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	<title>Ernst Brauweiler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 30. Mai 2025 um 21:15 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-30T21:15:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Brauweiler.jpg|mini|Ernst Brauweiler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Brauweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juni]] [[1889]] in [[Elberfeld]]; † [[3. August]] [[1945]]) war ein deutscher Journalist und Staatsbeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Brauweiler war der Sohn des Peter Brauweiler und seiner Ehefrau Maria, geborene Kaiser. Nach dem Besuch des [[Realgymnasium]]s in seiner Heimatstadt, wo er 1908 das Reifezeugnis erwarb, studierte Brauweiler Germanistik in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und schloss das Studium in Bonn mit einer Dissertation über die Prosa [[Heinrich Heine]]s ab. Die mündliche Prüfung fand am 9. Dezember 1914 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 wurde er aus dem Landsturm in die Presseabteilung des Nachrichtenoffiziers beim Gouvernement Namur übernommen. Dort begann sein Interesse für die Presse. Deshalb absolvierte Brauweiler nach Kriegsende ein Volontariat bei der &amp;#039;&amp;#039;Bergisch-Märkischen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; in Elberfeld, in die er dann als Redakteur eintrat. Ab 1921 arbeitete Brauweiler als Redakteur für den nationalliberalen [[Hannoverscher Kurier|Hannoverschen Kurier]], ab 1926 als Chefredakteur. Als [[Franz von Papen]] Reichskanzler wurde, kündigte Brauweiler nach Differenzen mit dem Verleger Dr. Jänecke und wurde 1932 im Range eines [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrates]] als Referent in die [[Vereinigte Presseabteilung der Reichsregierung und des Auswärtigen Amtes|Presseabteilung der Reichsregierung]] berufen. 1933 wurde er ins [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda]] (RMVP) übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Bericht der Journalistin [[Bella Fromm]] zufolge soll Brauweiler als Mitarbeiter von Joseph Goebbels an einem gefälschten Testament des Reichspräsidenten [[Paul von Hindenburg]] mitgewirkt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bella Fromm: &amp;#039;&amp;#039;Blood and Banquets. A Berlin Social Diary&amp;#039;&amp;#039;, 1942, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde Brauweiler im RMVP als Stellvertreter von [[Karl Bömer]] zum stellvertretenden Leiter der [[Reichsministerium_für_Volksaufklärung_und_Propaganda#Struktur_des_RMVP|Abteilung IVb (Abteilung für Auslandspresse)]] &amp;lt;!-- des [[Außenpolitisches Amt der NSDAP|Außenpolitischen Amtes der NSDAP]]--&amp;gt; ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Herzer: &amp;#039;&amp;#039;Auslandskorrespondenten und Auswärtige Pressepolitik im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 171–175 und 40 weitere Fundstellen&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Abteilung hatte an den zweimal täglich stattfindenden [[Reichspressekonferenz]]en zu gewährleisten, dass die Berichterstattung der ausländischen Pressevertreter im Sinne des [[NS-Staat]]es ausfiel. Von Dezember 1939 bis Dezember 1940 leitete er außerdem in Personalunion die Auslandsabteilung des Propagandaministeriums. Nach dem Tod Bömers im Jahr 1942 folgte Brauweiler diesem im Rang eines [[Ministerialdirigent]]en als Leiter der Auslandspresseabteilung nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Kriegspropaganda. 1939–1941&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die überdauernden Zeugnisse beschreiben ihn in diesem Amt einvernehmlich als einen „bürokratischen Mann ohne Phantasie“: Der schwedische Journalist Fredborg gab etwa an, dass die Pressekonferenzen unter seiner Federführung nicht mehr spritzig und lebhaft gewesen seien, wie unter Böhmer, sondern „öde und farblos“, und Brauweiler selbst sei mitunter starrsinnig wie ein Armeepackesel gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arvid Fredborg: &amp;#039;&amp;#039;Behind the Steel Wall. A Swedish Journalist in Berlin, 1941–43&amp;#039;&amp;#039;, 1944, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Joseph Goebbels]] äußerte sich in seinen Tagebüchern skeptisch, so am 20. August 1943: &amp;#039;&amp;#039;Auch er&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. [[Otto Dietrich]]) &amp;#039;&amp;#039;ist der Meinung, daß man auf die Dauer Brauweiler ablösen muß ... Der Verdacht hat sich nicht bestätigt, daß in der Auslandspresseabteilung Defaitismus verbreitet war. Die Herren der Abteilung sind führerlos und deshalb manchmal etwas gegen die Auslandsmeldungen anfällig. Schuld daran trägt in der Hauptsache Dr. Brauweiler.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Elke Fröhlich (Hrsg.): Die Tagebücher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, München, Teil II: Diktate 1941–1945. 15 Bde. 1993–1996, ISBN 3-598-21920-2. Band 9, S. 317, 20. August 1943&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boelcke zufolge stammte Brauweiler wie die meisten anderen führenden Goebbels-Mitarbeiter aus dem Rheinland, hätte allerdings im Unterschied zu diesen mehr einem nationalen [[Liberalismus]] als dem [[Nationalsozialismus]] zugeneigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Kriegspropaganda. 1939–1941&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 73, siehe auch S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Herzer: &amp;#039;&amp;#039;Auslandskorrespondenten und Auswärtige Pressepolitik im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 171–175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu ihrer Selbstauflösung 1933 gehörte der Katholik dementsprechend der liberalen [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP) an. Brauweiler trat zum 1. Mai 1937 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.934.009).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4300768&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 heiratete Brauweiler [[Johanna Brauweiler|Johanna Schürhoff]] (1896–1989) und hatte mit ihr die Tochter Rita-Dorothea, verh. Petersen (1925–1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1945 in Berlin verhaftet, wurde er am 23. Juli 1945 nach [[Artikel 58 des Strafgesetzbuches der RSFSR|Art. 58-2 StGB des RSFSR]] wegen Kriegsverbrechens vom [[Milit%C3%A4rgericht#Sowjetunion|SMT]] der [[5. Stoßarmee]] zum Tod durch Erschießen verurteilt; das Urteil wurde am 3. August 1945 vollstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944-1947): Eine historisch-biographische Studie&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2015, Kurzbiographien auf beiliegender CD, dort S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|143653008}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zu Heines Prosa&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Grote, 1915. (Dissertation, Bonner Forschungen. N. F. Bd. 9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Herzer: &amp;#039;&amp;#039;Auslandskorrespondenten und Auswärtige Pressepolitik im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2012, ISBN 978-3-412-20859-2.&lt;br /&gt;
* [[Martin Sommerfeldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. Ein Augenzeugenbericht des Auslandsprechers des OKW.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutsche Verlags- und Druckerei Gesellschaft, Mörfelden-Walldorf 1952.&lt;br /&gt;
* [[Willi A. Boelcke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kriegspropaganda 1939–1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hürter]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. 5. T–Z, Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 5: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger: Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-71844-0, S. 414 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ns-reichsministerien.de/2020/04/01/ernst-brauweiler/ Kurzbiografie] – [https://ns-reichsministerien.de/ Projekt „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143653008|VIAF=169033511}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brauweiler, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Sowjetische Besatzungszone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brauweiler, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Staatsbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juni 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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