<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ernst_Barnikol</id>
	<title>Ernst Barnikol - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ernst_Barnikol"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Barnikol&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T09:40:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Barnikol&amp;diff=2245583&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Barnikol&amp;diff=2245583&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-27T06:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Grab Ernst Barnikol.jpg|thumb|Das Grab von Ernst Barnikol im Familiengrab auf dem evangelischen [[Laurentiusfriedhof (Halle)|Laurentiusfriedhof]] in Halle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Barnikol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1892]] in [[Barmen]]; † [[4. Mai]] [[1968]] in [[Halle (Saale)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[evangelisch]]er [[Theologe]] auf dem Gebiet der [[Kirchengeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Barnikol war der Sohn eines Wagenfabrikanten und wurde zunächst auf einer Schule seiner Heimatstadt vorgebildet. Danach besuchte er eine [[Koblenz]]er Schule, wo er 1910 sein [[Abitur]] bestand. Anschließend studierte er [[Geschichte]], [[Germanistik]], [[Philosophie]] sowie Theologie an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], ferner von 1914 bis 1916 an der [[Universität Utrecht]]. Danach ging er wieder nach Marburg, wo er 1916 zum [[Doktor]] der Philologie [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. 1916 und 1917 fungierte er als Soldat im Wachdienst. In diesem Jahr bestand er sein theologisches [[Staatsexamen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1917 wurde Barnikol in [[Wesseling]] Hilfspastor. In Marburg wurde er 1920 [[Lizentiat]] der Theologie und wurde 1921 an der theologischen [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] auf dem Gebiet des [[Urchristentum]]s [[Habilitation|habilitiert]]. Noch in diesem Jahr wurde er als [[Privatdozent]] für das [[Neues Testament|Neue Testament]] angestellt, im nächsten Jahr lehrte er auch Kirchengeschichte. Im Jahr 1923 erhielt er von der Universität einen [[Lehrauftrag]] für die neutestamentliche Zeitgeschichte, im Folgejahr aber fungierte er wieder als Privatdozent und gab die Stelle in Wesseling auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 wurde Barnikol als planmäßiger ordentlicher [[Professor]] für die Kirchen- und Geschichte des Urchristentums an die [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] berufen. In dieser Zeit verfasste er einige Schriften und edierte auch Quellen von Sozialisten wie [[Wilhelm Weitling]]. Aufgrund dessen wurde er bereits 1929 als ordentlicher Professor an die [[Theologische Fakultät Halle|Theologische Fakultät]] der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch engagierte sich Barnikol in der [[Weimarer Republik]] in der linksliberalen [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], deren Reichsparteiausschuss er von 1928 bis 1930 angehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot;&amp;gt;Biographische Notiz im [https://www.catalogus-professorum-halensis.de/barnikolernst.html Catalogus Professorum Halensis], abgerufen am 19. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933, zu den Kirchenwahlen, musste Barnikol eine Geldstrafe zahlen, weil er in seiner Gemeinde für eine politische Auseinandersetzung gesorgt hatte. Er stand der Kirchenpolitik des [[Nationalsozialismus]] nicht allgemein ablehnend gegenüber. Er gehörte in der NS-Zeit dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] und der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 gehörte Barnikol als Vertreter der SPD, in die er am 7. Juli 1945 eingetreten war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot; /&amp;gt; dem antifaschistischen Universitätsausschuss an, der die [[Entnazifizierung]] der Universität anstrebte. Er hatte dazu beigetragen, dass Schriften von [[Karl Marx]], die in der Weimarer Republik erschienen, in der Bibliothek der Theologischen Fakultät der Hallenser Universität nach ihrer Wiedereröffnung 1945/46 noch vorhanden waren und von den Studierenden genutzt werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Heinemann (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Hochschuloffiziere und Wiederaufbau des Hochschulwesens in Deutschland 1945-1949. Die Sowjetische Besatzungszone&amp;#039;&amp;#039;, Akademie Verlag, Berlin, 2000, Zeitzeuge: damaliger [[Friedrich Elchlepp|Jura-Student Elchlepp]] S. 243; ISBN 3-05-002851-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD]] wurde er 1946 Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], trat aber 29. September 1948 aus der Partei aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot; /&amp;gt; Später war Barnikol kurzzeitig auch Vorsitzender des Universitäts-Hauptbetriebsrates. Seine Tätigkeit an der Universität war aber nicht unumstritten. Man behauptete, er habe dem [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] angehört, was sich später als unwahr herausstellte. In den 1950er Jahren folgten Streitigkeiten mit der SED, seine Professur blieb aber unberührt. 