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	<title>Ernestine Thren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-05T05:55:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernestine Thren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1899]] in [[Brillbox]] bei [[London]], [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]]; † [[22. Februar]] [[1981]] in Karlsruhe, andere Informationen: Sterbeort Mosbach/[[Neckarelz]])&amp;lt;ref&amp;gt;leobw: [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/1012577767/Thren+Ernestine Ernestine Thren]&amp;lt;/ref&amp;gt;, war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Krankenschwester]]. Sie diente während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als [[DRK-Schwesternschaft|Rotkreuzschwester]] an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] und erlangte wegen ihres Einsatzes während einer [[Pocken]]epidemie in [[Heidelberg]] öffentliche Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Ernestine Thren wurde während einer Reise nach Großbritannien als Tochter des Bahnbeamten Johann Thren und seiner Frau Josephine bei Brillbox unweit London geboren. Sie besuchte in [[Diedesheim]] die Volksschule und wurde anschließend als [[Schneider#Weißnäherei|Weißnäherin]] ausgebildet. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] arbeitete sie im Dienst der [[Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen|Badischen Staatsbahn]], nach dem Krieg übernahm sie eine Bürotätigkeit bei der [[Kassenärztliche Vereinigung|Kassenärztlichen Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1926 trat sie in die [[Badischer Frauenverein|Badische Schwesternschaft vom Roten Kreuz]] in Karlsruhe ein und wurde zur Krankenschwester ausgebildet. 1927 nahm sie eine Tätigkeit an der [[Universitätsklinikum Heidelberg|Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg]] bei [[Ludolf von Krehl]] auf und arbeitete bis 1939 auf einer Infektionsstation.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Heidelberger Schule der Anthropologischen Medizin&amp;#039;&amp;#039;, in: Universität Heidelberg, Leibniz-Institut für Länderkunde, [[Peter Meusburger]] und Thomas Schuch, herausgegeben im Auftrag des Rektors [[Bernhard Eitel|Prof. Dr. Bernhard Eitel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftsatlas der Universität Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;, Bibliotheca Palatina, Knittlingen 2011, S. 116–119, Foto: &amp;#039;&amp;#039;Krehl im Kreis der Schwestern der Medizinischen Klinik im Jahr 1930&amp;#039;&amp;#039;, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde sie zunächst in verschiedene [[Feldlazarett]]e nach Frankreich abkommandiert, 1941 erfolgte ihre Versetzung an die Ostfront. [[Henni Thiessen]], die damalige Armeeoberin, betraute sie dort, aufgrund ihrer besonderen pflegerischen Begabung, mit der Pflege schwerstverwundeter Soldaten wie Kopfverletzte und Verwundete mit Lungen- oder Bauchschüssen. Am 1. Mai 1942 erhielt Ernestine Thren die [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstmedaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stalingrad, Pockenepidemie in Heidelberg ===&lt;br /&gt;
Sie geriet mit ihrer Einheit im Herbst 1942 in den [[Schlacht von Stalingrad|Kessel von Stalingrad]], aus dem sie am 25. November 1942 mit einem Verwundetentransport entkam. Beim Rückzug der deutschen Truppen wurde sie gefangen genommen und in ein [[Kriegsgefangenenlager]] in [[Österreich]] gebracht, aus dem sie fliehen konnte. Sie suchte am 4. Juli 1945 bei Verwandten in [[Neckarelz]] Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Ernestine Thren als Stationsschwester bei Oberin [[Olga Freiin von Lersner|Olga von Lersner]], ebenfalls DRK-Schwester, in Heidelberg eingesetzt. Als es dort im Dezember 1958 zu einer [[Pocken]]epidemie kam, meldete sie sich bei [[Karl Matthes]] freiwillig zur Pflege der Erkrankten. Dieser Einsatz brachte ihr öffentliche Bekanntheit und Ansehen in der Bevölkerung. 1963 wurde sie für ihr Engagement mit der [[Florence-Nightingale-Medaille]] ausgezeichnet. Im Jahr 1933 hatte bereits [[Pia Bauer]], ebenfalls eine DRK-Schwester am akademischen Krankenhaus in Heidelberg, für ihre Dienste in der onkologischen Pflege diese Auszeichnung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernestine Thren ging 1964 in den Ruhestand. Sie starb an den Folgen eines Schlaganfalls am 22. Februar 1981 in Karlsruhe. Ihre Aufzeichnungen als Frontschwester über den Einsatz in Russland wurden nach ihrem Tod von Richard Thren veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Briefliche Reaktionen auf Publikation Richard Thren: [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/LXMW4YFFB36IQEFDECVXKL5JYEDZR2RV DRK Schwester Ernestine Thren]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät Heidelberg an Henry Dunant ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1903 wurde dem Begründer des Internationalen Roten Kreuzes, [[Henry Dunant]], zu dessen Mutterhaus Ernestine Thren gehörte, von der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste um die Krankenpflege und speziell um die Kriegskrankenpflege verliehen. Dunant erhielt die Ehrendoktorwürde gemeinsam mit [[Gustave Moynier]]. Der Arzt, Krebsforscher und Prorektor der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], [[Vincenz Czerny]], betonte bei der Zentenarfeier der Ruperto Carola im Jahr 1903 die Entwicklung der freien Wissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität seit dem Jahr 1803 und knüpfte damit an die Tradition seines Vorgängers [[Franz Anton Mai]] und dessen Verdienste um die Akademisierung der Pflege bereits hundert Jahre zuvor an.