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	<title>Ernst Brenner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gunnar.Kaestle: Link präzisiert</title>
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		<updated>2025-04-20T18:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Brenner 1907.jpg|mini|Ernst Brenner (1907)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Brenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Dezember]] [[1856]] in [[Basel]]; † [[11. März]] [[1911]] in [[Menton]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in Basel) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]) und [[Anwaltschaft in der Schweiz|Rechtsanwalt]]. Nachdem er 1881 in den [[Grosser Rat (Basel-Stadt)|Grossen Rat]] des [[Kanton Basel-Stadt|Kantons Basel-Stadt]] gewählt worden war, folgte 1884 die Wahl in die Basler [[Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt|Kantonsregierung]]. Darüber hinaus vertrat er ab 1887 seinen Kanton im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]]. 1894/95 war er [[Nationalratspräsident (Schweiz)|Nationalratspräsident]], ab 1896 Parteipräsident der FDP. Von 1897 bis zu seinem Tod gehörte Brenner dem [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] an. Als Justizminister hatte er entscheidenden Anteil an der Einführung des [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|Zivilgesetzbuch]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium, Beruf und Familie ===&lt;br /&gt;
Sein Vater, der Teppichhändler Heinrich August Brenner, entstammte einer alteingesessenen Basler Familie; seine Mutter Sophie Faesch starb kurz nach der Geburt. Brenner besuchte das Gymnasium in [[Basel]]. Während dieser Zeit war er Mitglied der Schülerverbindung [[Paedagogia Basiliensis]]. Anschliessend studierte er [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten von [[Universität Basel|Basel]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;brenner222&amp;quot;&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Basel gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der radikal-demokratischen Studentenverbindung [[Erloschene Corps#Basel|Gold-Helvetia]]. Durch Übertritt am 7. Februar 1877 beteiligte er sich als [[Renonce (Studentenverbindung)|Renonce]] an der Rekonstitution des Corps [[Akademische Turnerschaft Alemannia Basel|Alamannia Basel]], schied jedoch nach etwa sechs Wochen wieder aus, um zur Helvetia zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Platzer: &amp;#039;&amp;#039;Das Corps Alamannia Basel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt&amp;#039;&amp;#039;. Band 59, 2014, S. 434&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach bestandenem Doktorexamen arbeitete er von 1879 bis 1884 in der Anwaltskanzlei seines Onkels [[Karl Johann Brenner]]. Daneben engagierte er sich in verschiedenen Institutionen. Er war Präsident des Eidgenössischen Sängervereins und Vizepräsident des [[Schweizerischer Turnverband|Eidgenössischen Turnvereins]], ohne selber Sänger oder aktiver Turner gewesen zu sein. Ebenso war er Mitglied des Basler Reformvereins. In späteren Jahren stand er der [[Zunft zu Safran (Basel)|Safranzunft]] vor. 1883 heiratete er Lina Sturzenegger aus [[Trogen AR|Trogen]], mit der er zwei Töchter und einen Sohn hatte. Sein gleichnamiger Sohn war später [[Legationsrat]] in Wien; [[August Brenner (Politiker)|August Brenner]], einer seiner Neffen, gehörte von 1919 bis 1935 der Basler Kantonsregierung an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brenner222&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Brenners politische Karriere begann im Jahr 1881. Damals wurde er als Kandidat der linksliberalen Freisinnigen in den [[Grosser Rat (Basel-Stadt)|Grossen Rat]] des [[Kanton Basel-Stadt|Kantons Basel-Stadt]] gewählt. Bereits 1884, er war damals erst 27 Jahre alt, folgte die Wahl in den [[Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt|Regierungsrat]]. In den folgenden zwölf Jahren leitete er das Justizdepartement, im Jahr 1897 das Erziehungsdepartement. Als Justizdirektor nahm er eine grundlegende Reorganisation des Basler Gerichtswesens vor. 1887/888 und 1894/95 amtierte er als Regierungspräsident. Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 1887|Parlamentswahlen 1887]] gelang Brenner auch die Wahl in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]]. Schon bald gehörte er mehreren wichtigen Kommissionen an (Revision des Wahlkreisgesetzes, Budget und Geschäftsbericht, Wahlaktenprüfung, Petitionen). 1894/95 war er [[Nationalratspräsident (Schweiz)|Nationalratspräsident]], von 1891 bis 1897 amtierte er zusätzlich als Ersatzmann des [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgerichts]]. 1895 wählte ihn der [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] zum Vertreter des Staates im [[Verwaltungsrat (Schweiz)|Verwaltungsrat]] der [[Schweizerische Centralbahn|Centralbahn]]. Ab 1896 war er Parteipräsident der zwei Jahre zuvor gegründeten [[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Emil Frey (Politiker, 1838)|Emil Freys]] Ernennung zum Direktor der Internationalen Telegraphen-Union (heute [[Internationale Fernmeldeunion]]) gab es im Bundesrat eine Vakanz. In der fraktionsinternen Vorentscheidung stellten sich drei Kandidaten zur Verfügung, die je einen Parteiflügel repräsentierten. Dabei setzte sich Brenner als Vertreter der Mitte deutlich gegen den progressiven St. Galler [[Theodor Curti]] und den liberal-konservativen Basler Regierungsrat [[Paul Speiser (Jurist)|Paul Speiser]] durch. Brenner war zwar offizieller Kandidat seiner eigenen Fraktion, doch schien Speiser in den anderen Fraktionen mehr Rückhalt zu haben. Bei der Ersatzwahl am 25.