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	<title>Ernst Kretschmer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener: /* Leben */ Schutz Karl Bernhard Ritters vor Verhaftung.</title>
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		<updated>2026-03-10T09:55:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Schutz Karl Bernhard Ritters vor Verhaftung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Kretschmer.jpg|miniatur|Ernst Kretschmer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Kretschmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Oktober]] [[1888]] in [[Wüstenrot]] bei [[Heilbronn]]; † [[8. Februar]] [[1964]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Psychiater]] und [[Psychotherapeut]]. Er war Professor der [[Psychiatrie]], erforschte die menschliche [[Konstitutionstyp|Konstitution]] und stellte eine Typenlehre auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kretschmer war Schüler des [[Johannes-Kepler-Gymnasium Bad Cannstatt|Cannstatter Gymnasiums]], ab 1904 besuchte er evangelische Seminare in Schöntal und Urach. Die Pädagogin [[Emma Kretschmer]] ist seine jüngere Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1906 bis 1912 studierte er zwei Semester [[Philosophie]] am [[Evangelisches Stift Tübingen|Tübinger Stift]] und wechselte dann zur Medizin an die [[Universität Tübingen]] und die Universitäten [[Universität München|München]] und [[Universität Hamburg|Hamburg]]. Er war seit 1906 Mitglied der [[Verbindung Normannia Tübingen]] (bzw. von 1933 bis 1936 der [[Verbindung Normannia Tübingen|Burschenschaft Normannia Tübingen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Promotion arbeitete er ab 1913 als Assistent bei [[Robert Eugen Gaupp|Robert Gaupp]] an der Universitätsnervenklinik in Tübingen, [[Habilitation|habilitierte]] sich bei diesem 1918 mit &amp;#039;&amp;#039;Der sensitive Beziehungswahn&amp;#039;&amp;#039; und war anschließend dort als Oberarzt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1926, dem Jahr seiner Berufung zum ordentlichen Professor für Psychiatrie und Neurologie, bis 1946 leitete er die Universitätsnervenklinik in [[Marburg]], danach, von 1946 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1959, die in [[Tübingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehörte zum Gründungskomitee des ersten &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinen Ärztlichen Kongresses für Psychotherapie&amp;#039;&amp;#039;, der 1926 in Deutschland abgehalten wurde, sowie der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie|Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie]]&amp;#039;&amp;#039; (AÄGP). Hier wirkte er zunächst als Vorstandsmitglied, bevor er 1930 zu ihrem ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Als solcher fungierte er mit seinem Vorgänger in dieser Funktion [[Robert Sommer (Mediziner)|Robert Sommer]] als Herausgeber ihres Verbandsorgans, das unter der Schriftleitung von [[Arthur Kronfeld]] und [[Johannes Heinrich Schultz]] zum &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Psychotherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sgipt.org/medppp/gesch/aaezp.htm Zur Geschichte des Zentralblattes, urspr. &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Ärztliche Zeitschrift für Psychotherapie&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; umbenannt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. April 1933 trat Ernst Kretschmer vom Vorsitz aus politischen Gründen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sgipt.org/berpol/gesptvg0.htm#1933 Geschichte der Psychotherapie, Gesetze und Verordnungen in Deutschland]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde noch im selben Jahr [[Förderndes Mitglied der SS]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee339&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 339.&amp;lt;/ref&amp;gt; war jedoch kein Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee339&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde Richter am [[Erbgesundheitsgericht]] Marburg und am Erbgesundheitsgericht Kassel und befürwortete 1934 in einem Beitrag zu [[Ernst Rüdin]]s Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Erblehre und Rassenhygiene&amp;#039;&amp;#039; die [[Zwangssterilisation|Sterilisation]] „Schwachsinniger“. Er gehörte dem Beirat der [[Gesellschaft Deutscher Neurologen und Psychiater]] an, besichtigte 1940 die [[NS-Tötungsanstalt Bernburg]] und nahm 1941 an einer Sitzung des Beirats der [[Aktion T4]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee339&amp;quot; /&amp;gt; Im selben Jahr schrieb er in einem Vorwort zu &amp;#039;&amp;#039;Geniale Menschen&amp;#039;&amp;#039;: „Was im Wesentlichen entartet ist, das werden wir ruhig aus der Vererbung ausschalten können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuch 2005, S. 339.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits stellte er die von [[Hans F. K. Günther|Hans Günther]] propagierte „Aufnordung“ des deutschen Volkes in Frage, indem er den Zonen, wo sich die nordische mit der alpinen „Rasse“ vermischt habe ([[Schwaben]] und [[Sachsen]]), eine besondere [[Genie]]-Dichte zuschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Jutta Person: &amp;#039;&amp;#039;Der pathographische Blick. Physiognomik, Atavismustheorien und Kulturkritik 1870–1930.