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	<title>Ernst Heinkel - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Heinkel.jpg|mini|hochkant|Ernst Heinkel, 1942]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Heinrich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Januar]] [[1888]] in [[Grunbach (Remshalden)|Grunbach]] ([[Oberamt Schorndorf]]), [[Königreich Württemberg]]; † [[30. Januar]] [[1958]] in [[Stuttgart]]) war ein deutscher [[Ingenieur]], Flugzeugkonstrukteur und Werkleiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Am 24. Januar 1888 wurde Heinkel als zweiter Sohn des [[Klempner|Flaschnermeisters]] Karl Heinkel und seiner Frau Katharine (geb. Xander) im württembergischen [[Grunbach (Remshalden)|Grunbach]] geboren. Er besuchte die Realschule in [[Schorndorf]] und die Realanstalt in [[Bad Cannstatt|Cannstatt]]. Dort erhielt er am 31. Juli 1903 das Reifezeugnis. Nach der Schule absolvierte er ein Praktikum bei einer Gießerei in Berg bei Stuttgart und in der Maschinenfabrik Grotz in [[Bietigheim-Bissingen|Bissingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium und erste Flugversuche ==&lt;br /&gt;
Mit dem Herbstsemester 1907 begann Heinkel ein Maschinenbaustudium an der [[Universität Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]] und wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter [[Burschenschaft]] Ghibellinia&amp;#039;&amp;#039;. Am 5. August 1908 erlebte er als Augenzeuge das Unglück des [[Zeppelin]]s [[LZ 4]] in [[Leinfelden-Echterdingen|Echterdingen]] bei [[Stuttgart]], bei dem dieser völlig zerstört wurde. Nach diesem Vorfall reifte in Heinkel der Entschluss, sich dem Flugmaschinenbau zuzuwenden. Dazu besuchte er auch Vorlesungen zum Flugzeugbau an der Stuttgarter TH. Am 17. Oktober 1908 erhielt Heinkel das Vorprüfungszeugnis für Kandidaten des Maschineningenieurfachs.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Zeugnis blieb Heinkels einziger wissenschaftlicher Abschluss. Seine weitere Ausbildung erfolgte autodidaktisch, spätere Titel erhielt Heinkel ehrenhalber.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen vernachlässigte Heinkel sein Studium immer mehr und arbeitete an Entwürfen zu seinem ersten Flugapparat. Dazu orientierte er sich an den Doppeldeckern von [[Henri Farman]] und besuchte 1909 in [[Frankfurt am Main]] die erste [[Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung Frankfurt 1909|internationale Flugschau]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Monteur, der ebenfalls einen Flugapparat bauen wollte, lernte Heinkel den Besitzer einer Werkstatt für Feinmechanik und Maschinenbau kennen, den er für seine Pläne begeisterte. Werkstattinhaber Friedrich Münz half dem Studenten mit Material und einem Saal in der Werkstatt. Dort begannen Heinkel und mehrere Helfer 1910 mit dem Bau des Flugapparates. Den Bau finanzierte Heinkel anfangs mit Bittbriefen an Firmen, Institutionen und Privatpersonen, zeitweise half auch seine Familie mit Geld. Den ersten Motor organisierte Münz, über dessen Kontakte Heinkel auch eine alte Reithalle erwerben und auf dem [[Cannstatter Wasen]] an der Artillerieschanze errichten konnte. Unterdessen brachte Heinkels Verlobte Helene Pauline (Paula) Zeitter am 27. Juli 1910 Sohn Karl zur Welt.&lt;br /&gt;
Es folgten unzählige Roll- und Flugversuche auf dem Wasen, die Heinkel fast mit dem Leben bezahlte: Am 19. Juli 1911 stürzte er mit seinem Flugapparat aus ca. 30 Metern Höhe über [[Untertürkheim]] ab und verletzte sich schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Flugzeuge ==&lt;br /&gt;
Am 26. August 1911 wurde Heinkel bandagiert und auf Krücken aus dem Krankenhaus entlassen. Ihm war klar, dass er selbst nie wieder fliegen würde, aber Flugzeuge bauen wollte. Der junge Student versuchte nun, anderswo praktische Erfahrungen zu sammeln und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Am 1. Oktober 1911 trat er eine Stelle als Konstrukteur bei der [[Luftverkehrsgesellschaft (LVG)|Luft-Verkehrs-Gesellschaft A.G.]] (LVG) an. Die LVG baute im Laufe des Jahres 1911 zwei Doppeldeckertypen, die auf Farman-Doppeldeckern beruhten, dann begann im November 1911 der Schweizer Ingenieur [[Franz Schneider (Ingenieur)|Franz Schneider]] als technischer Leiter und Chefkonstrukteur für das Unternehmen zu arbeiten und entwickelte im Laufe des nächsten Jahres anhand seiner detaillierten Unterlagen drei Eindecker und zwei Doppeldecker, von denen 18 Exemplare an die Heeresverwaltung verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinkel verdiente inzwischen 300 Mark monatlich. Das erlaubte ihm, eine eigene Wohnung in Johannisthal zu mieten und seine Verlobte Paula am 15. Juni 1912 in Stuttgart zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1912 wechselte Heinkel zu den [[Albatros Flugzeugwerke]]n, wo er sein erstes eigenes Flugzeug, den Aufklärer [[Albatros B.II]] entwickelte. Während des gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] kam dieser Flugzeugtyp zum Einsatz. Im April 1914 ging Heinkel als Chefkonstrukteur zu den [[Hansa-Brandenburg|Hansa- und Brandenburgische Flugzeug-Werken]],&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Koos: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel: Vom Doppeldecker zum Strahltriebwerk.