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	<title>Ernst Dohm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Dohm&amp;diff=939336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben und Werk */</title>
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		<updated>2025-07-05T17:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Dohm (GL 1867-1 S 205 A Neumann).jpg|mini|hochkant|Ernst Dohm, 1867. &amp;#039;&amp;#039;Grafik von Adolf Neumann.&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Dohm.jpg|mini|hochkant|Ernst Dohm, &amp;#039;&amp;#039;Illustrirte Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe vom 3.&amp;amp;nbsp;Januar 1880]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Ernst Dohm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elias Levy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[24. Mai]] [[1819]] in [[Breslau]]; † [[5. Februar]] [[1883]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Redakteur, Schriftsteller und Übersetzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Elias Levy wurde 1819 in Breslau als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Seine Familie ließ sich 1828 [[taufe]]n und nahm den Namen Dohm an; Elias bekam den neuen Vornamen Ernst.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Martina Löw, Bettina Mathes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlüsselwerke der Geschlechterforschung.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005, S. 16 mit Anm. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Dohm studierte Theologie und Philosophie an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]], unter anderem bei [[August Tholuck]]. Nach einer kurzen Tätigkeit als Pfarrer arbeitete er als Literaturkritiker für diverse Blätter, darunter &amp;#039;&amp;#039;Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz&amp;#039;&amp;#039; (herausgegeben von [[Friedrich Wilhelm Gubitz]]) und das &amp;#039;&amp;#039;Magazin für die Litteratur des Auslandes&amp;#039;&amp;#039;. Als im [[Deutsche Revolution 1848/49|Revolutionsjahr 1848]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Kladderadatsch]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet wurde, eine politisch-satirische Zeitschrift, war Dohm einer der ersten Mitarbeiter. Er entwickelte ein besonderes Talent für meist in Reime gekleidete politische Satire und wurde 1849, ein Jahr nach Gründung der Zeitschrift, zum Chefredakteur ernannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kladderadatch.jpg|mini|links|Titelseite des &amp;#039;&amp;#039;Kladderadatsch&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;10 vom 9.&amp;amp;nbsp;Juli 1848]]&lt;br /&gt;
Unter der Leitung Dohms entwickelte sich der &amp;#039;&amp;#039;Kladderadatsch&amp;#039;&amp;#039; zu einer der bedeutendsten satirischen Zeitschriften Deutschlands, die auch auf die öffentliche Meinungsbildung zunehmend Einfluss nahm. So schürte die Zeitschrift eine Abneigung gegen den französischen Kaiser [[Napoléon III.]], der Preußen schließlich [[Deutsch-Französischer Krieg|am 19. Juli 1870 den Krieg]] erklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Meinungsbildung durch Dohm und den &amp;#039;&amp;#039;Kladderadatsch&amp;#039;&amp;#039;, auch in Bezug auf Napoléon III., vgl. Osborn, in: ADB, Bd. 48, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1860er Jahren gab Dohm seiner Zeitschrift eine zunehmend [[Nationalliberalismus|nationalliberal]]-konservative Tendenz, die sich unter anderem in einer positiven Bewertung des Reichskanzlers [[Otto von Bismarck]] und einer Kritik an der aufkommenden Sozialdemokratie ausdrückte. Die etwa 1879 aufkommende protektionistische Wirtschaftspolitik Bismarcks wurde dagegen auch kritisch beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Calau Witzerundweg Tafel Cottbuser Straße 16 Ernst Dohm.jpg|mini|Gedenktafel in [[Calau]]]]&lt;br /&gt;
