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	<title>Ernst Laqueur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Laqueur&amp;diff=746554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Onkelkoeln: typo, Stil</title>
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		<updated>2025-05-28T13:27:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, Stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Laqueur 07-1935.jpg|mini|Ernst Laqueur (1935)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Laqueur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. August]] [[1880]] in [[Oborniki Śląskie|Obernigk]], [[Kreis Trebnitz]], [[Provinz Schlesien]]; † [[19. August]] [[1947]] in [[Oberwald VS|Oberwald]] im Schweizer [[Kanton Wallis]]) war ein [[Mediziner]] und [[Pharmakologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Vater Siegfried Laqueur war Kaufmann. Ernst Laqueur wuchs mit zwei älteren Brüdern in [[Obernigk]] in [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]] nahe Breslau auf. Im Jahre 1898 legte er am [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]] in [[Breslau]] die [[Abitur|Reifeprüfung]] ab. Dort begann er anschließend auch sein [[Chemiestudium|Chemie-]] und [[Studium der Medizin|Medizinstudium]], wechselte dann aber an die [[Universität Heidelberg]]. Nachdem er 1904 das medizinische Staatsexamen bestanden hatte, arbeitete Laqueur zunächst im [[Physiologisch]]en Institut der [[Universität Breslau]] und anschließend am Physiologischen und Pharmakologischen Institut in [[Heidelberg]]. In Breslau erhielt er 1905 den [[Doktor]]hut, und im gleichen Jahr heiratete er Margarethe Löwenthal, eine Fabrikantentochter. Beide ließen sich 1906 anlässlich der Geburt des ersten Kindes (insgesamt wurden es fünf) [[evangelisch]] taufen in der Meinung, damit die Trennungen zwischen [[Juden]] und Deutschen überbrücken zu können. Laqueur ging dann für ein Jahr nach [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]] (damals [[Ostpreußen]]), wo er am Physiologischen Institut der Universität arbeitete. Dort erhielt er auch seine [[Habilitation]] für das Fach [[Physiologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1907 wurde er am anatomischen Institut der [[Universität Halle]] Assistent von [[Wilhelm Roux]]; auch [[Julius Bernstein]], der Ordinarius für Physiologie, gehörte dort zu seinen Lehrern. 1910 erfolgte seine Umhabilitierung an die Universität Halle. Schwerpunkte seiner Forschung waren [[Hormon]]e und Eiweißkörper. Das freie Arbeiten Laqueurs in seiner Forschung und Lehrtätigkeit wurde im Jahre 1911 stark beeinträchtigt, als [[Emil Abderhalden]] sein Vorgesetzter in Halle wurde. Während einer erregten Auseinandersetzung mit Abderhalden sprach Laqueur seine sofortige Kündigung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1912 ging er an die [[Niederlande|niederländische]] [[Universität Groningen]] (Rijksuniversiteit) als Assistent des Physiologen [[Hartog Jacob Hamburger]]. Der Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] veranlasste Laqueur, nach Deutschland zurückzukehren und sich als Arzt freiwillig zum [[Kriegsdienst]] zu melden. Nach dem Einsatz in verschiedenen Regimentern wurde er 1916 als [[Dozent]] an die Heeresgasschule abkommandiert. 1917 folgte Laqueur dem Ruf der [[Universität Gent]]. Er erhielt dort eine [[Professur]] für [[Pharmakologie]] und Physiologie. Die belgische Stadt [[Gent]] war zu dieser Zeit von den Deutschen besetzt, die Universität eine Neugründung der deutschfreundlichen Flamen (Vlaamsche Hogeschool). Laqueur wurde daher nach Ende des Krieges entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erhielt er eine Professur für Pharmakologie an der [[Universität Amsterdam]]. Erst 1932 wurde Laqueur [[Niederländische Staatsangehörigkeit|niederländischer Staatsbürger]]. 1940 wurden die Niederlande von deutschen Truppen besetzt. Als Folge erhielt Laqueur wegen seiner jüdischen Abstammung die Entlassung als Universitätsprofessor. Von Nachstellungen blieb er lange Zeit verschont, doch 1944 stand seine Deportation in ein [[Konzentrationslager]] bevor. Das Ende des Krieges rettete sein Leben. Zwei seiner Töchter überlebten ebenfalls den [[Holocaust]]; sie wurden 1945 in [[Bergen-Belsen]] von britischen Truppen  bzw. auf der Fahrt mit dem „[[Verlorener Zug|verlorenen Zug]]“ von sowjetischen Einheiten befreit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Renata Laqueur]]: &amp;#039;&amp;#039;Bergen-Belsen. Tagebuch 1944/1945&amp;#039;&amp;#039;, Fackelträger, Hannover 1995. ISBN 3-7716-2308-1 [https://www.exilarchiv.de/?p=712]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Laqueur starb 1947 im Alter von 67 Jahren während eines Urlaubs in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges veröffentlichte Laqueur eine umfangreiche Studie über „Kampfgasvergiftungen“. Er entdeckte mit anderen Forschern das weibliche Hormon [[Östrogen]] (1925/26), das vom deutschen Forscher [[Adolf Butenandt]] 1929 weiter isoliert und dessen Struktur ermittelt wurde. Im Jahre 1935 isolierte Laqueur aus Stierhoden das von ihm so benannte Sexualhormon [[Testosteron]]. Für die Wissenschaft wertvoll sind auch weitere Erkenntnisse seiner Hormonforschung. Ernst Laqueur gehört zu den Wissenschaftlern, die die Grundlagen der modernen [[Endokrinologie]] geschaffen haben. Er war es auch, der als einer der ersten Hochschullehrer die Zusammenarbeit zwischen Universität und Industrie förderte und in die Wege leitete. 