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	<title>Ernst Boepple - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Boepple&amp;diff=1356988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 12. Dezember 2025 um 14:24 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-12T14:24:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Boepple 1.jpg|mini|Ernst Boepple in SS-Uniform]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Boepple&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. November]] [[1887]] in [[Betzingen]]; † [[15. Dezember]] [[1950]] in [[Krakau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Verleger]] in [[München]] und während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] Staatssekretär im [[Generalgouvernement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Boepple beendete seine Schullaufbahn am Gymnasium in [[Reutlingen]] 1905 mit dem [[Abitur]]. Danach absolvierte er bis 1910 ein Sprach- und Geschichtsstudium an den Universitäten in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität von Paris|Paris]], [[University of Oxford|Oxford]] und [[Universität London|London]]. Boepple [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1916 zum Dr. phil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial381&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1912 diente er als [[Einjährig-Freiwilliger]] im [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Heer]] und trat danach in den württembergischen Schuldienst ein, wo er mit einer kriegsbedingten Unterbrechung bis 1920 beschäftigt war. Boepple nahm als Offizier der Infanterie durchgehend am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und schied 1919 als [[Oberleutnant]] d.R. aus der Armee aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1918 gehörte Boepple dem [[Alldeutscher Verband|Alldeutschen Verband]] an. Als Mitarbeiter des Münchner Verlegers [[Julius Friedrich Lehmann]] war er 1919 Mitgründer der [[Deutsche Arbeiterpartei|Deutschen Arbeiterpartei]] (DAP), die später in [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] umbenannt wurde (Mitgliedsnummer 515).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv NS 26/230 bzw. 2099, Mitgliederverzeichnis, die Zählung wurde bei 501 begonnen&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bogdan Musiał]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement. Eine Fallstudie zum Distrikt Lublin 1939–1944.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-05063-2, S.&amp;amp;nbsp;381.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später gehörte Boepple zu den Mitbegründern des [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;&amp;gt;Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Boepple, Ernst&amp;#039;&amp;#039;, in: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1919 gründete Lehmann den [[Deutscher Volksverlag|Deutschen Volksverlag]] mit dem Ziel der Veröffentlichung von betont antisemitischen Schriften und übergab den Verlag an Boepple.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auerbach7&amp;quot;&amp;gt;Hellmuth Auerbach: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers politische Lehrjahre und die Münchener Gesellschaft 1919-1923&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]. Jg. 25 (1977), Heft 1, S. 7. ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1977_1.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Adresse des Deutschen Volksverlags war die Paul-Heyse-Straße 9. 1919 publizierte der Deutsche Volksverlag [[Anton Drexler]]s &amp;#039;&amp;#039;Mein politisches Erwachen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auerbach7&amp;quot; /&amp;gt; Im Deutschen Volksverlag erschienen außerdem zahlreiche frühe Schriften des nationalsozialistischen Chefideologen Alfred Rosenberg und ab 1924 auch die von ihm herausgegebene Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Institut zur Erforschung der Judenfrage#„Der Weltkampf“|Der Weltkampf]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Rosenberg: Hitlers Chefideologe&amp;#039;&amp;#039;. Blessing, München 2005, ISBN 3-89667-148-0, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; die später vom [[Hoheneichen-Verlag]] übernommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|44576|iquelle|Paul Hoser|Rechtsextremismus (20. Jahrhundert)|2012-02-01|2012-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. November 1923 nahm Boepple am [[Hitlerputsch]] in München teil. Der [[Völkischer Beobachter|Völkische Beobachter]] wurde wie die NSDAP infolge des gescheiterten Hitlerputsches bis zum 26. Februar 1925 verboten. Zur Umgehung dieses Verbots fungierte Boepple als einer von sechs Gesellschaftern der &amp;#039;&amp;#039;Großdeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, die vom 29. Januar bis zum 22. Mai 1924 verlegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|44886|iquelle|Paul Hoser|Großdeutsche Zeitung|2011-02-28|2012-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Neugründung der [[NSDAP]] trat Boepple ihr zum 17. Mai 1926 bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 36.000).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/3161645&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ab 1933 ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung der Nationalsozialisten]] trat Boepple im Herbst 1933 als Beamter in den Staatsdienst ein und war im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultur beschäftigt. Anfang März 1934 wurde er zum Staatsrat ernannt. 1934 wurde er außerdem Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 166.838) und erreichte dort am 20. April 1935 den Rang eines [[SS-Oberführer]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;/&amp;gt; Nach dem Tode [[Hans Schemm]]s war er 1935/36 geschäftsführender Kultusminister in Bayern, seit 1937 Staatssekretär und Vertreter des Ministers. Nach einem Zerwürfnis mit Gauleiter [[Adolf Wagner (Gauleiter)|Adolf Wagner]] wurde Boepple Ende September 1939 zwangsweise beurlaubt. 1940 schied er aus dem Kultusministerium aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend leistete er nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] Kriegsdienst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 1941 war Boepple zweiter Staatssekretär nach [[Josef Bühler]] unter [[Hans Frank]] im [[Generalgouvernement]]. Boepple gehörte zu den Hauptverantwortlichen des im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]] verwirklichten [[Holocaust]]. Ab Januar 1942 war Boepple in Personalunion zudem Stellvertreter des Präsidenten Hans Frank im &amp;#039;&amp;#039;[[Institut für Deutsche Ostarbeit]]&amp;#039;&amp;#039; in Krakau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee60&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vertreter von Hans Frank war Boepple auch Mitglied des Kuratoriums des [[Deutsches Spracharchiv|Deutschen Spracharchivs]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Simon: {{Webarchiv|url=http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/obst.pdf |wayback=20070609102817 |text=Eberhard Zwirner und das &amp;gt;Deutsche Spracharchiv&amp;lt; im Dritten Reich |archiv-bot=2024-12-10 15:26:27 InternetArchiveBot }} (PDF-Datei; 962&amp;amp;nbsp;kB), S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Von August 1944 bis Januar 1945 war er Verbindungsmann von Hans Frank zu den Gauleitern in [[Provinz Niederschlesien|Nieder-]] und [[Oberschlesien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diensttagebuch946&amp;quot;&amp;gt;Werner Präg / Wolfgang Jacobmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1975, S. 946&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Endphase des Krieges kehrte er 1945 in die bayerische Ministerialverwaltung zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial381&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende schied er am 5. Juli 1945 offiziell aus dem bayrischen Staatsdienst aus und wurde von Angehörigen der [[United States Army|US-Armee]] festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Boepple wurde Mitte Oktober 1947 von den amerikanischen Besatzungsbehörden nach Polen überstellt. Dort wurde er von einem polnischen Gericht in Krakau am 14. Dezember 1949 zum Tode verurteilt und am 15. Dezember 1950 gehängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial381&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 25–26.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04208-7 (2. unveränderte Auflage. ebenda 2004, ISBN 3-447-05063-2).&lt;br /&gt;
* Werner Präg / [[Wolfgang Jacobmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]], Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 20. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1975, ISBN 3-421-01700-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116224592}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/boepple-ernst &amp;#039;&amp;#039;Boepple, Ernst&amp;#039;&amp;#039;], in: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;, URL: &amp;lt;http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/boepple-ernst&amp;gt; (Stand 4. November 2011, abgerufen am 23. Mai 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116224592|LCCN=no2003081506|VIAF=97686790}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boepple, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Alldeutschen Verband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerischer Staatsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Volksrepublik Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boepple, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Nationalsozialist, Verleger, Staatssekretär im Generalgouvernement&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. November 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Betzingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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