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	<title>Ernst Lewek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:36:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Lewek&amp;diff=2360251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-04-23T11:21:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ernst Lewek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Dezember]] [[1893]] in [[Leipzig]]; † [[8. November]] [[1953]] in Leipzig) war ein [[deutsche]]r [[evangelisch]]er [[Pfarrer]] [[Jüdische Religion|jüdischer]] Abstammung und Mitglied der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]]. Er war [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Gegner und Verfolgter des Nationalsozialismus]], [[KZ-Häftling]] und nach dem Krieg Vorstandsmitglied der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]] (VVN), Mitglied des [[Sächsischer Landtag (1946–1952)|Landtags von Sachsen]] und der [[Volkskammer|Volkskammer der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Goldschmieds wurde 1893 in Leipzig geboren und besuchte die dortige [[Thomasschule]] und nach einem Umzug seiner Eltern die [[Kreuzschule]] in Dresden. Nach dem Ablegen seiner [[Hochschulreife]] nahm er ein [[Studium]] der [[Evangelische Theologie|Evangelischen Theologie]] an der [[Universität Heidelberg]] auf und wurde im Mai 1913 bei der dortigen [[Corps Thuringia Heidelberg#Geschichte der Sängerschaft Thuringia|Sängerschaft Thuringia]] aktiv&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Thüringer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Organ der Sängerschaft im Weim. CC Thuringia-Heidelberg, 1. Jhrg, Nr. 6, Juni 1913&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dort tat er sich wiederholt durch sein musikalisches Talent, besonders am Piano, hervor und prägte die musikalischen Leistungen bis Kriegsausbruch maßgeblich. Im Sommer 1914 unterbrach er sein Studium und meldete sich als [[Kriegsfreiwilliger]] beim Grenadier-Regiment Nr. 101 in Dresden, mit dem er ab November desselben Jahres im Feld stand. Nach einer Verwundung bei La Ville-aux-Bois in Frankreich im Mai 1915 wurde er im Februar 1916 als [[Invalide]] und mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz 2. Klasse]] ausgezeichnet aus dem Militär entlassen und zog in die elterliche Wohnung in Leipzig. Er setzte sein Studium bis zum Januar 1918 an der [[Universität Leipzig]] fort und wurde im selben Jahr zum Pfarrer [[ordiniert]]. 1919 wurde er als Hilfsgeistlicher in Radeberg angestellt, 1920 berief man ihn zum Diakon an der [[Plauen]]er Luthergemeinde. 1926 kehrte er in seine Heimat zurück und trat die dritte Pfarrstelle an der Leipziger Nikolaikirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten beteiligte er sich am [[Pfarrernotbund]], aus dem die Bekennende Kirche hervorging, und wurde 1935 in „[[Schutzhaft]]“ genommen und ins KZ Sachsenburg überstellt. 1938 wurde er von der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|sächsischen Kirchenleitung]] seines Dienstes enthoben und erhielt bis 1945 ein Verbot jeglicher [[geistlich]]er Betätigung in Sachsen. Bemühungen um eine Anstellung im Kirchendienst bei der bayerischen und württembergischen Landeskirche scheiterten.&amp;lt;ref&amp;gt;Töllner, Axel: &amp;#039;&amp;#039;Eine Frage der Rasse? Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, der Arierparagraf und die bayerischen Pfarrerfamilien mit jüdischen Vorfahren im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; Band 36 der Reihe Konfession und Gesellschaft, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2007, S. 243–244.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde er erneut in[[haft]]iert. Von 1944 bis 1945 musste er im [[Liste der Außenlager des KZ Mittelbau|Außenlager Osterode]] des [[KZ Mittelbau-Dora]] [[Zwangsarbeit]] in einem rüstungswichtigen Betrieb leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Lewek in die [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)]] ein. Seine Erfahrungen als Verfolgter brachte er in die Arbeit der VVN ein, deren sächsischer Landesleitung er angehörte. Seit 1949 war er auch Mitglied des Zentralvorstandes der VVN. Am 8. Juni 1950 konstituierte sich in ihr ein Arbeitsausschuss &amp;#039;&amp;#039;Geistliche in der VVN&amp;#039;&amp;#039;. Besonders trat Lewek hervor, als er zusammen mit den Geistlichen [[Bruno Theek]] (evangelisch), [[Karl Fischer (Autor)|Karl Fischer]] ([[römisch-katholische Kirche|katholisch]]) und [[Werner Sander]] (jüdisch) einen Aufruf „An alle, die Gott vertrauen!