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	<title>Ernst Baedeker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:07:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Baedeker&amp;diff=2015008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernhard Diener: /* Herausgeber */ Tippfehlerberichtigung</title>
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		<updated>2024-04-10T18:32:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herausgeber: &lt;/span&gt; Tippfehlerberichtigung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Baedeker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Oktober]] [[1833]] in [[Koblenz]]; † [[23. Juli]] [[1861]] ebenda) war ein deutscher Verleger. Er führte den von seinem Vater gegründeten Verlag mit dem [[Baedeker-Reiseführer]] weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Baedeker studierte an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Ruprecht-Karls-Universität]]. Dort wurde er 1855 Mitglied des [[Corps Saxo-Borussia Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, 120/486&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seinen Consemestern war er der einzige, der sein Elternhaus im [[Rheinland]] und nicht in [[Ostelbien]] hatte, und fast der einzige, der kein [[Rittergut]] besaß. Zudem wuchs er in einem Elternhaus auf, das sich nicht nur nationalen, sondern auch liberalen und freisinnigen Ideen öffnete. Sein Vater [[Karl Baedeker]], und mit ihm vermutlich der Sohn, war mit [[Hoffmann von Fallersleben]] befreundet und kannte [[Ernst Moritz Arndt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Aktiver erlebte er im Juli 1856 das letzte [[Comitat]] der Heidelberger Universitätsgeschichte: Drei Mitglieder des [[Heidelberger Senioren-Convent]]s wurden von der Universität verwiesen; unter ihnen war der [[Corps Vandalia Heidelberg|Vandale]] [[Robert Lucius von Ballhausen|Robert Lucius]]. Sie wurden vom SC bis an die hessische Landesgrenze nach [[Ladenburg]] begleitet. Das führte zur Besetzung Heidelbergs durch vom [[Prorektor]] herbeigerufene Soldatenkompanien und zum Zerwürfnis des SC mit der Stadt Ladenburg. Gar nicht amüsiert war Ladenburg, als der SC den Gemeinderat 1964 wissen ließ, dass der Verruf der Stadt nunmehr aufgehoben sei – kurz vor dem Erscheinen des Heidelberg-Baedekers 1968.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert von Lucius]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weiß-Grün-Schwarz-Weiß. Beiträge zur Geschichte des Corps Saxo-Borussia zu Heidelberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1934–2008.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 2008, S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Baedeker hatte sich auf seine Aufgabe im Verlag durch eine Buchhändlerlehre im Braunschweiger [[Vieweg Verlag]], in [[Leipzig]] und [[Stuttgart]] und bei [[Williams &amp;amp; Norgate]] in London vorbereitet; er konnte sie aber nur knapp drei Jahre umsetzen. Teilhaber des [[Verlag Karl Baedeker|Verlags Karl Baedeker]] wurde er Anfang 1859, Inhaber zehn Monate später nach dem Tod des Vaters. „Der begabte junge Mann“ starb im Alter von nur 27 Jahren an [[Typhus]]. Nachfolger in der Verlagsleitung wurde sein jüngerer Bruder [[Karl Baedeker junior]], 1869 wurde auch der jüngste Bruder [[Fritz Baedeker]] Teilhaber. Der Verlagssitz wurde 1872 nach Leipzig verlegt und der internationale Durchbruch geschafft. Unter Fritz, Alleininhaber ab 1878, erreichte der mittelständische Familienverlag um 1900 seine größte Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Baedeker heiratete am 22. Mai 1859 in Koblenz Ottilie Wilhelmine Hirzel (1838–1908), Tochter des Verlegers [[Salomon Hirzel (Verleger)|Salomon Hirzel]]. Er ist auf dem [[Hauptfriedhof Koblenz]] neben seinem Vater beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausgeber ==&lt;br /&gt;
