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	<title>Ernst Lossa - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Lossa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. November]] [[1929]] in [[Augsburg]]; † [[9. August]] [[1944]] in [[Irsee]]) war ein Halbwaise aus der Minderheit der [[Jenische]]n, der in der zweiten Phase der [[Krankenmorde im Nationalsozialismus]], der [[Aktion Brandt]], ermordet wurde und durch die Aufarbeitung dieses Mordes nach 1945 exemplarische Bekanntheit erlangte. Er wuchs in Kinderheimen auf und wurde in der [[Kloster Irsee|Zweiganstalt Irsee]] der [[Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren|Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee]] im Alter von 14&amp;amp;nbsp;Jahren durch Injektion eines tödlichen Mittels ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ermittelten die [[Vereinigte Staaten|US-Amerikaner]] Lossas Schicksal und vernahmen dazu auch mehrere Zeugen. Seine [[Krankengeschichte]] und seine Ermordung wurden dokumentarisch aufgearbeitet und zusammen mit den Zeugenaussagen als exemplarisches Beispiel in [[NS-Prozesse|Strafprozessen zu Verbrechen des Nationalsozialismus]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Lossa stammte aus Augsburg, wo sein Vater Christian Lossa mit [[Hausierer|Hausieren]] sein Geld verdiente. Seine Mutter Anna Lossa starb 1933, als er vier Jahre alt war. Seine Eltern waren [[Jenische]], die als Restauratoren von Kirchenfiguren in den warmen Monaten des Jahres als Fahrende durch das Land reisten. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden sein Vater, zwei Brüder des Vaters und andere Verwandte 1939 von den [[Nationalsozialist]]en in das [[Konzentrationslager]] [[KZ Dachau]] gebracht. Nach der [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|nationalsozialistischen Rassenlehre]] wurden sie als „nach Zigeunerart umherziehende Landfahrer“ verfolgt. Lossas Vater starb nach unterschiedlichen Berichten im [[KZ Mauthausen]] oder im [[KZ Flossenbürg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder – Ernst und zwei Schwestern – wurden von den Nationalsozialisten in einem Kinderheim in [[Augsburg-Hochzoll]] untergebracht. Lossa beging dort in der Schule viele Diebstähle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cranach1999&amp;quot;&amp;gt;siehe Literatur Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus. Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 475, 477, 478&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugenderziehungsheim Indersdorf ===&lt;br /&gt;
Am 15. Februar 1940 kam Lossa wegen „Unerziehbarkeit“ in das [[Kloster Indersdorf|Jugenderziehungsheim  Indersdorf]] bei [[Dachau]], wo es weiterhin Schwierigkeiten mit ihm gab und ihm unter anderem zahlreiche Diebstähle vorgehalten wurden. In einem von Katharina Hell von der [[Max-Planck-Institut für Psychiatrie|Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie]] in München erstellten [[Psychiatrie|psychiatrischen]] Gutachten heißt es zusammenfassend, dass es sich bei Lossa „zweifellos um einen an sich gutmütigen, aber völlig willenlosen, haltlosen, fast durchschnittlich begabten, triebhaften [[Psychopath]]en“ handele.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 478 und 479f.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Er wird bei seiner starken Triebhaftigkeit voraussichtlich nicht wesentlich gebessert werden können“. Als „Degenerationszeichen“ wurde im Gutachten die Längengleichheit von [[Fingerlängenverhältnis|Ring- und Zeigefinger]] der rechten Hand notiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= [[Magdalene Heuvelmann]]| Titel= Das Irseer Totenbuch - chronologisches Toten-Register der Heil- und Pflegeanstalt Irsee 1849 bis 1950| Auflage= 1| Verlag= Grizeto Verlag| Ort= Irsee| Jahr= 2015| ISBN= 978-3-9816678-2-0| Seiten=409-411}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren ===&lt;br /&gt;
