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	<title>Ernst Marlier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:58:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Marlier&amp;diff=2189610&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Matthäus Edinger: Tod, Quellenergänzung, Form</title>
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		<updated>2024-02-18T23:08:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tod, Quellenergänzung, Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Ferdinand Emil Marlier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Juli]] [[1875]] in [[Coburg]]; † [[11. November]] [[1950]] in [[Reichenau (Landkreis Konstanz)|Reichenau]]) war ein deutscher [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Am Großen Wannsee 58 (Wanns) Wannseekonferenz.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus Am Großen Wannsee 58 in [[Berlin-Wannsee]]]]&lt;br /&gt;
Ernst Marlier war ein Sohn des kaiserlichen Oberpostkommissars Philipp Marlier († 1902)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Regierungsblatt für das Herzogtum Coburg.&amp;#039;&amp;#039; 26. Juli 1902, S. 559 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00024155_00291_u001?page=4,&amp;amp;q=%28%22philipp+marlier%22%29 online] beim &amp;#039;&amp;#039;[[Münchener Digitalisierungszentrum|MDZ]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; und dessen zweiter Ehefrau Mathilde Marlier geb. Forkel († 1922).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Regierungsblatt für das Herzogtum Coburg.&amp;#039;&amp;#039; 13. Dezember 1922, S. 244 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00024175_00257_u001?page=4,&amp;amp;q=%28%22mathilde+marlier%22%29 online] beim &amp;#039;&amp;#039;MDZ&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Geschäftsbücherfabrik Fuchs leistete er von 1895 bis 1897 im Infanterie-Regiment Nr. 22 in [[Kassel]] seinen Militärdienst und zog 1899 nach [[Nürnberg]]. Dort war er Inhaber des Versandhandels &amp;#039;&amp;#039;Micado&amp;#039;&amp;#039;. Vermutlich war er seit dieser Zeit auch an der Nürnberger Kohlengroßhandlung seines Halbbruders Julius Marlier (* 1852) beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Marlier, Julius.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, {{DNB|453960294}}, S. 1195.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1903 ging er nach [[Berlin]], wo er zunächst im Haus Kurfürstenstraße 173a (Ecke Dennewitzstraße) in [[Berlin-Tiergarten|Tiergarten]], später im Haus Sternstraße 22 in [[Berlin-Lichterfelde|Lichterfelde]] wohnte. Er gründete dort 1903 den erfolglosen &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Reformverlag&amp;#039;&amp;#039; und erwarb 1907 die &amp;#039;&amp;#039;Regenhardtsche Verlagsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Marlier hatte unternehmerischen Erfolg mit verschiedenen in Berlin ansässigen Unternehmen für Geheimmittel, so &amp;#039;&amp;#039;F.J. Wallbrecht &amp;amp; Co., Dr. med. Wagner &amp;amp; Marlier GmbH, Dr. Arthur Erhard GmbH, Dr. med. Karl Hartmann GmbH, Dr. med. Schröder GmbH&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. von Ganting GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 stellte das Pharmazeutische Institut der Universität Berlin fest, dass die Heilmittel von Marlier überwiegend aus [[Weinsäure]], [[Zitronensäure]], [[Natriumchlorid]] und [[Eigelb]] bestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Apotheker-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1905, Nr. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1907 warnte das Polizeipräsidium Berlin vor den Präparaten von Marlier, da „sie nicht diejenigen Eigenschaften besitzen, die ihnen in den Anpreisungen zugeschrieben werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Akte 1520 im [[Landesarchiv Berlin]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den von Marlier vertriebenen pharmazeutischen und medizinischen Präparaten gehörten u. a. die Schlankheitspräparate &amp;#039;&amp;#039;Slankal, Antipositin, Levathin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vitalito&amp;#039;&amp;#039; (in Österreich-Ungarn), das „Nerventonicum“ &amp;#039;&amp;#039;Antineurasthin&amp;#039;&amp;#039;, die „Blutsalznahrung“ &amp;#039;&amp;#039;Renascin&amp;#039;&amp;#039;, sowie das „Nerven-Nähr- und Kräftigungsmittel“ &amp;#039;&amp;#039;Visnervin&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Antipositin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Antineurasthin&amp;#039;&amp;#039; wurden 1907 auf die Geheimmittelliste des Bundesrates gesetzt und durften damit öffentlich nicht mehr beworben werden. Lokale Gesundheits- und Polizeibehörden warnten vor all diesen Mitteln. Ab 1914 durften sie