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	<title>Ernst Lautz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:57:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Lautz&amp;diff=1368251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Proofreader: /* Leben */ wikilink Schlegelberger-Konferenz</title>
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		<updated>2026-02-23T11:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; wikilink Schlegelberger-Konferenz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Lautz.JPG|mini|Ernst Lautz während der [[Nürnberger Prozesse]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H25930, Berlin, Roland Freisler (r.) und Heinrich Lautz.jpg|mini|[[Roland Freisler]] (rechts) ernennt Lautz zum Generalstaatsanwalt beim Landgericht Berlin am 31. August 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 151-39-23, Volksgerichtshof, Reinecke, Freisler, Lautz.jpg|mini|Roland Freisler (Mitte) zwischen den Beisitzern [[Hermann Reinecke]] (links) und Ernst Lautz (rechts) während des Prozesses gegen Mitglieder des [[Kreisauer Kreis]]es und dessen Umfeld nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944|Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Lautz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. November]] [[1887]] in [[Wiesbaden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Wiesbaden: Geburtsnebenregister 1887 Nr. 327. [https://digitalisate-he.arcinsys.de/hstam/925/2243/max/00327.jpg Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[21. Januar]] [[1979]] in [[Lübeck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Voswinckel: &amp;#039;&amp;#039;Geführte Wege. Die Lübecker Märtyrer in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Kevelaer 2010, ISBN 978-3-7666-1391-2, S. 199&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich – Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 360&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000007051|Abruf=2024-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0/z/z1960a/kap1_12/para2_20.html, abgerufen am 30. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein nationalsozialistischer deutscher Jurist. Er war [[Oberreichsanwalt]] beim [[Volksgerichtshof]] und wurde 1947 im [[Juristenprozess]] zu zehn Jahren Haft verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lautz wurde nach seinem juristischen Examen zunächst Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und war ab 1920 [[Staatsanwalt]] in [[Landgericht Neuwied|Neuwied]]. 1930 wechselte er als Oberstaatsanwalt nach Berlin an das [[Landgericht Berlin|Landgericht]] und [[Kammergericht]]. Er war Mitglied der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]]. 1936 wurde er [[Generalstaatsanwalt]] in Berlin und wechselte 1937 nach [[Oberlandesgericht Karlsruhe|Karlsruhe]]. Lautz, der zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beigetreten war ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.076.484),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25081401&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ab dem 1. Juli 1939 als Oberreichsanwalt beim [[Volksgerichtshof]] als Ankläger tätig. Er nahm an [[Schlegelberger-Konferenz|der Tagung]] der höchsten Juristen des Reiches am 23. und 24. April 1941 in Berlin teil, bei der [[Viktor Brack]] und [[Werner Heyde]] über die „[[Vernichtung lebensunwerten Lebens]]“ in den [[Gaskammer (Massenmord)|Gaskammern]] der [[Aktion&amp;amp;nbsp;T4]] informierten. Im Prozess gegen den Pianisten [[Karlrobert Kreiten]] wegen vermeintlicher Feindbegünstigung und [[Wehrkraftzersetzung]], der am 3. September 1943 mit einem [[Todesstrafe|Todesurteil]] und der Hinrichtung des Angeklagten vier Tage später endete, verfasste er die Anklageschrift.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Professional Web Solutions, Stefan Schulz,- pws.co.nz |url=https://karlrobertkreiten.de/prozess-gegen-kreiten/kreitens_anklageschrift.php |titel=Karlrobert Kreiten - Prozeß gegen Kreiten - Die Anklageschrift |sprache=de |abruf=2024-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Verfahren gegen Beteiligte des [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentats vom 20. Juli 1944]] fungierte er als Vertreter der Anklage. Zusammen mit [[Roland Freisler]] wandte er sich am 30. Januar 1945 mit einem Appell an die deutsche Justiz, um die Ergebenheit zum „[[Führer und Reichskanzler|Führer]]“ zu bekräftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung als Kriegsverbrecher ==&lt;br /&gt;
Lautz wurde am 14. Dezember 1947 im Nürnberger [[Juristenprozess]] wegen [[Kriegsverbrechen]] und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] zu zehn Jahren Haft verurteilt. Sein Verteidiger war [[Heinrich Grube (Jurist)|Heinrich Grube]]. Am 31. Januar 1951 entschied der amerikanische [[Hoher Kommissar (Deutschland)|Hohe Kommissar]] [[John Jay McCloy]], nach Empfehlung eines beratenden Ausschusses, unter anderem dem Gnadengesuch von Lautz stattzugeben und setzte seine Strafe auf den verbüßten Teil herab. Trotz zahlreicher Ermittlungsverfahren kam es nicht zu einem weiteren Verfahren vor einem deutschen Strafgericht, weil der &amp;#039;&amp;#039;[[Überleitungsvertrag|Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen vom 26. Mai 1952]]&amp;#039;&amp;#039; eine nochmalige Verurteilung durch deutsche Gerichte verbot.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp_1963_46&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skandal um die Pension ==&lt;br /&gt;
Lautz lebte nach der Haftentlassung bis zu seinem Tode in Lübeck. Das Pensionsamt in [[Kiel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Schleswig-Holstein]] ging unter den Bundesländern besonders großzügig mit seiner Karriere um. Siehe die Verhaftung von [[Werner Heyde]] 1959 in Flensburg. Siehe auch das Wirken des Staatssekretärsohnes und CDU-Ministers [[Hartwig Schlegelberger]]&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte seine Pensionsansprüche seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1952 (1951 und 1952 bestand Anspruch auf seine Stellung und Gehalt als Oberreichsanwalt) eines &amp;#039;&amp;#039;Oberreichsanwalts&amp;#039;&amp;#039; auf die 1936 unter den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erfolgte Beförderung zum Generalstaatsanwalt beim Kammergericht in Berlin „gekürzt“. Der von den &amp;#039;&amp;#039;[[Stuttgarter Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; im Dezember 1956 (nach fünf Jahren) aufgedeckte politische Skandal in der Bundesrepublik führte nach weiteren fünf Jahren [[Disziplinarrecht|disziplinarrechtlicher]] juristischer Gefechte (es ging auch darum, mit welchem Titel man ihn ansprechen durfte: „Oberreichsanwalt a.D.“) schließlich zu einer [[Pension (Altersversorgung)#Mindestversorgung|„Gnadenpension“]] von 600&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp_1963_46&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 360.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Gruchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Dritten Reich 1933–1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner&amp;#039;&amp;#039;. 3. verbesserte Auflage. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-53833-0, (&amp;#039;&amp;#039;Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 28).&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000007051|Ernst Lautz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp_1963_46&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Der Spiegel |ID= 43159295 |Titel=Der SPIEGEL berichtete … |Jahr=1963 |Nr= 46 |Seiten= 130 |Zitat=Das Kieler Innenministerium hatte dem einstigen NS-Ankläger lediglich eine ‚Gnadenrente‘ von 600 Mark monatlich zugestanden.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103035488X|VIAF=294962349}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lautz, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberreichsanwalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landgericht Neuwied)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lautz, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Januar 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Proofreader</name></author>
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