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	<title>Ernst Faber - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sogratis: Korrekturen &amp; Stil</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekturen &amp;amp; Stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Faber.jpg|mini|Ernst Faber (1839–1899)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Friedrich Ludwig Faber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, meist kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Faber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Chinesische Schrift|chinesisch]] {{zh|c=花之安|kurz=1}}, [[Pinyin]] &amp;#039;&amp;#039;Huā Zhīān&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Chinesisch-literarischer Name (deutsch etwa „Blume des Friedens“).&amp;lt;/ref&amp;gt;; * [[25. April]] [[1839]] in [[Coburg]]; † [[26. September]] [[1899]] in [[Qingdao#Geschichte|Tsingtau]]), war ein deutscher [[Missionar]], [[Sinologe]] und [[Botanik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faber arbeitete seit 1864 für die [[Rheinische Missionsgesellschaft]] und stand seit 1885 in Diensten des [[Allgemeiner evangelisch-protestantischer Missionsverein|Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsvereins]] in [[Shanghai]] ([[China]]). Faber war ein hervorragender Kenner der [[Chinesische Sprache|chinesischen Sprache]] und [[Chinesische Literatur|Literatur]]. Er gab mehrere Werke in chinesischer Sprache heraus und übersetzte das [[Markus-Evangelium]] der [[Bibel]] ins Chinesische. Daneben war er ein aufmerksamer Naturforscher, vor allem [[Pflanzensammler]] in China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== 1839 bis 1864: Ausbildung und Ordination ===&lt;br /&gt;
Ernst Faber wurde am 25. April 1839 in Coburg in der Nägleinsgasse 6&amp;lt;ref&amp;gt;Das Geburtshaus wurde 1981 abgerissen; s. Axmann, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Sohn des [[Klempner]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;meisters Johann Lorenz Faber (* 1801) und seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine Christine (geb. Fischer, 1806–1854) geboren. Er war das drittgeborene von elf Kindern, von denen acht früher als ihre Eltern verstarben. Von 1846 bis 1852 besuchte er die Bürgerknabenschule in Coburg. Für seine überdurchschnittlichen schulischen Leistungen wurde er viermal prämiert, eine weitere Ausbildung für eine akademische Laufbahn war einerseits aus finanziellen Gründen schwierig, andererseits wurde eine Fortführung des väterlichen Geschäftes erwünscht. Danach war er von 1852 bis 1855 Lehrling bei einem Klempnermeister in Coburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Lehrzeit begab sich Faber auf die Wanderschaft. Er kam durch das [[Königreich Sachsen]] und durch [[Schlesien]] nach [[Berlin]]. Dort wollte er die technische Fortbildungsschule besuchen, was ihm aus Geldmangel nicht gelang. So zog er weiter, bis er im März 1856 in [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]] eine Stelle fand. In [[Osnabrück]] zusätzlich zum [[Kupferschmied]] ausgebildet, fand er als solcher eine Anstellung in [[Münster]]. Dort trat er in einen evangelischen Jünglingsverein ein und zog – zusammen mit einem Gesinnungsgenossen aus diesem – nach [[Barmen]] (heute Teil von [[Wuppertal]]) in der Absicht, in den Missionsdienst zu treten. Im Missionshaus fand er eine Anstellung als unausgebildeter Aushilfslehrer und übte so von September 1857 bis September 1858 die Tätigkeit als Hilfslehrer in [[Elberfeld]] aus. Daraufhin bemühte er sich, auf das Lehrerexamen hinzuarbeiten. Ein Jahr später wurde er 1858 ins Missionsseminar aufgenommen, wo er bis 1862 studierte. Mit Unterstützung seines Mentors [[Friedrich Fabri]], der ihn (per Prüfung) bereits die reguläre zweijährige Vorbereitungsschule in Elberfeld hatte überspringen lassen, schrieb er sich 1862 an der [[Universität Basel]] ein und war im dortigen [[Alumneum]] untergebracht. Hier wurde er weiter für den künftigen Missionsberuf ausgebildet; zu seinen Professoren gehörte [[Karl August Auberlen]]. In dieser Zeit interessierte er sich sehr für [[Philosophie]] und [[Philologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Ostern 1863 wechselte er nach [[Tübingen]], wo er zwei weitere Semester u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Johann Tobias Beck]] studierte. Danach erhielt er den Bescheid, dass er zum