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	<title>Ernst Habermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:09:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Habermann&amp;diff=1122426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-14T18:20:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Pharmakologen und Toxikologen. Für den gleichnamigen deutschen Politiker siehe [[Ernst Habermann (Politiker)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Richard Habermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1926]] in [[Gössenheim]]; † [[22. Januar]] [[2001]]) war ein deutscher [[Pharmakologe]] und [[Toxikologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Dissertation an der medizinischen Fakultät der [[Universität Würzburg]] 1951&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Habermann |Titel=Über cholinergische Wirkungen des Naturhonigs: |Sammelwerk=Dissertation |Ort=Würzburg |Datum=1951 |Online=https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D480914656 |Abruf=2023-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; arbeitete Habermann dort als Assistent und später als außerordentlicher Professor am Pharmakologischen Institut, bis er eine volle Professur erhielt. Von 1966 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1993 war er Leiter des &amp;#039;&amp;#039;Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie&amp;#039;&amp;#039; am Fachbereich Medizin der [[Justus-Liebig-Universität Gießen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbi&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.med.uni-giessen.de/rbi/Geschichte_des_RBI.htm | wayback=20070611091343 | text=Geschichte des RBI: Erstes Pharmakologisches Institut in Deutschland und Wiege der Experimentellen Pharmakologie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1979 bis 1982 war Habermann Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie|Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie]] (DGPT).&lt;br /&gt;
Habermann war Mitglied des Senates der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1988/27/1155641/ |text=Computerwoche vom 1. Juli 1988, abgerufen am 14. September 2007 |wayback=20070929110718 |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgebiete ==&lt;br /&gt;
Als Wissenschaftler arbeitete Habermann auf dem Gebiet der tierischen [[Toxin]]e. Am Anfang seiner Forscherkarriere waren dies im Wesentlichen [[Schlangengift|Schlangen-]] und [[Insektengift]]e. Die Sequenzierung der Peptidsequenzen der beiden Klapperschlangen-Toxine und die Aufklärung deren komplexer Wirkungsmechanismen waren seine ersten Erfolge. Seine Erforschung des Giftes der [[Honigbiene]] (&amp;#039;&amp;#039;Apis mellifera&amp;#039;&amp;#039;) war bahnbrechend. Er charakterisierte drei hochspezifisch wirkende Peptide: das [[Apamin]], das [[Melittin]] und das [[MCD-Peptid]] (&amp;#039;&amp;#039;mast cell degranulating peptide&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach widmete sich Habermann den giftigsten Substanzen, den [[bakterie]]llen [[Toxin]]en [[Tetanus]]- und [[Botulinumtoxin]] aus [[Clostridien]]. Er entwickelte dazu die [[Enzyme-linked Immunosorbent Assay#Sandwich-ELISA|Sandwich-Methode]] als besondere Form des [[ELISA]]-Tests, um geringste Toxinmengen im Bereich von einigen [[Pikogramm]] nachweisen zu können. Die Sandwich-Methode ist ein einfacher Verknüpfungstest aus passenden [[Antikörper]]n gegen das zu bestimmende Proteintoxin. Sie wurde bis in die 1990er Jahre beim Nachweis des Oberflächenproteins des [[Hepatitis-B-Virus]] (HBs-Antigen, früher als Australia-Antigen bezeichnet) in der medizinischen Diagnostik verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster markierte Habermann das Tetanustoxin mit [[Tracer (Nuklearmedizin)|Tracern]]. Damit konnte er den Transport des Toxins über die peripheren [[Nervenfaser#Motorische Nervenfasern|motorischen Nervenfasern]] in die [[Motoneuron#Unteres Motoneuron (LMN)|motorischen Vorderhornzellen]] des [[Rückenmark]]s nachweisen. Er konnte so klären, wie das 150 [[Dalton (Einheit)|Kilodalton]] große Molekül des Tetanustoxin die [[Blut-Hirn-Schranke]] überwindet. Für das Botulinumtoxin (Typ A) konnte er den gleichen Mechanismus nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tetanustoxin stellte Habermann fest, dass es aus einer schweren und einer leichten Peptid-Kette zusammengesetzt ist, wobei die schwerere Kette für die Navigation des Toxinmoleküls im Körper verantwortlich ist. Habermann führte die [[Gentechnologie]] in die Pharmakologie ein und klärte die [[Peptidsequenz]] des Tetanustoxins auf. Er erkannte dabei eine in der leichten Kette aller Clostridientoxine wiederkehrende Sequenz aus nur fünf Aminosäuren. Diese Sequenz ist charakteristisch für eine Zink-abhängige [[Protease]]. So zeigte er die enzymatische Wirkung der Clostridientoxine, die die weitere Erforschung des [[Exozytose]]apparates bei der synaptischen [[Neurotransmitter|Transmitterfreisetzung]] ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermann war ein engagierter Kämpfer gegen [[Scharlatanerie]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ariplex.com/ama/ama_eh02.htm Ernst Habermann, abgerufen am 14. September 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Mitglied, sowie im Wissenschaftsrats des Vorstandes der [[Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften]] e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beschäftigte sich auch intensiv mit dem [[Nocebo-Effekt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ch. Berndt: &amp;#039;&amp;#039;Nur aus der Luft gegriffen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 15/1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender der [[Ethikkommission]] der Justus-Liebig-Universität Gießen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen ist ein Teil seiner Person, wie z.