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	<title>Ernst Hammerschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T20:30:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Hammerschmidt&amp;diff=1592313&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bujo: Unbelegt. Es gibt nicht &quot;die&quot; äthiopische Sprache.</title>
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		<updated>2023-10-06T21:48:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unbelegt. Es gibt nicht &amp;quot;die&amp;quot; äthiopische Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Eduard Maria Hammerschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1928]] in [[Marienbad]], [[Tschechoslowakei]]; † [[16. Dezember]] [[1993]] in [[Wien]]) war Theologe, [[Orientalist]] und [[Äthiopist]]. Er war von 1970 bis 1990 Professor für afrikanische Sprachen und Kulturen an der [[Universität Hamburg]]. Daneben wirkte er auch als Priester der [[Altkatholische Kirche|Altkatholischen Kirche]], von 1991 bis 1993 war er [[Bischofskoadjutor]] der [[Altkatholische Kirche Österreichs|Altkatholischen Kirche Österreichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Karriere ==&lt;br /&gt;
Hammerschmidt wurde als Sudetendeutscher nach dem Zweiten Weltkrieg aus Böhmen vertrieben, in Weiden/Oberpfalz legte er 1946 das Abitur ab. Danach studierte er [[Philosophie]], [[orientalische Sprachen]], [[Theologie]] und [[Rechtswissenschaft|Jura]] an der [[Philosophisch-theologische Hochschule|Philosophisch-theologischen Hochschule]] Bamberg (1946–1948), der [[Universität Innsbruck]] (1949–1950, Lizentiat der Philosophie), der theologischen Lehranstalt [[Stift Sankt Florian|St. Florian]] bei Linz (1950/51), der Universität Salzburg (1951/52), wo er zum Dr. phil. promovierte, und Wien (1952/53), wo er den Doktor der Theologie verliehen bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten weitere Studien zu liturgischen Texten der [[Koptisch-orthodoxe Kirche|Koptischen]] und der [[Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche|Äthiopisch-orthodoxen Kirche]] in Münster (1954/55), Oxford (1955–1957, Abschluss mit [[Bachelor of Letters]]) und erneut in Wien (1957/58). Mit Schriften zur &amp;#039;&amp;#039;Kultsymbolik der koptischen und der äthiopischen Kirche&amp;#039;&amp;#039; sowie zur &amp;#039;&amp;#039;Stellung und Bedeutung des Sabbats in Äthiopien&amp;#039;&amp;#039; habilitierte er sich 1962 an der [[Universität Saarbrücken]], wo er anschließend als Privatdozent lehrte und 1968 zum außerplanmäßigen Professor der [[Orientalistik]] ernannt wurde. Im selben Jahr unternahm er eine Forschungsreise zum [[Tanasee]], um in Kirchen und Klöstern auf den dortigen Inseln altäthiopische Handschriften abzufotografieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Georgieff: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Ernst Hammerschmidt und die Handschriften des Tanasee. Eine persönliche Nacherzählung seines Reiseberichtes 1963–1969.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Schule in Äthiopien&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 62 (November 2009), S. 24–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammerschmidt wurde 1970 als ordentlicher Professor für afrikanische Sprachen und Kulturen an den [[Asien-Afrika-Institut|Fachbereich Orientalistik]] der [[Universität Hamburg]] berufen, wo er die Nachfolge von [[Ernst Viktor Johannes Lukas|Johannes Lukas]] antrat. Seine Berufung war insofern ungewöhnlich, als er von seiner Ausbildung kein Afrikanist im eigentlichen Sinne war. [[Ludwig Gerhardt]] berichtet, dass die drei unter Lukas in Hamburg habilitierten Afrikanisten schockiert gewesen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Gerhardt: &amp;#039;&amp;#039;Ethiopian Studies in Hamburg. A Personal Account.&amp;#039;&amp;#039; In: Verena Böll u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Studia Aethiopica. In Honour of Siegbert Uhlig on the Occasion of his 65&amp;lt;sup&amp;gt;th&amp;lt;/sup&amp;gt; Birthday.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2004, S. 1–6, hier S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Hammerschmidts Wirken bekam das Hamburger Seminar für Afrikanische Sprachen und Kulturen einen äthiopistischen Schwerpunkt, der sich später in einer eigenen Professur für Äthiopistik und der Umbenennung des Seminars in Institut bzw. Abteilung für Afrikanistik und Äthiopistik niederschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Paul (Sprachwissenschaftler)|Ludwig Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur institutionellen Geschichte der Asien-Afrika-Wissenschaften an der Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Nicolaysen u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geisteswissenschaften, Theologie, Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag, Göttingen 2021, S. 406–430, hier S. 417.&amp;lt;br&amp;gt;[[Roland Kießling]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein ganzer Kontinent mit über 1.500 Sprachen. Zu 110 Jahren Afrikanistik in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Nicolaysen u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geisteswissenschaften, Theologie, Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag, Göttingen 2021, S. 431–453, hier S. 443.&amp;lt;br&amp;gt;[[Alessandro Bausi]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Besonderheit in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Äthiopistik an der Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Nicolaysen u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geisteswissenschaften, Theologie, Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag, Göttingen 2021, S. 454–464, hier S. 456–458.