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	<title>Ernst Busse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Tohma: Kat</title>
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		<updated>2025-10-22T18:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Busse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. November]] [[1897]] in [[Solingen]]; † [[31. August]] [[1952]] im Lager in [[Workuta]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] und [[Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales|thüringischer Innenminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Busse wuchs in den armen Verhältnissen einer Solinger Familie von Messer- und Scherenschleifern auf. Schon früh engagierte er sich politisch, zunächst bei der [[Sozialistische Arbeiterjugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] (SAJ), dann auch beim [[Deutscher Metallarbeiterverband|Deutschen Metallarbeiterverband]] (DMV). An der Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] hinderte ihn seine [[Tuberkulose|Lungentuberkulose]], eine typische Berufskrankheit der Solinger Schleifer. Busse war deswegen als Erntearbeiter beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KPD trat er sofort nach ihrer Gründung bei, wurde Mitglied der Bezirksleitung und schrieb als [[Arbeiterkorrespondenzbewegung|Arbeiterkorrespondent]] und Volontär für die &amp;#039;&amp;#039;[[Bergische Arbeiterstimme]]&amp;#039;&amp;#039;. Gleichzeitig übernahm er Funktionen im DMV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1925 war Busse hauptberuflich Gewerkschaftsfunktionär in [[Mönchengladbach]] und ab 1931 in [[Köln]] Bezirksleiter der [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition|Revolutionären Gewerkschafts-Opposition]] (RGO). Als Politiker der KPD war er Stadtverordneter in [[Viersen]] und wurde 1932 in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stein296&amp;quot;&amp;gt;Harry Stein, Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Buchenwald 1937–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen historischen Ausstellung, Göttingen 1999, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] setzte Busse seine politischen und gewerkschaftlichen Tätigkeiten als RGO-Bezirksleiter in [[Erfurt]] illegal fort. Später wurde Busse verhaftet. Am 12. November 1934 wurde Busse wegen „Vorbereitung des Hochverrats“ (er hatte Flugblätter verteilt) und „Neubildung von Parteien“ zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach Verbüßung der Haft in [[Kassel]] und [[Köln]] wurde er in das [[KZ Lichtenburg]] eingewiesen und nach dessen Auflösung 1937 in das [[KZ Buchenwald]]. Dort war er von Anfang an als [[Funktionshäftling]] eingesetzt, zunächst als Blockältester. Busse wurde 1939 Lagerältester II und 1940 Lagerältester I.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Kühn/Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Stärker als die Wölfe: Ein Bericht über die illegale militärische Organisation im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und den bewaffneten Aufstand.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der DDR, Berlin 1976, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1942 war Busse [[Kapo (KZ)|Kapo]] im Häftlingskrankenbau.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Günter Kühn/Wolfgang Weber 1976, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war einer der wichtigsten Köpfe des illegalen Lagerkomitees.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stein296&amp;quot;/&amp;gt; In Buchenwald war es den kommunistischen Häftlingen gelungen, fast alle Funktionsstellungen zu erhalten, damit hatten sie die innere Verwaltung des Konzentrationslagers in ihre Hand gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Günter Kühn/Wolfgang Weber 1976, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings hatten sie gegenüber der [[Schutzstaffel|SS]] keine wirkliche Macht und konnten nur verhältnismäßig wenig für das Wohl ihrer [[Genosse]]n und der anderen Häftlinge tun, um den Preis einer Zusammenarbeit mit der SS. Ernst Busses Name befand sich auf einer Liste mit Namen von 46 Funktionshäftlingen, für die am 6. April 1945 ein Exekutionsbefehl vorlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Günter Kühn/Wolfgang Weber 1976, S. 234f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der SS-Herrschaft in Buchenwald im April 1945 setzten die US-amerikanischen Militärbehörden Busse als Leiter des Landesarbeitsamtes in Erfurt ein. Nachdem die Amerikaner Thüringen räumten und die sowjetischen Truppen das Land besetzten, wurde er am 16. Juli 1945 thüringischer Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Diese Stelle behielt er auch, nachdem Thüringen Teil der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stein296&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Oktober 