Lossa wurde daraufhin am 20. April 1942 zwangsweise in die [[Kinderfachabteilung]] der [[Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren|Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren]] eingewiesen, in der nach dem „offiziellen“ Ende der „[[Aktion T4]]“ für Euthanasie-Morde im Rahmen der sogenannten „wilden Euthanasie“ unter anderem auch gezielte Tötungen von Patienten vorgenommen wurden. Diese Euthanasiemorde erfolgten durch Injektionen mit überdosierten [[Medikament]]en oder durch Verhungernlassen mittels [[Unterernährung]] im Sinne des [[Hungerkost-Erlaß|Hungerkost-Erlasses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lossa wurde am 20.&amp;amp;nbsp;April 1942 aufgenommen; in der [[Anamnese]] wurde als Einlieferungsgrund das erwähnte psychiatrische Gutachten angegeben. Er verhielt sich weiterhin auffällig und unangepasst, wurde aber nach späteren Aussagen von (ehemaligen) Mitarbeitern der Heil- und Pflegeanstalt auch geschätzt, weil er liebenswürdig und hilfsbereit war. Er versuchte öfter, hungernden Kranken Nahrungsmittel zu geben, die er zuvor gestohlen hatte. In der Krankenakte wurden „Gewalttätigkeiten“ gegenüber anderen Kindern vermerkt, worauf Lossa auf eine Männerstation verlegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Mitarbeitern wurde später auch ausgesagt, dass Lossa das gesamte System in Kaufbeuren durchschaut hatte und von den gezielten Tötungen in der Anstalt wusste. Sie vermuteten, dass dies den Verwaltungsleiter Josef Frick und wohl auch den ärztlichen Leiter [[Valentin Faltlhauser]] zusätzlich zur Tötung von Lossa motiviert habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lossa wurde am 5. Mai 1943 in die [[Kloster Irsee|Zweiganstalt Irsee]] verlegt. In den Strafprozessen der Nachkriegszeit wurden unter anderem an seinem Schicksal die Ereignisse beispielhaft dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 478 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die {{Webarchiv | url=http://sonderpaedagoge.de/geschichte/deutschland/ns/pic/bild1.jpg | wayback=20070927034653 | text=Abbildung auf sonderpaedagoge.de}}, ein [[Faksimile]] der Krankengeschichte von Ernst Lossa, Kaufbeuren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiganstalt Irsee ===&lt;br /&gt;
Am 5. Mai 1943 wurde Ernst Lossa in die &amp;#039;&amp;#039;Zweiganstalt Irsee&amp;#039;&amp;#039; verlegt, wo er am 9.&amp;amp;nbsp;August 1944 mit der „Giftspritze“ ermordet wurde. In seinem Leichenschauschein wurde als „Grundleiden“ „Asocialer Psychopath“ eingetragen, unter „Todesursache“ „Bronchopneumonie (107)“ und als Sterbeort Anstalt Irsee.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 482&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgestellt wurde der Leichenschauschein durch den stellvertretenden ärztlichen Leiter von Kaufbeuren und Oberarzt von Irsee, Lothar Gärtner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeugenaussage erklärte ein Krankenpfleger später, dass er sich geweigert habe, Lossa mit [[Phenobarbital|Luminal]] totzuspritzen. Er habe danach beobachtet, wie die Krankenpflegerin [[Pauline Kneissler]] Lossa im Beisein von Faltlhauser und Frick eine Spritze verabreichte, wobei Lossa eingeredet wurde, es sei eine [[Impfung]] gegen [[Typhus]].&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 484&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung in der Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges untersuchten die Amerikaner unter anderem auch die „Euthanasie“-Morde in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren und deren Außenstellen wie der Zweiganstalt in Irsee. Dabei ermittelten sie seit Mitte 1945 auch Lossas Einzelschicksal und die Umstände seiner Ermordung, unter anderem durch Vernehmung mehrerer Zeugen wie früherer Krankenpfleger. Lossas Krankengeschichte und seine gezielte Tötung wurden dokumentarisch aufgearbeitet und gemeinsam mit den Zeugenaussagen als exemplarisches Beispiel in mehreren [[NS-Prozesse|Strafprozessen zu Verbrechen des Nationalsozialismus]] verwendet. Ob der Eintrag „Euthanasiert!