1960 schließlich trat er in den [[Ruhestand]] und verstarb 1968 im Alter von 76 Jahren in Halle. Barnikols Grab befindet sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[St. Laurentius (Halle)|Laurentius-Friedhof]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte der Brüder vom gemeinsamen Leben. Die 1. Periode der deutschen Brüderbewegung: Die Zeit Heinrichs von Ahaus. Ein Beitrag zur Entwicklung und Organisation des religiösen Lebens auf deutschem Boden im ausgehenden Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (1917)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das entdeckte Christentum im Vormärz. Bruno Bauers Kampf gegen Religion und Christentum und Erstausgabe seiner Kampfschrift&amp;#039;&amp;#039; (1927)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weitling, der Gefangene und seine »Gerechtigkeit«. Eine kritische Untersuchung über Werk und Wesen des frühsozialistischen Messias&amp;#039;&amp;#039; (1929)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die drei Jerusalemreisen des Paulus. Die echte Konkordanz der Paulusbriefe der Wir-Quellen der Apostelgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (1929)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die vorchristliche und frühchristliche Zeit des Paulus. Nach seinen geschichtlichen und geographischen Selbstzeugnissen im Galaterbrief&amp;#039;&amp;#039; (1929)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der nichtpaulinische Ursprung des Parallelismus der Apostel Paulus und Petrus (Gal. 2, 7-8)&amp;#039;&amp;#039; (1931)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Personen-Probleme der Apostelgeschichte, Johannes Markus, Silas und Titus. Untersuchung zur Struktur der Apostelgeschichte und zur Verfasserschaft der Wir-Quellen&amp;#039;&amp;#039; (1931)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römer 15. Letzte Reiseziele des Paulus. Jerusalem, Rom und Antiochien. Voruntersuchungen zur Entstehung des sogenannten Römerbriefes&amp;#039;&amp;#039; (1931)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena zur neutestamentlichen Dogmengeschichte. 1. Mensch und Messias. Der nichtpaulinische Ursprung der Präexistenz-Christologie; 2. Phil. 2. Der marcionische Ursprung des Mythos-Satzes Phil. 2, 6-7&amp;#039;&amp;#039; (1932)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Kirche im 2. Jahrhundert und die Zeit Marcions&amp;#039;&amp;#039; (1933)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zurück zum alten Glauben. Jesus der Christus. Evangelischer Ruf an deutsche Theologen und Laien&amp;#039;&amp;#039; (1933)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Apostolische und neutestamentliche Dogmengeschichte als Vor-Dogmengeschichte&amp;#039;&amp;#039; (1933, erweiterte Ausgabe 1938)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spanienreise und Römerbrief&amp;#039;&amp;#039; (1934)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Christenbibel. Das Evangelium im Lutherdeutsch als Heilsgeschichte. Handreichung für die Gemeinde und für Suchende&amp;#039;&amp;#039; (1934)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Christwerdung des Paulus in Galiläa und der Apostelberufung vor Damaskus und im Tempel&amp;#039;&amp;#039; (1935)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verantwortung, Erbe und Aufgabe der deutschen evangelischen Kirche&amp;#039;&amp;#039; (1938)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Diakonenamt als das älteste Leib- und Seelsorge vereinende Amt der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; (1941)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luther in evangelischer Sicht. Vorträge&amp;#039;&amp;#039; (1954)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Jesu der Heilsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (1958)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613104436/http://www.bautz.de/bbkl/b/barnikol_e.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Barnikol, Ernst|band=1|spalten=377–378}}&lt;br /&gt;
* [[Henrik Eberle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 270 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118652591|LCCN=n/92/74870|VIAF=7826897}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Barnikol, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenhistoriker (Theologe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Barnikol, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe auf dem Gebiet der Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>