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	<title>Ernst Benedikt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:42:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Benedikt&amp;diff=1095732&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat:Österr. Emigrant in UK und Schweden</title>
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		<updated>2026-04-20T10:11:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat:Österr. Emigrant in UK und Schweden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Benedikt, by Ferdinand Schmutzer, 1914.jpg|mini|Ernst Benedikt, fotografiert von [[Ferdinand Schmutzer]] (1914)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Martin Benedikt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Pseudonym]]e: &amp;#039;&amp;#039;Erich Major&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ernst Martin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ernst Marliss&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[20. Mai]] [[1882]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[28. Dezember]] [[1973]] ebenda) war ein [[österreich]]ischer [[Journalist]], Schriftsteller, Lyriker, [[Publizist]], [[Herausgeber]] und [[Malerei|Maler]] [[Judentum|jüdischer]] Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Publizisten [[Moriz Benedikt (Publizist)|Moriz Benedikt]] (1849–1920) aus [[Kvasice|Kwassitz]] ([[Mähren]]) und dessen Frau Adele (geb. Krohn; 1847–1935) aus [[Breslau]] ([[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt studierte [[Rechtswissenschaft]]en und arbeitete nach seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. jur. zunächst unter Pseudonym in der von seinem Vater geführten „[[Neue Freie Presse|Neuen Freien Presse]]“. Nach dem Tod des Vaters wurde er 1920 Eigentümer der Zeitung und war bis 1935 selbst [[Chefredakteur]]. Doch er hatte ein schweres Erbe übernommen: Der Rückgang der Auflage und die wirtschaftliche Not der 1930er Jahre zwangen ihn 1934, seine Anteile an die österreichische Regierung zu verkaufen. Schon zuvor hatte er im Jahr 1932 Anteile an ein [[Konsortium]] mit [[Stefan von Müller]] verkaufen müssen. Für die nun endgültig zum Regierungsblatt gewordene „Neue Freie Presse“ gab es nach dem [[Anschluss Österreichs|„Anschluss“ Österreichs]] (12.&amp;amp;nbsp;März 1938) kein Weiterleben mehr. [[Adolf Hitler]] hatte sich seit seiner Wiener Zeit eine unversöhnlich-feindselige Haltung gegen das „Judenblatt“ bewahrt und die Einstellung verlangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.diepresse.com/unternehmen/geschichte/9835/index.do |text=Historie der Zeitung. |wayback=20071016060849 |archiv-bot=2023-12-19 08:13:25 InternetArchiveBot}} diepresse.com&amp;lt;/ref&amp;gt; Benedikt war nach der [[Reichspogromnacht]] von November 1938 bis April 1939 in [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt verließ im Mai 1939 sein Haus in der Himmelstraße 55 in [[Döbling]] (19. Wiener Bezirk) und floh mit seiner Familie zunächst nach [[England]] und im Juli 1939 weiter nach [[Schweden]]. Sein Haus, seine Kunstsammlung und seine rund 6.000 Bände umfassende Bibliothek wurden [[Arisierung|enteignet]] und über die [[Vermögensverkehrsstelle]] zwangsveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sophie Lillie]]: &amp;#039;&amp;#039;Was einmal war&amp;#039;&amp;#039;. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens, Seite 161 f., Wien 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden lebte Benedikt mit Frau und Tochter Susanne in sehr bescheidenen, von Geldnot geplagte Verhältnissen. Er wurde Vorstandsmitglied der UVS und Mitarbeiter verschiedener schwedischer Zeitungen und Zeitschriften, doch konnte davon kaum leben. Schon 1953 wurde er zwar eingeladen, an seine Zeitung nach Wien zurückzukehren, doch erst im Jahr 1962 ging er tatsächlich wieder nach Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen errangen seine Interviews mit den großen Politikern der Nachkriegszeit wie [[Jan Masaryk]], [[Stanley Baldwin]] und [[Herbert C. Hoover]]. Dennoch befasste sich 1936 der Satiriker und Presse-Kritiker [[Karl Kraus]], der schon Benedikts Vater Moriz kritisiert hatte, in einer Glosse unter dem Titel „Die Rettung (Sprachlehre)“ mit Benedikts Schreibstil:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der junge Springinsgeld kennt keinen [[Genitiv]], denn er ist nicht der Sohn des, sondern von Moriz Benedikt. Das wäre noch richtig, wie ja auch einer dieser gräßlichen Leitartikel des Ernst Benedikt einer von Ernst Benedikt genannt werden kann, da er ja von ihm verfaßt ist. (Wer vermöchte es außer ihm!) Nun sitzt ihm aber das ‚von‘ –&amp;amp;nbsp;von der Monarchie her&amp;amp;nbsp;– noch so im Gemüte, daß er es immer verwenden muß. Es geht ihm ‚um das Schicksal von Deutschland, aber auch um das Schicksal von Europa‘, er glaubt an ‚die Zukunft von Österreich‘,&amp;amp;nbsp;….