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	<title>Ernst Flatow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:02:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Flatow&amp;diff=2345482&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-06-10T14:35:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedenskirche Köln-Ehrenfeld, Gedenkplakette.jpg|mini|Gedenkplakette in der Friedenskirche Köln-Ehrenfeld, wo er als Vikar tätig war]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfkirche Hohen Neuendorf Gedenktafel Ernst Flatow Emma Rosenthal.jpg|mini|Gedenktafel in der Kirche von Hohen Neuendorf]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Flatow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juni]] [[1887]] in [[Berlin]]; † [[1942]] im [[Warschauer Ghetto]]) war ein [[deutsche]]r [[evangelisch]]er [[Pfarrer]] [[Juden|jüdisch]]er Herkunft, [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Gegner des Nationalsozialismus]], [[Krankenhausseelsorge|Krankenhaus-Seelsorger]] und Opfer des [[Holocaust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Flatow, Sohn des Fabrikanten Max Flatow und dessen Ehefrau Hedwig, besuchte Gymnasien in Berlin, [[Groß-Lichterfelde]] und [[Fürstenwalde/Spree]], wo er 1907 sein Abitur bestand. Anschließend meldete er sich zu einem [[Einjährig-Freiwilliger|Einjährigen-Freiwilligen-Dienst]] im [[4. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 136|Infanterieregiment Nr. 136]] in [[Straßburg]]. Danach studierte er [[Rechtswissenschaft|Jura]], [[Geschichte]], [[Philosophie]], [[Philologie]] und [[Nationalökonomie]] in Straßburg, [[Heidelberg]], Berlin, [[Jena]] und [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] und [[Rostock]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200015670 Eintrag von Ernst Flatow] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit langem durch die Lektüre [[Kierkegaard]]s bewegt, ließ er sich 1913 durch Professor [[Gustav Kawerau]] taufen und begann ein [[Theologie]]studium in Berlin. Von 1914 bis 1918 wurde er als [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heeressoldat]] zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingezogen, wurde zum [[Feldwebel]] befördert und für „besondere Tapferkeit“ vor [[Verdun]] mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] ausgezeichnet. Nach dem Ende des Krieges trat er in die [[Deutschnationale Volkspartei]] (DNVP) ein und nahm einen Dienst bei der [[Innere Mission|Inneren Mission]] als „Oberhelfer“ im [[Rauhes Haus|Rauhen Haus von Hamburg]] auf. 1920 setzte er sein Theologiestudium in Rostock und Berlin fort, hängte 1921 einen Kursus als [[Werkstudent]] an und absolvierte 1926 sein Erstes Theologisches Examen in Berlin. 1927 begann er sein [[Vikariat (evangelisch)|Vikariat]] in der evangelischen Gemeinde von [[Köln-Ehrenfeld]] und tat als Hilfsprediger seelsorgerischen Dienst. 1928 folgte die Ablegung seines Zweiten Theologischen Examens und seine [[Ordination]]. Die beabsichtigte Promotion zum Dr. theol. wurde ihm von der Provinzialkirche jedoch nicht ermöglicht. Statt in einem kirchlichen Pfarramt arbeitete er ab Ende 1928 im Dienst der Stadt [[Köln]] als Krankenhaus-Seelsorger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1933 erfuhr Flatow von dem Geheimgespräch zwischen [[Hitler]] und [[Franz von Papen|von Papen]], das am 4. Januar, noch vor der [[Machtergreifung|Machtübertragung]] an die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], in der Wohnung des Bankiers Schröder stattgefunden hatte. Hierbei hatte Hitler die Entfernung aller [[Sozialdemokrat]]en, [[Kommunist]]en und [[Jude]]n aus führenden Stellungen angekündigt. Am Tag seiner Ernennung  zum [[Reichskanzler]], am 30. Januar 1933, erklärte Flatow: „Jetzt sind wir Juden dran!“ Im März 1933 wurde ihm von der Stadt Köln gekündigt. Die zuständigen Stellen der rheinischen Provinzialkirche verweigerten ihm jedoch die Übernahme in ein Pfarramt oder die vorzeitige Versetzung in den Ruhestand. Am 10. November 1933 entließ der Präsident des [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|altpreußischen]] [[Evangelischer Oberkirchenrat (Preußen)|Evangelischen Oberkirchenrats]] zu Berlin, [[Friedrich Werner (Jurist)|Friedrich Werner]], den ersten Pfarrer jüdischer Herkunft, Ernst Flatow. Die Begründung lautete:&amp;lt;ref&amp;gt;H. Prolingheuer: &amp;#039;&amp;#039;Kleine politische Kirchengeschichte,&amp;#039;&amp;#039; S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Flatow hat in seinem Äußeren und seinem Wesen so sehr in die Augen springend diejenigen Merkmale an sich, die von dem Volke als der jüdischen Rasse eigen angesehen werden, daß eine Beschäftigung in einer Gemeinde unmöglich ist.