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3135-0, S.&amp;amp;nbsp;235&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit November 1942 gehörte er dem Vorstand der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für Konstitutionsforschung&amp;#039;&amp;#039; an. Daneben war er im Rang eines [[Oberfeldarzt]]es Militärpsychiater des [[Wehrkreis]]es IX in Marburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee339&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1943 wurde er Dekan in Marburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-88479-932-0 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 3.) – Zugleich: Dissertation Würzburg 1995), S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hugo Lauer|Hans H. Lauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Medizin in Marburg während der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;„Bis endlich der langersehnte Umschwung kam ...“. Von der Verantwortung der Medizin unter dem Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Fachschaft Medizin der Philipps-Universität Marburg a. d. L., Marburg 1991, S. 155, 159 und 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kretschmer bewahrte den der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] angehörenden Pfarrer der Marburger Universitätskirche [[Karl Bernhard Ritter]] vor der Verhaftung, indem er ihn für vernehmungsunfähig erklärte und bis April 1945 in der Nervenklinik festhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Lemberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätskirche zu Marburg. Von der Kirche der Dominikaner zur reformierten Stadt- und Universitätskirche&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der [[Historische Kommission für Hessen|Historischen Kommission für Hessen]]&amp;#039;&amp;#039;, 82) Marburg 2016, ISBN 978-3-942225-31-1, S. 150 ff.; [[Karl Bernhard Ritter]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus einem Pfarrerleben&amp;#039;&amp;#039;, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kretschmer wurde 1946 als Ordinarius an die [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] berufen und Direktor der Universitätsnervenklinik Tübingen. Diese Ämter hatte er bis zu seiner Emeritierung 1959 inne. Von 1947 bis 1954 war Kretschmer kommissarischer Direktor des Psychologischen Institutes der Universität Tübingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckhard Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Das Psychologische Institut der Universität Tübingen in der Nachkriegszeit (1945–1954)&amp;#039;&amp;#039;. In: Eckhard Schäfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Behinderung und verstehendes Helfen: Spuren der Tübinger Psychologie in der Reutlinger Sonderpädagogik (Festschrift für Elfriede Höhn zum 80. Geburtstag)&amp;#039;&amp;#039;, VWB, Berlin 1995, S. 250–307&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 behauptete er als Gutachter in einem Wiedergutmachungsverfahren eines an Depressionen leidenden, von Nationalsozialisten Verfolgten, es gebe keine verfolgungsbedingten Neurosen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee339&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1913 heirateten Ernst Kretschmer und Luise Pregizer (* 1892). Das Ehepaar hatte vier Kinder: die an einer Scharlacherkrankung früh verstorbene Gisela (1916–1923), den außerordentlichen Professor für Psychiatrie in Tübingen [[Wolfgang Kretschmer]] (1918–1994), den im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallenen Sohn Hans Dietrich Kretschmer (1921–1944) und den Ärztlichen Leiter des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Weißenau [[Manfred Kretschmer]] (1927–2011).&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Priwitzer: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Kretschmer und das Wahnproblem&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Tübingen 2004, S. 78–82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Kretschmer entwickelte psychotherapeutischen Kurzverfahren, versuchte, etwa mit einer mehrdimensionalen Diagnostik und Therapie eine Annäherung von Psychiatrie und Psychotherapie, und war Mitgründer und Präsident der Allgemeinen ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Siefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kretschmer, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1918 begann Kretschmer seine Untersuchungen über „Körperbau und Charakter“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seiner [[Konstitutionspsychologie#Kretschmers Konstitutionstypologie|Konstitutionstypologie]] führte Kretschmer 1921 die Unterscheidung zwischen den Typen des [[Leptosom]]en, des [[Pykniker]]s und des [[Athletiker]]s ein. Zwischen 1915 und 1921 entwickelte Kretschmer darauf basierend eine Methode zur [[Diagnose#Differenzialdiagnose|Differenzialdiagnose]] von [[Schizophrenie]] und [[Manie]]. Für das normale Temperament des leptosomen Typs prägte er dabei den Begriff des „[[Schizothym]]en“ und eine stärkere Neigung zur Schizophrenie wie geringere Anfälligkeit für manisch-depressive Störungen, umgekehrt für den pyknischen. Der athletische Typ sei eher für Epilepsie anfällig. Wegen Kretschmers Korrelation zwischen Körpergestalt und Anfälligkeit für psychische Störungen wurde er 1929 für den Nobelpreis vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url = http://www.nobelprize.org/nomination/archive/show.php?id=12176|titel = Nomination for Nobel Prize in Physiology or Medicine|autor = |hrsg = Nomination Database&amp;quot;. Nobelprize.org. Nobel Media AB 2014.