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-1906-0, S.&amp;amp;nbsp;24ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die er unter anderem einige [[Wasserflugzeug]]e, darunter das Flugboot [[Hansa-Brandenburg CC]] und den [[Hansa-Brandenburg KDW]] entwarf, und deren Geschäftsführer er im Oktober des Jahres, neben Gottfried Krüger, wurde. Nach der Übernahme des Betriebs durch [[Camillo Castiglioni]] im Dezember 1914 wurde Heinkel technischer Direktor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Supf]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schöpfer der Blitzflugzeuge / Prof. Dr. Ernst Heinkel 50 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Luftwacht Luftwelt&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;2/1938, Berlin, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Auflagen des [[Friedensvertrag von Versailles|Friedensvertrages von Versailles]] konnte Heinkel nach dem Krieg zunächst keine Flugzeuge bauen. Er gründete in seinem Heimatort Grunbach eine kleine Werkstatt, in der er Militärfahrzeuge umrüstete. Um 1920 konstruierte Heinkel für die [[Caspar-Werke]] in [[Travemünde]] einige Weiterentwicklungen seiner Hansa-Brandenburg-Maschinen, die ab 1921 von der [[Svenska Aero|Svenska Aero AB]] in [[Lidingö]] unter Mitarbeit von [[Carl Clemens Bücker]], dem Gründer der späteren [[Bücker Flugzeugbau]], montiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-L21649, Ernst Heinkel mit Modell He 111 im Windkanal.jpg|mini|Heinkel (links) bei der Erprobung im Windkanal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1922 bis 1933 – Die Heinkel Flugzeugwerke ==&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 1922 gründete Heinkel in [[Warnemünde|Rostock-Warnemünde]] sein eigenes Unternehmen, die [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke]]. Aufgrund der Auflagen des Versailler Vertrages durften in [[Deutschland]] Flugzeuge nur mit technischen und zahlenmäßigen Einschränkungen gebaut werden. Dies führte dazu, dass Heinkel ausländische Auftraggeber suchte, für die er Flugzeuge entwarf, die dann unter Lizenz im Ausland gebaut werden konnten. Einen solchen Partner fand er in der [[Kaiserlich Japanische Marine|Kaiserlich Japanischen Marine]], für die Heinkel katapultgestartete Wasserflugzeuge lizenzbasiert in [[Schweden]] bei Svenska Aero AB bauen ließ. In Deutschland wurden seine Katapult-Wasserflugzeuge hingegen nur in der zivilen Seefahrt als Postflugzeuge auf den großen [[Passagierschiff]]en installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Auftrag der Deutschen Lufthansa entwickelte [[Heinkel He 70]] war das mit Abstand schnellste Passagierflugzeug ihrer Zeit. Die Maschine erreichte 1932 bereits eine Geschwindigkeit von über 370&amp;amp;nbsp;km/h, mit stärkeren britischen Rolls-Royce-Motoren dann über 400&amp;amp;nbsp;km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Pionierleistungen im Bereich der aerodynamischen Verbesserungen der Flugzeugzelle wurde Heinkel 1925 zum [[Ehrendoktor]] durch die Technische Hochschule Stuttgart und 1932 durch die Rostocker Universität ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1933 bis 1945 – Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] trat Heinkel zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.696.413).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/9631593&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2005, S. 239.