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	<title>Ernst Mangold - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: 2446_HU_LaWi_Mangold AMA fec.JPG|miniatur|Büste Mangolds im Foyer der Landwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Mangold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[5. Februar]] [[1879]] in [[Berlin]]; †&amp;amp;nbsp;[[10. Juli]] [[1961]] in [[Hahnenklee|Hahnenklee-Bockswiese]]) war ein deutscher [[Arzt]], [[Physiologie|Physiologe]] und [[Ernährungswissenschaft|Ernährungsforscher]], der in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] (DDR) zu den renommiertesten [[Agrarwissenschaft]]lern zählte und als Mitbegründer der [[Ernährungsphysiologie]] der [[Haustier]]e und der [[Futtermittel|Tierernährungslehre]] in [[Deutschland]] gilt. Er wirkte von 1912 bis 1923 als Professor für Ernährungsphysiologie der Haustiere an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]], von 1923 bis 1935 als Professor und Direktor des Instituts für Tierphysiologie der [[Landwirtschaftliche Hochschule Berlin|Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin]] und von 1935 bis 1954 als Professor und Direktor des Instituts für Tierernährung an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Mangold wurde 1879 in Berlin als Sohn eines [[Gymnasialprofessor]]s geboren und absolvierte dort auch das [[Askanische Oberschule|Askanische Gymnasium]]. Von 1897 bis 1903 studierte er [[Medizin]] und [[Naturwissenschaft]]en an den Universitäten [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]], [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]]. Er erhielt 1903 die [[Approbationsordnung|ärztliche Approbation]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] im gleichen Jahr in Jena mit einer medizinischen [[Dissertation]] über die [[post mortem|postmortale]] [[Erregbarkeit]] der [[Skelettmuskel|quergestreiften Muskulatur]] bei [[Gleichwarmes Tier|Warmblütern]]. Nach einer Tätigkeit als Assistent bei [[Wilhelm Biedermann]] am Institut für Physiologie der Universität Jena und unter dem Einfluss von [[Ernst Haeckel]] erlangte er darüber hinaus 1905 die zoologische Promotion, bereits ein Jahr später wurde er mit einer Arbeit über die Bewegung des [[Magen]]s von [[Haushuhn|Hühnern]] für das Fach [[Physiologie]] [[Habilitation|habilitiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Habilitation blieb Mangold zunächst noch an der Universität Jena, bevor er im Winter 1906/1907 an die [[Zoologische Station Neapel]] ging, wo er sich mit der Funktionsweise der [[Sinnesorgan]]e von [[Kleintier]]en beschäftigte. Von April 1907 bis September 1911 war er als [[Privatdozent]] am Institut für Physiologie der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Universität Greifswald]] tätig. Anschließend wechselte Mangold an die [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]], an der er zunächst für kurze Zeit ebenfalls als Privatdozent und von 1912 bis 1923 als außerordentlicher Professor für Ernährungsphysiologie der Haustiere fungierte. Unterbrochen wurde sein wissenschaftliches Wirken während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] durch Einsätze als [[Stabsarzt]] der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]] und als [[Chefarzt]] von Reservelazaretten in [[Schopfheim]] und [[Baden-Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wechselte Mangold an die [[Landwirtschaftliche Hochschule Berlin]], an der er in Nachfolge von [[Carl Arthur Scheunert]] bis 1935 als ordentlicher Professor für Physiologie und Direktor des Instituts für Tierphysiologie sowie von 1931 bis 1933 als [[Rektor]] der Hochschule fungierte. Infolge der Vereinigung der Landwirtschaftlichen Hochschule mit der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] war er ab 1935 ordentlicher Professor für Ernährungsphysiologie der Haustiere und Direktor des Instituts für Tierernährung an der Landwirtschaftlich-Tierärztlichen, ab 1937 der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Berlin. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Mangold im Januar 1946 auf seinem Lehrstuhl und als Direktor des Instituts für Tierernährungslehre, ab 1947 an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, bestätigt. Darüber hinaus wirkte er auch als stellvertretender Direktor des Instituts für Veterinärphysiologie der Berliner Universität. Er wurde Anfang März 1954 im Alter von 75&amp;amp;nbsp;Jahren [[Emeritierung|emeritiert]] und starb sieben Jahre später während einer Erholungsreise in [[Hahnenklee]] im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Mangold veröffentlichte im Laufe seiner Karriere rund 560 [[wissenschaftliche Publikation]]en. Während seiner Zeit in Jena, Greifswald und Freiburg beschäftigte er sich vor allem mit der allgemeinen und vergleichenden Physiologie der tierischen und menschlichen [[Organ (Biologie)|Organe]]. Nach seinem Wechsel nach Berlin wandte er sich der Ernährung [[landwirtschaft]]licher [[Nutztier]]e und deren [[Verdauung]] zu, insbesondere der Funktion von [[Magen]] und [[Darm]] bei [[Wiederkäuer]]n und [[Geflügel]]. Darüber hinaus untersuchte er den [[Nährwert]] von [[Futtermittel]]n sowie die Rolle [[Mikrobiologie|mikrobiologischer]] Prozesse bei der Verdauung und den [[Stoffwechsel]] der [[Kohlenhydrate]] und [[Protein]]e der [[Bakterien]] im [[Pansen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seines wissenschaftlichen Wirkens und seiner Forschungsergebnisse gilt er als Mitbegründer der [[Ernährungsphysiologie]] der [[Haustier]]e und der Tierernährungslehre in [[Deutschland]]. Ab 1950 wirkte Mangold als Herausgeber der von ihm begründeten [[Fachzeitschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Tierernährung&amp;#039;&amp;#039;. Er beherrschte neben der [[Englische Sprache|englischen]] und der [[Französische Sprache|französischen]] Sprache auch [[Italienische Sprache|Italienisch]], [[Spanische Sprache|Spanisch]] sowie [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] und referierte in diesen Sprachen erschienene wissenschaftliche Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Mangold war ab 1925 Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] und wurde 1949 als ordentliches Mitglied in die [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin]] (DAW) aufgenommen. Außerdem gehörte er der [[Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften]] (DAL) ab ihrer Gründung 1951 als ordentliches Mitglied an. Das ihm angebotene Amt des Gründungspräsidenten der DAL lehnte er aus Altersgründen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Humboldt-Universität zu Berlin (Dr. vet. med. h. c., 1950; Dr. agr. h. c., 1954) und die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]] (Dr. agr. h. c., 1952) ernannten ihn zum [[Ehrendoktor]]. Er erhielt darüber hinaus 1922 den [[Carus-Preis]] der Leopoldina, 1954 den von der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Hochschule Gießen]] vergebenen Justus-Liebig-Preis und 1957 die [[Adolf-Köppe-Nadel]] der [[Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde|Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR, in der Ernst Mangold zu den [[Renommée|renommiertesten]] Agrarwissenschaftlern zählte, wurden ihm verschiedene hochrangige staatliche Auszeichnungen verliehen, so unter anderem 1950 und 1959 der [[Nationalpreis der DDR]], 1954 der [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländische Verdienstorden]] und 1959 der Ehrentitel [[Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Darstellung Mangolds in der bildenden Kunst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Willi Warschowske]]: Porträt Professor Dr. Ernst Mangold (Öl, 99 × 79 cm)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Willi Warschowske |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30122809/df_hauptkatalog_0211315_009 |titel=Bildnis Prof. Dr. &amp;amp;#91;Ernst&amp;amp;#93; Mangold |datum=1952 |abruf=2024-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über die Endigung der Nerven in den quergestreiften Muskeln der Arthropoden&amp;#039;&amp;#039;. Jena, Gustav Fischer, 1905 [[doi:10.5962/bhl.title.11526]] (Dissertation)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hypnose und Katalepsie bei Tieren im Vergleich zur menschlichen Hypnose.&amp;#039;&amp;#039; Jena, Gustav Fischer, 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Anatomie und Physiologie der Haussäugetiere.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1931 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Ernährung und des Stoffwechsels der landwirtschaftlichen Nutztiere als Grundlagen der Fütterungslehre.&amp;#039;&amp;#039; Vier Bände. Berlin 1929–1932 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernährung und Fütterung des Hundes.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kaninchenfütterung.&amp;#039;&amp;#039; Radebeul und Berlin 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verdauung bei den Nutztieren.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Eiweiss in der Geflügelernährung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1951&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|29|30|Mangold, Ernst|Eberhard Wormer|116730358}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=ernst-mangold|lemma=Mangold, Ernst|autor=[[Siegfried Kuntsche]]|band=2|idNum=2206}}&lt;br /&gt;
* {{WH-BAW-1992|name=Mangold, Ernst|id=1740|seite=230}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mangold, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ilse Jahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Biologie. Theorien, Methoden, Institutionen, Kurzbiographien.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gustav Fischer, Jena 1998, ISBN 3-43-735010-2, S.&amp;amp;nbsp;896.&lt;br /&gt;
* Hans Bergner: &amp;#039;&amp;#039;Würdigung des Lebenswerkes von Ernst Mangold.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Tierernährung.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1980, S.&amp;amp;nbsp;7–19, {{ISSN|0003-942X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116730358}}&lt;br /&gt;
* [https://www.agrar.hu-berlin.de/de/institut/profil/personen_bio/standardseite#M Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät, Albrecht Daniel Thaer - Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften, Ernst Mangold 5.2.1879 – 10.7.1961]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116730358|LCCN=no/2008/94413|VIAF=54299586}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mangold, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierphysiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungswissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarwissenschaftler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Landwirtschaftliche Hochschule Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mangold, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt, Physiologe und Ernährungsforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hahnenklee|Hahnenklee-Bockswiese]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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