|werk = |datum = |sprache = en|zugriff = 5.5.2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Basis seiner Typologie mit Synopse von Körperbau, Charaktereigenschaften und Disposition zu psychischen Krankheiten entstand 1922 seine umfassende &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Psychologie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Siefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kretschmer, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kretschmer vertrat als Assistent von [[Robert Eugen Gaupp]] die Haltung seines Tübinger Direktors in der 1914 erfolgten Begutachtung des Massenmörders [[Ernst August Wagner]]. Es handelte sich damals in der württembergischen Rechtsgeschichte um das erste Verfahren, das wegen [[Unzurechnungsfähigkeit]] eingestellt wurde. Kretschmer veröffentlichte darauf 1918 seine Habilitationsschrift: &amp;#039;&amp;#039;Der sensitive Beziehungswahn&amp;#039;&amp;#039;. Diese stellt eine [[psychogen]]e Beschreibung und Ableitung des Verfolgungswahns anhand der Untersuchung von Wagner dar. Kretschmer konnte sich auf Arbeiten Gaupps über die [[Paranoia]] stützen. Die [[Psychodynamik]] des sensitiven Beziehungswahns unterscheidet sich jedoch von derjenigen der [[Neurose]]n. Die [[Konflikt]]e werden nicht [[Verdrängung (Psychoanalyse)|verdrängt]], sondern im Bewusstsein „verhalten“. Etwa zur gleichen Zeit wie Gaupp und Kretschmer haben auch [[Karl Jaspers]] und [[Sigmund Freud]] versucht, den [[Wahn]] aus dem Erleben des Kranken abzuleiten. Freud hat sich bekanntlich mit der Analyse des Falles [[Daniel Paul Schreber]] befasst. Da bisher die Symptomatik des Wahns als Zeichen einer [[Endogene Psychose|endogenen Psychose]] verstanden wurde, erscheint die psychogenetische Sichtweise als erster Versuch einer [[Multikonditionale Betrachtungsweise|multikonditionalen Betrachtungsweise]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PCH&amp;quot;&amp;gt;[[Rainer Tölle|Tölle, Rainer]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;. Kinder- und jugendpsychiatrische Bearbeitung von [[Reinhart Lempp]]. Springer, Berlin &amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt;1985, ISBN 3-540-15853-7; Seiten 16, 174 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kretschmer wirkte mit bei der von [[Günther Just]] und [[Karl Heinrich Bauer]] ab 1935 herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-88479-932-0 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 3.) – Zugleich: Dissertation Würzburg 1995), S. 176 und 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 beschrieb er als Erster das [[Apallisches Syndrom|apallische Syndrom]] ([[Wachkoma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem verfasste Kretschmer Pathographien (&amp;#039;&amp;#039;Geniale Menschen&amp;#039;&amp;#039;) und Gedichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Siefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kretschmer, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 wurde Kretschmer zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. Er erhielt 1952 die [[Ehrendoktor]]würde der [[Päpstliche Katholische Universität von Chile|Katholischen Universität Santiago de Chile]] (Dr. med. h.&amp;amp;nbsp;c.). Er wurde im Juni 1949 Ehrenmitglied der [[American Psychiatric Association|Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 erhielt er die Goldene Medaille (Josef-Schneider-Preis) der Universität Würzburg, im Frühjahr 1956 die [[Goldene Kraepelin-Medaille]], 1958 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Bundesverdienstkreuz]]. Im [[Ravensburg]]er Stadtteil Weingartshof ist eine Straße nach Ernst Kretschmer benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerbuch 2000 Ravensburg Weingarten&amp;#039;&amp;#039;, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wahnbildung und manisch-depressiver Symptomenkomplexe.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1914 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der sensitive Beziehungswahn.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1918 (Habilitationsschrift).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Körperbau und Charakter. Untersuchungen zum Konstitutionsproblem und zur Lehre von den Temperamenten.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1921. 25. Auflage 1967 (herausgegeben von Wolfgang Kretschmer); 26. Auflage 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Leipzig 1922; 14. Auflage Stuttgart 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hysterie, Reflex und Instinkt.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Leipzig 1923.&lt;br /&gt;