&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;krausquote&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.projekt-gutenberg.org/kraus/sprache/chap022.html |titel=Die Rettung (Glosse von Karl Kraus) |werk=projekt-gutenberg.org |sprache=de |abruf=2022-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt erhielt das [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Grinzing - Friedhof, Grabstätte von Ernst Benedikt uam.JPG|mini|hochkant|Grabstätte von Ernst Benedikt auf dem Grinzinger Friedhof]]&lt;br /&gt;
Er wurde am [[Grinzinger Friedhof]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verstorbenensuche&amp;quot;&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Ernst Benedikt |Friedhof=Grinzing |Jahr=1974}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt war verheiratet mit Irma von Rosen (* 15. November 1879, † 15. Juli 1969 in Wien) und hatte vier Töchter: Gerda (* 20. Juni 1915 in Wien, † 4. Oktober 1970 in New York), Frieda (* 9. November 1916, † 3. April 1953 in [[Neuilly-sur-Seine|Neuilly]] bei Paris, Frankreich), die später unter dem Namen [[Anna Sebastian]] schrieb, Ilse (* 14. August  in Wien,† 6. Juni 1969 in Wien) und Susanne (13. September 1923, † 25. Dezember  2014 in Paris). Sein [[Nachlass]] befindet sich im [[Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek]]. Sein Enkel [[Ernst Strouhal]], ein Sohn seiner Tochter Ilse, hat die Familiengeschichte, basierend auf dem intensiven Briefwechsel innerhalb der Familie, aufgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Strouhal |Titel=Vier Schwestern. Fernes Wien, fremde Welt |Verlag=Zsolnay |Ort=Wien |Datum=2022 |ISBN=978-3-552-07312-8 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Strouhal]]: &amp;#039;&amp;#039;Vier Schwestern. Fernes Wien, fremde Welt&amp;#039;&amp;#039;. Wien 2022, ISBN 978-3-552-07312-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benedikt, Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bend–Bins.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1993, ISBN 3-598-22682-9, S. 16–21.&lt;br /&gt;
* Sepp Hiekisch-Picard (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Martin Benedikt (1882–1973)&amp;#039;&amp;#039;. Katalog zur Ausstellung im Museum Bochum 1988–1989. Museum Bochum, Bochum 1989, ISBN 3-8093-0130-2 (mit Werkverzeichnis).&lt;br /&gt;
* Michaela Lindinger: &amp;#039;&amp;#039;Österreicher, Jude, Emigrant: Biographisches zum Journalisten, Schriftsteller und Maler Ernst Benedikt (1882–1973)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Medien &amp;amp; Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 1992, Band 7, Heft 1, S. 14–24.&lt;br /&gt;
* [https://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/weltbisgestern/394538/index.do?from=suche.intern.portal Artikel über Ernst Benedikt.] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Presse&amp;#039;&amp;#039;, 28./29. Juni 2008, S. 43.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 50.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Benedikt Ernst (Martin).&amp;#039;&amp;#039; In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 443.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Ernst Martin Benedikt|Ernst Benedikt}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118851039}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kurrein.com/Silberstein/f104.htm Genealogische Daten.] kurrein.com&lt;br /&gt;
* {{ONB-Lit|Typ=p|Pfad=benedikt-ernst-martin-1882-1973/|Text=Ernst Benedikt}}&lt;br /&gt;
* [https://data.onb.ac.at/rec/AL00468217 Bestand.] In: Kataloge der Österreichischen Nationalbibliothek Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118851039|LCCN=no2022088437|VIAF=13104982}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Benedikt, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Schweden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benedikt, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Benedikt, Ernst Martin (vollständiger Name); Major, Erich (Pseudonym); Martin, Ernst (Pseudonym); Marliss, Ernst (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Publizist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Mai 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Schweden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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