Missionar für China bestimmt sei. Hierzu kehrte er Ende März 1864 ins Missionshaus nach Barmen zurück. Aufgrund der schweren Erkrankung seines geplanten Begleiters Bruder Hanff wurde die Missionssendung verschoben. So wurde Faber zunächst ans [[Museum für Naturkunde (Berlin)|Zoologische Museum in Berlin]] geschickt, wo er seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse vertiefte; dort und an der [[Berliner Sternwarte|Sternwarte]] hielt er sich bis Mitte Mai 1864 auf und lernte zudem [[Eduard Kratzenstein|Eduard Katzenstein]], den Inspektor der [[Berliner Missionsgesellschaft]] kennen; danach schloss sich ein kurzer Aufenthalt am Geographischen Institut [[Justus Perthes|Perthes]] in [[Gotha]] an, bis er Ende Mai nach Barmen zurückkehrte. Dort legte er sein Examen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] wurde Faber in Coburg [[Musterung|gemustert]] und für das [[Herzogtum Sachsen-Coburg]] [[wehrtauglich]] erklärt. Durch den Verweis auf seine geplante Missionstätigkeit in China konnte er vom [[Ernst II. (Sachsen-Coburg und Gotha)|Herzog Ernst II.]] seine Freistellung vom Militärdienst erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Axmann: &amp;#039;&amp;#039;Lebensabriß des E. Faber&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 34 (1989), S. 414.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. August 1864 wurde er in der [[Hauptkirche Unterbarmen]] [[ordiniert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1864 bis 1899: Missionar in China ===&lt;br /&gt;
Mitte August startete er auf die Reise zu seiner Missionstätigkeit in China. Er fuhr über Holland nach [[London]]; von dort aus reiste er ab dem 11. September mit dem Schiff „Arab Steed“ nach [[Hongkong]], wo er am 25.&amp;amp;nbsp;April 1865 ankam. Während der langen Reise verbesserte er seine Englischkenntnisse und vertrat die Stelle eines (nicht vorhandenen) Schiffsarztes. Seine Tätigkeit als Missionar begann er Anfang 1866 bei der Missionsstation in Fumun ([[Humen]]) bei Taiping (inzwischen zusammengelegt als Humen Zhen) am [[Perlfluss]] liegend. Auf seiner Station praktizierte er als Arzt und behandelte nach eigener Darstellung jährlich etwa 4&amp;amp;nbsp;000 bis 6&amp;amp;nbsp;000 Fälle. Seine Leistungen als Arzt sind insofern bemerkenswert, als Faber nachweislich nie Medizin studierte und lediglich von einem mitgemachten „praktischen Kursus“ berichtet, über den bislang nicht bekannt ist, wo dieser stattfand (falls nicht erst auf dem Schiff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 fand die briefliche Verlobung Fabers mit einer Pfarrerstochter aus [[Appenzell (Ort)|Appenzell]] statt, die er vor seiner Abreise 1864 kennengelernt hatte. Nach mehrjähriger Korrespondenz starb diese 1874 an der [[Tuberkulose]] und Faber blieb den Rest seines Lebens – in einer für die meisten deutschen Frauen klimatisch und kulturell fremden Region&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Faber: „sie paßten alle nicht nach Inner-China“. Zitiert nach Paul Kranz (1901), S.&amp;amp;nbsp;VII.&amp;lt;/ref&amp;gt; – ledig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Juni 1876 bis September 1877 kehrte er für seinen ersten Erholungsurlaub nach Deutschland zurück, wo er zahlreiche Vorträge hielt. Daneben kam es aber zu einer persönlichen Entzweiung mit seinem einstigen Förderer Friedrich Fabri, der zugleich Inspektor der Mission war. Es gelang ihm jedoch, die schon 1870 fertiggestellte, kommentierte Übersetzung des Licius ([[Liezi]]) endlich zum Druck zu bringen – zuvor hatte kein Verlag Interesse an der ersten vollständigen Ausgabe dieses [[Daoistisch|daoistischen]] Klassikers in einer westlichen Sprache gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Vorrede&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;III ebenda.