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	<title>Ernst Geßner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T02:50:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Ge%C3%9Fner&amp;diff=2905297&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: fix url genealogy.net</title>
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		<updated>2026-03-20T17:15:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix url genealogy.net&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2009-05-16 Aue Friedhof Gessner.JPG|mini|Familiengrabstätte Gessner auf &amp;lt;br /&amp;gt;dem St.-Nicolai-Friedhof in Aue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Ernst Geßner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (häufig auch &amp;#039;&amp;#039;Gessner&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) (* [[18. Juni]] [[1826]] in [[Lößnitz (Erzgebirge)|Lößnitz]]; † [[28. April]] [[1897]] in [[Aue (Sachsen)|Aue]]), gelernter Tuchmacher, gründete in Aue im Jahr 1872 eine [[Gematex|eigene Textilmaschinenfabrik]], nachdem er zunächst selbst Textilien produziert hatte. Geßner gilt als einer der Pioniere der [[Maschinenbau]]industrie im Auer Tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Erdmann Kircheis und Ernst Geßner (Skulpturen in Aue).jpg|mini|hochkant|Carl Erdmann Kircheis und Ernst Geßner (Skulpturen in Aue)]]&lt;br /&gt;
Ernst Gessner war der Sohn des Lößnitzer [[Tuchmacher]]s Christian Traugott Gessner und erlernte nach dem Schulabschluss den Beruf des Tuchmachers im väterlichen Betrieb in [[Lößnitz (Erzgebirge)|Lößnitz]], der einer von 132 Tuchmachereien in dieser Stadt war. Nach der Lehre ging Ernst Gessner 1843 auf [[Wanderjahre|Wanderschaft]] und vervollständigte seine Kenntnisse in renommierten Textilfabriken im Raum Sachsen (unter anderem in [[Crimmitschau]] und [[Großenhain]]) sowie in Reichenberg (seit 1945 [[Liberec]]) in [[Böhmen]]. Zurückgekehrt erwarb der 23-Jährige 1849 für 9.710 [[Taler#19. Jahrhundert: Taler auf dem Weg zur Einigung|Taler]] am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1849 die &amp;#039;&amp;#039;Holbergsche [[Bleichen|Bleich-]] und [[Appretur]]anstalt&amp;#039;&amp;#039; im Zentrum von [[Aue (Sachsen)|Aue]] und stellte ab 1850 hier eigene Textilien her. Die Grundstücksgröße und die Lage am Wasser waren ideal für die Expansion der Geschäftstätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM2017&amp;quot;&amp;gt;Pressemitteilung der Stadtverwaltung Aue vom 19. April 2017: &amp;#039;&amp;#039;Vor 120 Jahren starb der Ernst Gessner – ein Pionier des Textilmaschinenbaus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe befand sich die Baumwollspinnerei der Gebrüder Lauckner, die zur Verarbeitung ihrer Materialien selbst Maschinen herstellten. Gessner erfuhr davon und übertrug die Idee auch auf seine Tuchmacherei, das heißt, er entwickelte und baute die benötigten Maschinen selbst. Aus den freundschaftlichen Kontakten zur Laucknerschen Fabrik entstand eine Beziehung zur Fabrikantentochter Marie Clementine Lauckner (1833–1902), die er bald ehelichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur stetigen Verbesserung der Produktion und Erleichterung der Tätigkeit seiner Arbeiter tüftelte Geßner unentwegt an Verbesserungen. So gelang ihm 1853 die Herstellung einer &amp;#039;&amp;#039;Doppelrau(h)maschine&amp;#039;&amp;#039; genannten Vorrichtung, die den Herstellungsprozess oberflächenveredelter Textilien stark beschleunigte. Zu dieser Neuheit soll ihn einer Überlieferung nach ein Gang durch ein Kornfeld inspiriert haben, in welchem ihm die lila blühenden Distelköpfe die Hose aufgeraut haben sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Geßner 1855 seine Maschinen auf der [[Weltausstellung Paris 1855|Weltausstellung in Paris]] ausgestellt und dafür ein Diplom von [[Napoléon III.|Napoleon&amp;amp;nbsp;III.]] erhalten hatte, wurde seine Maschinenfabrik in aller Welt bekannt. Er konnte binnen weniger Jahre 300&amp;amp;nbsp;Maschinen vor allem nach [[England]] und in die [[Vereinigte Staaten|USA]] exportieren, finanzielle Engpässe entstanden durch nicht bezahlte Rechnungen für Maschinenlieferungen nach [[Russland]]. – Wegen der Nähe zum [[Mulde (Fluss)|Fluss Mulde]] verwüstete im Juli 1858 ein [[Hochwasser]] große Teile seiner Fabrik. Alle diese Ereignisse überstand der Fabrikant trotzdem weitestgehend unbeschadet. Ab 1872 konzentrierte sich Geßner nur noch auf die Maschinenherstellung und ließ dazu auf dem Gelände auch eine [[Gießerei]] errichten. Um diese besser auszulasten, versuchte er sich mit der [[Herstellung]] von [[Eisenbahnwagen]] für die [[Königlich Sächsische Staatseisenbahnen|Sächsischen Staatseisenbahnen]]. Dieser Produktionszweig musste jedoch bald wegen eines vernichtenden [[Brand]]es in einer Halle eingestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geßner entwickelte in den folgenden Jahren weitere technische Neuerungen, mit denen er schließlich einen Ingenieurabschluss und den [[Doktor|Doktortitel]] erlangen konnte. Eine später vorgenommene Zusammenstellung nennt insgesamt 155 an Geßner erteilte [[Patent]]e.