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	<title>Ernst Langguth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:28:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Langguth&amp;diff=1942547&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hajog: Änderung 263732281 von Tohma rückgängig gemacht;   &quot;Faschismus&quot;  ist und trifft es genauer</title>
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		<updated>2026-01-29T09:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/263732281&quot; title=&quot;Spezial:Diff/263732281&quot;&gt;263732281&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Tohma&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Tohma&quot;&gt;Tohma&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;   &amp;quot;Faschismus&amp;quot;  ist und trifft es genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Langguth.jpg|mini|hochkant|Ernst Langguth (um 1978)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Langguth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1908]] in [[Berlin]]; † [[15. September]] [[1983]]) war ein deutscher [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Faschismus]] und [[Parteifunktionär]] ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Langguth war ein Sohn eines Tischlers und einer Näherin. Er wuchs im Berliner Stadtteil [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] mit einem Bruder und einer Schwester auf. Durch seine Eltern, die beide politisch engagiert waren, kam er mit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei]] in Kontakt. Er wurde 1919 Mitglied der kommunistischen Jugendgruppe und 1920 Mitbegründer der kommunistischen Kindergruppe „Prenzlauer Vorstadt“. 1921 wurde er Mitglied im [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|KJVD]], 1922 war er Delegierter beim ersten Reichskongress der kommunistischen Kindergruppen in [[Suhl]]. 1922 wurde er auch Mitglied der [[Naturfreunde]] und 1926 im Sportverein „Fichte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Volksschule]] begann er 1922 eine Tischlerlehre und wurde Mitglied im [[Deutscher Holzarbeiter-Verband|Deutschen Holzarbeiter-Verband]] (DHV), ab September 1922 war er Mitglied der Jugendleitung des DHV. 1923/24 war er Leiter der KJVD-Gruppe [[Helmholtzplatz]] im Bezirk [[Berlin-Prenzlauer Berg]] sowie Gruppenleiter der „Naturfreunde“. Ab 1926 war er arbeitslos und ging auf Wanderschaft durch Deutschland. 1927 wurde er Jugendleiter des [[Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität|Arbeiter-Radfahrerbundes „Solidarität“]] für Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1928 wurde er [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Mitglied und trat dem [[Bund der Freunde der Sowjetunion]] bei. Ab Oktober 1928 war Langguth als Tischler am [[Schillertheater (Berlin)|Schillertheater]] tätig. Hier war er Begründer der Betriebszelle der KPD und der [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition|RGO]], bei der er überregional zum Sektionsleiter „Bühne“ wurde. Außerdem war er der Politische Leiter der RGO-„IG Film-Bühne-Musik“ für Berlin-Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931/32 war Langguth stellvertretender Leiter des [[Militärpolitischer Apparat|KPD-Abwehrapparates]] für die Berliner Bezirke [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]], [[Bezirk Weißensee|Weißensee]] und [[Berlin-Pankow|Pankow]]. Ende 1932 wurde er Leiter der Abteilung für [[Agitprop|Agitation und Propaganda]] im KPD-Unterbezirk „Prenzlauer Berg“ sowie Mitglied der KPD-Betriebszelle im Gaswerk [[Danziger Straße]]. Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] 1933 wurde er Organisationsleiter des illegalen Unterbezirks Berlin-Prenzlauer Berg der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. März 1933 wurde er von [[Sturmabteilung|SA]]-Angehörigen verhaftet und in der SA-Kaserne [[Hedemannstraße]] in [[Berlin-Kreuzberg]] und im [[Polizeipräsidium Alexanderplatz (1890–1945)|Polizeipräsidium Alexanderplatz]] inhaftiert. Nach der Haftentlassung war er wegen der erlittenen Folter zwei Monate krank. Er lebte „illegal“ bei seiner Schwester in Berlin-Prenzlauer Berg. Nach der Genesung beteiligte er sich erneut am [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] im Unterbezirk Berlin-Prenzlauer Berg der KPD. Er wurde wieder Mitglied der Leitung und übernahm die Verantwortung für die Redigierung illegaler Zeitungen und Flugblätter, er beteiligte sich an der Schaffung neuer illegaler Zeitungen und am Umbau der illegalen Organisation. Außerdem war er Herausgeber der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Ausweg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Dunckerstr 78 (Prenz) Ernst Langguth.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus, Dunckerstraße 78, in [[Berlin-Prenzlauer Berg]]]]&lt;br /&gt;