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls 1877 erschien die damals weitaus umfassendste, allerdings thematisch umgeordnete Übertragung von Mencius ([[Mengzi]]) ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder in China, wirkte er von 1878 bis 1883 in Kanton ([[Guangzhou]]). Von Kanton aus ging Faber auf mehrere naturwissenschaftliche Exkursionen in das Lo-fau-Gebirge ([[Luofu Shan]]). Er widmete sich zunehmend der Botanik und betätigte sich auf seinen Exkursionen vor allem als Pflanzensammler. Im Laufe seiner Tätigkeit wuchs sein [[Herbarium]] auf den Umfang von 4&amp;amp;nbsp;000 Pflanzenarten. Nach eigener Aussage entdeckte er etwa 120 neue Pflanzenarten und einige neue Gattungen. Nach ihm wurden u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Orchideen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Cymbidium]] [[Cymbidium faberi|faberi]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Galeola]] [[Galeola faberi|faberi]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnadenia]] [[Gymnadenia faberi|faberi]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Knabenkräuter (Orchis)|Orchis]] [[Orchis faberi|faberi]]&amp;#039;&amp;#039; benannt, währenddessen etwa die [[Borstenhirsen|Borstenhirse]] &amp;#039;&amp;#039;[[Setaria faberi]]&amp;#039;&amp;#039; ein inzwischen auch in Deutschland anzutreffender [[Neophyt]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Auflistung ihm zugeordneter [[Pflanzengattung|Gattungen]] und Arten lässt sich z.&amp;amp;nbsp;B. über [https://www.tropicos.org/home Tropicos - Home] aufrufen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entdeckte auch, dass die [[Sonnentau]]-Art &amp;#039;&amp;#039;[[Drosera lumata]]&amp;#039;&amp;#039; eine fleischfressende Pflanze ist.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Bretschneider: &amp;#039;&amp;#039;History of European Botanical Discoveries in China&amp;#039;&amp;#039;. London 1898, Neuauflage 1962, Band II, S. 954. Zitiert in Axmann, S. 413.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 erreichte das Zerwürfnis mit dem Barmer Missionskomitee, das Widersprüche in Glaubensfragen i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. dem methodischen Vorgehen in China beinhaltete, seinen Höhepunkt: Faber und drei seiner gleichgesinnten Kollegen wurden aus der Rheinischen Missionsgesellschaft (RMG) entlassen. Mit der Hilfe privater Unterstützungen setzte er dennoch seine christliche Arbeit in Kanton fort. 1881 erhielt er nochmals die Gelegenheit für einen Aufenthalt in Deutschland, wobei sich die Strittigkeiten mit Fabri und dem Komitee nicht beseitigen ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1883 bis 1886 wirkte Faber in Hongkong. Im September 1885 trat er in den 1884 in Weimar gegründeten Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsverein (AEPM bzw. AepMV, ab 1929 [[Ostasienmission]])&amp;lt;ref&amp;gt;Erster Schirmherr des Vereins war [[Großherzog]] von [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] [[Carl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach)|Carl Alexander]], die daher auch Protestantische Weimarer Ostasien-Mission genannt wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein. Im gleichen Jahr war er auch Mitbegründer einer selbständigen Chinesengemeinde in Hongkong.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wechselte Faber von 1886 bis 1898 nach [[Shanghai]]. 1887 unternahm er zusammen mit dem kanadischen Missionar Virgil C. Hart (1840–1904)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.e-aoi.uzh.ch/apps/china-west/entities/1350 |titel=Hart, Virgil C. |werk=China and the West [https://www.e-aoi.uzh.ch] |hrsg=Universität Zürich |abruf=2026-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Exkursion nach Tschungking ([[Chongqing]]) und zum Berg Omi ([[Emei Shan]]), die als die bedeutsamste seiner botanischen Sammelreisen gilt. Während der Exkursion verkaufte Faber auch christliche Schriften in chinesischer Sprache. 1890 führten ihn seine Forschungen zu den mandschurischen [[Qian Shan|Qianbergen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Feuerkatastrophe am 22.&amp;amp;nbsp;August 1892 in Shanghai ging Fabers Herbarium und der Großteil seiner Bibliothek verloren. Es erwies sich als Glück im Unglück, dass Faber seine botanischen Forschungsergebnisse kurz vorher in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Botanicon Sinicum. Notes on Chinese Botany from Native and Western Sources&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht hatte. Zu den Verlusten gehörte u.