“ während der NS-Zeit oder im Rahmen der Prozessvorbereitungen in die Krankengeschichte geschrieben wurde, ist ungeklärt. [[Valentin Faltlhauser]] jedenfalls benutzte den Begriff, wie aus den Prozessakten erkennbar ist, mehrmals selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem war Lossas Schicksal in den 1948 in [[Kempten (Allgäu)]] geführten Strafprozessen exemplarischer Bestandteil der Beweisführung gegen den leitenden NS-Euthanasie-Arzt Valentin Faltlhauser und weitere Angeklagte. Faltlhauser wurde von der Staatsanwaltschaft des Mordes angeklagt, weitere vier Anklagen (Frick, Heichele, Rittler und Wörle) erfolgten wegen Beihilfe zum Mord. 1949 wurde Faltlhauser zu drei Jahren Haft wegen „Anstiftung zur Beihilfe zum Totschlag“ verurteilt, wobei 16 Monate in einem amerikanischen Internierungslager voll auf die Haft angerechnet wurden. Die Reststrafe trat er nie an; sie wurde ihm später von der Landesregierung erlassen. Aus heutiger Sicht werden die milden Strafen kritisch beurteilt; der Historiker Hans-Ludwig Siemen stellt dazu fest, dass sich nach Kriegsende „ein bleiernes Schweigen über die psychiatrischen Anstalten“&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Schöllgen: {{Webarchiv | url=http://www.bay-bezirke.de/pages/aktuell/rs1999/anlrsnr32.html | wayback=20070928081026 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Psychiater. Auch in den bayerischen Heil- und Pflegeanstalten waren Patienten im Dritten Reich oft Opfer&amp;#039;&amp;#039;}}. (Rezension von: Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus. Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945&amp;#039;&amp;#039;) In: [[Süddeutsche Zeitung]] vom 22. März 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausbreitete sowie „bestimmte Gerichte mit Nachdruck möglichst milde urteilten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cranach1999&amp;quot; details=&amp;quot;S. 308f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankenschwester Pauline Kneissler wurde 1948 vom [[Landgericht Frankfurt am Main]] wegen der von ihr verübten NS-Euthanasie-Tötungen in [[Tötungsanstalt Hadamar|Hadamar]], [[Tötungsanstalt Grafeneck|Grafeneck]], Kaufbeuren und zuletzt ab April 1944 in Irsee zu vier Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Das [[Schwurgericht]] begründete das niedrige Strafmaß damit, dass in erster Linie nicht die Taten selbst, sondern der verbrecherische Wille zähle. Weil Kneissler den eigenen Willen dem verbrecherischen Willen anderer untergeordnet habe, sei sie lediglich als Gehilfin zu verurteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 309f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Mitorganisator der nationalsozialistischen „Euthanasie“, [[Walter Schultze (Politiker)|Walter Schultze]], der als Staatskommissar im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration|bayerischen Innenministerium]] unter anderem auch für den so genannten „[[Hungerkost-Erlaß|Hungererlass]]“ verantwortlich zeichnete, wurde 1948 vom [[Landgericht München I]] wegen Beihilfe zum [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]] in mindestens 260 Fällen zu drei Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 310f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- BITTE STEHENLASSEN! Weitere Bearbeitung folgt noch durch die Hauptautoren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
=== Psychiatrie im Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
=== Kaufbeuren ===&lt;br /&gt;