auch in Österreich-Ungarn nicht mehr öffentlich vertrieben werden. Marlier beendete den Geheimmittelvertrieb im Deutschen Reich 1913 und liquidierte seine Firmen. Die Präparate wurden international gleichwohl weiter vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Uwe Spiekermann |url=https://uwe-spiekermann.com/2021/01/31/korpulenz-und-tod-das-schlankheitspraparat-antipositin-im-kontext/ |titel=Korpulenz und Tod – Das Schlankheitspräparat Antipositin im Kontext |werk= |hrsg= |datum=2021-01-31 |abruf=2021-02-13 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marlier wurde mehrfach rechtskräftig verurteilt, 1904 wegen Hausfriedensbruchs und einfacher Körperverletzung und 1906 wegen unrechtmäßigen Handels mit Giften und Arzneien. Trotzdem wurde er wohlhabend und erreichte in diesen Jahren das beträchtliche Jahreseinkommen von rund 100.000 [[Mark (1871)|Mark]]. Er bemühte sich mehrfach um die Verleihung von Orden und [[Nichtakademischer Titel|Titeln]], wobei er zumindest den Titel eines königlich preußischen [[Kommerzienrat]]s auch tatsächlich erhielt. Ungeachtet dieses Strebens nach offizieller Anerkennung im Rahmen bürgerlicher Wertvorstellungen sah er sich 1912 erneut einem Strafverfahren ausgesetzt, nun wegen groben Unfugs, tätlicher Belästigung, Beamtenbeleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1914 ließ sich Marlier von dem Berliner Architekten [[Paul Baumgarten (Architekt, 1873)|Paul Baumgarten]] eine herrschaftliche Villa in der [[Colonie Alsen]] am [[Großer Wannsee|Großen Wannsee]] bauen. Er verkaufte die Villa 1921 für [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|inflationsbedingte]] 2,3 Millionen Mark an den Industriellen [[Friedrich Minoux]], der sie 1940 an die [[Schutzstaffel|SS]]-nahe [[Nordhav-Stiftung]] veräußern musste. Am 20. Januar 1942 fand in diesem Haus die [[Wannseekonferenz]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Marlier wohnte nach dem Verkauf der Wannsee-Villa zunächst in [[Berlin-Zehlendorf]] und von 1926 bis 1928 in [[Basel]]. Dann zog er nach [[Lugano]] um, wo er aber polizeilich nie gemeldet war. Zuletzt lebte er mit seiner zweiten Frau Franziska „Françoise“ Marlier geb. Almer in [[Zürich]]. Er starb 1950 in der [[Zentrum für Psychiatrie Reichenau|Badischen Heil- und Pflegeanstalt]] in [[Reichenau (Landkreis Konstanz)|Reichenau]] am Bodensee.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindeverwaltung Reichenau, &amp;#039;&amp;#039;Sterberegister Standesamt Reichenau&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 33/1950.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über seinen Nachlass wurde die konkursamtliche Liquidation eingeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 616, 20. März 1951, S. 3 ([https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ19510320-03.2.17.2&amp;amp;e=------195-de-20--1--img-txIN-%22marlier%22-------0----- online] bei &amp;#039;&amp;#039;[[E-newspaperarchives.ch]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Das Haus der Wannsee-Konferenz. Von der Industriellenvilla zur Gedenkstätte.&amp;#039;&amp;#039; Bonifatius Verlag, Paderborn 2009, ISBN 978-3-9813119-1-4; {{Webarchiv|url=http://www.ghwk.de/fileadmin/user_upload/pdf-wannsee/publikationen/leseprobe_seite_22-26.pdf |wayback=20170616205120 |text=Leseprobe S. 22–26}} mit biografischen Informationen zu Marlier; PDF; 166 KB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.ghwk.de/de/ernst-marlier-1875-1948 |titel=Ernst Marlier |hrsg=Gedenk- und Bildungsstätte &amp;#039;&amp;#039;Haus der Wannsee-Konferenz&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2023-11-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5161819 |titel=Schlossarchiv Neuweier: Korrespondenz mit und über Françoise und Ernst Marlier |werk=[[Generallandesarchiv Karlsruhe]] |abruf=2024-02-19}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.recherche.bar.admin.ch/recherche/#/de/archiv/einheit/6732595 |titel=Schweizerische Vertretung Freiburg im Breisgau: Marlier Ernest, Lugano (Dossier zu Kriegsschäden) |werk=[[Schweizerisches Bundesarchiv]] |abruf=2024-02-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marlier, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marlier, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Marlier, Ernst Ferdinand Emil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juli 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Coburg]], [[Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha]], [[Deutsches Kaiserreich|Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reichenau (Landkreis Konstanz)|Reichenau]], [[Baden (Südbaden)|Baden]], [[Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Matthäus Edinger</name></author>
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