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr begann die vorerst noch geheim gehaltene neue deutsche [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] mit der Beauftragung von Flugzeugwerken zur Entwicklung und Herstellung von Kampfflugzeugen. Die [[Heinkel He 111|He 111]], ein zweimotoriger ursprünglich als Verkehrsflugzeug geplanter Bomber, fand dabei besondere Beachtung durch die Luftwaffenführung. In [[Oranienburg]] ([[Heinkel-Werke Oranienburg]]) nahe Berlin wurde zwischen 1936 und 1937 eigens ein großes Werk zur Fertigung der He 111 errichtet, das bei Staatsbesuchen als Vorzeigewerk und Symbol deutscher Industrieleistung präsentiert wurde. Obwohl diese Anlage den Namen „Ernst Heinkel Werke“ trug, war sie ausschließlich Eigentum der deutschen Luftwaffe und wurde erst später von Heinkel selbst gekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Rohde: &amp;#039;&amp;#039;Das Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 56, 167, 168.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda]] [[Joseph Goebbels]] berief Heinkel im Oktober 1933 in den Verwaltungsrat des [[Werberat der deutschen Wirtschaft|Werberats der deutschen Wirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurde Heinkel zum [[Wehrwirtschaftsführer]] ernannt, ungeachtet der häufigen Auseinandersetzungen zwischen Heinkel und verschiedenen Organisationen der NSDAP, insbesondere der SS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hitler ernannte ihn am 30. Januar 1938 zum [[Professor#Ehrenprofessoren (Prof. h. c.)|Professor]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dresdner Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; 31. Januar 1938, Frühausgabe, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H13535, Potsdam, Udet, Milch, Heinkel.jpg|mini|Herrenabend der Lilienthal-Gesellschaft im [[Neues Palais|Neuen Palais]] zu Potsdam am 11. Oktober 1938, v.&amp;amp;nbsp;l. [[Ernst Udet]], [[Erhard Milch]] und Ernst Heinkel, Aufnahme aus dem [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]]]&lt;br /&gt;
Heinkel war besessen von der Idee, Hochgeschwindigkeitsflugzeuge zu entwickeln. Deshalb spendete er [[Wernher von Braun]] einige seiner Flugzeuge, damit von Braun an diesen seinen neuartigen [[Raketenantrieb]] erproben konnte. 1938/39 wurde mit der [[Heinkel He 176|He 176]] das erste mit Flüssigtreibstoff betriebene Raketenflugzeug der Welt getestet. In [[Hans Joachim Pabst von Ohain|Hans von Ohain]] fand Heinkel den richtigen Visionär, denn sie teilten beide die gleiche Leidenschaft. Heinkel stellte von Ohain als Chefingenieur in seinen Werken an und dieser entwickelte mit seinem Team das [[Heinkel HeS 3]], das erste [[Strahltriebwerk]] der Welt. Am 27. August 1939 startete das erste [[Strahlflugzeug]] der [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel-Flugzeugwerke]], die [[Heinkel He 178|He 178]], auf dem Flughafen [[Marienehe|Rostock-Marienehe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde Heinkel neben [[Ferdinand Porsche]] und [[Fritz Todt]] mit dem 1937 von Adolf Hitler neu gestifteten [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft|Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft]] ausgezeichnet, den er sich mit [[Willy Messerschmitt]] zur Hälfte (50.000 [[Reichsmark]]) teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 erwarb Heinkel in [[Jenbach]] ([[Tirol (Bundesland)|Tirol]]) ein zuvor „[[Arisierung|arisiertes]]“ [[GE Jenbacher|Metallwerk]], das er technologisch erneuerte und auf Leichtmetallproduktion umstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 referierte Heinkel bei einer Zusammenkunft der &amp;#039;&amp;#039;Reichsarbeitsgemeinschaft für das betriebliche Vorschlagswesen&amp;#039;&amp;#039; über das [[Betriebliches Vorschlagswesen|Betriebliche Vorschlagswesen]] (BVW), das er seit 1930 in seinen Werken eingeführt hatte. Sein Vortrag wurde unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Meine Erfahrungen als Betriebsführer mit dem betrieblichen Vorschlagswesen&amp;#039;&amp;#039; von der &amp;#039;&amp;#039;Lehrmittelzentrale der Deutschen Arbeitsfront&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht und war ein wichtiges Werbeinstrument für das seit 1939 von den Nationalsozialisten stark forcierte BVW.&amp;lt;ref&amp;gt;Prof. Dr.-Ing. e.&amp;amp;nbsp;h., Dr. phil. h.c. Ernst Heinkel: &amp;#039;&amp;#039;Meine Erfahrungen als Betriebsführer mit dem Betrieblichen Vorschlagswesen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1943, 36 Seiten. [https://www.koblank.de/ideethek/d_heinkel.pdf Vollständiges Faksimile mit Einleitung von Peter Koblank] (PDF; 8&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinkel war der Typus eines eigenwilligen Erfinder-Unternehmers und verfolgte eine Firmenstrategie, immer neue Werke und Tätigkeitsbereiche zu akquirieren. Mit seinem hierbei eingeschlagenen forschen Tempo zog er sich jedoch die Kritik maßgeblicher Vertreter der [[Kriegswirtschaft|Rüstungswirtschaft]] zu und musste sich schließlich einer von der Rüstungsbehörde vorgegebenen finanziellen Konsolidierung beugen, die sich 1943 in der Gründung der „[[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Ernst Heinkel AG]]“ (EHAG) niederschlug. Mit der Konstruktion der AG wurde Heinkels direkter Einfluss auf seine Betriebe mit einer Belegschaft von rund 50.000 Menschen, vorwiegend Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, vorerst gestoppt. Zwar behielt er zwei Drittel des Gesellschaftskapitals, musste sich aber mit dem Posten eines [[Aufsichtsrat]]svorsitzenden begnügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Heinkel-Werke wurde 1945 zerstört bzw. enteignet und demontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern e.