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mosaik&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aue, Mosaiksteine der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Stadtverwaltung Aue, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 1997, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1897 übernahm sein Sohn Ernst Geßner jun. die Fabrikleitung, später führte der Ehemann der Enkeltochter Franz Josef Brunner das Unternehmen weiter. Die Textilmaschinenfabrik Ernst Geßner erlebte Hochs und Tiefs in ihrer Entwicklung. Nach der Gründung der [[DDR]] wurde aus dem Privatbetrieb der &amp;#039;&amp;#039;VEB Textima Aue&amp;#039;&amp;#039; und nach der [[Wende (DDR)|Wende]] entstanden die &amp;#039;&amp;#039;Kannegießer Aue GmbH&amp;#039;&amp;#039; und das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Xetma Vollenweider GmbH]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte einen Sohn (Ernst, 1851–1920) und eine Tochter (Marie verh. Lincke, 1857–1913). – Alle Mitglieder der Familie Geßner sind auf dem Auer &amp;#039;&amp;#039;Friedhof St. Nicolai&amp;#039;&amp;#039; beigesetzt (siehe Einleitungsfoto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Der ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit Postamtsgebäude, einer Schule und einigen Wohnhäusern bebaute frühere &amp;#039;&amp;#039;Sandplatz&amp;#039;&amp;#039; wurde nach dem Maschinenbaufabrikanten in &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Geßner-Platz&amp;#039;&amp;#039; benannt. Diesen Namen behielt er bis um 1953, da nannten die Stadtverantwortlichen die Anlage in &amp;#039;&amp;#039;Generalissimus-Stalin-Platz&amp;#039;&amp;#039; um. Als um 1960 der Name [[Josef Stalin|Stalin]] aus den deutschen Städten verschwand, wurde der Platz zunächst &amp;#039;&amp;#039;Karl-Marx-Platz&amp;#039;&amp;#039;, ab 1962 jedoch &amp;#039;&amp;#039;Postplatz&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lößnitz, dem Geburtsort von Ernst Geßner, trägt eine Straße seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dasoertliche.de/Themen/Ernst--Ge%C3%9Fner--Str/L%C3%B6%C3%9Fnitz.htm einige Anlieger in der Ernst-Geßner-Straße] In: DasÖrtliche.de (Stand Anfang 2016).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer später veröffentlichten Darstellung wird Geßners Engagement für Aue wie folgt gewürdigt: {{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Die Maschinenfabrik und Eisengießerei Ernst Gessner gibt ein erfreuliches Bild echt erzgebirgischer Ausdauer, Strebsamkeit und Arbeit, hervorgegangen aus den epochemachenden Erfindungen ihres Begründers, bezeugt sie die Schaffenskraft des menschlichen Geistes, wenn derselbe sich den fruchtbringenden Ideen der Industrie mit Ernst und Hingabe widmet.&amp;#039;&amp;#039;|Pressemitteilung, April 2017.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|351||Geßner, Ernst|[[Siegfried Sieber]]|117543667}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|[[Wolfgang Uhlmann (Historiker)|Wolfgang Uhlmann]]|117543667|Geßner, Ernst}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aue, Mosaiksteine der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Stadtverwaltung Aue, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 1997. {{DNB|1017288267}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Industrielle Entwicklung im Auer Tal&amp;#039;&amp;#039;, Aue 1998, S. 20–24.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ernst Geßner. Begründer des Maschinenbaus im Auer Tal (1826–1897)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Chronik großer Meister&amp;#039;&amp;#039;, Aue 2000, S. 40–42. {{DNB|998566594}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ernst Gessner}}&lt;br /&gt;
* Information von Jana Hecker, Pressereferentin der Stadt Aue vom Mai 2009&lt;br /&gt;
* [http://www.since1850.de/epoche3.htm Geschichte der Geßnerschen Fabrik bei GEMATEX]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Online=https://wiki.genealogy.net/index.php?title=Datei:Aue-Sachsen-AB-1930.djvu&amp;amp;page=3 |Sammelwerk=Adressbuch Aue |Datum=1930 |Titel=Werbeanzeige Ernst Gessner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117543667|LCCN=no/98/89430|VIAF=42618024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gessner, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Maschinenbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aue-Bad Schlema)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geßner, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Geßner, Heinrich Ernst (vollständiger Name); Gessner, Ernst&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer (Maschinenbau)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juni 1826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lößnitz (Erzgebirge)|Lößnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. April 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aue (Sachsen)|Aue]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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