1923 gründete Laqueur zusammen mit [[Saal van Zwanenberg]] und [[Jacques van Oss]] in den Niederlanden das Pharmazeutische Unternehmen [[Organon (Pharma)|Organon]]. Er wurde damit in die Lage versetzt, als Erster in Europa [[Insulin]] für die medizinische Anwendung zu produzieren. Seine Organon-Aktien musste er 1940 an deutsche Treuhänder verkaufen. 1940 wurde Laqueur mit dem [[Amory Prize]] der [[American Academy of Arts and Sciences]] ausgezeichnet, 1946 erhielt er die schwedische [[Berzelius]]-Medaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1975 verleiht die Firma Organon die Ernst-Laqueur-Medaille für hervorragende, systematisch klinisch-wissenschaftliche Forschungen auf dem Gebiet der Physiologie und [[Pathologie]] der menschlichen Fortpflanzung an einen in Europa ansässigen [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Kasein als Säure und seine Unterschiede gegen das durch Lab veränderte Parakasein&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Breslau 1905&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsmechanik tierischer Organismen&amp;#039;&amp;#039;, 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bedeutung der Entwicklungsmechanik für die Physiologie&amp;#039;&amp;#039;, Jena 1918&lt;br /&gt;
* mit R. Magnus: &amp;#039;&amp;#039;Kampfgasvergiftungen&amp;#039;&amp;#039;, 5 Teile, Zeitschrift für experimentelle Medizin 1920/21&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Vorkommen weiblichen Sexualhormons (Menformon) im Harn von Männern&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bewertung der Ovarialtherapie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formatieve therapie: een bijdrage tot de synthese van bouw en functie&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medische voorlichting bij gasoorlog&amp;#039;&amp;#039;, Den Haag 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De endocrine ziekten en haar orgaan- en hormoontherapie&amp;#039;&amp;#039;, [[Leiden (Stadt)|Leiden]]/Amsterdam 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hormonologie: physiologie en pharmacologie van de Hormonen&amp;#039;&amp;#039;, Noord-Hollandsche Uitgeversmaatschappij 1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Review of 17 years research of the Pharmacotherapeutic laboratory of the university of Amsterdam, in honour of the 60th birthday of Ernst Laqueur&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 1940&lt;br /&gt;
* Dossier Laqueur in German and Jewish Intellectual Emigré Collection in University at Albany (State University of New York).&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|633|634|Laqueur, Ernst|Holm-Dietmar Schwarz|116735929}}&lt;br /&gt;
* Saskia Goldschmidt, Die Glücksfabrik, Roman, aus d. Niederl. v. Andreas Ecke, München: dtv, 2016, 325 S. Die Autorin erzählt von der Zusammenarbeit ihres Grossvaters (mütterlicherseits) Ernst Laqueur mit dem Unternehmer Saal van Zwanenberg bei der weltweit ersten industriellen Herstellung von Insulin. &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Auf den Tod von Ernst Laqueur:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* S.E. de Jongh, in Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde 91 (1947)&lt;br /&gt;
* M. Tausk, in Het Hormoon 12 (1947)&lt;br /&gt;
* Ina E. Uyldert, in Amsterdamsche Studenten-Almanak voor het jaar 1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116735929}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116735929|LCCN=n2016186216|VIAF=15527671}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Laqueur, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanphysiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität von Amsterdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Laqueur, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländisch-deutscher Mediziner und Pharmakologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. August 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Obernigk]], [[Kreis Trebnitz]], [[Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oberwald VS|Oberwald]], [[Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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