Seit 1939 wurde in einem nordöstlich von [[Kaufbeuren]] gelegenen Waldgebiet eine [[Munitionsanstalt]] der [[Dynamit Nobel AG]] für die [[Munition]]sversorgung der deutschen Kriegswirtschaft aufgebaut. Insbesondere wurden dort [[Zwangsarbeiter]] aus dem nahegelegenen Konzentrationslager [[Riederloh]] in Steinholz bei [[Mauerstetten]], einer Außenstelle des [[KZ Dachau]], eingesetzt. Darüber hinaus wurden dort auch einige Insassen der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren und deren Außenstellen zur Zwangsarbeit verpflichtet, was unter dem zynischen NS-Motto „Vernichtung durch Arbeit“ stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Aktion T4|titel1=Aktion T4 (Euthanasiemorde in der NS-Zeit)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf den Trümmern des Gebietes der heutige Stadtteil [[Neugablonz]] geschaffen, gegründet von sudetischen Vertriebenen aus Gablonz an der Neiße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== E-Kost ===&lt;br /&gt;
Schon 1931 wurde zu Kaufbeuren berichtet, dass die Kost noch ausreichend ist, da noch keine Gewichtsabnahme bei Patienten zu registrieren sei, aber es gäbe bittere Klagen über die Kost. 1933 berichtet Faltlhauser, dass bei Sachausgaben die Grenze der Senkungsmöglichkeit erreicht, ja bereits überschritten sei. Die genannte Hungerkost oder Entzugskost (E-Kost) wurde nach einem Beschluss der Bayerischen Direktorenkonferenz vom November 1942 eingeführt und ist für Kaufbeuren gut dokumentiert. Entzugskost bedeutet Kost ohne Fett, Zucker und Mehl.&amp;lt;ref&amp;gt;von Cranach, 1999, S. 269 und 287ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es um gesundheitliche Schädigung und Tötungsabsicht ging, zeigte sich auch daran, dass nach Wochen strengen Hungers ohne Brot die sogenannten E-Köstler plötzlich an Sonn- und Feiertagen oder zu Parteifesten reichlich Nahrung erhielten, so dass sie Durchfall und andere Krankheitserscheinungen bekamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren. Seite 290f Aussagen des Oberpflegers Karl Eisenschmid 1.5.1948 und des Pflegers Max Besold 3. Mai 1948 im Beschuldigtenverfahren gegen Verwaltungsinspektor Josef Frick, LG Kempten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auch, dass Verwalter Josef Frick ausgerechnet am Aschermittwoch und Karfreitag E-Köstlern Fleisch verabreichen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren, S. 291: Aussage des Franziskaner Paters Clemens Kesser, 1942–1945 Krankenseelsorger der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren, in der Zeugenvernehmung zu Max Besold.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Ernst Lossa.jpg|miniatur|Ein Stolperstein in Irsee erinnert an Lossa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Kloster Irsee, Ernst Lossa.jpg|miniatur|Stolperstein [[Kloster Irsee]] verlegt am 16. Mai 2009]]&lt;br /&gt;
* 1999: Buchwidmung auf Seite 3: des Buches &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus. Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cranach1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;In Memorian&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2002: Wohnanlage für Behinderte in [[Haltern am See]] wurde als Ernst-Lossa-Haus benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.behinderte-wohnen-in-haltern.de/entstehung.html | wayback=20050923181220 | text=Ernst-Lossa-Haus}}, Wohnanlage für Behinderte in Haltern&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004:  ORF Science Bericht zu &amp;#039;&amp;#039;Ernst Lossa: Ein Fall von 200.000&amp;#039;&amp;#039; anlässlich der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;In Memorian&amp;#039;&amp;#039;, Museumsquartier in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://sciencev1.orf.at/science/news/124418 | wayback=20131105175317 | text=Onlineauftritt SCIENCE.ORF.at}} &amp;#039;&amp;#039;In Memorian: Ernst Lossa: Ein Fall von 200.000&amp;#039;&amp;#039;.  abgerufen über wayback.archive.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004: Krankenpflegeschüler aus Kaufbeuren stifteten ein Ernst-Lossa-Stipendium für drei junge Menschen in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.bezirk-schwaben.de/fileadmin/europa/dokumente/Jahresr_ckblick_2004.pdf |text=Jahresbericht 2004 des Europabüros beim Bezirk Schwaben |archivebot=2018-04-08 18:16:59 InternetArchiveBot}} Ernst Lossa Stipendien von und für Krankenpflegeschüler, Seite 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2007: Die Stadt [[Augsburg]] benannte im Ortsteil [[Augsburg-Pfersee|Pfersee]] eine Straße im Bereich der Sheridankaserne auf Ernst-Lossa-Straße.