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	<title>Ernst Boehe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-07T17:44:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Adolf Boehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1880]] in [[München]]; † [[16. November]] [[1938]] in [[Ludwigshafen am Rhein]]) war ein deutscher [[Dirigent]] und [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ErnstBoehe.jpg|mini|Ernst Boehe (um 1907)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boehe entstammte einer bayerischen Offiziersfamilie. Bereits als Gymnasiast nahm er Unterricht in [[Harmonielehre]] und [[Kontrapunkt]] bei [[Rudolf Louis]] und Klavier bei [[Josef Pembaur]]. Ab 1900 studierte er an der [[Hochschule für Musik und Theater München|Königlichen Akademie der Tonkunst]] in München, wo ihn [[Ludwig Thuille]] (Komposition) und [[Heinrich Schwartz (Pianist)|Heinrich Schwartz]] (Klavier) unterrichteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dirigent leitete er ab 1907 gemeinsam mit [[Walter Courvoisier]] die Volks-Sinfoniekonzerte des Kaim-Orchesters in München (spätere [[Münchner Philharmoniker]]) und übernahm von 1913 bis 1920 die [[Oldenburger Hofkapelle]]. Er  verdankte seine Berufung 1913 als Nachfolger von [[Ferdinand Manns]] nach [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]] einer Empfehlung des damals sehr bekannten Stuttgarter Komponisten und Generalmusikdirektors [[Max von Schillings]]. Boehe gelang es, dem Oldenburger Musikleben nach einem gewissen Niedergang, den dieses Anfang des 20. Jahrhunderts erleben musste, neue Impulse zu geben. Durch zwei Neuerungen führte er das Oldenburger Publikum wieder stärker als zuvor an das Orchester heran: Er machte die Generalproben öffentlich und richtete unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Volkstümliche Konzerte&amp;#039;&amp;#039; eine besondere Konzertreihe ein. Der musikalische Höhepunkt seines Wirkens in Oldenburg lag in den letzten Jahren seiner dortigen Tätigkeit. Er machte die Oldenburger verstärkt mit damals modernen Kompositionen von [[Anton Bruckner|Bruckner]], [[Richard Strauss]] und anderen bekannt. 1917 wurde er mit dem Professorentitel geehrt und erhielt 1919 den Titel eines [[Generalmusikdirektor]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boehe wechselte 1920 nach Ludwigshafen und wirkte hier bis zu seinem Tod im Jahr 1938 ebenfalls als Generalmusikdirektor des Pfalzorchesters in Ludwigshafen am Rhein (der heutigen [[Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz|Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz]]). Als solchem wurde ihm 1937 der &amp;#039;&amp;#039;Johann-Stamitz-Preis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Westmarkpreis&amp;#039;&amp;#039; für Musik), ein [[Nationalsozialismus|NS]]-Kulturpreis, verliehen. Zum 1. Mai 1933 war er der [[NSDAP]] beigetreten (Mitgliedsnummer 3.265.537).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/3011062&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bildhauer [[Fritz Koelle]], Mit-Preisträger desselben Jahres in der Sparte für Bildende Kunst des Westmarkpreises (= &amp;#039;&amp;#039;Albert-Weisberger-Preis&amp;#039;&amp;#039;), schuf 1937 eine Porträtbüste von Boehe aus Bronze,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein neues Riesenbildwerk des Trägers des Westmarkpreises 1937.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Badische Presse.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 53. Nr. 70 vom 11. März 1937, S. 4 ({{Webarchiv|url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/TDEKIX4UXQQFGVTVEAU4MUCHMKVUCNXK?issuepage=4 |wayback=20220924201915 |text=online |archiv-bot=2023-04-23 14:45:29 InternetArchiveBot }} bei [[Deutsches Zeitungsportal]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; die heute in der Städtischen Kunstsammlung Augsburg verwahrt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.koelle-online.de/Pages_fk/fk_7_werkverzeichnis_3.html Koelle-Werkeverzeichnis Nr. 135].&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich der Verleihung des &amp;#039;&amp;#039;Westmarkpreises für Musik&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1944 an [[Philipp Mohler]] erteilte der Bürgermeister der Stadt Ludwigshafen diesem den Werkauftrag, zum Andenken an Ernst Boehe eine diesem gewidmete [[Kanzone (Musik)|Orchestercanzone]] zu schreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Werkauftrag für Mohler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hakenkreuzbanner / Neue Mannheimer Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 14 / 155. Nr. 115 vom 28. April 1944, S. (6) ({{Webarchiv|url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/SDR35OOTHJFW2ZA3YQFIMFZPY2OXA6FL?issuepage=6 |wayback=20220924205117 |text=online |archiv-bot=2023-04-23 14:45:29 InternetArchiveBot }} bei Deutsches Zeitungsportal).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Erste Kompositionen Boehes entstanden während der Gymnasialzeit und erschienen ab 1900 im Druck, so z. B. die Lieder op. 1 und der Liederzyklus &amp;#039;&amp;#039;Tiefe Schatten&amp;#039;&amp;#039; op. 2. Den Schwerpunkt von Boehes Schaffen bilden programmatische Orchesterwerke, die der &amp;#039;&amp;#039;[[Symphonische Dichtung|Symphonischen Dichtung]]&amp;#039;&amp;#039; zugerechnet werden, besonders der gewaltige 4-teilige Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Aus Odysseus&amp;#039; Fahrten&amp;#039;&amp;#039; op. 6, dessen einzelne Teile („Ausfahrt und Schiffbruch“ op.6,1; „Insel der Kirke“ op.6,2; „Die Klage der Nausikaa“ op.6,3 und „Odysseus Heimkehr“ op.6,4) von der Musikalischen Akademie München und dem Kaimorchester in den Jahren 1903–1905 und später auch von vielen anderen Orchestern aufgeführt wurden. Auf der Tonkünstlerversammlung im Juni 1903 in Basel errang der gesamte Zyklus einen „enthusiastischen Erfolg“ (NZsfM S.&amp;amp;nbsp;383), wodurch der Komponist recht bekannt wurde. Auch seine übrigen Orchesterwerke &amp;#039;&amp;#039;Taormina&amp;#039;&amp;#039; op. 9, &amp;#039;&amp;#039;Tragische Ouvertüre&amp;#039;&amp;#039; op. 10 und &amp;#039;&amp;#039;Symphonischer Epilog&amp;#039;&amp;#039; op. 11 erklangen noch in den Jahren vor 1910. Sie sind im Umkreis der [[Neudeutsche Schule|Neudeutschen Schule]] angesiedelt und zeigen Einflüsse von [[Richard Strauss]] und [[Max von Schillings]], mit denen Boehe befreundet war. Mit 30 Jahren beendete er seine Tätigkeit als Komponist weitgehend und konzentrierte sich auf seine durchaus erfolgreiche Dirigentenlaufbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst Boehe.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Friedl u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft. Isensee, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5, S. 80–81 ([https://www.lb-oldenburg.de/pdf/biohandb/b.pdf online]).&lt;br /&gt;
* Gottfried Heinz: Biographische Angaben im CD-Beiheft cpo 999 875-2 (Boehe: Tragische Ouvertüre etc., Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ltg. Werner Andreas Albert, 2002)&lt;br /&gt;
* Kurzbiographie Ernst Boehe in NZsfM 1909 S.&amp;amp;nbsp;159 (14 Zeilen)&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 620f. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chefdirigenten der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116217901|LCCN=no/2003/30905|VIAF=62294740}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Boehe, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmusikdirektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boehe, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boehe, Ernst Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dirigent und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. November 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ludwigshafen am Rhein]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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