&amp;amp;nbsp;V.“ in Rostock widmet seit 1993 seine Aktivitäten unter anderem der Luftfahrtgeschichte (Suche, Restaurierung, Erhalt von Gegenständen und Dokumenten). Von Heinkel wurden über 150 Konstruktionen der Luftfahrt entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1945 bis 1958 – Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Die Beurteilung von Heinkels Rolle im Nationalsozialismus führte, vor allem durch von ihm selbst geschönte Darstellungen und Legenden um seine Person, zu Zerwürfnissen. Heinkel ließ bereits im Oktober 1945 eine Broschüre verteilen, die den Titel „Die Beziehungen von Herrn Prof. Dr. Ernst Heinkel zum Nationalsozialismus“ trägt und in der er sich zum Opfer und Gegner des NS-Regimes stilisierte. In einem Brief an die [[Entnazifizierung]]sbehörde teilte Heinkel mit: „Ich bin ja als Antifaschist bekannt […] Seit 1933 bin ich Parteigenosse, aber nie Nazi gewesen, ich hatte dauernd Krach mit den Gauleitern, Kreisleitern usw.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach: [[Paul Erker]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel. Die Luftfahrtindustrie im Spannungsfeld von technologischem Wandel und politischen Umbruch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Unternehmer zwischen Kriegswirtschaft und Wiederaufbau.&amp;#039;&amp;#039; München 1999, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinkel wurde 1948 verhaftet und zunächst als „Mitläufer“ des NS-Regimes, nach dem Berufungsverfahren jedoch aufgrund seiner Nähe zu dem Widerstandskreis von [[Wilhelm Canaris|Canaris]] vor Kriegsende als „Entlasteter“ von den Alliierten eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Versuch, das 1939 erworbene Werk im österreichischen [[Jenbach]], das nach Kriegsende als „[[Deutsches Eigentum]]“ eingestuft worden war, zurückzubekommen, scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 begann der Neubeginn der Heinkel-Werke in [[Stuttgart]] mit der Produktion von Motoren, unter anderem für [[Veritas (Automarke)|Veritas]]. Ab 1953 wurden Motorroller gebaut. Diese „[[Heinkel Tourist]]“ genannten Roller mit [[Viertaktmotor]] und in Öl laufendem Kettenantrieb wurden schnell wegen ihrer Robustheit berühmt. Im Jahr 1954 gründete Heinkel die „Ernst Heinkel Motorenbau GmbH“ in [[Karlsruhe]]. 1955 erweiterten die Heinkel-Werke das Sortiment mit der [[Heinkel Kabine]] um [[Rollermobil]]e. Ab 1958 kehrten die Heinkel-Werke in [[Speyer]] mit der erneuten Flugzeugentwicklung unter dem Namen Ernst Heinkel-Flugzeugbau zu ihren Wurzeln zurück. Die Firma ging 1964 in der [[Vereinigte Flugtechnische Werke]] GmbH (VFW) – [[Fokker]] GmbH auf, die heute unter [[PFW Aerospace]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1937: japanischer [[Orden des Heiligen Schatzes]], 3. Klasse&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.heinkelwerke.de/Biographie.htm |titel=Biographie E.Heinkel |werk=Heinkel Werke in Deutschland |abruf=2012-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1938 erhielt Heinkel zusammen mit [[Willy Messerschmitt]] den [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft|Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
* Heinkel wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde [[Remshalden]], in der sein Geburtsort Grunbach aufgegangen ist, ernannt; die dortige Realschule war bis zum Schuljahr 2017/2018 nach ihm benannt und heißt seither &amp;#039;&amp;#039;Realschule Remshalden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.realschule-in-remshalden-bekommt-neuen-namen-ernst-heinkel-ist-geschichte.331f7d70-e17e-4836-905d-785f474c7d37.html |titel=Ernst Heinkel ist Geschichte |werk= [[Stuttgarter Nachrichten]] |datum=2016-10-17 |abruf=2020-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1932 erhielt Ernst Heinkel die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|itj|||1933|52|Was gibts Neues|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kameradschaft der Luft.