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.pfersee.de/denkort/strassennamen.html | wayback=20070822144452 | text=Onlineauftritt Ortsteil Pfersee}} Entscheidung zur Ernst-Lossa-Straße.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2009 wurde von [[Gunter Demnig]] ein [[Stolpersteine|Stolperstein]], zum Gedenken an Ernst Lossa,  vor dem ehemaligen [[Kloster Irsee]] verlegt (siehe [[Liste der Stolpersteine in Irsee]]).&lt;br /&gt;
* Am 27. Januar 2011 hielt der italienische Schauspieler [[Marco Paolini]] anlässlich des Holocaustgedenktags in der psychiatrischen Klinik „Paolo Pini“ in Mailand einen dreistündigen Monolog über die Krankenmorde, der auf dem TV-Sender La7 direkt übertragen wurde. Darin widmete er ca. neun Minuten der Geschichte von Ernst Lossa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brogi.info/2011/01/ausmerzen-una-grande-diretta-tv-in-ricordo-di-ernst-lossa-e-delle-altre-vittime-come-lui.html In ricordo di Ernst Lossa e delle altre vittime come lui], nachzusehen auf [https://www.youtube.com/watch?v=nGuVeFfizIU Der Lossa-Teil des Monologs auf Youtube]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das Spielzeug-Museum in [[Neapel]] wurde der Erinnerung an Ernst Lossa gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.museodelgiocattolodinapoli.it/index.php?idPage=104&amp;amp;lang=it | wayback=20160306010223 | text=Il Museo del Giocattolo di Napoli}} übersetzt: „Das Spielzeugmuseum von Neapel ist ein Museum, das der Erinnerung an Ernst Lossa, dem 1944 von der Nazikampagne der Euthanasie getöteten Zigeunerkind, gewidmet ist.“ Abruf bei archive.org 26.02.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2011: Dokumentations-Film &amp;#039;&amp;#039;Zum Andenken&amp;#039;&amp;#039; von Sina Moslehi&amp;lt;ref&amp;gt;Sina Moslehi: [http://www.zumandenken.de/ Filmhomepage „Zum Andenken: Vom Leben und Sterben des Ernst Lossa“] (DE 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013: Die Sendereihe &amp;#039;&amp;#039;Schwaben &amp;amp; Altbayern&amp;#039;&amp;#039; des [[Bayerischer Rundfunk|Bayrischen Rundfunks]] berichtete am 1. November 2013 über das Schicksal von Ernst Lossa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ardmediathek.de/br-fernsehen/schwaben-und-altbayern/erinnerung-an-ernst-lossa-in-augsburg?documentId=17929538 | wayback=20131105171833 | text=Erinnerung an Ernst Lossa in Augsburg}}, ardmediathek.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2025: Bootstaufe zu Ehren von Ernst Lossa. Am 8. Mai 2025 wurde in Frankfurt am Main ein Ruderboot auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Ernst Lossa&amp;#039;&amp;#039; getauft – in Gedenken an das Schicksal des Jugendlichen, der Opfer der NS-Euthanasie wurde. Das Boot steht der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung. Für Fragen zur Reservierung oder Nutzung des Bootes ist die Firma &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palmen-Boote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ansprechpartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael von Cranach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Schwabenakademie, Irsee 1990.&lt;br /&gt;
* Gernot Römer: &amp;#039;&amp;#039;Für die Vergessenen. KZ-Außenlager in Schwaben – Schwaben in Konzentrationslagern&amp;#039;&amp;#039;. Wißner-Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-89639-047-3. (S. 18–32: &amp;#039;&amp;#039;Die grauen Busse in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Nationalsozialismus. Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1999, ISBN 3-486-56371-8. (Aufsatzsammlung: S. 265–325: &amp;#039;&amp;#039;Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren&amp;#039;&amp;#039;, S. 475–486: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Lossa: Eine Krankengeschichte&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Michael von Cranach, L&amp;amp;L, Autoren und Künstler: &amp;#039;&amp;#039;In Memorian (Lossa, Ernst)&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellung in Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms aus Anlass des XI. Weltkongresses für Psychiatrie in Hamburg. 1999. Ausstellungskatalog deutsch, englisch. Bezirkskrankenhaus D-87600 Kaufbeuren.&lt;br /&gt;
