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	<title>Ernst Gerke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Gerke&amp;diff=2357864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:38 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:38:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den SS-Führer Ernst Gerke; zum Physiker siehe [[Ernst Gehrcke]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Friedrich Wilhelm Gerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Mai]] [[1909]] in [[Stettin]]; † [[7. November]] [[1982]] in [[Eckernförde]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Eckernförde Nr. 350/1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Jurist, Gestapobeamter und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerke, Sohn eines Verwaltungsbeamten, wuchs aufgrund mehrerer Versetzungen seines Vaters u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Schwerin]], [[Berlin]] und [[Kiel]] auf. Seine Schullaufbahn schloss Gerke in Kiel mit dem [[Abitur]] ab und studierte danach [[Rechtswissenschaften]] an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]]. In Kiel [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Gerke 1932 zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|&amp;#039;&amp;#039;Dr. jur.&amp;#039;&amp;#039;]] mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Schuldabänderungsverträge und ihre Grenzen nach dem BGB&amp;#039;&amp;#039;. Gerke trat zum 1. März 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.048.844)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-I/54443&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr der [[Sturmabteilung|SA]] bei. Von der SA wechselte er später zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 280.247). Nach dem Bestehen des zweiten juristischen Staatsexamens wurde er Polizeidezernent in Hildesheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Potthast304&amp;quot;&amp;gt;Jan Björn Potthast: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Zentralmuseum der SS in Prag – Gegnerforschung und Völkermord im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 304&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 leitete er die Staatspolizeistelle in [[Hildesheim]], ab 1937 in [[Elbing]] und ab November 1938 in [[Chemnitz]]. Gerke absolvierte 1939 seinen dreimonatigen Militärdienst bei der [[Wehrmacht]] und war nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] von September bis Dezember 1939 Verbindungsführer der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe IV]] zur Wehrmacht. Von Ende 1939 bis Sommer 1942 war Gerke Leiter der Staatspolizeileitstelle [[Breslau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee180&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Funktion war er maßgeblich an der [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] von Breslauer Juden beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mark H. Gelber]], Jakob Hessing, [[Robert Jütte]]: &amp;#039;&amp;#039;Integration und Ausgrenzung: Studien zur deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart; Festschrift für Hans Otto Horch zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 2009, ISBN 978-3-484-62006-3, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Anfang September 1942 war Gerke Leiter der Gestapo in Prag und folgte in diesem Amt [[Hans-Ulrich Geschke]] nach. In dem Zuge dieser Versetzung wurde Gerke zum Oberregierungsrat und [[SS-Obersturmbannführer]] befördert. Unter Gerke stiegen die Hinrichtungen in Prag stark an. Er ließ noch im Frühjahr 1945 in der [[Kleine Festung Theresienstadt|Kleinen Festung Theresienstadt]] Juden erschießen und dort am 2. Mai 1945 über 50 als „besonders gefährlich“ eingestufte Häftlinge hinrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Björn Potthast: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Zentralmuseum der SS in Prag – Gegnerforschung und Völkermord im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 380, 392&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerke wurde als &amp;#039;&amp;#039;Henker von Prag&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Gerke konnte sich vor dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] aus Prag absetzen und wurde später von den Amerikanern festgenommen. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft gab Gerke, der unter Falschnamen lebte, in Hamburg Privatunterricht für Latein.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Bönisch: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16748307.html &amp;#039;&amp;#039;SS-Verbrechen – Aus Langeweile getötet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 26/2000, 26. Juni 2000, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Pseudonym]] Emil Grabowski war Gerke ab 1948 bei der [[Hamburgische Landesbank|Hamburgischen Landesbank]] bei der Abteilung Wiederaufbau tätig. Danach fungierte er ab 1957 unter seinem Echtnamen als Justiziar bei den [[Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel|Bodelschwinghschen Anstalten Bethel]]. Ab 1965 war Gerke bei der &amp;#039;&amp;#039;Zusatzversorgungskasse der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover&amp;#039;&amp;#039; in [[Detmold]] beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren wurden gegen Gerke mehrfach Verfahren eingeleitet wegen seiner Gestapotätigkeit in Breslau. Zuletzt wurde 1979 ein Verfahren wegen [[Mord (Deutschland)|Mord]] und [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum Mord wegen der Judendeportationen eingestellt. Gerke hatte ausgesagt, dass er angenommen habe, die Judendeportationen aus Breslau seien „eine kriegsbedingte geordnete Internierung sämtlicher Juden zum Arbeitseinsatz im sogenannten Ostland“ gewesen. Auch Ermittlungen zu Gerkes Gestapoleitung in Prag führten trotz belastenden Materials nicht zu einer Verurteilung, obwohl die [[Tschechoslowakei]] mehrfach seine Auslieferung beantragte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Björn Potthast: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Zentralmuseum der SS in Prag – Gegnerforschung und Völkermord im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 391&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikation ==&lt;br /&gt;
* Schuldabänderungsverträge und ihre Grenzen nach dem BGB, Hergeröder Verlag Schönger/Holstein 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Georg Bönisch |Titel=Aus Langeweile getötet |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2000-06-25 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/aus-langeweile-getoetet-a-ba170b3e-0002-0001-0000-000016748307 |Abruf=2023-09-07}}&lt;br /&gt;
* Mark H. Gelber, Jakob Hessing, Robert Jütte: &amp;#039;&amp;#039;Integration und Ausgrenzung: Studien zur deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart; Festschrift für [[Hans Otto Horch]] zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 2009, ISBN 978-3-484-62006-3, S. 282.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 180.&lt;br /&gt;
* Jan Björn Potthast: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Zentralmuseum der SS in Prag – Gegnerforschung und Völkermord im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, München 2002, ISBN 3-593-37060-3.&lt;br /&gt;
* Kerstin Stockhecke: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Gerke : vom Gestapochef in Prag zum Justiziar in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, eine Skizze&amp;#039;&amp;#039;, Münster 2003.&lt;br /&gt;
* Johannes Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;Zentrale des Terrors. Prinz-Albrecht-Straße 8&amp;#039;&amp;#039;. 1987, S. 120.&lt;br /&gt;
* Michael Wildt: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes&amp;#039;&amp;#039;. Hamburger Edition, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gestapo-Chef Ernst Gerke : seine Verbrechen und die bundesdeutsche Justiz&amp;#039;&amp;#039;, Arbeitskreis für die Verurteilung des Dr. Gerke, Bildungswerk für Friedensarbeit Bielefeld, 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125513585|VIAF=60047977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerke, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerke, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gerke, Ernst Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Gestapo-Mitarbeiter und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stettin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. November 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eckernförde]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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