=7 (Heft Nr. 31)|Standarten berichten:}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der im Dienste der Stadtgemeinde Villach stehende spätere [[Ingenieur]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Ende September 1946 in Wien verhaftet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verhaftung; WKU&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|wku|28|09|1946|5|Der Internationale Melchior verhaftet}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch nach wenigen Tagen [[Untersuchungshaft (Österreich)|Untersuchungshaft]] in [[Klagenfurt am Wörthersee|Klagenfurt]] Anfang Oktober 1946 wieder vorzeitig entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|san|04|10|1946|4|Sportnachrichten in Kürze}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 1947 stand Melchior mit den beiden Rädelsführern und vier weiteren Angeklagten wegen [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volksgericht&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|vow|08|03|1947|5|Je zwei Jahre Kerker für Villacher Rädelsführer bei der Judenverfolgung}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Teil einer etwa zehnköpfigen SA-Gruppe verschaffte er sich – unter dem Vorwand, nach Waffen zu suchen – am [[Novemberpogrome 1938|10. November 1938]] Zutritt zur Wohnung der in Villach lebenden jüdischen Familie Mitzner, wobei es zu großen Sachbeschädigungen gekommen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volksgericht&amp;quot;/&amp;gt; Obwohl sein damaliger Verein 1938 korporativ der [[Sturmabteilung]] beigetreten war und an dieser Aktion teilgenommen hatte, die später unter das [[Entnazifizierung#Entnazifizierung im besetzten Österreich|Kriegsverbrechergesetz]] fiel,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verhaftung; WKU&amp;quot;/&amp;gt; wurde Melchior in weiterer Folge vom Volksgericht freigesprochen, während der Großteil der Mitangeklagten zu Haftstrafen verurteilt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volksgericht&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2807788/ Die Pogromnacht der Verwüstung 1938 – Bekannter Fußballer unter den Tätern], abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Verteidiger, sein damaliger VSV-Obmann Feldner, meinte während des Prozesses, dass Melchior beste Angebote aus der Schweiz und Frankreich ausgeschlagen hätte, um Österreich treu zu bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volksgericht&amp;quot;/&amp;gt; Zeitgenössische Zeitungen berichteten, dass Melchiors Berufung in die österreichische Nationalmannschaft allein auf Grund seines Könnens und seiner anständigen Haltung erfolgt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Oktober 1957 heiratete Melchior.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburtsbuch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== In Österreich ===&lt;br /&gt;
Der Name Ernst Melchior schien zum ersten Mal 1934 in der Schülermannschaft seines Heimatvereins [[Villacher SV]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Bereits in seiner Jugend spielte er neben dem Fußball auch noch [[Handball]] und betrieb [[Leichtathletik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|vow|01|06|1946|3|Ein Kärntner Sportler}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Handballer kam er auch in der Kärntner Auswahl zum Einsatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Fünffacher Kärntner Meister wurde er etwa bei den Leichtathletikwettkämpfen 1940, bei denen er in den Bereichen 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung und Dreikampf triumphierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Bereits mit 16 Jahren stand er 1936 im Kader der Herrenfußballmannschaft des VSV und spielte nicht einmal ein Jahr später im Alter von 16½ Jahren in einer österreichischen Amateurauswahl gegen Ungarn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals größere Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, als er bei einem Vergleichsmatch der Verbandsauswahlen von [[Kärnten]] und [[Wien]] am 9. Juli 1940 in [[Klagenfurt]], welches 3:3 endete, alle Treffer der Gastgeber erzielte. Darunter befand sich ein »Jahrhunderttor«, welches er 5 Sekunden nach Anstoß zur ersten Hälfte erzielte von dem alle Zeitungen berichteten. Schon damals wurde er im Wiener Jargon (wie es eben durchwegs aus deren Sicht die »Provinzler« waren und sind) als der »[[Gscherter|Gscherte]]« tituliert, und der Wiener Internationale Willi Schmaus kommentierte: »Kaum kummt der Gscherte vur, schiaßt er schon a Tor«, übersetzt: »Kaum kommt der Gscherte nach vor, schießt er schon ein Tor«&amp;lt;ref&amp;gt;Broschüre „Nach_Spielzeit“, herausgegeben von Mitarbeitern des Kärntner Landesarchivs&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde der Stürmer überraschend von [[Eduard Bauer (Fußballspieler)|Eduard Bauer]] für das Länderspiel am 14. April gegen den Erzrivalen aus [[Ungarische Fußballnationalmannschaft|Ungarn]] im [[Österreichische Fußballnationalmannschaft|Nationalteam]] aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Kurz zuvor war beim langjährigen Obmann des VSV ein [[Telegramm]] Bauers mit dem dringlichen Ansuchen, Melchior zum Probespiel nach Wien zu