* [[Robert Domes]]: &amp;#039;&amp;#039;Nebel im August. Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa&amp;#039;&amp;#039;, mit Vorwort von Michael von Cranach, cbt-Verlag München 2008, ISBN 978-3-570-30475-4.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.robertdomes.com/nebel-im-august.html | wayback=20080315073354 | text=Onlineauftritt Robert Domes}} Kurzinhalt zum Buch: Nebel im August.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Marco Paolini: &amp;#039;&amp;#039;Ausmerzen. Vite indegne di essere vissute&amp;#039;&amp;#039;, Einaudi, Turin 2012, ISBN 978-88-06-21017-5 (DVD: ISBN 978-88-06-21241-4).&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= [[Magdalene Heuvelmann]]| Titel= Das Irseer Totenbuch – chronologisches Toten-Register der Heil- und Pflegeanstalt Irsee 1849 bis 1950| Auflage= 1| Verlag= Grizeto Verlag| Ort= Irsee| Jahr= 2015| ISBN= 978-3-9816678-2-0| Seiten=495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film und Theater ==&lt;br /&gt;
Der 30-minütige Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Zum Andenken: Vom Leben und Sterben des Ernst Lossa&amp;#039;&amp;#039; des damals 16-jährigen Sina Moslehi (Deutschland 2011, Fernseh-Erstausstrahlung) wurde 2012 mit dem [[Bertini-Preis]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Broschüre {{Webarchiv|url=http://www.bertini-preis.de/index.php/file/download/569 |wayback=20140221185730 |text=&amp;#039;&amp;#039;Bertini-Preis 2012 – Lasst Euch nicht einschüchtern&amp;#039;&amp;#039; }}, darin: &amp;#039;&amp;#039;Leben und Sterben des Ernst Lossa&amp;#039;&amp;#039;, Seite 17 (PDF; 3,69 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Nebel im August]]&amp;#039;&amp;#039;, die dramatische Verfilmung des Romans von Robert Domes, kam am 29. September 2016 in die deutschen Kinos.&amp;lt;ref&amp;gt;Studiocanal {{Webarchiv|url=http://www.studiocanal.de/kino/nebel_im_august |wayback=20160913200823 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nebel im August&amp;#039;&amp;#039; }}, Drama, FSK 12, Regie: [[Kai Wessel (Regisseur)|Kai Wessel]], [[Ivo Pietzcker]] als Ernst Lossa&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Roman von Domes wurde in ein Theaterstück überarbeitet, das am 16. März 2018 im [[Landestheater Schwaben]] in [[Memmingen]] uraufgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Peter Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Weshalb musste Ernst Lossa sterben?&amp;#039;&amp;#039; In: Allgäuer Zeitung, 19. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.verfolgung-von-jugendlichen-im-ns.de/biographies/ernst-lossa &amp;#039;&amp;#039;Du bist anders&amp;#039;&amp;#039;] – Online-Ausstellung der Stiftung Denkmal, u.&amp;amp;nbsp;a. über Ernst Lossa (Direktlink zu dessen Seiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134190149|LCCN=no/2009/16539|VIAF=38128467}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lossa, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Kindereuthanasie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jenische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Bayern ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kind]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lossa, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Junge, Opfer des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. November 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kloster Irsee|Anstalt Irsee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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