&amp;amp;nbsp;März 1897 setzte sich Brenner erst im vierten Wahlgang durch. Dabei erhielt er 96 von 179 gültigen Stimmen; auf Speiser entfielen 81 Stimmen, auf weitere Personen zwei Stimmen. Brenner war somit der erste Bundesrat aus dem Kanton Basel-Stadt. Zwar war 1855 der Basler [[Johann Jakob Stehlin der Ältere|Johann Jakob Stehlin]] gewählt worden, dieser hatte die Wahl jedoch nicht angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 223–224.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesrat.CH.1901.jpg|miniatur|hochkant=1.75|Brenner (links) als Bundespräsident, Karikatur von 1901]]&lt;br /&gt;
Während seiner 14-jährigen Amtszeit stand Brenner dem [[Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement|Justiz- und Polizeidepartement]] vor. Ausnahmen bildeten die Jahre 1901 und 1908, als er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]] war und turnusgemäss vorübergehend die Leitung des [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politischen Departements]] übernahm. Seine wichtigste Leistung war die Einführung des vereinheitlichten [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|Zivilgesetzbuch]]es (ZGB). Dieses war von [[Eduard Müller (Politiker, 1848)|Eduard Müller]] in Auftrag gegeben worden und wurde massgeblich von [[Eugen Huber]] erarbeitet. [[Volksmehr und Ständemehr|Volk und Stände]] stimmten am 13.&amp;amp;nbsp;November 1898 der Verfassungsgrundlage für die Rechtsvereinheitlichung zu, der erste Vorentwurf des ZGB lag Ende 1900 vor. Die parlamentarischen Beratungen zogen sich bis 1907 hin, nach einer vierjährigen Übergangsphase trat das ZGB schliesslich zu Beginn des Jahres 1912 in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 224–225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Brenners Leitung entstand auch ein neues Eisenbahn-Haftpflichtgesetz – ein Vorhaben, das er 1891 als Nationalrat nach dem verheerenden [[Eisenbahnunfall von Münchenstein]] selbst angeregt hatte. Weitere Gesetzesrevisionen betrafen unter anderem das Patentrecht, Erwerb und Verlust des [[Schweizer Bürgerrecht]]s sowie das Versicherungswesen. Ausserdem bereitete er die Reorganisation des Bundesgerichts, die Schaffung eines Verwaltungsgerichts und den Beitritt der Schweiz zu den [[Haager Abkommen|Haager Konventionen]] vor. 1909 verlieh ihm die Universität Basel die [[Ehrendoktor]]würde. Er hatte auch vor, möglichst zügig auch ein einheitliches [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafgesetzbuch]] auszuarbeiten; dieses Vorhaben sollte jedoch erst 1942 verwirklicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1911 begab sich der [[Diabetes mellitus|zuckerkranke]] und an [[Niere]]nbeschwerden leidende Brenner zu einer mehrwöchigen Kur nach [[Menton]] an der [[Côte d’Azur]]. Kurz nach einem Besuch durch seinen Amtskollegen [[Adolf Deucher]] erlitt er einen schweren [[Schlaganfall]], dem er schliesslich erlag. Er wurde auf dem [[Bremgartenfriedhof]] in [[Bern]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Georg Kreis]] |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Ernst Brenner |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=222–226}}&lt;br /&gt;
* Carl Brenner-Senn: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat Dr. Ernst Brenner. Einiges aus seinem Leben&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1916/1916_0413.html Basler Jahrbuch 1916, S.&amp;amp;nbsp;211–248.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|4434|Brenner, Ernst|Autor=Katharina Huber}}&lt;br /&gt;
* [http://www.helveticat.ch/search/query?term_1=%22Brenner+Ernst%22+NOT+%22Brenner+Ernst+%281933-2009%29%22&amp;amp;theme=Helveticat Publikationen von und über Ernst Brenner (1856–1911)] im Katalog Helveticat der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Emil Frey (Politiker, 1838)|Emil Frey]]|NACHFOLGER=[[Arthur Hoffmann (Politiker)|Arthur Hoffmann]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1897–1911}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Justizminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten der FDP Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1046349171|VIAF=306324631|LCCN=no/2016/035899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brenner, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Basel-Stadt)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in der Schweizerischen Studentenverbindung Helvetia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Basel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brenner, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1911&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Menton]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gunnar.Kaestle</name></author>
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