1946 gab es eine erste Untersuchung der SED gegen Busse – er war von ehemaligen Mithäftlingen denunziert worden, die sich von ihm schlecht behandelt fühlten. Ähnliche Parteiverfahren wiederholten sich, man warf Busse vor, er habe zu eng mit der SS zusammengearbeitet und nicht genug für die Rettung der sowjetischen Kriegsgefangenen in Buchenwald getan. Wahrscheinlich geriet Busse in einen Machtkampf zwischen den in die Sowjetunion [[Auswanderung|emigrierten]] ehemaligen KPD-Mitgliedern und jenen, die in Deutschland geblieben waren. Die Verhörprotokolle zeigen jedenfalls, dass die Untersuchenden keinerlei Versuch unternahmen, die Zwangslage der „roten Kapos“ zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busse bekam in der nächsten Zeit immer unwichtigere Aufgaben zugewiesen. Im Mai 1947 schied er als Minister aus und wurde als 4. Vizepräsident der deutschen Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft, als Leiter des Amtes für Bodenreform und ab August 1948 als Aufsichtsrat des Verbandes deutscher Konsumgenossenschaften eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1950 wurde er zu einer Besprechung mit sowjetischen Stellen nach [[Berlin-Karlshorst|Karlshorst]] geladen, von der er nicht wieder zurückkehrte. Am 27. Februar 1951 wurde er vom Militärtribunal der Garnison des sowjetischen Sektors der Stadt Berlin als angeblicher Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt. Er starb im [[Sonderlager des MWD|Sonderlager]] Nr. 6 [[RetschLag (Lager)|RetschLag]] (Flusslager) in Workuta, in der autonomen [[Republik Komi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. März 1990 wurde er durch die Zentrale Schiedskommission der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] rehabilitiert. Es wurde festgestellt, dass Busses Verfolgung Ausdruck [[Stalinismus|stalinistischer]] Willkür sei. Von sowjetischer Seite erfolgte keine Rehabilitierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
* In [[Schöndorf (Weimar)|Weimar-Schöndorf]] wurde 1988 die [[Ernst-Busse-Straße]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Kühn/Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Stärker als die Wölfe: Ein Bericht über die illegale militärische Organisation im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und den bewaffneten Aufstand.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der DDR, Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Niethammer]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Der „gesäuberte“ Antifaschismus. Die SED und die roten Kapos von Buchenwald. Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-05-002647-2.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Overesch]]:  [https://books.google.de/books?id=SmVmPo6p4bgC&amp;amp;pg=PA220&amp;amp;dq=ernst+busse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi7pZSprfDYAhUMUlAKHSPOC9MQ6AEIPzAE#v=onepage&amp;amp;q=ernst%20busse&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Buchenwald und die DDR oder Die Suche nach Selbstlegitimation.&amp;#039;&amp;#039;]  Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1995,  ISBN 3-525-01356-6.  S. 220, S. 225, S. 229–232, S. 236, S. 252–255 Die Rolle von Ernst Busse wird beleuchtet.&lt;br /&gt;
* Harry Stein, Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Buchenwald 1937–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen historischen Ausstellung. Wallstein Verlag, Göttingen 1999, ISBN 978-3-89244-222-6.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 2004, ISBN 3-320-02044-7, S. 134–135.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=ernst-busse|lemma=Busse, Ernst|autor=|band=1|idNum=477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|124753124}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.mdr.de/lexi-tv/artikel17488.html|werk=[[MDR Fernsehen|MDR]]|titel=Wolf unter Wölfen|zugriff=2018-01-26|kommentar=Erläuterung der Situation sowie der Konflikte als Funktionshäftling und Kapo am Beispiel Ernst Busse.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Innenminister von Thüringen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124753124|VIAF=10787688}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Busse, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DMV-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionshäftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Lichtenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Busse, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPD), MdR, Leiter des Internationalen Häftlingskomitees im KZ Buchenwald&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Solingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. August 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Lager [[Workuta]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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