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammerschmidt befasste sich insbesondere mit [[Kodikologie]] (Handschriftenkunde), Literatur in [[Altäthiopische Sprache|Altäthiopischer Sprache]] (Ge’ez) und der Geschichte der [[Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche|äthiopisch-orthodoxen Kirche]]. Zwischen 1970 und 1990 war er jeweils im zweijährlichen Wechsel mit [[Anton Vorbichler]] bzw. Ludwig Gerhardt Direktor oder stellvertretender Direktor des Seminars für Afrikanische Sprachen und Kulturen, zudem 1975–1977 und 1983–1990 stellvertretender Fachbereichssprecher der Orientalistik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hpk.uni-hamburg.de/resolve/id/cph_person_00001578 Ernst Hammerschmidt] im Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog, Stand 23. Juli 2020, abgerufen am 28. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hammerschmidt schloss 1986 noch eine dritte Dissertation ab – diesmal in Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Den vierten Doktorgrad (D.Litt.) verlieh ihm 1989 die Universität Oxford. 1990 wurde er emeritiert, sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl war [[Siegbert Uhlig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Hammerschmidt heiratete 1955 Ilse Brüner und sie hatten zwei Kinder: Ulrich (* 1960) und Verena (* 1965).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Priesteramt ==&lt;br /&gt;
Ernst Hammerschmidt konvertierte 1957 von der [[Römisch-katholische Kirche|Römisch-Katholischen Kirche]] zur [[Altkatholische Kirche Österreichs|Altkatholischen Kirche Österreichs]], in der er von Bischof [[Stefan Török]], nach der Diakonweihe, am 27. Juni 1958 zum Priester geweiht wurde. In der altkatholischen Kirche wirkte er 1960 in der Mannheimer Gemeinde. 1988 übernahm er die Aufgabe des Synodalexaminators, 1990 nach seiner Emeritierung im Wiener Theologischen Seminar der Altkatholischen Kirche Leitungs- und Prüfungstätigkeiten. Im Juli 1991 wurde er Bischofs[[koadjutor]] von Bischof [[Nikolaus Hummel]], mit dem Recht, eine [[Mitra]] zu tragen. Im August 1990 konvertierte er zusammen mit seiner Frau zurück zur römisch-katholischen Kirche, wegen theologischen und kirchenpolitischen Entscheidungen seiner Kirche, die er nicht mittrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiener Zentralfriedhof - Gruppe 15 H - Ernst Hammerschmidt.jpg|mini|hochkant|Ehrenhalber gewidmetes Grab am Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
Durch sein wissenschaftliches Wirken und seine vielfältigen Publikationen wurde Hammerschmidt mehrfach geehrt und ausgezeichnet. Er war Mitglied&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Société d&amp;#039;Archéologie Copte&amp;#039;&amp;#039; in Kairo,&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Société Ernest Renan&amp;#039;&amp;#039; in Paris,&lt;br /&gt;
* des &amp;#039;&amp;#039;Afrika-Kollegiums&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg,&lt;br /&gt;
* des &amp;#039;&amp;#039;Coptic Orthodox Centre&amp;#039;&amp;#039; in Venedig,&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; in Mainz,&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Armenischen Kulturgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; in Wien und&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;[[Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt]]&amp;#039;&amp;#039;. Er erhielt den&lt;br /&gt;
* [[Kardinal-Innitzer-Preis|Kardinal-Innitzer-(Wissenschafts-)Preis]] und den&lt;br /&gt;
* [[Maria-Magdalenen-Orden]] II der [[Polnisch-Orthodoxe Kirche|Polnischen Orthodoxen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammerschmidt starb mit 65 Jahren durch einen Autounfall in [[Baden bei Wien]]. Er wurde in einem [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Gruppe 15 H, Reihe 1, Nr. 18) bestattet. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich heute im [[Museum Fünf Kontinente]] in München. Seine umfangreiche äthiopistische Privatbibliothek ging in den Besitz des [[Asien-Afrika-Institut]]s der Universität Hamburg über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110417194324/http://www.bautz.de/bbkl/h/hammerschmidt_e_e_m.shtml |band=29|spalten=568-578|autor=Christian Weise|artikel=Hammerschmidt, Ernst Eduard Maria}}&lt;br /&gt;
* Siegbert Uhlig: &amp;#039;&amp;#039;Hammerschmidt, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia Aethiopica.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 (D–Ha), Harrassowitz, Wiesbaden 2005, S. 993–994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1038385784|LCCN=n50020010|VIAF=39849029}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hammerschmidt, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äthiopist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altkatholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altkatholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal-Innitzer-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altkatholische Kirche Österreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hammerschmidt, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hammerschmidt, Ernst Eduard Maria (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Theologe, Orientalist und Äthiopist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marienbad]], [[Tschechoslowakei]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Dezember 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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