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	<title>Ernst Lieber - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Lieber&amp;diff=749633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Leben */ Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-09-20T22:11:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Maria Lieber.jpg|mini|hochkant|Ernst Lieber, zeitgenössischer Stich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aretin54-ernst-lieber-zw.jpg|mini|hochkant|Ernst Lieber, Fotografie von [[Loescher &amp;amp; Petsch]], Berlin um 1874]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Ernst Maria Lieber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1838]] in [[Bad Camberg|Camberg]]; † [[31. März]] [[1902]] ebenda) war [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspolitiker]] und Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Lieber war der Sohn des Advokaten, Politikers und Teehändlers [[Moritz Lieber|Moritz Joseph Josias Lieber]]. Das Abitur erwarb Ernst Lieber am [[Fürst-Johann-Ludwig-Schule|Gymnasium in Hadamar]]. Er studierte ab 1858 [[Rechtswissenschaft|Jura]] in [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]]. Lieber [[Promotion (Doktor)|promovierte]] schließlich in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Nach dem Tod seines Vaters unterbrach er 1863 die Arbeit an seiner [[Habilitation]] und unterstützte seine Mutter in der Erziehung der jüngsten Geschwister und im elterlichen Teehandelshaus. In Camberg gründete er einen Gewerbeverein und einen katholischen geselligen Verein. Ernst Lieber heiratete am 24. September 1873 die 15 Jahre jüngere Josefine Arnold (1853–1932). Aus der Ehe gingen zwölf Kinder hervor. Lieber war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[AV Austria Innsbruck]], [[KAV Suevia Berlin]], [[KDStV Winfridia (Breslau) Münster|KDStV Winfridia Breslau]], VKDSt Rhenania Marburg und [[KDStV Bavaria Bonn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Ernst Lieber betätigte sich beim Aufbau des kirchlichen Vereinswesens und zählte bald zu den führenden Repräsentanten des [[Laienkatholizismus]] der [[Diözese Limburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Betreiben Bischof Blums hielt Lieber 1869 seine erste Rede auf einem [[Katholikentag]]. Später gehörte er zu den Mitbegründern des [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrums]], deren Parteivorsitz er 1891 nach dem Tod von [[Ludwig Windthorst]] übernahm. Er wurde 1870 in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußische Abgeordnetenhaus]] und im März 1871 in den ersten [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Specht, Paul Schwabe |Titel=Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903 |TitelErg=Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten |Auflage=2. |Verlag=Verlag Carl Heymann |Ort=Berlin |Datum=1904 |Seiten=155}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=A. Phillips |Titel=Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883 |TitelErg=Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages |Verlag=Verlag Louis Gerschel |Ort=Berlin |Datum=1883 |Seiten=93f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Georg Hirth]] |Titel=Deutscher Parlaments-Almanach |Auflage=9. |Verlag=Verlag Franz Duncker |Ort=Berlin |Datum=1871-05-09 |Seiten=221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Mandate übte er bis zu seinem Tod aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Reichstags-Bureau |Titel=Amtliches Reichstags-Handbuch |TitelErg=Zehnte Legislaturperiode 1898/1903 |Verlag=Druckerei des Reichstages |Ort=Berlin |Datum=1898 |Seiten=223f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Kulturkampf]]es profilierte er sich als redegewandter Gegner [[Otto von Bismarck|Bismarcks]], insbesondere bei den Debatten um die gesetzliche [[Sonntagsruhe]], die Einschränkung der [[Frauenarbeit|Frauen-]] und [[Kinderarbeit]] und die allgemeine Arbeitszeitbegrenzung. Nach der teilweisen Zurücknahme der Kulturkampfgesetze schlug die Partei unter seiner Führung einen betont nationalen Kurs ein. So unterstützte Lieber insbesondere die Flottenvorlagen, womit er die Großmachtpolitik Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelms&amp;amp;nbsp;II.]] unterstützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber war politisch auch in seiner Geburtsstadt [[Bad Camberg|Camberg]] tätig. Er gehörte der [[Stadtverordnetenversammlung]] an und war zeitweise Stadtverordnetenvorsteher. Er gehörte auch dem [[Kreistag]] und Kreisausschuss an, ferner dem [[Nassauischer Kommunallandtag|Kommunallandtag]] des [[Regierungsbezirk Wiesbaden|Regierungsbezirks Wiesbaden]], als auch dem [[Provinziallandtag der Provinz Hessen-Nassau|Provinziallandtag]] der preußischen Provinz [[Hessen-Nassau]] in [[Kassel]]. In [[Bad Camberg|Camberg]] ließ Ernst Lieber 1889 den Lieberschen Turm auf alten Fundamenten bauen, in dessen Turmzimmer er Besucher empfing (siehe: [[Liebersches Anwesen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 wurde Lieber zum Präsidenten des [[Katholikentag]]es in [[Münster]] gewählt. 1898 war er Ehrengast der 43. Generalversammlung des Deutschen römisch-katholischen Centralvereins und des 9. deutsch-amerikanischen Katholikentages in [[Milwaukee]].&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch-amerikanischer Katholikentag zu Milwaukee, in: Germania Nr. 204, 7. September 1898, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Papst]] [[Leo&amp;amp;nbsp;XIII.]] verlieh ihm das [[Großkomtur (Ordenskunde)|Großkomturkreuz]] des [[Piusorden]]s und ernannte ihn zum [[Päpstliche Kammerherren|Geheimen Kammerherrn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Bistums Limburg#Prozesse gegen Bischof Blum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Cardauns: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Lieber. Der Werdegang eines Politikers bis zu seinem Eintritt in das Parlament 1838–1871.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1927.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Morsey]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Lieber (1838–1902).&amp;#039;&amp;#039; In: ders. mit [[Jürgen Aretz]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1980, ISBN 3-7867-0833-9, S. 64–78 (Nachdruck bei Aschendorff, Münster 2022, [https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17579 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|477|478|Lieber, Ernst|Rudolf Morsey|118728180}}&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Mann (Historiker)| Bernhard Mann]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, Nr. 1354.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 243.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070716141549/http://www.bautz.de/bbkl/l/lieber_p_e_m.shtml |autor=Manfred Berger|artikel=Lieber, Ernst|band=21|spalten=830–834}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Parlamentarier.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: Barbara Burkardt, Manfred Pult: &amp;#039;&amp;#039;Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden 1868–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 71 = &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17). Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 2003, ISBN 3-930221-11-X, Nr. 220.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-86219-038-6, S. 97 f.; [http://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-86219-038-6.volltext.frei.pdf uni-kassel.de] (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118728180|Lieber, Phillip Ernst}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Ernst Philip Lieber|1476}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118728180|titel=Lieber, Philipp Ernst Moritz Edmund Joseph Maria|datum=2020-03-31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Wiesbaden 3}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118728180|LCCN=n/85/125010|VIAF=8155053}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lieber, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Päpstlicher Geheimkämmerer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Piusordens (Großkomtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Camberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Limburg-Weilburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident eines Katholikentages]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lieber, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lieber, Philipp Ernst Maria (vollständiger Name); Lieber, Ernst Maria&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Zentrum), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Camberg|Camberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. März 1902&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Camberg|Camberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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