“ unterzeichnete, in dem diese Geistlichen zum Widerstand gegen die [[Wiederbewaffnung|Wiederbewaffnung Westdeutschlands]] und die damit verbundene Vertiefung der [[Spaltung Deutschlands]] aufriefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Oktober 1950 wurde Ernst Lewek zum Abgeordneten der DDR-Volkskammer mit dem Mandat der VVN gewählt. Von 1950 bis 1952 war er zugleich Mitglied des Sächsischen Landtags unter dem Mandat der VVN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lewek war seit 1915 mit Dorothea (Dora) geb. Richter (1894–1970), verlobt, die er am 21. Februar 1918 heiratete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=wdofCGFokysC&amp;amp;pg=PA559&amp;amp;lpg=PA559&amp;amp;dq=%22Ernst+Lewek%22+1893&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=WoyRaYD0Dn&amp;amp;sig=6LAcXDn3fX7sSJLkD4VY2TA_lvw&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=vfAlTvBOje76BpqvsMwL&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CBsQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=%22Ernst%20Lewek%22%201893&amp;amp;f=false G. Wilhelm, S. 559] (Abgefragt am 19. Juli 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ludwig218&amp;quot;&amp;gt;Hartmut Ludwig, [[Eberhard Röhm]]. &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch getauft - als «Juden» verfolgt&amp;#039;&amp;#039;. Calwer Verlag Stuttgart 2014, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ehe entstammen sieben Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ludwig218&amp;quot; /&amp;gt; Seine Tochter [[Christa Lewek]] setzte das antifaschistische Engagement in ihrem Kirchenamt als [[Oberkirchenrat|Oberkirchenrätin]] der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg]] und im [[Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR]] mit eigenen Akzenten fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postume Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im [[Nikolaikirchhof (Leipzig)|Nikolaikirchhof in Leipzig]] wurde ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] zur Erinnerung an Ernst Lewek verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1486/friedrich-ernst-lewek Stolpersteine Leipzig] mit Kurzbiografie von Ernst Lewek, abgerufen am 16. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurde der Gemeindesaal der Nikolaikirche 2016 in Ernst-Lewek-Saal umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://erich-zeigner-haus-ev.de/einzelprojekt/?pid=41 „Das Leben und Wirken von Friedrich Ernst Lewek“] mit Anmerkung zur Umbenennung auf der Website des Erich-Zeiger-Haus e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 27. Februar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich-Zeigner-Haus e.&amp;amp;nbsp;V. und Verein zur Förderung der Nikolaikirche e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Leben und Wirken von Friedrich-Ernst-Lewek. Zum kirchenpolitischen Umgang mit dem „nichtarischen“ Amtsbruder während der NS-Diktatur in Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: bookra Verlag, ISBN 978-3-943150-15-5&lt;br /&gt;
* Elke Reuter, Detlef Hansel: &amp;#039;&amp;#039;Das kurze Leben der VVN von 1947 bis 1953: Die Geschichte der Verfolgten des Nazi-Regimes in der SBZ und DDR.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, ISBN 3-929161-97-4, S. 575&lt;br /&gt;
* Georg Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Diktaturen und die evangelische Kirche: Totaler Machtanspruch und kirchliche Antwort am Beispiel Leipzigs 1933–1958&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 39). Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2004, ISBN 978-3-525-55739-6 ([http://books.google.de/books?id=wdofCGFokysC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=georg+wilhelm,+-hegel&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BNImTqOfGYXMsgaR78STCQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CCoQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false z.&amp;amp;nbsp;T. digitalisiert])&lt;br /&gt;
* Hartmut Ludwig, [[Eberhard Röhm]], [[Jörg Thierfelder]]. &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch getauft – als „Juden“ verfolgt&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart: Calwer Verlag 2014, ISBN 978-3-7668-4299-2, S. 218–219.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13362272X|VIAF=43032642}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lewek, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Mittelbau-Dora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Plauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sängerschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Leipzig ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lewek, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lewek, Friedrich Ernst (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pfarrer, Widerstandskämpfer und Politiker, MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Dezember 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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