Allein in seinem ersten und einzigen vollen Geschäftsjahr als Verleger 1860 bot Ernst Baedeker sieben Neubearbeitungen an. 1861 erschienen die Erstausgaben des Italien- und Rombandes (Neuauflagen bis 1944) und französische Ausgaben der Führer zu Österreich (1860–1936), Holland und Belgien (1859–1928) und wiederum Italien (1861–1932).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Brüder Karl Baedeker jun. und später Fritz setzten seine Arbeit fort, zunächst mit der ersten Ausgabe des London-Führers rechtzeitig zur Weltausstellung. Ernst hatte den Band schon vor seinem Tod weitgehend fertiggestellt. Die viel gelesene Zeitschrift [[Die Gartenlaube]] bezeichneten Karl und Ernst Baedeker 1861 als „getreuen Eckardt der Reisenden“. Ernst Baedeker brachte Anfang Juli 1861, zwei Wochen vor seinem Tod, den ersten englischsprachigen Band heraus. So gebührt nicht nur seinem Vater, sondern auch ihm die Ehre, dass sich ein Name von der Person ablöste und zum Begriff für die Sache wurde. Laurence Boyle schrieb 1983 in den &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen für Baedeker-Freunde&amp;#039;&amp;#039; über Ernst, er sei der „wohl am wenigsten bekannte, aber der wichtigste Nachfahre“ Karl Baedekers: „Millionen englischer und amerikanischer Reisende sollten ihm dankbar sein, daß er ihnen die Baedeker-Welt zugänglich machte.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Nachfolgendes bezieht sich alles nicht auf die Person von Ernst Baedeker, sondern auf die Baedeker-Reiseführer allgemein, das gehört dort in den Artikel und hier gelöscht:&lt;br /&gt;
=== Bewunderung und Missbrauch ===&lt;br /&gt;
[[Jules Verne]] erwähnte Baedeker mehrfach in seinen Romanen. In seinem &amp;#039;&amp;#039;Stahlelefant&amp;#039;&amp;#039; ließ er 1880 bei der Durchquerung Indiens sagen „Dort wollen wir ein bisschen baedekern“. [[Karl May]] dagegen ließ Kara Ben Nemsi prahlen, er verlasse sich „auf keinen Dolmetscher und keinen Bädeker“. Karl May behauptete, er pflege „nicht mit dem roten Baedeker in der Hand im Eisenbahncoupé zu reisen“. Erst in seinem Spätwerk leistete er Abbitte mit dem Satz, die Karten des Baedeker sagten mehr, „als wir von diesem Araber erfahren können“. Später zeigte sich, dass der Abenteuerschreiber die Ortskenntnisse seiner Romane in starkem Maße bei Baedeker abgeschrieben hatte. Schon [[T. E. Lawrence|Lawrence von Arabien]] hatte sich auf Baedeker-Karten gestützt, weil sie als zuverlässig galten. [[Thomas Pynchon]] fragt 1963 in seinem ersten Roman &amp;#039;&amp;#039;V.:&amp;#039;&amp;#039; „War er Ägyptologe oder hatte er nur seinen Baedeker auswendig gelernt?“ Die Liste der Schriftsteller und Dichter, die in ihrem Werk auf Baedeker Bezug nehmen, ist endlos - von [[Charles Dickens]] über [[Émile Zola]] bis zu [[Theodor Fontane]]. Unter ihnen sind mindestens drei, die mit der Saxo-Borussia Kontakt hatten: [[Mark Twain]], [[Kurt Tucholsky]] und [[Ludwig Thoma]], der 1905 in seinem satirischen Bühnenstück &amp;#039;&amp;#039;Pistole oder Säbel?&amp;#039;&amp;#039; nicht nur zwei Saxo-Borussen, sondern auch den Konsistorialrat Käsebier karikierte, dessen Baedeker-Hörigkeit er als Inbegriff des Bildungsphilisters sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Kings and governments may err, but never Mr. Baedeker.| Englisches Libretto zu Jacques Offenbachs Operette &amp;#039;&amp;#039;La Vie parisienne.&amp;#039;&amp;#039; 1866}}&lt;br /&gt;
* [[Robert von Lucius]]: &amp;#039;&amp;#039;„Als wär’s ein Stück von mir“. Das Corps Saxo-Borussia in der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung,  Bd. 55 (2010), S. 125–142. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* L. Laurence Boyle: &amp;#039;&amp;#039;Der zweite Inhaber der Firma Karl Baedeker&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen für Baedeker-Freunde&amp;#039;&amp;#039; Heft 5, 1983, S. 5–8 ([https://www.bdkr.com/rul.php?art=126 online]).&lt;br /&gt;
* Alex W. Hinrichsen: &amp;#039;&amp;#039;Baedeker’s Travel Guides 1832–1990. Bibliography 1832–1944; Listing 1948–1990. History of the publishing house&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. 2008, S. 29–30 ([https://www.bdkr.com/AWH_bibliography_pt1.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116033142|VIAF=10587437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baedeker, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Koblenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baedeker, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baedeker, Ernst Adolph Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Oktober 1833&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 1861&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernhard Diener</name></author>
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