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	<title>Ernst August Geitner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:25:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_August_Geitner&amp;diff=394367&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;44Pinguine: /* Geitnersche Treibegärtnerei */</title>
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		<updated>2025-02-23T12:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geitnersche Treibegärtnerei&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernst August Geitner.jpg|mini|{{center|Porträt Ernst August Geitner (1783–1852)}}]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst August Geitner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juni]]&amp;lt;ref&amp;gt;13. Juni 1783 laut Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Doktor Ernst August Geitner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Album der Sächsischen Industrie : G. Geitners Treibegärtnerei zu Planitz bei Zwickau&amp;#039;&amp;#039;, 1856, {{Wikisource|G. Geitners Treibegärtnerei zu Planitz bei Zwickau#Geitner|&amp;#039;&amp;#039;Doktor Ernst August Geitner&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1783]] in [[Gera]]; † [[24. Oktober]] [[1852]] in [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chemiker]], [[Arzt]], [[Botaniker]] und [[Erfinder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[File:Ernst August Geitner (Skulptur in Aue).jpg|thumb|Ernst August Geitner (Skulptur in Aue)]]&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Gründung von Fabriken ===&lt;br /&gt;
Geitner, der ab 1801 [[Medizin]] in Gera, dann Chemie und [[Physik]] an der [[Universität Leipzig]] studiert und promoviert hatte, eröffnete 1809 in [[Lößnitz (Erzgebirge)|Lößnitz]] eine Arztpraxis. Neben seinem Beruf als Arzt widmete er sich seiner Passion der Chemie und gründete 1810 eine kleine [[chemische Fabrik]] zur Herstellung grüner Kupferfarben. Seine &amp;#039;&amp;#039;Geitnersche Fabrik&amp;#039;&amp;#039; verlegte er 1815 aus Platzgründen nach Schneeberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hanns-Heinz Kasper]] |Hrsg=Saigerhüttenverein Olbernhau-Grünthal e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Vom Königlich-Sächsischen Kupferhammer zur F. A. Lange Metallwerke AG 1873–1945 |Sammelwerk=Geschichte der Metallurgie in der Stadt Olbernhau |Band=Band II |Verlag=Sächsisches Druck- und Verlags-Haus |Ort=Dresden |Datum=1997 |ISBN=3-929048-26-4 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1819 entwickelte er aus [[Blei(II)-acetat|Bleizucker]] und [[Kaliumdichromat|Chromkali]] einen gelben Farbstoff für die Textilfärbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebte in der Gemeinde [[Auerhammer]], seine Metallfabrik (&amp;#039;&amp;#039;Argentan- und Messingfabrik&amp;#039;&amp;#039;) ging zwischenzeitlich an seinen Sohn Alfred, nach dessen Tod 1855&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsche Biographie |GND=136365485 |Name=Geitner, Alfred |Abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; übernahm Ernst Augusts Schwiegersohn [[Adolph Lange (Politiker)|Franz Adolph Lange]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adreßbuch der Fabrikstadt Aue i. Erzgeb. und der Gemeinden Zelle und Auerhammer nebst einem Geschäfts-Anzeiger für Handel u. Gewerbe&amp;#039;&amp;#039; 1890, S. 56 ([https://digital.slub-dresden.de/id403800803-18900000/62 Digitalisat] der [[SLUB Dresden]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfindung und Produktion von Argentan ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1823 gelang Geitner die Herstellung von [[Neusilber|Argentan]] aus 20 Prozent [[Nickel]], 55 Prozent [[Kupfer]] und 25 Prozent [[Zink]], die dem chinesischen &amp;#039;&amp;#039;Pacfong&amp;#039;&amp;#039; ähnelte. Damit ergab sich für das in den Schneeberger [[Bismut|Wismut]]-[[Cobalt|Kobalt]]-Nickel-Erzen in größeren Mengen vorkommende Nickel erstmals eine Verwendung. Zuvor wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Speise (Hüttenwesen)|Nickelspeise]]&amp;#039;&amp;#039; als nutzloses [[Nebenprodukt]] der [[Blaufarbenwerk]]e auf Halde geworfen. Die Gebrüder Henniger in [[Berlin]], denen 1824 die Herstellung einer dem Argentan ähnelnden Legierung „Neusilber“ gelungen war, bezogen von Geitner Nickel für ihre Besteckherstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur industriellen Produktion der wegen ihres silbernen Glanzes und eines deutlichen Preisvorteils gegenüber dem [[Silber]] vor allem für [[Essbesteck]]e und [[Beschlag|Beschläge]] geeigneten Legierung kaufte er den ehemaligen [[Auerhammer]] bei [[Aue (Sachsen)|Aue]] und errichtete eine Argentanfabrik, die 1829 die Produktion von Argentanblech aufnahm. Zuerst entstanden vor allem Dosen, Teelöffel, Zuckerzangen, Reitsporen und Kaffeelöffel. Das Argentan lieferte Geitner auch an die Auer Besteckfabriken [[Wellner]] und Hutschenreuther.&amp;lt;ref&amp;gt;Zuarbeit aus der Presseabteilung des Rathauses Aue, Mai 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dieser Fabrik ging die &amp;#039;&amp;#039;Auerhammer Metallwerk GmbH&amp;#039;&amp;#039; hervor, wie die Produktionsstätte seit 1990 heißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geitnersche Treibegärtnerei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Album der Sächsischen Industrie Band 1 0263.jpg|mini|hochkant=1.5|Geitnersche Treibegärtnerei, um 1850]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1837 erwarb Geitner ein Stück Land von der Familie [[Arnim (Adelsgeschlecht)|von Arnim]] in [[Planitz]] und gründete darauf eine &amp;#039;&amp;#039;Treibegärtnerei&amp;#039;&amp;#039;. Er fasste die aufsteigenden, 75–90&amp;amp;nbsp;°C heißen Abgase des Kohle-Erdbrandes bei Planitz in Röhren in Erdspalten und nutzte sie zur Beheizung von Gewächshäusern für die Zucht tropischer Pflanzen. So konnten hier nun [[Bananengewächse|Bananen]], [[Mango]]s, [[Palme]]n, [[Orchidee]]n, [[Zuckerrohr]] und sogar die Riesen[[seerose]] [[Die Legende der Victoria Regia|Victoria regia]] gedeihen und Früchte tragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropen&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Grundstück&amp;#039;&amp;#039;, Magazin des VdGN, Heft 2(2020), S. 36: &amp;#039;&amp;#039;Wie die Tropen ins Erzegebirge kamen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahre 1838 wurde die Gärtnerei in den Aktienverein &amp;#039;&amp;#039;Treibegärtnerei auf den Planitzer Erdbränden&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. Es wurden 100 Aktien zu je 25 Talern Nennwert herausgegeben. Geitner war Direktor, der Kammerherr v.&amp;amp;nbsp;Arnim Vorsitzender des Aktienvereins. Dem Unternehmen war kein wirtschaftlicher Erfolg beschieden, um 1846 waren die Gebäude verfallen, und der Verein wurde versteigert. Der jüngste Sohn Geitners, &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Geitner&amp;#039;&amp;#039;, war der einzige Bieter und erwarb die Gärtnerei. Gustav Geitner war Gärtner von Beruf und seit 1844 als Obergärtner im Unternehmen beschäftigt. Unter seiner Leitung begann der Aufstieg der Treibegärtnerei zu einem Unternehmen von europäischem Ruf. Er warb auch mit Zeitungsanzeigen mit dieser Attraktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropen&amp;quot;/&amp;gt; [[Alexander von Humboldt]] machte in der Geitnerschen Tropenpflanzenzucht wissenschaftliche Untersuchungen der aufsteigenden Rauchgase. Der [[Kohlenbrand]] lieferte noch bis mindestens 1866, als Gustav Geitner starb, Erdwärme. Nach dessen Tod verfiel die Treibegärtnerei, hielt sich aber noch bis 1882 als „gewöhnliche Handelsgärtnerei“, und wurde dann nach einem Hagelschaden aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Waldemar May, [[Otto Stutzer]], August Eckardt |Hrsg=Bezirksgruppe Sachsen der Fachgruppe Steinkohlenbergbau Zwickau |Titel=75 Jahre Gemeinschaftsarbeit der Sächsischen Steinkohlenbergwerke |TitelErg=Überblick über den geologischen Aufbau des erzgebirgischen Steinkohlenbeckens |Ort=Zwickau |Datum=1936-06 |Seiten=68–69}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Familie West oder Unterhaltungen eines Hofmeisters mit seinen Zöglingen über Chemie und Technologie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1805/06.