Ihm wird auch die Prägung des [[Kalauer]]s zugeschrieben. Dohm verbrachte mehrere Urlaubsaufenthalte in der [[Brandenburg|südbrandenburgischen]] Kleinstadt [[Calau]] und veröffentlichte dabei die teilweise derben Wortwitze der Schuster unter der Rubrik „Aus Kalau wird berichtet“.  Seit 2011 führt ein [[Witzerundweg]] in der Stadt unter anderem zu einer Gedenktafel, die an seine Besuche in der Stadt und seine Verdienste für die Kalauer erinnern soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Calau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsam leben in Calau ...kerngesunde Stadt mit Witz, Informationen für Einwohner&amp;#039;&amp;#039;. S. 34, Broschüre, ohne Datumsangabe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit für den &amp;#039;&amp;#039;Kladderadatsch&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Dohm einige selbstständige Werke. Im Jahr 1849 erschien &amp;#039;&amp;#039;Der Aufwiegler in der Westentasche&amp;#039;&amp;#039;, eine Sammlung von Satiren. 1864 folgte der &amp;#039;&amp;#039;Der trojanische Krieg&amp;#039;&amp;#039;, in dem Dohm satirisch die Gesellschaft und Politik des Jahres 1850 porträtierte. Überdies trat Dohm als Übersetzer hervor. Er übertrug mehrere [[Fabeln von La Fontaine]] sowie [[Libretto|Libretti]] zu Operetten des Komponisten [[Jacques Offenbach]], beides aus dem Französischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 heiratete Dohm die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin [[Hedwig Dohm|Hedwig Schlesinger]], mit der er fünf Kinder hatte: Hans Ernst Dohm (1854–1866); [[Hedwig Pringsheim|Hedwig Dohm]] (1855–1942), die den Mathematiker [[Alfred Pringsheim]] heiratete, Ida Marie Elisabeth Dohm (* 1856, verheiratete Rosenberg), Marie Pauline Adelheid Dohm (* 1858, verheiratete Gagliardi) und Eva Dohm (* 1860, verheiratete Klein, verheiratete Bondi). Über seine Tochter Hedwig war er Großvater von [[Katia Mann|Katharina „Katia“ Pringsheim]], der Ehefrau [[Thomas Mann]]s; er starb kurz vor ihrer Geburt. Gemeinsam mit seiner Frau errichtete Ernst Dohm einen Literatursalon in der [[Potsdamer Straße]] in Berlin. Die Treffen, die seit Mitte der 1870er Jahre jeweils montags stattfanden, wurden vor allem wegen des beliebten, humorvollen Gastgebers geschätzt. Unter anderem verkehrten dort [[Ferdinand Lassalle]], [[Fanny Lewald]], [[Franz Liszt]] und dessen Tochter [[Cosima von Bülow|Cosima Wagner]]. Nach dem Tod Dohms wurde der Salon von seiner Frau fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Petra Wilhelmy, &amp;#039;&amp;#039;Der Berliner Salon im 19. Jahrhundert (1780–1914)&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter, Berlin 1989, ISBN 3-11-011891-2, S. 634.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Dohm starb 1883 im Alter von 63&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Seine letzte Ruhestätte fand er, wie später seine Frau, auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]. Sein Grab ist nicht erhalten geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Grabstätten&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2006, S.&amp;amp;nbsp;301.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|40|41|Dohm, Wilhelm Ernst|Heinz August|116170867}}&lt;br /&gt;
* Cornelia Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Dohm, (Wilhelm) Ernst&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Walther Killy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsmann-Lexikon-Verlag, CD-Rom Berlin 1998, Bd. 3, S. 97–98.&lt;br /&gt;
* {{ADB|48|219|224|Dohm, Ernst|[[Max Osborn]]|ADB:Dohm, Ernst}} (Tendenziöse Biographie, die Dohm in den Himmel lobt.)&lt;br /&gt;
* Isabel Rohner: &amp;#039;&amp;#039;Spuren ins Jetzt. Hedwig Dohm – eine Biografie&amp;#039;&amp;#039;. Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach im Taunus 2010, ISBN 978-3-89741-299-6, insbesondere S. 49–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116170867}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116170867}}&lt;br /&gt;
* {{Litport|537|hist}}&lt;br /&gt;
* Edda Dammmüller: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/ernstdohm104.html &amp;#039;&amp;#039;24.05.1819 - Geburtstag von Ernst Dohm&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 24. Mai 2014. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116170867|LCCN=n82099754|VIAF=32252883}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dohm, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Medien, Berlin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dohm, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dohm, Friedrich Wilhelm Ernst (vollständiger Name); Levy, Elias (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Redakteur, Schriftsteller und Übersetzer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Mai 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Februar 1883&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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