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	<title>Ernst Gadermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-14T02:56:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Gadermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  (* [[25. Dezember]] [[1913]] in [[Ronsdorf]], heute [[Wuppertal]]; † [[26. November]] [[1973]] in [[Hamburg]]) war der höchstdekorierte [[Sanitätsoffizier]] der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Nach dem Krieg war er als [[Kardiologie|Kardiologe]] und [[Sportmedizin]]er tätig und begründete die [[Telemetrie]] in der Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
Gadermann studierte von 1933 bis 1938 in [[Jena]] und [[Hamburg]] [[Medizin]]. 1938 wurde er zum [[Doktor der Medizin|Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend war er als Medizinalpraktikant am Hamburger [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Universitätskrankenhaus Eppendorf]] und am [[Allgemeines Krankenhaus Altona|Allgemeinen Krankenhaus Altona]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
1939 wurde Gadermann als [[Truppenarzt]] zur Luftwaffe einberufen und überwiegend an der [[Ostfront (Zweiter Weltkrieg)|Ostfront]] eingesetzt. 1941 kam er als [[Stabsarzt]] zum [[Schlachtgeschwader 2|Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“]], der Einheit, in der auch der [[Erdkampfflugzeug|Schlachtflieger]] [[Hans-Ulrich Rudel]] eingesetzt war, und brachte es bis zum [[Geschwaderarzt]]. Während seiner Dienstzeit bekam Gadermann bis 1943 beide Klassen des Eisernen Kreuzes und das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Einiges deutet darauf hin, dass er bereits während dieser Zeit auch an Kampfeinsätzen teilnahm. Nach dem Tod von Rudels [[Bordschütze]] Erwin Hentschel am 20. März 1944 ließ sich Gadermann vom Sanitätsdienst freistellen und trat fortan an Hentschels Stelle. Bei den folgenden Kämpfen schoss er mehrere Jäger ab und wurde auch selbst fünfmal abgeschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg  Brütting |Titel=Das waren die deutschen Stuka-Asse 1939-1945 |Verlag=Motorbuch Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1992 |ISBN=3-87943-433-6 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Henry L. deZeng, Douglas G. Stankey |url=https://www.ww2.dk/Lw%20Offz%20-%20G-K%20Apr%202021.pdf |titel=Ernst Gadermann |werk=Luftwaffe officer career summaries |sprache=en |abruf=2021-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Leistungen in Hunderten von Kampfeinsätzen bekam er am 19. August 1944 das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Februar 1945 wurde seine Maschine bei [[Lebus]] durch eine [[Sowjetunion|sowjetische]] [[Flugabwehrkanone|Flak]] abgeschossen. Nach einer mühsamen Notlandung zog Gadermann seinen Piloten aus dem brennenden Wrack und versorgte dessen schwerverletzten Unterschenkel. Damit rettete er Rudel das Leben, wenngleich der Unterschenkel später amputiert werden musste. Insgesamt hatte Gadermann an über 850 Kampfeinsätzen teilgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem letzten Flug wurde Gadermann zum Luftwaffen-[[Lazarett]] [[Braunschweig]] versetzt, von wo er schließlich als [[Oberstabsarzt]] der [[Reserveoffizier|Reserve]] kurzzeitig in amerikanische [[Kriegsgefangenschaft]] geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Am 28. Januar 1946 trat Gadermann eine Stelle als Assistenzarzt an der II. Medizinischen Klinik des Universitätskrankenhauses Eppendorf an, wo er bereits als Medizinalpraktikant tätig gewesen war. 1949 wurde er dort zum Lehrbeauftragten ernannt und [[Habilitation|habilitierte]] sich am 25. Februar 1953 für das Fach [[Innere Medizin]]. Nachdem er am 18. März 1958 zum Oberarzt befördert worden war, übernahm er am 2. Juni 1959 eine [[außerplanmäßige Professur]]. Seit dem 11. Mai 1965 war Gadermann Abteilungsleiter. Zusätzlich wurde er 1966 gemeinsam mit [[Adolf Metzner (Leichtathlet)|Adolf Metzner]] Leiter des neugegründeten Sportmedizinischen Untersuchungszentrums des [[Deutscher Sportbund|Deutschen Sportbundes]] (heute: Institut für Sport- und Bewegungsmedizin) in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sportmedizin-hamburg.com/seite/442217/historie.html |titel=Historie |hrsg=Institut für Sport- und Bewegungsmedizin in der Universität Hamburg |abruf=2021-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die [[Olympische Sommerspiele 1972|olympischen Spiele 1972]] in [[München]] wurde ihm die sportmedizinische Leitung übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Forschungen engagierte sich Gadermann insbesondere auch in der Lehre. Er galt als hervorragender [[Didaktik]]er, der die Weitergabe seines Wissens an seine Berufskollegen als innere Verpflichtung aus der Verbindung zu seinem Ärztestand ableitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. November 1973 erlag Gadermann auf dem Weg zu einer [[Vorlesung]] einem [[Plötzlicher Herztod|plötzlichen Herztod]], als dessen Ursache ein [[Herzinfarkt|Infarkt]] vermutet wurde. Er wurde am 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 1973 in seiner Heimatstadt Wuppertal [[Beisetzung|beigesetzt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste um die ärztliche Fortbildung erhielt Gadermann am ersten Jahrestag seines Todes 1974 [[Postum|posthum]] die [[Ernst-von-Bergmann-Plakette|Ernst-von Bergmann-Plakette]] der deutschen [[Bundesärztekammer]]; sie wurde von seinem gleichnamigen Sohn, einem [[Atomphysik]]er, entgegengenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