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chemisch-technologischer Robinson: ein unterhaltendes und belehrendes Lesebuch für die Jugend&amp;#039;&amp;#039; (Halle 1806; Neuauflage Drei Birken Verlag, Freiburg 2008, ISBN 978-3-936980-26-4).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuche über das Blaufärben wollener Zeuge ohne Indigo&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1809.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Resultate der fabrikmässigen Bereitung des Syrups und Zuckers aus Kartoffelmehl&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1812.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Treibe-Gärtnerey auf den Erdbränden bey Planitz nächst Zwickau: nebst nähern Nachrichten über Entstehung, Fortschreiten und dermal. Stand der letzteren; nebst 2 illum. geogr. Karten&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1839.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Lorenz (Heimatforscher)|Erich Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ernst August Geitner – Erfinder des Argentans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgische Heimatblätter.&amp;#039;&amp;#039; 3/1980, S. 51, {{ISSN|0232-6078}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst August Geitner. 1783–1852. Chemiker, Metallurge, Erfinder und Unternehmer. Tagung von 12. bis 14. Juni 2008 in der Saigerhütte Olbernhau-Grünthal bei Freiberg in Sachsen&amp;#039;&amp;#039;. Drei Birken Verlag, Freiberg 2008, ISBN 978-3-936980-25-7.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Bachmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ernst August Geitner – Erfinder des Argentans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Chronik großer Meister – Erzgebirger, auf die wir stolz sind.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 2000, S. 36–37.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|164|166|Geitner, Ernst August|[[Siegfried Sieber]]|117535796}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|8|529|529|Geitner, Ernst August|[[Albert Ladenburg]]|ADB:Geitner, Ernst August}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|G. Geitners Treibegärtnerei zu Planitz bei Zwickau}}&lt;br /&gt;
* Hermann Meinel: [https://sites.google.com/view/fk-stadtarchiv-schneeberg/pers%C3%B6nlichkeiten/geitner-ernst-august?authuser=0 &amp;#039;&amp;#039;Ernst August Geitner – Erfinder des Argentans und hervorragender Chemiker&amp;#039;&amp;#039;], Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg&lt;br /&gt;
* {{Säbi|[[Ursula Forberger]]|117535796|Ernst August Geitner}}&lt;br /&gt;
* G. Geitner: &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser durch die Treibegärtnerei und Baumschule zu Planitz bei Zwickau in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag L. Oeser Neuensalza, 1863 ([http://digital.slub-dresden.de/fileadmin/data/330025694/330025694_tif/jpegs/330025694.pdf Digitalisat]; PDF; 9,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117535796}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=117535796}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117535796|LCCN=no2010026272|VIAF=62329153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geitner, Ernst August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aue-Bad Schlema)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schneeberg, Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lößnitz, Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1783]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Erzgebirge)|Person Geitner Ernst August]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geitner, Ernst August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Arzt, Botaniker und Erfinder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1783&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gera]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Oktober 1852&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schneeberg (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;44Pinguine</name></author>
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