&amp;#039;&amp;#039; Wiking Verlag, Berlin 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Flugzeuge im Großdeutschen Freiheitskampf.&amp;#039;&amp;#039; Wiking Verlag, Berlin 1941, {{DNB|361484038}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Thorwald]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel:&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Stürmisches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Mundus-Verlag, Stuttgart 1953, {{DNB|451925130}}. (Nachdruck: Aviatic-Verlag, Oberhaching 1998, ISBN 3-925505-46-6)&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|305|306|Heinkel, Ernst|Werner Schulz|11854814X}}&lt;br /&gt;
* Hans Dieter Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel – Pionier der Schnellflugzeuge. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1983, ISBN 3-7637-5281-1.&lt;br /&gt;
* Peter Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;Von Alban bis Zeltz: Erfinder, Forscher und Industriegründer aus Mecklenburg-Vorpommern&amp;#039;&amp;#039;. Thon, Schwerin 1994 (Reihe Technikgeschichte), ISBN 3-928820-23-0, S.&amp;amp;nbsp;12.&lt;br /&gt;
* Peter Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Luft- und Raumfahrt in Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; Redieck und Schade, Rostock 1999, ISBN 3-934116-03-5.&lt;br /&gt;
* [[Karl Heinz Jahnke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel und die Stadt Rostock. Eine Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Ingo Koch Verlag, Rostock 2002, ISBN 3-935319-54-1.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Rohde]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Militärobjekte der Region Oberhavel.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg.&amp;#039;&amp;#039; Velten Verlag, Leegebruch 2006, ISBN 3-9811401-0-9.&lt;br /&gt;
* Gerhard Lau: &amp;#039;&amp;#039;Der entlastete Techniker oder auch: Meine Begegnung mit Ernst Heinkel.&amp;#039;&amp;#039; Redieck &amp;amp; Schade, Rostock ca. 2008, ISBN 978-3-934116-77-1.&lt;br /&gt;
* Roman Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle von Ernst Heinkel bei der Enteignung und Deportation von Jüdinnen und Juden aus Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinz Högerle / Peter Müller / [[Martin Ulmer (Kulturwissenschaftler)|Martin Ulmer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgrenzung. Raub. Vernichtung. NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-945414-69-9, S. 471–478.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinkel – Der Traum vom Fliegen.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, Deutschland, 2007, 44:20 Min., Buch und Regie: Jörg Herrmann, Produktion: Looks, [[NDR]], Erstsendung: 5. Februar 2008 bei NDR, [https://www.ndr.de/kultur/geschichte/koepfe/Der-Traum-vom-Fliegen,heinkel101.html Inhaltsangabe] von NDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ernst Heinkel|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11854814X}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007461}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.deutsches-museum.de/bib/archiv/heinkel.htm |text=Heinkel-Biographie |wayback=20060928025551}} vom [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in München&lt;br /&gt;
* [http://www.heinkelwerke.de/Biographie.htm Tabellarischer Lebenslauf Ernst Heinkels] von &amp;#039;&amp;#039;heinkelwerke.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.pfw.aero/ PFW Aerospace AG (früher: Pfalz-Flugzeugwerke GmbH)]&lt;br /&gt;
* [https://flrmv.de/ Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11854814X|LCCN=n84800148|NDL=00442924|VIAF=76779620}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heinkel, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinkel|Ernst Heikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Luftfahrt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilot (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinenbauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Flugzeugbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rüstungsindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Remshalden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Schatzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heinkel, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heinkel, Ernst Heinrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ingenieur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Remshalden|Grunbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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