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	<title>Ernst Kutscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Malabon: HC: Ergänze Kategorie:Deutscher Generalkonsul</title>
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		<updated>2025-11-07T19:59:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Deutscher_Generalkonsul&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Deutscher Generalkonsul (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Deutscher Generalkonsul&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Kutscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. März]] [[1909]] in [[Greifswald]]; † [[12. Mai]] [[1974]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Diplomat]]. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] arbeitete er als Beauftragter für das Informationswesen im persönlichen Stab des Reichsaußenministers [[Joachim von Ribbentrop]] und nahm 1944 als [[Legationssekretär]] an der Tagung der [[Judenreferent]]en in [[Krummhübel]] teil. In der Bundesrepublik Deutschland wurde er 1949 persönlicher Referent des Bundeswirtschaftsministers [[Ludwig Erhard]] und wirkte von 1953 bis 1974 unter anderem als [[Botschaftsrat]] und Vortragender [[Legationsrat]] im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch712&amp;quot;&amp;gt;Auswärtiges Amt/Historischer Dienst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;G–K&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Gerhard Keiper und Martin Kröger. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71841-X, S. 712.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Landwirts Erich Kutscher und dessen Ehefrau Käthe erwarb 1927 das Abitur am Viktoria-Gymnasium in [[Potsdam]]. Von 1927 bis 1931 studierte er [[Rechtswissenschaften]] und [[Volkswirtschaft]] in Lausanne, München, Berlin und Göttingen. 1932 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er mit einer Arbeit zu &amp;#039;&amp;#039;[[Abrüstung]] und [[Völkerbund]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Universität Göttingen]] zum [[Dr. jur.]] und wurde zum 1. April 1932 in den [[Freistaat Preußen|preußischen]] Justizdienst eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch712&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Kutscher trat zum 1. Mai 1933 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 3.482.249).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24371111&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 24. April 1936 wurde er als [[Attaché]] in den Auswärtigen Dienst des Auswärtigen Amtes einberufen. Er arbeitete in der politischen und kulturpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, ab März 1937 auch zeitweise in der deutschen Vertretung in [[Riga]]. Die diplomatisch-konsularische Prüfung bestand Kutscher am 1. Oktober 1938. Im Dezember 1940 wurde er zum [[Legationssekretär]] ernannt und arbeitete ab März 1941 in der Abteilung Protokoll, wo er zeitweise die Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Referats S/2 Reisen ausländischer Persönlichkeiten in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; innehatte. Ab 1944 wirkte er im sogenannten [[Karl Megerle|Büro Dr. Megerle]] als &amp;#039;&amp;#039;Beauftragter für das Informationswesen im persönlichen Stab des Außenministers&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch712&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. und 4. April 1944 referierte Kutscher auf der Tagung der [[Judenreferent]]en in [[Krummhübel]], die von der unter Federführung [[Horst Wagner (Diplomat)|Horst Wagners]] im Auswärtigen Amt aufgebauten „Informationsstelle XIV (Antijüdische Auslandsaktion)“ vorbereitet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Karl Blessing Verlag, München 2010, S. 195–199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Protokoll [[Eberhard von Thadden]]s sprach Kutscher zu dem Thema „Die Propagandathesen im Rahmen der antijüdischen Auslandsaktion“. In seinem Referat führte er folgende propagandistische „Leitsätze“ aus:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Juden sind die Urheber des Krieges. Sie haben die Völker in den Krieg hineingetrieben, weil sie an ihm interessiert sind. – Die Juden sind das Unglück aller Völker. – Ein jüdischer Sieg würde das Ende jeder Kultur sein (Beispiel [[Sowjetunion|Sowjet-Union]]). – Kämpft Deutschland gegen den Juden, so tut es das nicht nur für sich, sondern für die ganze europäische Kultur.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Steinkühler: &amp;#039;&amp;#039;Antijüdische Aktion. Die Arbeitstagung der Judenreferenten der deutschen Missionen am 3. und 4. April 1944&amp;#039;&amp;#039;. In: Karsten Linne/Thomas Wohlleben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Patient Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1993, S. 270 f.; das Tagungsprotokoll ist auch online: [https://www.ns-archiv.de/verfolgung/antisemitismus/referenten/tagung.php &amp;#039;&amp;#039;3./4. April 1944. Tagung der „Judenreferenten“ in Krummhübel&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;ns-archiv.