* Ernst Kretschmer, [[Ferdinand Adalbert Kehrer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Veranlagung zu seelischen Störungen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Störungen des Gefühlslebens, Temperamente&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geisteskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Springer, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geniale Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das apallische Syndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Band 169, 1940, S. 579.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapeutische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Günther Just.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1950/1951, S. 293–298 (Gedenkrede, gehalten auf der Totenfeier der Universität Tübingen&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; 1995, S. 186 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der soziale und moralische Defekt als biologisches Problem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 32–33.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Robert Gaupp zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Medizinische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; (Stuttgart) Band 78, 1953, S. 1713.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gestufte Aktivhypnose – Zweigleisige Standardmethode.&amp;#039;&amp;#039; In: V. E. Frankl, V.v. Gebsattel, J. H. Schultz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München/Berlin Band 1959, S. 130–141.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gestalten und Gedanken. Erlebnisse.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1963. – Autobiographie&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrische Schriften 1914–1962 (einschließlich Personalbibliographie).&amp;#039;&amp;#039; Berlin / Heidelberg / New York 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Langen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Ernst Kretschmer.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* Martin Priwitzer: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Kretschmer und das Wahnproblem.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Tübingen 2004 ([http://hdl.handle.net/10900/44558 Volltext])&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|15||Kretschmer, Ernst|[[Eduard Seidler]]|118715909}}&lt;br /&gt;
* Björn Weyand: &amp;#039;&amp;#039;Abschied vom letzten Reservat des Individualismus. Der ärztliche Blick der Moderne in Ernst Kretschmers „Körperbau und Charakter“ (1921).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Moritz Baßler]], Arne Klawitter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch ist nicht gegeben. Zur Darstellung des Subjekts in der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Reich, Rostock 2005, ISBN 3-86167-142-5, S. 145–163.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kretschmer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Lebensgrund. Gesammelte Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Rainer Wunderlich, Tübingen 1966.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Siefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kretschmer, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 806.&lt;br /&gt;
* Philipp Mettauer: &amp;#039;&amp;#039;Vergessen und Erinnern. Die [[Lindauer Psychotherapiewochen]] aus historischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Vereinigung für psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung e.&amp;amp;nbsp;V., München 2010; [https://www.lptw.de/archiv/vortrag/2010_Vergessen-und-Erinnern_LindauerPsychotherapiewochen.pdf online].&lt;br /&gt;
* Heinz Häfner: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Kretschmer: Beständiges und Vergangenes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fundamenta Psychiatrica.&amp;#039;&amp;#039; 3, 1989, S. 56–64.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118715909}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118715909}}&lt;br /&gt;
* [http://gigi-online.de/kretschmer20.html Kritische Auseinandersetzung mit der Körperbaulehre]&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001313|||Internationales Biographisches Archiv 13/1964 vom 16. März 1964}}&lt;br /&gt;
*  Burkhart Brückner, Ansgar Fabri: [http://biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/109-kretschmer-ernst &amp;#039;&amp;#039;Kretschmer, Ernst&amp;#039;&amp;#039;]. In: Biographisches Archiv der Psychiatrie (BIAPSY).&lt;br /&gt;
* {{TIBAV |11589 |Linktext=Ernst Kretschmer spricht über seine konstitutionsbiologischen Forschungen |Herausgeber=IWF |Jahr=1956 |DOI=10.3203/IWF/G-13 }}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118715909|titel=Kretschmer, Ernst|datum=2020-03-20}}&lt;br /&gt;
* Heide Soltau: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/ernst-kretschmer-100.html &amp;#039;&amp;#039;08.10.1888 - Geburtstag von Ernst Kretschmer&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 8. Oktober 2018, mit Martin Priwitzer. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118715909|LCCN=n/50/43954|NDL=00446333|VIAF=2554483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kretschmer, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugeniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Erbgesundheitsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberfeldarzt (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderndes Mitglied der SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kretschmer, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wüstenrot]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Februar 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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