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1941 fand Flatow Aufnahme bei seinem Freund Pfarrer [[Hermann Lutze]] in [[Wuppertal]], lebte ab April gleichen Jahres in [[Hohen Neuendorf]]. Durch Vermittlung des dortigen Pfarrers Hugo Rosenau&amp;lt;ref&amp;gt;Biografische Angaben: Hugo Otto Arthur Rosenau, geboren am 9. August 1899 in Meseritz, verheiratet seit 30. November 1925 mit Gertrud, geborene Stowen, aus Berlin, enthalten in: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg. Bearbeitet von Otto Fischer, Verlag E. S. Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1941, Band II, Teil 2, S. 711 und in Pfarralmanach Teil I Die Berliner Kirchenkreise, abgekürzte Ausgabe nach dem Stand vom 1. Mai 1946, S. 27: In Hohen Neuendorf Pfarrer Rosenau ab 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand er ab 1. Dezember Aufnahme bei [[Paul Braune]] in [[Lobetal]], wo er als Krankenhausseelsorger arbeitete. Nachdem ein Kölner Pfarrer auf Anfrage dem Konsistorium der Rheinprovinz den Aufenthaltsort Flatows mitgeteilt hatte, wurde er am 13. April 1942 zusammen mit allen anderen Juden von Lobetal ins Warschauer Ghetto [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]], wo er beim Bau der Ghettomauern eingesetzt wurde. Hierbei fand er den Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
* Flatow zum Gedenken benannte die  Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld das 2011 errichtete Zentrum des Gemeindebezirks Alt-Ehrenfeld in &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Flatow-Haus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.kirche-koeln.de/aktuell/artikel.php?id=3145&amp;amp;archiv | wayback=20141020113749 | text=&amp;#039;&amp;#039;Einweihung des Neubaus Ernst-Flatow-Haus in Ehrenfeld&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Köln-Ehrenfeld ist eine Straße nach ihm benannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://offeneskoeln.de/attachments/4/5/pdf147054.pdf | wayback=20141015034120 | text=Beschluss der Bezirksversammlung Ehrenfeld}} (PDF; 23&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der Ehrenfelder Friedenskirche erinnert eine von Willi Briant gestaltete Gedenktafel an Flatow.&lt;br /&gt;
* In der Kirche von [[Hohen Neuendorf]] hängt an einer Empore eine Gedenktafel, auf der die Kirchengemeinde um Vergebung bittet für den Tod des [[Judenchristen|judenchristlichen]] Pfarrers, der 1941 in ihrer Gemeinde gelebt hat, bevor er 1942 im [[Warschauer Ghetto]] ums Leben gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Evangelisches Pfarrhausarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wider das Vergessen. Schicksale judenchristlicher Pfarrer in der Zeit von 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Begleitheft zur Sonderausstellung im [[Lutherhaus Eisenach]] April 1988 bis April 1989.&lt;br /&gt;
* Hans Prolingheuer: &amp;#039;&amp;#039;Ausgetan aus dem Land der Lebendigen. Leidensgeschichten unter Kreuz und Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Neukirchen-Vluyn 1983, S.&amp;amp;nbsp;147–217.&lt;br /&gt;
* Hartmut Ludwig, [[Eberhard Röhm]], [[Jörg Thierfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch getauft – als «Juden» verfolgt.&amp;#039;&amp;#039; Calwer Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-7668-4299-2, S. 100–101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131875558|VIAF=25748780}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flatow, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Warschauer Ghetto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flatow, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer und Gegner des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juni 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Warschauer Ghetto]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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