&amp;amp;nbsp;B. sein Kopf, sein Körper, seine Seele. Dies gilt auch für die uns anvertrauten Patienten. Wir müssen dieses Grundrecht unserer Patienten ebenso achten und schützen, wie die Unversehrtheit ihrer Körper.|Ernst Habermann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.uniklinikum-giessen.de/datenschutz/ | wayback= 20070927210812| text=Prof. em. Dr. Ernst Richard Habermann, Verstorbener Vorsitzender der Ethikkommission der JLU Gießen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit H. Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Pharmakologie und Arzneitherapie.&amp;#039;&amp;#039; 4., verb. u. erw. Auflage. Springer, Berlin 1983, ISBN 3-540-12624-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bee and Wasp Venoms.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 177/1972, S. 314–322.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.med.uni-giessen.de/infoweb/dekanat/jahresbericht_2002.pdf | wayback=20070611190212 | text=Jahresbericht 2002 der Universität Gießen}} (PDF-Datei; 2,70&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethische Grundlagen der Arzneimitteltherapie im Krankenhaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Krankenhauspharmazie.&amp;#039;&amp;#039; 15/1994, S. 623–630.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Therapeutische Prüfungen an Nicht-Einwilligungsfähigen im Eilfall – ethisch geboten und rechtlich zulässig?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NJW.&amp;#039;&amp;#039; 46/2000, S. 3389–3395.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abbildung eines Nocebo-Phänomens im menschlichen Gehirn durch fMRI.&amp;#039;&amp;#039; DGPT Forum, In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 26/2000, S. 63.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Facts and fallacies of alternative medicine.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biomarkers Environ.&amp;#039;&amp;#039; 2/1998, S. 26–29.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The convergence of biosciences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Futura.&amp;#039;&amp;#039; 14/1999, S. 272–279.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gift und Nocebo: Zwei Aspekte der Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Mücke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chemikalien-Syndrome—Fiktion oder Wirklichkeit?&amp;#039;&amp;#039; Institut für Toxikologie und Umwelthygiene der Technischen Universität München, ISBN 3-932108-07-8, S.&amp;amp;nbsp;23–43.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Stefan Deinhart, Joachim Stürmer, Ernst Habermann, Wolfgang E. Rosenberg, Kerstin Reuber, Reinhard Störiko, Christof Zang-Svojanovsky, J. C. Frölich, [[Veronika Rampold]] |Titel=Ein Vorlesungsversuch zur Homöopathie |Sammelwerk=[[Deutsches Ärzteblatt]] |Band=94 |Nummer=45 |Verlag=[[Deutscher Ärzte-Verlag]] |Datum=1997-11-07 |Seiten=A-3003 / B-2326 / C-2129 |Online=http://www.aerzteblatt.de/archiv/8418/Ein-Vorlesungsversuch-zur-Homoeopathie}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Iodine labelling of sea anemone toxin II, and binding to normal and denervated diaphragm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch. Pharmacol.&amp;#039;&amp;#039; 309 (1979), S. 165–170.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Redi-Preis der Internationalen Gesellschaft für [[Toxinologie]] (&amp;#039;&amp;#039;International Society on Toxinology&amp;#039;&amp;#039;) (1962)&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (1971)&lt;br /&gt;
* [[Aronson-Preis]] (1973)&lt;br /&gt;
* [[Feldberg Foundation]] (1977)&lt;br /&gt;
* [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande (12. April 1978)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundespräsidialamt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Habermann-Lecture&amp;#039;&amp;#039; auf der alljährlichen Herbsttagung der DGPT (seit 2002)&amp;lt;ref name=&amp;quot;rbi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. Mebs: &amp;#039;&amp;#039;Obituary of Ernst Richard Habermann, 1926–2001.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Toxicon]].&amp;#039;&amp;#039; 40/2002, S. 7–8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132412233}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.med.uni-giessen.de/fachinfo/num-ethik.htm | wayback=20070610141917 | text=&amp;#039;&amp;#039;Numerische Ethik&amp;#039;&amp;#039;, von Ernst Habermann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132412233|VIAF=47203468}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Habermann, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toxikologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Habermann, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Habermann, Ernst Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pharmakologe und Toxikologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gössenheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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