Gadermanns wissenschaftliches Hauptinteresse galt der Erforschung des menschlichen Kreislaufs unter körperlicher Belastung. Die Sportmedizin entwickelte sich unter seiner Mitwirkung wesentlich weiter und erfuhr durch seine Einflussnahme eine bedeutende Aufwertung in Deutschland. Bahnbrechend im technischen Bereich wurde ab 1947 die Entwicklung einer Urform der medizinischen [[Telemetrie]] gemeinsam mit Adolf Metzner und dem [[Physiker]] Walter Nicolai, mittels derer grundlegende [[Physiologie|physiologische]] Daten erstmals in [[Echtzeit]] per [[Funktechnik|Funk]] übermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claus Tiedemann |url=https://sport-geschichte.de/tiedemann/documents/VortragHannover2012.pdf |titel=Sportmedizin und nationalsozialistische „Gesundheitspolitik“ |datum=2021-03-24 |abruf=2021-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Kritik ==&lt;br /&gt;
Entgegen anderslautenden Behauptungen gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass Gadermann Mitglied der SS oder einer anderen nationalsozialistischen Parteiformation gewesen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel der den [[Die Linke|Linken]] nahestehenden [[Zeitung]] [[Neues Deutschland]] vom 30. April 2012&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Lory: &amp;#039;&amp;#039;Im Geiste der Tradition. Sanitätsakademie der Bundeswehr huldigt Wehrmachtsoldaten.&amp;#039;&amp;#039; [[Neues Deutschland]], 30. April 2012. ([https://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundeswehr/tradition8.html veröffentlicht] auf der Website der [[AG Friedensforschung]])&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde der Publizist [[Jakob Knab]] mit den Worten zitiert, dass für Gadermann nicht der Spruch [[Peter Bamm]]s gelte, über dem Sanitätsdienst und den Lazaretten an der Ostfront habe die „unsichtbare Flagge der Humanität“ geweht. Trotzdem würden aber die Ritterkreuzträger des Sanitätsdienstes in der [[Sanitätsakademie der Bundeswehr]] durch Namensnennung auf einer Gedenkwand geehrt. Dies nahm der [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordnete]] [[Omid Nouripour]] ([[Bündnis 90/Die Grünen]]) zum Anlass für eine [[Schriftliche Anfrage (Deutschland)|schriftliche Anfrage]]; nach Auskunft der Bundesregierung war die in Rede stehende Namensliste allerdings bereits im März 2012 entfernt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 21. Mai 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung |Hrsg=Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode |Sammelwerk=Drucksache |Nummer=17/9796 |Ort=Berlin |Datum=2012-05-25 |Online=https://dip.bundestag.de/vorgang/.../45370}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 äußerte der Sportmediziner Claus Tiedemann, dass er den Wechsel Gadermanns zur kämpfenden Truppe als Bruch der ärztlichen Berufsethik sehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Einen im Jahr 1953 ohne Autorenangabe erschienenen Artikel aus der [[Die Zeit|Zeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Fall Rudel |Hrsg= |Sammelwerk=Die Zeit |Datum=1953-08-27 |Online=https://www.zeit.de/1953/35/der-fall-rudel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; analysierend, für dessen Verfasser er Gadermann hielt, merkte Tiedemann weiter an, dass sich Gadermann zwar deutlich von Rudels rechtsextremer politischer Position distanziert, zugleich jedoch „seinen weiterhin empfundenen Stolz als [[Stuka]]-Bordschütze bestätigt“ habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Eisernes Kreuz II. Klasse&lt;br /&gt;
* Eisernes Kreuz I. Klasse&lt;br /&gt;
* Deutsches Kreuz in Gold (17. Oktober 1943)&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (19. August 1944)&lt;br /&gt;
* Ernst-von-Bergmann-Plakette (26. November 1974)&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Veränderungen der Bluttrockensubstanz nach einer Harnstoffgabe von 3 g per os im Verlaufe einer 4wöchigen bioklimatischen Seekur in Wyk a/F.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Hamburg, 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klinische Arterienpulsschreibung: Lehrbuch und Atlas der unblutigen Sphygmographie.&amp;#039;&amp;#039; Barth, 1964 (mit Horst Jungmann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes des Sanitätsdienstes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Claus Tiedemann |url=https://sport-geschichte.de/tiedemann/documents/VortragHannover2012.pdf |titel=Ernst Gadermann |datum=2021-03-24 |abruf=2021-11-09|werk=Sportmedizin und nationalsozialistische „Gesundheitspolitik“|seiten=21–25}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web|url=https://www.zeit.de/1973/49/nachruf-auf-einen-freund|title=Ernst Gadermann - Nachruf auf einen Freund|date=1973-12-07|accessdate=2021-11-26|last=Leonhardt|first=Rudolf Walter|authorlink=Rudolf Walter Leonhardt|work=Die Zeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ernst Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterkreuzträger der Luftwaffe – Stuka- und Schlachtflieger 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dieter Hoffmann, Mainz 1976, ISBN 3-87341-021-4, S. 32 und 108.&lt;br /&gt;
* [[Georg Brütting]]: &amp;#039;&amp;#039;Das waren die deutschen Stuka-Asse 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-87943-433-6&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Ernst-von-Bergmann-Plakette posthum für Ernst Gadermann |Sammelwerk=Deutsches Ärzteblatt |Datum=1975-01-23 |Online=https://www.aerzteblatt.de/archiv/157335/Ernst-von-Bergmann-Plakette-posthum-fuer-Ernst-Gadermann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1103164791|LCCN=|NDL=|VIAF=306141659}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gadermann, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstabsarzt (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gadermann, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Oberstabsarzt der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Dezember 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ronsdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. November 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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