schicken, eingegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Der für seine Schnelligkeit und enorme Schusskraft bekannte Rechtsaußen war dabei der einzige Provinzler in der Mannschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein Kärntner Sportler&amp;quot;/&amp;gt; Erstmals seit [[Franz Fuchsberger]], der 1936 vom [[SV Urfahr]] einberufen wurde, spielte ein Amateur aus den Landesligen in der österreichischen Nationalmannschaft. Ernst Melchior konnte bei seinem Debüt den Treffer zum 2:2 anlässlich des 3:2-Siegs über die Magyaren beisteuern und erweckte so das Interesse zahlreicher Wiener Profivereine. Dies entwickelte sich zu einem Zweikampf zwischen [[SK Rapid Wien|Rapid]] und [[FK Austria Wien|Austria]], die beide versuchten, Ernst Melchior für sich zu gewinnen. So kamen bereits kurz vor seinem Länderspieldebüt in den lokalen Zeitungen Falschmeldungen über einen vermeintlichen Wechsel zum SK Rapid auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oon|13|07|1946|5|Wien im Fußballfieber!}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1946 kam er schließlich, gemeinsam mit seinem weniger bekannten jüngeren Bruder [[Otto Melchior|Otto]] (Jahrgang 1922), zur Austria,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nos|13|04|1946|4|Die Brüder Melchior bei Austria}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wku|13|04|1946|5|Melchior bei der Austria}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der er alsbald zum Stammspieler avancierte. Diese Übertritte stellen faktisch die ersten bekannten Transfers aus dem Bundesland [[Kärnten]] zu einem Klub der höchsten österreichischen Spielklasse dar. Kurz nach seinem Wechsel nach Wien wurde der damals in der Westbahnstraße 31 in [[Neubau (Wien)|Wien-Neubau]] wohnhafte Melchior, der offenbar nebenbei an der [[Universität Wien]] studierte, in [[Ottakring|Wien-Ottakring]] bei einem [[Schlägerei|Raufhandel]] von einigen [[Messerstecherei|Messerstechern]] mit fünf Stichen in den Rücken und einen in den Bauch verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wku|02|09|1946|3|Raufhandel in Ottakring.}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wku|03|09|1946|5|Der Internationale Melchior von Messerstechern überfallen}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im selben Monat wurde Melchior aufgrund seiner wie bereits weiter oben erwähnten NS-Zeit selbst verhaftet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verhaftung; WKU&amp;quot;/&amp;gt; jedoch im März 1947 vor dem Volksgericht freigesprochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volksgericht &amp;quot;/&amp;gt; Kurz danach trat er bereits wieder als Nationalspieler in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vow|29|03|1947|7|Melchior auf der Höhe seiner Laufbahn}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Austria-Zugehörigkeit trat er bei Freundschaftsspielen nach wie vor immer wieder für den VSV in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vow|31|07|1947|6|Grazer Fußball kommen nach Villach}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vow|05|08|1947|6|Sieg und Niederlage des Grazer SV in Villach}}, abgerufen am 18. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In insgesamt 158 Meisterschaftsspielen erzielte Ernst Melchior 122 Tore für die Veilchen und konnte drei Mal österreichischer Meister werden. Der ihm erstmals schon 1940 zugewiesene, wenig einfallsreiche Spitzname &amp;#039;&amp;#039;G’scherter&amp;#039;&amp;#039; erlebte seine „Wiedergeburt“. Er blieb ihm zeit seines Lebens, aber vielleicht konnte, trotz des eigentlichen negativen Hintergrunds, dieser Ausdruck für ihn schon wieder als positiv angesehen werden. In der Nationalmannschaft schoss der Villacher einige wichtige Tore für das Team, sein bekanntestes in der 26. Spielminute beim 1:0-Sieg in [[Glasgow]] über [[Schottische Fußballnationalmannschaft|Schottland]], als er – im Zusammenspiel mit [[Theodor Wagner (Bildhauer)|Theodor Wagner]] (bekannt als „Turl Wagner“) – mit scharfem Schuss ins linke Eck traf. Es handelte sich dabei an diesem Mittwoch, 13. Dezember 1950, um den ersten Sieg eines kontinentaleuropäischen Teams über die Schotten in ihrem Land; großen Anteil am Erfolg hatte dabei vor allem auch Tormann [[Walter Zeman]]. Weiters traf er auch, u. zw. am 28. November 1951, zum 0:1 nach 50 Sekunden in der zweiten Spielhälfte nach Zuspiel von [[Ernst Ocwirk]], beim 2:2 in [[Wembley-Stadion (1923)|Wembley]] gegen [[Englische Fußballnationalmannschaft|England]] neben seinem Klubkollegen [[Ernst Stojaspal]], der mit einem Hand[[Strafstoß|penalty]] in der 79. Spielminute den Ausgleich fixierte (Quellen: „Arbeiterzeitung Wien“ vom 14. Dezember 1950 und 29. November 1951, jeweils Seite 8). Sein letztes Ländermatch bestritt er am 29. November 1953 in [[Lissabon]] beim 0:0 gegen [[Portugiesische Fußballnationalmannschaft|Portugal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Frankreich ===&lt;br /&gt;
