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	<title>Ernst Aichner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:37:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Aichner&amp;diff=1876082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Armin P.: Wikipedia:Redaktion_Geschichte/Archiv/2018/Apr#Kategorie:Landeshistoriker</title>
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		<updated>2025-08-03T06:06:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:Redaktion_Geschichte/Archiv/2018/Apr&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:Redaktion Geschichte/Archiv/2018/Apr (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wikipedia:Redaktion_Geschichte/Archiv/2018/Apr#Kategorie:Landeshistoriker&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Aichner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Januar]] [[1943]] in [[Obergünzburg]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Militärgeschichte|Militärhistoriker]]. Er leitete von 1979 bis 2010 das [[Bayerisches Armeemuseum|Bayerische Armeemuseum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studium ===&lt;br /&gt;
Aichner wurde 1943 als Sohn eines Rechtsanwaltes im [[Allgäu]] geboren. Er besuchte zunächst die Volksschule seiner Heimatstadt Obergünzburg und legte 1963 sein Abitur an der [[Allgäu-Gymnasium Kempten|Oberrealschule Kempten]] ab. Danach studierte er Deutsch, Geschichte und Erdkunde für das Höhere Lehramt sowie Bayerische Geschichte, Neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. Im Jahre 1974 wurde er bei [[Hans Rall]] an der Philosophischen Fakultät mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Der Ausbau und die beginnende Auflassung der bayerischen [[Landesfestung Ingolstadt]] (1848–1918)&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil. promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf ===&lt;br /&gt;
1972 kam Aichner ans bayerische Armeemuseum nach Ingolstadt, zu dessen Leiter er 1979 wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 erwarb Aichner für das Museum ein Konvolut von 6000 [[Nationalsozialismus|NS]]-Propaganda-Kunstwerken, die von den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] bei Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] sichergestellt worden waren. Die Vereinigten Staaten hatten beim Verkauf zur Bedingung gemacht, dass diese Bestände museal aufgearbeitet werden. Einige der Kriegsgemälde ließ Aichner dem [[Deutsches Historisches Museum|Deutschen Historischen Museum]] in Berlin und dem [[Militärhistorisches Museum der Bundeswehr|Militärhistorischen Museum der Bundeswehr]] in Dresden zukommen. Mit der Aufarbeitung der in Ingolstadt verbliebenen Objekte wollte Aichner allerdings warten, bis die geplante Abteilung zum Zweiten Weltkrieg eingerichtet sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=18578779|Titel=Dolce Vita für den Endsieg|Jahr=2001|Nr=9|Seiten=194ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr stellte Aichner auch einen [[Lockheed F-104|Starfighter]] im Museumshof auf, wobei andere Militärhistoriker anmerkten, dass ein Bezug des Exponats zur Geschichte der 1682 aufgestellten und 1918/19 aufgelösten [[Bayerische Armee|bayerischen Armee]] schwer erkennbar sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abendzeitung.1993&amp;quot;&amp;gt;Abendzeitung vom 22. September 1993, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der bayerischen [[Landesgartenschau]] 1992 in Ingolstadt entwickelte Aichner ehrgeizige Erweiterungspläne für sein Museum. So sollten zusätzlich zum bisherigen, noch nicht voll genutzten Stammhaus im [[Neues Schloss (Ingolstadt)|Neuen Schloss]] sämtliche historischen Militärbauten am südlichen Donauufer der Ingolstädter Altstadt für eine Erweiterung genutzt werden. Das Armeemuseum wäre damit das drittgrößte militärhistorische Museum Europas geworden. Ingolstädter Rechtsanwälte, Ärzte, Lehrer und Künstler fürchteten daher um Ingolstadts Ruf als Kulturstadt und gründeten mit dem örtlichen [[SPD Bayern|SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Schuhmann]] die Initiative „Kultur statt Kanonen“, der Ingolstädter Autohersteller [[Audi]] sorgte sich gleichfalls um das Image seines Hauptsitzes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13681144|Titel=Einen Leo will ich auch|Jahr=1992|Nr=9|Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster Erweiterungsbau sollte die Dauerausstellung über den Ersten Weltkrieg im [[Reduit Tilly]] im Mai 1992 eröffnet werden, doch die Einweihung verzögerte sich immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Donaukurier vom 22. September 1993, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im März 1993 ein [[Zinnsoldat]] mit [[Siegrune#Politisches Zeichen|SS-Runen]] am Souvenirstand der Museumskasse zum Kauf angeboten wurde und im Museum deshalb polizeiliche Ermittlungen wegen [[Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen]] angestellt wurden, soll Aichner gegenüber dem verantwortlichen Mitarbeiter angeordnet haben, die Angelegenheit zu vertuschen, und leugnete gegenüber [[Polizei]], dem [[Donaukurier]] und seinem Kultusminister [[Hans Zehetmair]] den Sachverhalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz.1993&amp;quot;&amp;gt;Bernd Siegler: &amp;#039;&amp;#039;Wenn es Nacht wird im Armeemuseum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. November 1993, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Zehetmair erklärte dazu auf eine Landtagsanfrage des Grünen-Fraktionsvorsitzenden [[Manfred Fleischer (Politiker)|Manfred Fleischer]], dass er den Ausgang der Ermittlungen abwarte, aber