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	<title>Ernst Illing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Illing&amp;diff=1792690&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schmeissnerro: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-10-07T14:26:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wien - Steinhof - Brief an die Eltern eines in der sog Kinderfachabteilung ermordeten Kindes.jpg|miniatur|Brief von Ernst Illing an die Eltern eines in der Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“ ermordeten Kleinkindes]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Robert Gerhard Illing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. April]] [[1904]] in [[Leipzig]]; † [[30. November]] [[1946]] in [[Wien]]) war ein deutscher [[Psychiater]] und [[Neurologe]] und im Rahmen der [[Kinder-Euthanasie]] an [[NS-Krankenmorde]]n beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Illing studierte [[Medizinstudium|Medizin]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]]  1929 an der [[Universität Leipzig]] mit der [[Dissertation]] „Über kongenitale Wortblindheit“ (angeborene Schreib- und Leseschwäche) zum [[Dr. med.|Doktor der Medizin]]. Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.429.747).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17580811&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Partei übernahm er unter anderem das Amt eines [[Blockleiter]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee278&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Facharztausbildung zum [[Facharzt für Psychiatrie und Neurologie|Nervenarzt]] war Illing ab 1933 am [[Klinikum St. Georg Leipzig|Städtischen Krankenhaus St. Georg]] in Leipzig und danach an der Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig tätig. Illing wechselte 1935 an die [[Landesanstalt Görden]] in [[Brandenburg an der Havel]]. Dort wurde er Ende 1938 Oberarzt und stellvertretender Direktor unter [[Hans Heinze]]. Ab 1938 war er zudem Gauhauptstellenleiter für Propaganda im [[Rassenpolitisches Amt der NSDAP|Rassenpolitischen Amt der NSDAP]]. Illing referierte über das [[Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses]], forderte die Bevorzugung gesunder kinderreicher Familien und die Einweisung „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|Asozialer]]“ in Arbeitslager.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Castell520&amp;quot;&amp;gt;Rolf Castell: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland in den Jahren 1937 bis 1961&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003, S. 520&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er bis Oktober 1941 als Oberarzt bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee278&amp;quot;/&amp;gt; Vom 1. Juli 1942 bis April 1945 war Illing an der Wiener städtischen Jugendfürsorgeanstalt „[[Am Spiegelgrund]]“ als ärztlicher Direktor tätig. Er folgte in dieser Funktion offiziell [[Erwin Jekelius]] nach, der bereits Anfang 1942 zur [[Wehrmacht]] eingezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illing, als Leiter der [[Kinderfachabteilung]] der Anstalt Brandenburg-Görden bereits an der [[Kinder-Euthanasie]] beteiligt, unterstand auch die Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“. Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Wiener Kinderfachabteilung mindestens 789 behinderte und/oder verhaltensauffällige Kinder durch Verabreichung von Schlafmitteln, durch Mangelernährung oder Unterkühlung umgebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weinzierl&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Weinzierl: [https://www.welt.de/print-welt/article177547/Ein-furchtbarer-Psychiater.html &amp;#039;&amp;#039;Ein furchtbarer Psychiater&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Die Welt]] vom 14. November 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier fanden auch [[Tuberkulose|Tbc]]-Versuchsreihen mit Impfstoffen in Zusammenarbeit mit der Wiener Universitätsklinik statt. Zur Diagnose tuberkulöser Sklerose wurden mittels Enzephalographien an Kindern medizinisch nicht notwendige Eingriffe vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1944)|Wolfgang Neugebauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Psychiatrie und NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, Referat, Wien 1997, [https://www.nadeshda.org/archiv/antifa/nspsychi.pdf (pdf; 44&amp;amp;nbsp;kB)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Illing verhaftet und war vom 15. bis 18. Juli 1946 mit den Ärztinnen [[Marianne Türk]] und [[Margarethe Hübsch]] im ersten Steinhof-Prozess vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] Wien angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nos|16|07|1946|1.|Die Kindermörder vom Steinhof auf der Anklagebank|NAME=[[Neues Österreich]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Türk wurde zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt und Hübsch aus Beweismangel freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://de.doew.braintrust.at/b143.html |wayback=20120423051059 |text=&amp;quot;Ahndung von Euthanasieverbrechen&amp;quot; |archiv-bot=2023-04-23 17:07:44 InternetArchiveBot }} im Dokumentenarchiv des Österreichischen Widerstandes&amp;lt;/ref&amp;gt; Illing wurde aufgrund der Gabe todbringender Medikamente und [[Lumbalpunktion]]en sowie der Verordnung beziehungsweise Verabreichung todbringender Medikamente in etwa 200 Fällen zum Tode verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Kuretsidis-Haider: &amp;#039;&amp;#039;Volksgerichtsbarkeit und Entnazifizierung in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Schuster, [[Wolfgang Weber (Historiker, 1964)|Wolfgang Weber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entnazifizierung im regionalen Vergleich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch der Stadt Linz]] 2002&amp;#039;&amp;#039;). [[Archiv der Stadt Linz]], Linz 2004, ISBN 3-900388-55-5, S. 563–602.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Urteil wurde durch [[Hängen]] im November 1946 [[Hinrichtung|vollstreckt]]. Ein weiterer beteiligter Arzt, [[Heinrich Gross]], wurde erst 1950 zu zwei Jahren [[Kerker]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wien.gv.at/kultur/archiv/geschichte/spiegelgrund/aufarbeitung.html |wayback=20160310142553 |text=&amp;#039;&amp;#039;Aufarbeitung der Vorgänge - Kindermord am Spiegelgrund&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-09 08:21:53 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Castell: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland in den Jahren 1937 bis 1961.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2003, ISBN 3-52-546174-7.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-10-039303-1.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord &amp;#039;&amp;#039;. 12. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-24364-5.&lt;br /&gt;
* Michael Hubenstorf: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Bruch in der Medizingeschichte. Medizin in Österreich 1938 bis 1955&amp;#039;&amp;#039;, in: Friedrich Stadler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Bruch. 1938–1945–1955 Beiträge zur österreichischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, LIT Verlag, Berlin/Hamburg/Münster 2004, ISBN 3-8258-7489-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138738467|VIAF=90994881}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Illing, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Zweite Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Illing, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Illing, Ernst Robert Gerhard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater und Euthanasietäter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. April 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. November 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schmeissnerro</name></author>
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