Während der Saison 1953/54 ging er nach Frankreich, wo er als Spieler und Trainer tätig war, und verpasste somit die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1954. Er spielte dort für den [[FC Rouen]], der zwischen 1953 und 1958 aber immer nur einen Mittelfeldplatz in der &amp;#039;&amp;#039;[[Ligue 2|Division 2]]&amp;#039;&amp;#039; (zweite Liga) belegte. Dies änderte sich auch nicht in der Saison 1958/59, als Ernst Melchior aus der [[Normandie]] zum [[FC Nantes]] in die [[Bretagne]] wechselte. Immerhin hat er es in den sechs französischen Jahren auf 193 Punktspieleinsätze gebracht (158 für Rouen, 35 für Nantes), und ohne seine zahlreichen Tore wären seine Klubs mit Sicherheit in größere Nöte geraten: er traf in der Liga 70 Mal für den FC Rouen und 16 mal für den FC Nantes. Im [[Französischer Fußballpokal|französischen Pokal]] stand er im März 1954 mit Rouen im Viertelfinale, musste sich aber dem [[Ligue 1|Erstdivisionär]] [[Olympique Marseille]] mit 2:3 beugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trainer ===&lt;br /&gt;
Nach Ende seiner aktiven Karriere schlug Melchior die Trainerlaufbahn ein und betreute unter anderem [[Beşiktaş Istanbul]] (1963/64), [[Fortuna Düsseldorf]] (Juli bis Dezember 1967), die tunesische Mannschaft [[Club Africain]] (7/1968 – 6/1969), weiters [[Jeunesse Esch]] (11/1969 – 6/1972) sowie praktisch gleichzeitig das [[Luxemburgische Fußballnationalmannschaft|Nationalteam Luxemburgs]] vom 12. Oktober 1969 bis 26. April 1972. Anschließend war er noch bis Juni 1975 beim [[FC Rouen]] tätig.&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich war er Mitte der 1960er-Jahre auch in seiner [[Kärnten|Kärntner Heimat]] bzw. im angrenzenden [[Osttirol]], welches ebenfalls unter die Agenden des [[Kärntner Fußballverband]]es fällt, tätig: Vorerst, ab 5. August 1964, für die [[WSG Radenthein]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung|Titel=„Melchior bei Radenthein“; POS. Spalte 5, dritte Überschrift|Datum=1964-07-07|Seite=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche in der zweithöchsten Spielklasse, der [[Regionalliga Mitte]] spielte. Er war da, mittlerweile 44-jährig, auch noch als Spieler (zumindest in Aufbaumatches) im Einsatz, aber in der Regionalligameisterschaft wirkte er nur noch als Trainer. Ganz passte dann das Verhältnis in Radenthein nicht (die Erwartungen wurden trotz prominenter Transfers nicht erfüllt), so dass es schon nach einem Jahr zur Trennung kam.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ernst Melchior ging – Adi Dorfer kam“ in »Neue Zeit Klagenfurt«, Nr. 172 vom 30. Juli 1965, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde er – noch eine Stufe tiefer in der [[Fußball Landesliga Kärnten|Kärntner Landesliga]] – ab Sommer 1966 vom [[SV Rapid Lienz]] als Trainer verpflichtet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Trainerzeit mitsamt den Stationen in France (wo er dann ja auch gestorben ist) müsste noch ergänzt werden. gez. Www --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 starb er, gerade 58-jährig, nach langer, schwerer Krankheit in seiner französischen Wahlheimat. Im Jahr 2001 wurde in der Wiener [[Leopoldstadt]] (2. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Melchior-Gasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Internetseiten „weltfußball“, „Austria Wien Archiv“ und Liste der Trainer von Luxemburg auf „Équipe du Luxembourg de football — Wikipedia“ sowie „WSG Radenthein Homepage“ (ältere Version, nicht mehr abrufbar) und „Rapid Lienz Archiv“ bzw. „Osttiroler Bote, Lienz“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge ==&lt;br /&gt;
* 3 × [[Österreichischer Meister (Fußball)|Österreichischer Meister]]: 1949, 1950, 1953&lt;br /&gt;
* 2 × Österreichischer Vizemeister: 1952, 1954&lt;br /&gt;
* 2 × [[ÖFB Pokal|Österreichischer Pokalsieger]]: 1948, 1949&lt;br /&gt;
* 1 × Österreichischer Pokalfinalist: 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Olympische Sommerspiele 1948/Fußball/Österreich|Österreichs Fußballteam bei den Olympischen Spielen 1948]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Trainer der luxemburgischen Fußballnationalmannschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Melchior, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Villacher SV)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (FK Austria Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (FC Rouen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (FC Nantes)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖFB-Cup-Sieger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leichtathlet (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handballspieler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationaltrainer (Luxemburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Beşiktaş Istanbul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Club Africain Tunis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (FC Rouen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Fortuna Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Melchior, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ernstl (Rufname); Der Gscherte (Rufname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Handballspieler, Leichtathlet sowie Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juni 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Villach]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rouen]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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