unabhängig davon die Ausstellung von Gegenständen, die nicht mit der Geschichte der Bayerischen Armee zu tun hätten, als „Übereifer“ betrachte, der nicht in seinem Sinne sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Donaukurier vom 8. Juni 1993, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Schuhmann forderte von Zehetmair Aichners Ablösung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abendzeitung.1993&amp;quot; /&amp;gt; Doch aus den Reihen des Freundeskreises des Armeemuseums und örtlichen [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] erhielt Aichner Rückendeckung: So verkündete [[Hermann Regensburger]] wenige Tage vor seiner Ernennung zum Innenstaatssekretär anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Reservistenkameradschaft Ingolstadt im Armeemuseum, dass er, der Oberbürgermeister [[Peter Schnell (Politiker)|Peter Schnell]] und die (christsoziale) Stadtratsmehrheit stolz auf Aichners engagierte Arbeit seien und „Übereifer“ für ihn „ein Kompliment und kein Tadel“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Donaukurier vom 14. Juni 1993, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mitarbeiter Aichners wurde wegen der Angelegenheit rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Verfahren gegen Aichner wurde eingestellt, und er blieb im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das unter dem organisatorischen Dach des Armeemuseums untergebrachte [[Bayerisches Polizeimuseum|Bayerische Polizeimuseum]] sollte schon seit Jahren eröffnet werden, doch auch hier wurde die Einweihung mehrfach verschoben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-mobilartikel-Auch-das-Blaulicht-funktioniert-noch;art599,2237454 Donaukurier vom 19. Januar 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; und konnte erst nach Aichners Pensionierung erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Aichner gab seine Erweiterungspläne bis zuletzt nicht auf: Seine letzte größere Amtshandlung vor seiner Pensionierung  war die Eröffnung einer Ausstellung zur Geschichte der deutschen Gebirgstruppe von 1915 bis zur Gegenwart, bei der auch die Stiftung „Deutsche Gebirgstruppen“ gegründet wurde. Der wegen seines Verhältnisses zu [[Verbrechen der Wehrmacht|Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht]] umstrittene [[Kameradenkreis der Gebirgstruppe]] hat seine sämtlichen Exponate und alle Unterlagen in die Stiftung als Grundstock mit eingebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Afghanistan-Haflinger-und-Haubitze;art599,2236965 Donaukurier vom 18. Januar 2010.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seiner Pensionierung blieb Aichner seinem Thema, der Ingolstädter Festungsbaugeschichte, treu und engagiert sich als Vorsitzender des Fördervereins Bayerische Landesfestung Ingolstadt e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Freiluftmuseum-der-Festungsarchitektur-id29918612.html „Freiluftmuseum der Festungsarchitektur“] Augsburger Allgemeine vom 21. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Aichner ist verheiratet, Katholik und hat einen erwachsenen Stiefsohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit [[Peter Jaeckel]], [[Jürgen Kraus (Historiker)|Jürgen Kraus]], Jürgen Schalkhaußer: &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Museum&amp;#039;&amp;#039;. 1981, April). Westermann, Braunschweig 1981.&lt;br /&gt;
* mit Jürgen Kraus (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Sonderausstellung Pioniere, Ingenieurtruppen in vier Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2). Verlag Donau-Kurier, Ingolstadt 1981, ISBN 3-920253-15-9.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sonderausstellung aus Anlass der vor 300 Jahren erfolgten Errichtung des stehenden Heeres in Bayern, Bayerische Militärmaler von Beich bis Thöny&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 5). Verlag Donau-Kurier, Ingolstadt 1982, ISBN 3-920253-17-5.&lt;br /&gt;
* (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Sonderausstellung Deutsche Gebirgstruppen vom 1. Weltkrieg bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 6). Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt 1983.&lt;br /&gt;
* mit Gerd Treffer, Siegfried Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ingolstadt&amp;#039;&amp;#039;. Bayerische Verlagsanstalt, Bamberg 1988, ISBN 3-87052-386-7.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Führer durch das Bayerische Armeemuseum Ingolstadt&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Creative-Verlag, Ingolstadt 1998.&lt;br /&gt;
:* Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Neues Schloß&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-931341-12-7.&lt;br /&gt;
:* Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Reduit Tilly&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-931341-13-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren des Bayerischen Armeemuseums}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=188449833|LCCN=n83059698|VIAF=12884255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aichner, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bayerischen Armeemuseums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landkreis Ostallgäu)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aichner, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Militärhistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Januar 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Obergünzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Armin P.</name></author>
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