Im April 1934 wurde Langguth wegen Verhaftungsgefahr von der KPD nach [[Prag]] entsandt. Dort war er in der Leitung der [[KPD-Emigrantenorganisation]] tätig. 1935 wurde er Politischer Leiter der KPD-Emigranten in [[Mährisch-Ostrau]], wo er allerdings nach kurzer Zeit verhaftet und ausgewiesen wurde. Danach lebte er 37 Monate illegal in Prag. In dieser Zeit übernahm er weitere Funktionen für die KPD, als Organisationsleiter der KPD, ab 1936 als Abschnittsleiter für die KPD-Kuriere nach Deutschland in [[Teplice|Teplitz-Schönau]], dann Leiter der Solidaritätsbewegung in tschechoslowakischen Betrieben für Deutschland. 1937 wurde er Organisationsleiter der KPD-Emigration für die [[Tschechoslowakei|ČSR]] und Lehrer an KPD-Parteischulen. Mehrmals wurde er zu Kurierreisen nach Berlin geschickt. Anfang 1938 wurde er zum Abschnittsleiter der KPD für [[Nordbayern]], [[Vogtland]] und [[Thüringen]] mit Sitz in [[Aš]] ernannt. Infolge einer [[Denunziation]] wurde er erneut verhaftet und nach mehreren Wochen Gefängnis ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er emigrierte deswegen im November 1938 nach [[England]] und wurde dort Politischer Leiter der KPD-Gruppe in [[Bristol]]. Im Juni 1941 wurde er als „[[Enemy Alien|feindlicher Ausländer]]“ interniert, aber nach einigen Monaten wieder entlassen. Langguth war nach der Internierung Waldarbeiter in [[Wales]]. Ab Januar 1942 lebte er in [[Glasgow]], er wurde dort erneut Organisationsleiter, [[Agitprop|Agit-Prop]]-Leiter und später Politischer Leiter der KPD sowie Politischer Sekretär der „[[Freie Deutsche Bewegung#Großbritannien|Bewegung freies Deutschland]] für Schottland“. Außerdem wurde er Funktionär in den schottischen Gewerkschaften und Mitglied des [[Betriebsrat]]s in der schottischen Konsumgenossenschaft, Abt. Transport sowie Mitglied des Glasgower Gewerkschaftsrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner aktiven Widerstandsarbeit wurde er vom [[Volksgerichtshof]] in Abwesenheit wegen [[Hochverrat]]s zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langguth heiratete am 16. September 1944 [[Ilse Langguth|Ilse Schlesinger]], mit der er eine Tochter (geb. 1947) und einen Sohn (geb. 1949) hatte. Seine Frau Ilse Langguth ist am 1. Juli 2022 im 101. Lebensjahr verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt;Traueranzeige, ND vom 23./24 Juli 2022, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. August 1946 kehrte Langguth mit seiner Ehefrau nach Berlin zurück und wurde Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Er wurde zum Leiter des Sekretariats des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]] im [[Land Brandenburg (1947–1952)|Land Brandenburg]] ernannt. Im Januar 1947 wurde er Instrukteur des Landesverbandes Berlin der SED für Gewerkschaftsfragen in Berlin und anschließend Mitglied der Organisationsabteilung. Ab dem 12. Januar 1948 war er Kreisvorsitzender der SED, zuerst in [[Berlin-Pankow]] und dann in [[Berlin-Weißensee]]. Von September 1949 bis Mai 1950 besuchte er die [[Parteihochschule Karl Marx|Parteihochschule der SED]]. Danach erhielt er die Funktion des Sekretärs des Ausschusses der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] in Berlin. Anschließend war er eine Zeit lang in der Zentralverwaltung der [[Gewerkschaft Land und Forst]] sowie in einer [[Vereinigung Volkseigener Betriebe]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1955 bis 1968 war Langguth politischer Mitarbeiter im [[ZK der SED]]. Auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen in der illegalen Parteiarbeit wurde er nach dem [[KPD-Verbot|Verbot der KPD]] in der Bundesrepublik Deutschland 1956 zur Unterstützung der politischen Arbeit der KPD eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus gesundheitlichen Gründen wurde er später wissenschaftlicher Mitarbeiter im [[Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED]]. Er ist bestattet in der &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralfriedhof Friedrichsfelde#Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes|Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen des Genossen Ernst Langguth über die Parteiarbeit der KPD-Unterbezirksleitung Berlin-Prenzlauer Berg/Nordring in der Zeit vom Frühjahr 1932 bis Frühjahr 1934.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung bei der SED-Kreisleitung Berlin-Prenzlauer Berg; Berlin-Prenzlauer Berg 1980 [http://www.drafd.org/files/Erinnerung%20Ernst%20Langguth%201932%201934.pdf online] (PDF; 191&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Rainer Sandvoß]]: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Prenzlauer Berg und Weißensee.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]], Berlin 2000 S. 105–113.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Fleischhacker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das war unser Leben. Erinnerungen zur Geschichte der FDJ in Großbritannien 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neues Leben, Berlin 1996, ISBN 3-355-01475-3.&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Hamacher]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte_53_2.pdf Gegen Hitler. Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland«. Kurzbiografien. (Reihe: Manuskripte/Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bd. 53).]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 873&amp;amp;nbsp;kB). Dietz, Berlin 2005, ISBN 3-320-02941-X, S. 123.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-04-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Langguth, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschafter (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Langguth, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KPD- und SED-Funktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. September 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajog</name></author>
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