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 27. März 2012, dort zitiert nach Léon Poliakov, Joseph Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Diener&amp;#039;&amp;#039;. Fourier, Wiesbaden 1989 [1956], ISBN 3-598-04600-6, S. 158–168; siehe auch Bernhard Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-07940-8 (zugleich: Habilitationsschrift, Universität Passau, 2000), S. 204; vgl. weiterhin Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Karl Blessing Verlag, München 2010, S. 575 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Als Anfang 1945 aufgrund der immer größeren Raumnot in Berlin ein Teil des Auswärtigen Amtes in die Ausweichstelle nach [[Bad Gastein]] verlegt wurde, kam Kutscher wie auch andere Diplomaten in die Ausweichstelle der Abteilung Protokoll dorthin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch712&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Im Juli 1945 geriet Kutscher in amerikanische [[Internierung]] und war von August 1945 bis Januar 1946 bei der &amp;#039;&amp;#039;Economic Division&amp;#039;&amp;#039; der amerikanischen Militärregierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch712&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst ab Oktober 1946 Referent beim &amp;#039;&amp;#039;Zentralamt für Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039; in der [[Britische Besatzungszone|britischen Zone]] in Minden, ab April 1947 stellvertretender Leiter der für völkerrechtliche Wirtschaftsfragen und Reparationen zuständigen Abteilung der &amp;#039;&amp;#039;Verwaltung für Wirtschaft (VfW)&amp;#039;&amp;#039; des [[Bizone|Vereinigten Wirtschaftsgebietes]] in Minden, später in Frankfurt am Main, avancierte er schließlich am 20. September 1949 zum persönlichen Referenten des Bundeswirtschaftsministers [[Ludwig Erhard]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch713&amp;quot;&amp;gt;Auswärtiges Amt/Historischer Dienst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;G–K&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Gerhard Keiper und Martin Kröger. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71841-X, S. 713.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazwischen lag allerdings Kutschers Beurlaubung als stellvertretender Abteilungsleiter der VfW im Frühjahr 1949 aufgrund belastender Unterlagen aus den [[Nürnberger Prozesse]]n, insbesondere des Dokuments PS 3319.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, ISBN 3-423-30720-X, S. 321, Anmerkung 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist ein Bericht des Auswärtigen Amtes vom 28. April 1944 an die deutschen Gesandtschaften und Botschaften über die Arbeitsergebnisse der Tagung der Judenreferenten in Krummhübel vom 3. und 4. April 1944 zur „Antijüdischen Aktion im Ausland“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, Nürnberg, 14. November 1945 bis 1. Oktober 1946&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 10, Nürnberg 1947, S. 146 f. und S. 456 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kutscher reagierte auf die im Raum stehenden Vorwürfe, indem er im April 1949 erfolgreich „ein zweites [[Spruchkammerverfahren]] gegen sich selbst beantragte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Karl Blessing Verlag, München 2010, S. 575 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gleiche Marburger Spruchkammer, die ihn schon 1947 als „entlastet“ eingestuft hatte, so die [[Unabhängige Historikerkommission – Auswärtiges Amt]], sah ihn erneut „auf ganzer Linie von dem Vorwurf entlastet, sich im Rahmen seiner Tätigkeit für das Büro Megerle an antijüdischer Propaganda beteiligt zu haben“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conze et al 576&amp;quot;&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Karl Blessing Verlag, München 2010, S. 576.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl er bei der Tagung der Judenreferenten in Krummhübel zu Protokoll gegeben hatte, „der Jude“ habe sich mit diesem Krieg „sein eigenes Grab gegraben“, bewertete die Spruchkammer Kutschers Referat auf dieser Tagung als klare Distanzierung von der nationalsozialistischen Judenpolitik. In ihrer 40-seitigen Urteilsbegründung hob sie hervor, die widerständische Haltung Kutschers habe sich daran gezeigt, dass er nach seiner Rückkehr von der Tagung in den „Diplomatenschutzbunker“, also die Ausweichstelle der Protokollabteilung des Auswärtigen Amtes in Bad Gastein, „strafversetzt“ worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conze et al 576&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen wurde Kutscher vom [[Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie|Bundeswirtschaftsministerium]] als persönlicher Referent Ludwig Erhards eingestellt. Man meinte, dass er nun als [[Entnazifizierung|entnazifiziert]] gelte. Antisemitismusvorwürfe gegen ihn wurden als haltlos zurückgewiesen. Entscheidend, so der Historiker [[Bernhard Löffler]], war für die Ministeriumsleitung, dass Kutscher „als sehr gewandter Jurist mit fundierten ökonomischen Kenntnissen“ geschätzt wurde, der sich in seinen vorherigen Tätigkeiten bei der den Alliierten unterstellten Behörden der Wirtschaftsverwaltung bewährt habe und dem „eine effiziente Leitung des Ministerbüros“ zugetraut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löffler205&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-07940-8 (zugleich: Habilitationsschrift, Universität Passau, 2000), S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als persönlicher Referent Ludwig Erhards wirkte Kutscher bis Anfang 1953.