&amp;amp;nbsp;a. das Manuskript seiner bereits angekündigten deutschen Übersetzung des Tschüang-tsi ([[Zhuangzi|Zhuangzhi]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweiter Missionar des AEPM in China kam im Oktober 1892 Paul Kranz (1866–1920)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tsingtau.org/kranz-paul/ |titel=Kranz, Paul (1866 – 1920), Missionar | hrsg=tsingtau.org |abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu ihm nach Shanghai. Im November gründeten sie dort die Deutsche Evangelische Gemeinde, in der erst Kranz als Pfarrer tätig war, dann ab 1894 [[Heinrich Hackmann]], der später als Sinologe und [[Religionshistoriker]] namhaft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1893 nahm Faber am [[Erstes Parlament der Weltreligionen|Ersten Parlament der Weltreligionen]] (&amp;#039;&amp;#039;First Parliament of the World’s Religions&amp;#039;&amp;#039;) teil, einem interreligiösen Kongress, der als Teil der [[Weltausstellung]] ([[World’s Columbian Exposition]]) in [[Chicago]] (Illinois) stattfand und nachhaltige Beachtung fand; hier hielt er einen Vortrag über den [[Konfuzianismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung erschien posthum 1903 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Konfucianismus&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Missionskunde und Religionswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; des AEPM, Jg.&amp;amp;nbsp;18, S.&amp;amp;nbsp;161–174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Per Zwischenstation der Seereise besuchte er [[Hawaii]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 unternahm er eine Reise nach [[Linschan]]. &amp;lt;!-- wohl Lianshan? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1898 zog Faber nach [[Qingdao#Geschichte|Tsingtau]] ([[Qingdao]]), dem Hauptsitz des kurz zuvor entstandenen deutschen [[Pachtgebiet]]es [[Kiautschou]] (&amp;#039;&amp;#039;Jiāozhōu&amp;#039;&amp;#039;) in der Provinz Schantung ([[Shandong]]). Von hier aus reiste er noch nach [[Tianjin]], [[Peking]] und in die Provinz Shandong, wo er z.&amp;amp;nbsp;B. die Pflanzenwelt des Lauschan-Berges ([[Lao Shan]]) zu erforschen begann. Im Mai 1899 traf zu seiner Unterstützung in Tsingtau [[Richard Wilhelm]] ein. Beide erkrankten im Sommer desselben Jahres während einer [[Dysenterie]]-[[Epidemie]], an deren Folgen Faber am 26.&amp;amp;nbsp;September starb. Wilhelm übernahm daraufhin die Leitung der dortigen Mission. Die finanzielle Erbschaft Fabers wurde für die Errichtung des dann nach ihm benannten Hospitals (chinesisch {{zh|c=青岛 福柏 医院|p=Qīngdǎo Fúbǎi Yīyuàn|kurz=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;Der eigentliche Familienname „Faber“ lautete im Chinesischen {{zh|c=福柏|kurz=1|p=Fúbǎi / Fú Bǎi}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. {{zh|c=花之安 医院|p=Huā Zhīān Yīyuàn|kurz=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;Nachträglicher Name für das erste, 1901 errichtete und weiterhin als Krankenhaus genutzte Gebäude. Der größere Neubau von 1907 übernahm den Ehrennamen Faber-Hospital.&amp;lt;/ref&amp;gt;) des AEPM verwendet. Seine sinologische Büchersammlung übernahm Richard Wilhelm als Grundstock für die erste moderne Bibliothek der Region, die Bibliothek der Konfuzius-Gesellschaft (&amp;#039;&amp;#039;Zūn Kǒng Wénshè Cángshūlóu&amp;#039;&amp;#039;, {{zh|c=尊孔文社藏书楼|kurz=1}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Wippermann: &amp;#039;&amp;#039;Richard Wilhelm. Der Sinologe und seine Kulturmission in China und Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039; Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2020, S.&amp;amp;nbsp;142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;揭秘卫礼贤与尊孔文社：青岛最早现代化图书馆如何诞生 青报网-青岛日报官网 (chinesisch) – &amp;#039;&amp;#039;Enthüllung von Wei Lixian und der Konfuzius-Gesellschaft: Wie Qingdaos früheste moderne Bibliothek entstand&amp;#039;&amp;#039;, Quelle: [[Qingdao Daily]]/Qingdao Network.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 wurde ihm ein Grabmal auf dem deutschen Friedhof (später „Europäerfriedhof“ genannt) in Tsingtau gesetzt. Die Inschrift auf dem Grabstein lautete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Ein Bahnbrecher christlichen Glaubens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;und christlicher Kultur.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Ein deutscher Forscher im fremden Lande.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab Fabers verschwand während der chinesischen [[Kulturrevolution]] 1966–1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 18.&amp;amp;nbsp;Juli 1888 wurde ihm als dem „hochverdienten Prediger des [[Evangelium (Glaube)|Evangeliums]] unter den Chinesen“, „gediegenen Schriftsteller von der Art der altchristlichen [[Apologet|Apologeten]]“ und „Pfadfinder für die vergleichende Darstellung der Sitten und Gebräuche, Gesetze und [[Chinesische Literatur|Litteratur Chinas]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Paul Kranz (1901), S.