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	<title>Ernst Ferdinand Nolte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T02:29:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-05-23T08:53:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Ferdinand Nolte.jpg|mini|Ernst Ferdinand Nolte, 1861 fotografiert von [[Johann Martin Graack]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration Zostera noltii0.jpg|mini|Das [[Seegräser|Seegras]] &amp;#039;&amp;#039;Zostera noltii&amp;#039;&amp;#039; wurde zu Ehren von Ernst Ferdinand Nolte benannt.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Ferdinand Nolte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Dezember]] [[1791]] in [[Hamburg]]; † [[18. Februar]] [[1875]] in [[Kiel]]) war ein deutscher Botaniker, der an der Flora Schleswig-Holsteins arbeitete und viele Beiträge zur [[Flora Danica]] lieferte. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Nolte}}“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach Privatunterricht in [[Hamburg]] kam Nolte mit 18 Jahren nach [[Schwerin]], um durch Hofmedicus [[Johann David Wilhelm Sachse]] durch Unterricht in den alten Sprachen und den Naturwissenschaften auf ein Universitätsstudium vorbereitet zu werden. Hier erwachte Noltes Neigung zur Botanik, die er durch zahlreiche botanische Exkursionen förderte. Um nicht in das französische Heer eingezogen zu werden, floh er schließlich nach [[Goslar]] und trat dort als Lehrling bei dem Apotheker Braunholz ein, ehe er sich im Herbst 1813 an der [[Universität Göttingen]] immatrikulierte. Er studierte Medizin, trieb aber daneben ebenso eifrig Botanik, wobei ihm die Bekanntschaft von Männern wie [[Friedrich Wilhelm Wallroth]], [[Heinrich Gustav Flörke]], [[Göran Wahlenberg]], [[Johann Georg Christian Lehmann]] und [[Joakim Frederik Schouw]] nutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßige Exkursionen führten ihn in die verschiedensten Gegenden Norddeutschlands. Lauenburg, dessen bester Florist er später wurde, scheint er 1815 als erstes bereist zu haben. 1817 wurde Nolte zum Dr. med. promoviert und setzte seine Ausbildung in [[Berlin]] an der [[Charité]] fort. Er botanisierte zusammen mit [[Diederich Franz Leonhard von Schlechtendal|Schlechtendal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|23|760|762|Nolte, Ernst Ferdinand|Ernst Wunschmann|ADB:Nolte, Ernst Ferdinand}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Herbst 1818 verließ er Berlin und begab sich, nach einer kurzen Tätigkeit als Assistent des Botanikers [[Ernst Meyer (Botaniker)|Meyer]] in Göttingen, im Sommer 1820 nach [[Ratzeburg]] zu seiner Familie. Bei einem Aufenthalt im benachbarten [[Mölln]] lernte Nolte den Kopenhagener Professor der Botanik, [[Jens Wilken Hornemann]] kennen, der Herausgeber der [[Flora Danica]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nolte wurde einer seiner Mitarbeiter, der mit Unterstützung der dänischen Regierung von 1821 bis 1823 Lauenburg und die Elbherzogtümer floristisch erforschte. 1824 siedelte Nolte auf Hornemanns Wunsch mit seinen Pflanzenschätzen und Erfahrungen nach [[Kopenhagen]] über. Ein Jahr später erschien seine erste Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Botanische Bemerkungen über Stratiotes und Sagittaria&amp;#039;&amp;#039;, die von der Gesellschaft für Wissenschaft in Kopenhagen mit der silbernen Medaille ausgezeichnet wurde. Nolte stellt vor allem die Vermehrung der Pflanzen auf vegetativem und generativem Weg dar und gibt eine für die damalige Zeit fortschrittliche Darstellung ihrer geographischen Verbreitung. Nolte durchforschte [[Seeland (Dänemark)|Seeland]], [[Fünen]], [[Jütland]] und die Inselgruppen an beiden Küsten des schleswig-holsteinischen Festlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1826 erhielt er die Professur für Botanik in [[Kiel]] und wurde Direktor des [[Botanischer Garten Kiel|Botanischen Gartens Kiel]]. Sein berühmtester Schüler ist der Erkunder der Pflanzenwelt Australiens, [[Ferdinand von Mueller]]. Nolte nahm von Kiel aus die Erforschung der Flora der Elbherzogtümer [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]], [[Herzogtum Holstein|Holstein]] und [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg|Lauenburg]] verstärkt in Angriff und schloss Freundschaft mit dem Hamburger Botaniker [[Heinrich Gustav Reichenbach]], von dem er Unterstützung erhielt. Seine Tätigkeit für die Flora Danica stellte er 1840 ganz ein. Der botanische Garten in Kiel nahm unter seiner Leitung einen kräftigen Aufschwung, die Anlage und Vergrößerung des Universitätsherbariums lag ihm besonders am Herzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 starb seine Frau, Tochter des Physikers [[Christoph Heinrich Pfaff]], was ihn in einen zerrütteten Zustand versetzte. Seine Sehkraft nahm rasch ab; eine Lähmung der rechten Hand machte ihm das Schreiben schwer und eine heftige Bronchitis, die ihn 1864 befiel, vergrößerte sein Siechtum. Anfangs suchte er auf Kuren Linderung, die ihn in die Schweiz, nach Bayern und nach Österreich führten. 1873 wurde er pensioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.uni-kiel.de/nickol/Garten/Ernst-Ferdinand-Nolte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Nolte benannte [[Jens Wilken Hornemann]] in der Flora Danica ein [[Seegräser|Seegras]] &amp;#039;&amp;#039;Zostera noltii&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Fl. Dan. t. 2041.&amp;lt;/ref&amp;gt; das 2001 in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Nanozostera]]&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Taxon 50 (2): 433 (2001)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinrich E. Weber]] nannte 1972 (publ. 1973) eine Brombeere &amp;#039;&amp;#039;Rubus noltei&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Phanerogam. Monogr., 7: 192 (1972 publ. 1973)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihm benannt ist auch die Pflanzengattung &amp;#039;&amp;#039;[[Noltea]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Brongn.) Rchb.}} aus der Familie der [[Kreuzdorngewächse]] (Rhamnaceae).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1864 wurde Nolte zum Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=ernst-ferdinand-nolte|Name=Ernst Ferdinand Nolte|Datum=14. August 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Botanische Bemerkungen über Stratiotes und Sagittaria&amp;#039;&amp;#039;. Hartwig Friderich Popp, Kopenhagen 1825.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Primitiae florae Holsaticae&amp;#039;&amp;#039;. Suppl. 2: &amp;#039;&amp;#039;Novitiae florae Holsaticae: sive supplementum alterum Primitiorum Holsaticae G. H. Weberi&amp;#039;&amp;#039;. Kiel 1826, [https://books.google.de/books?id=vcoXAAAAYAAJ Online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Koppmann: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Ferdinand Nolte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 4. (1881), Bd. 2, Heft 9, September, S. 118f.&lt;br /&gt;
* Heinrich Gustav Reichenbach: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Ferdinand Nolte, ein Hamburger Botaniker&amp;#039;&amp;#039;. Meissner, Hamburg 1881.&lt;br /&gt;
* Carl Hüttig / Werner Christiansen: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Ferdinand Nolte. Zu seinem 50. Todestage am 13. Februar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35 (1925), Nr. 2, Februar 1925, S. 25–30 ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN846060221_0035/page/37 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition.&amp;#039;&amp;#039; Teil I und II. [[Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem|Botanic Garden and Botanical Museum Berlin]], [[Freie Universität Berlin]], Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 [[doi:10.3372/epolist2018]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Nolte}}&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.schleswig-holstein.de/arcinsys/detailAction?detailid=b2006 Nachlass LASH Abt. 399.1109]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117040835|VIAF=49992839}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nolte, Ernst Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1791]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nolte, Ernst Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Dezember 1791&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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