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	<title>Ernst Max Mohr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T17:49:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Max_Mohr&amp;diff=1554278&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Weblink ergänzt</title>
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		<updated>2025-06-09T08:00:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grabstelle von Ernst Max Mohr auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin (Feld 31-138).jpg|mini|257x257px|Grabstelle auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin (Feld 31-138)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Max Mohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1910]] in [[Ebersbach an der Fils]], Württemberg; † [[16. Mai]] [[1989]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Mathematiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Mohr ging in Göttingen zur Schule, er studierte Mathematik und Physik an den Universitäten in Tübingen und München. In München gehörten [[Constantin Carathéodory|Carathéodory]], [[Oskar Perron]] und [[Heinrich Tietze]] zu seinen Lehrern. In Göttingen schloss er sein Studium mit einer Doktorarbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Darstellung der Komplexgruppen und der Charakteristiken der irreduziblen unter diesen&amp;#039;&amp;#039; bei [[Hermann Weyl]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=19575}} abgerufen am 15. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Dissertation versuchte Mohr ab Mitte 1933 zunächst eine Assistenzstelle in Göttingen zu erhalten, wechselte dann aber zum 1. November 1934 an die [[Universität Breslau|Technische Universität Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Breslau arbeitete er unter [[Johann Nikuradse]] auf dem Gebiet der [[Fluiddynamik|Hydrodynamik]], [[Angewandte Mathematik|angewandten Mathematik]] und über Differentialgleichungen, veröffentlichte aber auch zu Polynomen. Ab 1939 war er an der Universität Breslau Dozent für Mechanik und angewandte Mathematik, dort wurde er auch habilitiert. 1940 veröffentlichte er eine Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über die Kräfte und Momente, welche Singularitäten auf eine stationäre Flüssigkeitsströmung übertragen&amp;#039;&amp;#039;, die sich mit dem Problem der Bestimmung von Kräften auseinandersetzt, die der konstante Fluss einer idealen, nicht komprimierbare Flüssigkeit auf harte Körper in ihrem Lauf ausübt&amp;lt;!--concerned with the problem of the determination of the forces and couples which the stationary flow of an ideal incompressible fluid exerts on rigid bodies placed in its path--&amp;gt;. Im nächsten Jahr veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zu Mises’ Behandlung des Nadelproblems von Buffon&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Über den Navier-Stokesschen Spannungsansatz für zähe Flüssigkeitsströmungen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurde Mohr an die [[Karls-Universität Prag]] berufen, dort erhielt er im Folgejahr eine außerordentliche Professur. Zusammen mit [[Johann Nikuradse]] veröffentlichte er die Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie des tragenden Flügels&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;!--1943 veröffentlichte er eine Arbeit, mit der der experimentelle Nachweis erbracht werden sollte, das eine Laminarströmung im Gegensatz zur turbulenten Strömung an festen Gegenständen kein Gleiten ermöglicht. ????--&amp;gt;&amp;lt;!--attempting to explain the experimental evidence that laminar flow satisfies a nonslip condition on solid boundaries whereas turbulent flow does not.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Prag lernte er auch [[Hubert Cremer]] und [[Georg Feigl]] kennen. Am 12. Mai 1944 wurde er aufgrund der Beschuldigung einer Freundin seiner Frau, verbotenerweise den [[Feindsender]] [[British Broadcasting Corporation|BBC]] gehört zu haben, zusammen mit seiner Frau im Prager Hotel Béranek von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet. Am 24. Oktober 1944 wurde sein Fall vor dem [[Volksgerichtshof]] verhandelt, die Anklage lautete auf Abhören von Feindsendern, Verunglimpfung von Hitler und Defäitismus. Er soll den Krieg als bereits verloren, die Vernichtung der Juden als Fehler und die Darstellung Stalins in der deutschen Presse als falsch bezeichnet haben. Außerdem sah er Parallelen zwischen der Diktatur im Bolschewismus und im Nationalsozialismus. Jeder, der als Soldat an der Front stünde – in diesem Fall der Ehemann der Informantin –, sei „nur ein weiterer Idiot“.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Georgiadou, Constantin Carathéodory: &amp;#039;&amp;#039;Mathematics and Politics in Turbulent Times.&amp;#039;&amp;#039; Berlin-Heidelberg, New York, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Abhören von Feindsendern gab Mohr zu, stellte seine Arbeit aber als wichtig für die Kriegsführung – speziell der Luftwaffe – dar. Er wurde trotzdem für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Auf Grund der Eingaben von Nikuradse und [[Hans Rohrbach]], die seine Arbeit ebenfalls als wichtig für die Kriegsführung beurteilten, wurde seine Todesstrafe für sechs Monate ausgesetzt, er wurde in das [[KZ Sachsenhausen]], später am 18. Dezember 1944 in das [[Gefängnis Plötzensee]] überwiesen, um dort mathematische Berechnungen für die V-Waffenprogramme durchzuführen. Dort wurde er Zeuge von Exekutionen. Wenige Tage vor Ablauf der Frist zur Aussetzung der Todesstrafe wurde er von der vorrückenden [[Rote Armee|Roten Armee]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1946 übernahm er den Lehrstuhl für Reine und Angewandte Mathematik an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]]. Auf Grund der Ereignisse in den Jahren 1944 und 1945 erschienen Mohrs nächste Veröffentlichungen erst im Jahr 1951. Eine der fünf in diesem Jahr erschienenen Veröffentlichungen befasst sich mit der numerischen Lösung von Differentialgleichungen. Die Einsicht, dass er ein Verfolgter der nationalsozialistischen Regierung sei, setzte sich jedoch nur langsam durch, das gegen ihn verhängte Todesurteil wurde mit viel Glück 1958 aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Freddy Litten in Jahrbuch der [[Deutsche Mathematiker Vereinigung|Deutschen Mathematiker Vereinigung]]  98 (4), 1996, S. 192–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine finanzielle Haftentschädigung erhielt er erst im Jahre 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mohr blieb bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978 Direktor des Mathematischen Instituts an der TU Berlin, auch danach erschienen noch Werke von ihm, beispielsweise im Jahr 1982 &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Weylschen Theorie vom Grenzpunktfall&amp;#039;&amp;#039;. Darüber hinaus untersuchte er auch das [[Sturm-Liouville-Problem]]&amp;lt;!--in particular the limit circle case for the Sturm-Liouville problem.--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Max Mohr starb 1989 im Alter von 79&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]]. Ein als Grabstein dienender Findling trägt lediglich die Inschrift „Familie Mohr“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;637.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Darstellung der Komplexgruppen und der Charakteristiken der irreduziblen unter diesen&amp;#039;&amp;#039;, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Kräfte und Momente, welche Singularitäten auf eine stationäre Flüssigkeitsströmung übertragen&amp;#039;&amp;#039;, 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zu Mises’ Behandlung des Nadelproblems von Buffon&amp;#039;&amp;#039;, 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Navier-Stokesschen Spannungsansatz für zähe Flüssigkeitsströmungen&amp;#039;&amp;#039;, 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie des tragenden Flügels&amp;#039;&amp;#039;, 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Weylschen Theorie vom Grenzpunktfall&amp;#039;&amp;#039;, 1982&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|707|708|Mohr, Ernst|Freddy Litten|117713090}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Mohr_Ernst}}&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/mohr.ernst Ernst Max Mohr] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
* [https://cp.tu-berlin.de/person/792 Ernst Max Mohr] im Catalogus Professorum der TU Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117713090}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117713090|LCCN=n89664681|VIAF=25386943}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mohr, Ernst Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mohr, Ernst Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ebersbach an der Fils]], Württemberg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Mai 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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