&amp;amp;nbsp;VII-VIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Universität Jena]] – in Abwesenheit – die theologische [[Ehrendoktorwürde]] verliehen. Zeitweise war er Vizepräsident der 1890 gegründeten [[Gesellschaft für Hebung des Erziehungswesens in China]]. 1928 wurde ihm in seiner Heimatstadt Coburg mit der Ernst-Faber-Straße ein Straßenname gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Coburger Zeitung]] Jg.&amp;amp;nbsp;67 Nr.&amp;amp;nbsp;179 vom 1.&amp;amp;nbsp;August 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1962 wurde das Altersheim des [[Diakonisches Werk Bayern|Diakonischen Werkes]] in dieser Straße zu seinen Ehren als Ernst-Faber-Haus benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://diakonie-coburg.de/ernst-faber-haus/ |titel=Ernst Faber Haus - Diakonisches Werk Coburg e.V. |sprache=de |abruf=2026-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Schriften zur Sinologie und Philosophie:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbegriff des Confucius nach&amp;#039;&amp;#039; [[Das Große Lernen|大學]], [[Mitte und Maß|中 庸]] &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; [[Gespräche des Konfuzius|論語]]. [[Ernst Johann Eitel|Eitel]], Ch. Gaupp &amp;amp; Co., Hongkong / Missionshaus, Barmen 1872.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quellen zu Confucius und dem [[Konfuzianismus|Confucianismus]], als Einleitung zum Lehrbegriff des Confucius.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Gaupp &amp;amp; Co., Hongkong / Missionshaus, Barmen 1873.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grundgedanken des alten chinesischen [[Sozialismus|Socialismus]] oder die Lehre des Philosophen [[Micius]], zum ersten Male vollständig aus den Quellen dargelegt&amp;#039;&amp;#039;. R.&amp;amp;nbsp;L. Friderichs, Elberfeld&amp;amp;nbsp;/ [[Nikolaus Trübner|Trübner &amp;amp; Comp.]], London 1877.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der [[Naturalismus (Philosophie)|Naturalismus]] bei den alten Chinesen sowohl nach der Seite des [[Pantheismus]] als des [[Sensualismus]] oder die sämmtlichen Werke des Philosophen [[Licius]], zum ersten Male vollständig übersetzt und erklärt&amp;#039;&amp;#039;. R.&amp;amp;nbsp;L. Friderichs, Elberfeld / Trübner &amp;amp; Comp., London 1877. [https://books.google.de/books?id=6zkIAAAAQAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Staatslehre auf ethischer Grundlage oder Lehrbegriff des chinesischen Philosophen [[Mencius]]&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Urtexte übersetzt, in systematische Ordnung gebracht und mit Anmerkungen und Einleitungen versehen&amp;#039;&amp;#039;. R.&amp;amp;nbsp;L. Friderichs, Elberfeld / Trübner &amp;amp; Comp., London 1877.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Introduction to the Science of Chinese Religion. A Critique of [[Friedrich Max Müller|Max Müller]] and other Authors&amp;#039;&amp;#039;. Lane, Crawford &amp;amp; Co., Hongkong / [[Kelly &amp;amp; Walsh]], Shanghai [1879].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus China&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Missionshauses, Barmen 1877 (Rheinische Missions-Traktate Nr.&amp;amp;nbsp;12 u. 13); Neuausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus China Teil I und II von 1877. Beobachtungen eines Missionars mit einem teils verengten, aber auch einem teils wachen (bisweilen interkulturellen) Blick&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Nachwort von Klaus Jans. [[KUUUK Verlag]], Königswinter 2023.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prehistoric China&amp;#039;&amp;#039;. – In: Journal of the China Branch of the [[Royal Asiatic Society]], for the Year 1889–90, New Series, Vol.&amp;amp;nbsp;XXIV, Shanghai 1890, S.&amp;amp;nbsp;141–220.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;China in historischer Beleuchtung. Eine Denkschrift zu seinem 30jährigen Dienstjubiläum als Missionar in China&amp;#039;&amp;#039;. A.&amp;amp;nbsp;Haack, Berlin 1895.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronological Handbook of the History of China. A Manuscript left by the late Ernst Faber, edited by P. Kranz&amp;#039;&amp;#039;. General Evangelical Protestant Missionary Society of Germany, Shanghai 1902.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriften zur Pädagogik:&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Western schools and Examinations&lt;br /&gt;