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löffler205&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Karriere im Auswärtigen Amt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kutscher wurde als Referent Erhards 1952 zu den [[Luxemburger Abkommen|deutsch-israelischen Wiedergutmachungsverhandlungen]] hinzugezogen, die er offenbar als gute Möglichkeit ansah, „seine vollständige Rehabilitierung und den Wiedereintritt ins Auswärtige Amt anzustreben“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conze et al 576&amp;quot; /&amp;gt; Doch als er im Januar 1952 seine Vorstellungen vortrug, schlug ihm eine frostige Stimmung entgegen. Im Ergebnis kam selbst der einbezogene Personalverantwortliche zu dem Schluss, dass Kutscher &amp;quot;vorläufig nicht tragbar&amp;quot; ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Löffler205&amp;quot; /&amp;gt; Dennoch wurde das Ziel, Kutscher zu installieren weiterverfolgt. Er selbst holte dann positiven Rückmeldungen, so vom Wirtschaftsexperten der israelischen Delegation [[Noah Barou]], den ehemaligen Bevollmächtigten der [[Jewish Agency]] [[Elijahu K. Livneh]] und den Herausgeber der [[Jüdische Allgemeine|Allgemeinen Wochenzeitung der Juden in Deutschland]], [[Karl Marx (Journalist)|Karl Marx]] ein. Sich über die bisherigen Bedenken hinwegsetzend, kam das Auswärtige Amt zu dem Schluss, es seien nun „von jüdischer Seite keinerlei Angriffe“ mehr zu erwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, S. 576 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Kutscher am 15. Januar 1953 in den Höheren Dienst des Auswärtigen Amtes eingestellt, im April 1953 zum Vortragenden Legationsrat und im August desselben Jahres zum Gesandtschaftsrat I. Klasse ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch713&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vorübergehender Tätigkeit in der Bonner Zentrale des Auswärtigen Amtes hatte sich dann doch die Kräfte durchgesetzt, die sich der politischen Tragweite für das Agieren eines Diplomaten mit dieser Vergangenheit bewusst geworden waren. Nach einem raschen Wechsel des ursprünglichen Zieles übernahm Kutscher im September 1953 die stellvertretende Leitung der [[Gesandtschaft]], ab Juni 1955 [[Botschaft (Diplomatie)|Botschaft]] in [[Teheran]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, S. 577.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch713&amp;quot; /&amp;gt; Von November 1956 bis Dezember 1963 war Kutscher als [[Botschaftsrat]] in Paris tätig, ehe er bis März 1966 das &amp;#039;&amp;#039;Referat 4/Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039; im Auswärtigen Amt leitete und anschließend bis Anfang 1968 als Vertreter des Auswärtigen Amtes und Botschaftsrat I. Klasse bei der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)]] in [[Brüssel]] arbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiographischesHandbuch713&amp;quot; /&amp;gt; Im Februar 1968 übernahm Kutscher die Leitung des Rechts- und Konsularreferats in [[Buenos Aires]] und war von Juni 1968 bis Januar 1972 [[Generalkonsul]] in [[Madras]]. Anschließend leitete er in der Bonner Zentrale bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 31. März 1974 mit der Amtsbezeichnung Vortragender Legationsrat verschiedene Referate, unter anderem das &amp;#039;&amp;#039;Referat 512/Zivilrecht und Zivilprozessrecht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dokumentation über die &amp;quot;Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik&amp;quot;, dem sogenannten Braunbuch wird Ernst Kutscher namentlich als Beteiligter der &amp;quot;Antijüdischen Aktion&amp;quot; aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher in der BRD, Berlin 1965, S.&amp;amp;nbsp;269&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abrüstung und Völkerbund. Abhandlungen aus dem Seminar für Völkerrecht und Diplomatie an der Universität Göttingen&amp;#039;&amp;#039;, Heft 5. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1932 (zugleich Rechts- u. Staatswissenschaftliche Dissertation, Universität Göttingen, 1932).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Auswärtiges Amt/Historischer Dienst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;G–K&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Gerhard Keiper und Martin Kröger. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71841-X, S. 712 f.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Conze]], [[Norbert Frei]], [[Peter Hayes (Historiker)|Peter Hayes]] und [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Amt und die Vergangenheit]]. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 3-89667-430-7, ISBN 978-3-89667-430-2.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Löffler]]: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-07940-8 (zugleich: Habilitationsschrift, Universität Passau, 2000).&lt;br /&gt;
* Manfred Steinkühler: &amp;#039;&amp;#039;Antijüdische Aktion. Die Arbeitstagung der Judenreferenten der deutschen Missionen am 3. und 4. April 1944&amp;#039;&amp;#039;. In: Karsten Linne/Thomas Wohlleben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Patient Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-86150-015-9, S. 256–279.&lt;br /&gt;
* Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher in der BRD, Berlin 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1144217091|VIAF=20151110581137061136|GNDName=102015104|GNDCheck=2020-04-02|REMARK=GND gibt als Geburtsjahr 1898 an}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kutscher, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Erhard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Auswärtiges Amt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Generalkonsul]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kutscher, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Greifswald]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Mai 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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