   |Datum=1873}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Schulen Deutschlands&lt;br /&gt;
   |Datum=1873&lt;br /&gt;
   |Kommentar=erschienen in chinesischer Sprache}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Prinzipien der Erziehung&lt;br /&gt;
   |Datum=1875}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Gegenwärtige Notstände der Erziehung in China&lt;br /&gt;
   |Datum=1903&lt;br /&gt;
   |Kommentar=postum}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Behandlung der chinesischen Klassiker und des Wentschang beim Unterricht an Missionsschulen&lt;br /&gt;
   |Datum=1903&lt;br /&gt;
   |Kommentar=postum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriften zur Botanik (Überarbeitung der Texte von [[Emil Bretschneider]]):&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Botanicon Sinicum. Notes on Chinese Botany from Native and Western Sources. Part II: The Botany of the Chinese Classics. With Annotations, Appendix and Index by Rev. Ernst Faber.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kelly &amp;amp; Walsh&lt;br /&gt;
   |Ort=Shanghai / Trübner &amp;amp; Co., London&lt;br /&gt;
   |Datum=1892}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Kranz: &amp;#039;&amp;#039;D. Ernst Faber, ein Wortführer christlichen Glaubens und seine Werke&amp;#039;&amp;#039;. Evangelischer Verlag, Heidelberg 1901 (&amp;#039;&amp;#039;Zweite Flugschrift-Reihe des Allgemeinen evang.-protestant. Missionsvereins&amp;#039;&amp;#039;, Heft&amp;amp;nbsp;I).&lt;br /&gt;
* {{ADB|48|469|472|Faber, Ernst|Max Christlieb|ADB:Faber, Ernst}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|718|719|Faber, Ernst|Gerhard Rosenkranz|120166046}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Rainer Axmann&lt;br /&gt;
   |Titel=Lebensabriß des E. Faber&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jahrbuch der Coburger Landesstiftung&lt;br /&gt;
   |Band=34&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |Seiten=393–422}}&lt;br /&gt;
* Kin Pan Wu: &amp;#039;&amp;#039;A Discussion of Ernst Faber’s Criticism of the Jesuit Missionaries in China&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;minima sinica&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 29 (2017), Heft 1, S. 27–75, {{ISSN|0936-5419}}.&lt;br /&gt;
* Kin Pan Wu: &amp;#039;&amp;#039;Eine Einführung in den intellektuellen Kommentar zum Evangelium von St. Markus von Dr. Ernst Faber (1839–1899).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Coburger Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 27 (2019), S. 33–41, {{ISSN|0947-0336}}.&lt;br /&gt;
* Kin Pan Wu: &amp;#039;&amp;#039;Thy Kingdom Come: Rev. Dr. Ernst Faber’s (Hua Zhi&amp;#039;an, 1839–1899) intercultural-missionary vision of Chinese Spirituality&amp;#039;&amp;#039;. Projekt Verlag, Bochum 2022, ISBN 978-3-89733-567-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120166046}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bdcconline.net/en/stories/faber-ernst Faber, Ernst {{!}} BDCC] Faber-Biografie von Douglas Brent Whitefield auf bdcconline.net (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.bdcconline.net/zh-hans/stories/hua-zhian Hua Zhi&amp;#039;an] Faber-Biografie von Li Yading ({{zh|c=李亚丁|kurz=1}}, Chefredakteur des &amp;#039;&amp;#039;[[Biographical Dictionary of Chinese Christianity]] – BDCC&amp;#039;&amp;#039;) auf bdcconline.net (chinesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120166046|LCCN=nr89000094|NDL=00766044|VIAF=244020970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Faber, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Missionar (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Faber, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Faber, Ernst Friedrich Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sinologe und Missionar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Coburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. September 1899&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Qingdao#Geschichte|Tsingtau]], China&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sogratis</name></author>
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