&amp;lt;ref&amp;gt;Prorektor Exzellenz Geheimerat Professor Dr. [[Vincenz Czerny|Czerny]]: &amp;#039;&amp;#039;Festrede&amp;#039;&amp;#039;, in: Senat der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Ruperto Carola]]: &amp;#039;&amp;#039;Acta Saecularia. Zur Erinnerinnerung an die Zentenarfeier der Universität Heidelberg, 1803-1903&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von Otto Petters Heidelberg 1904, S. 59–61, [[Henry Dunant]], S. 180, 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus gesundheitlichen Gründen war es Dunant nicht möglich, die Zentenarfeier zu besuchen. Er beschränkte sich auf schriftliche Grußworte. Die akademische Tradition der Krankenpflege seit Franz Anton Mai wurde in der [[Schwesternschule der Universität Heidelberg]] unter Schulleitung [[Olga Freiin von Lersner]], der Mitarbeiterin Ernestine Threns, fortgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine R. Auer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Pflegeberufe als Fach. Die Curricular-Entwicklung in der pflegerischen Aus- und Weiterbildung&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Institut für Geschichte der Medizin (später: Geschichte und Ethik der Medizin) [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], akademischer Betreuer [[Wolfgang U. Eckart]], Heidelberg 2008, S. 91–95. [http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66367733&amp;amp;sess=26b252c45642be1735fb34afcabdeed2&amp;amp;art=f&amp;amp;kat1=freitext&amp;amp;kat2=ti&amp;amp;kat3=au&amp;amp;op1=AND&amp;amp;op2=AND&amp;amp;var1=&amp;amp;var2=&amp;amp;var3=%22auer%2C%20christine%22 C. Auer: Geschichte der Pflegeberufe als Fach]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Ernestine Thren erhielt im Jahr 1942 die Kriegsverdienstmedaille&lt;br /&gt;
* Ernestine Thren erhielt im Jahr 1963 die [[Florence-Nightingale-Medaille|Florence Nightingale Medaille]] für ihre Verdienste während der Pockenepidemie in Heidelberg (1958)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Am 12. Mai 1963 erhält Ernestine Thren die Florence Nightingale Medaille |url=http://www.drk-badische-schwesternschaft.de/historie.html |wayback=20160429093958 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst-Peter Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Thren, Ernestine&amp;#039;&amp;#039; In: Horst-Peter Wolff (Hrsg.): Lexikon zur Pflegegeschichte. „Who was who in nursing history.“ Urban&amp;amp;Fischer, 2001, ISBN 3-437-26670-5, S. 220–221&lt;br /&gt;
* Birgit Panke-Kochinke und Monika Schaidhammer-Placke: &amp;#039;&amp;#039;Frontschwestern und Friedensengel. Kriegskrankenpflege im Ersten und Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, Mabuse Frankfurt/M. 2002 S. 25–256. [http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=65485131&amp;amp;sess=c458d6e8054e0d69f4e8111d97f84bc6&amp;amp;art=f&amp;amp;kat1=freitext&amp;amp;kat2=ti&amp;amp;kat3=au&amp;amp;op1=AND&amp;amp;op2=AND&amp;amp;var1=&amp;amp;var2=&amp;amp;var3=%22panke-kochinke%2C%20birgit%22 B. Panke-Kochinke+M. Schaidhammer-Placke] [http://d-nb.info/964738058/04 Panke-Kochinke: Inhaltsverzeichnis Frontschwestern und Friedensengel]&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Krankheit und Verwundung im Kessel von Stalingrad&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang U. Eckart und Alexander Neumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medizin im Zweiten Weltkrieg. Militärmedizinische Praxis und medizinische Wissenschaft im „Totalen Krieg“,&amp;#039;&amp;#039; Schöningh Paderborn 2006, S. 69–92, ISBN 978-3-506-75652-7, [http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66205039&amp;amp;sess=c2415fbb2f7f6e5bffc7d2f43c5ae5bc&amp;amp;art=f&amp;amp;kat1=freitext&amp;amp;kat2=ti&amp;amp;kat3=au&amp;amp;op1=AND&amp;amp;op2=AND&amp;amp;var1=&amp;amp;var2=&amp;amp;var3=%22eckart%2C%20wolfgang%22 Eckart: Medizin im Zweiten Weltkrieg]&lt;br /&gt;
* [[Ludger Tewes]] &amp;#039;&amp;#039;Rotkreuzschwestern. Ihr Einsatz im mobilen Sanitätsdienst der Wehrmacht 1939-1945&amp;#039;&amp;#039;, (=Krieg in der Geschichte 93) Verlag Schöningh Paderborn 2016, S. 220–222, S. 235–237 [Einsatz Stalingrad] nach Dr. med. Richard Thren. ISBN 978-3-506-78257-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotos ==&lt;br /&gt;
* Im Universitätsmuseum Heidelberg zeigt eine Schautafel (Exponat Nr. 27) mehrere Fotos zum Klinikum Bergheim (Ludolf von Krehl Klinik). Auf einem der Fotos ist Ludolf von Krehl im Kreise seiner Rotkreuz-Krankenschwestern zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Deutsche Digitale Bibliothek: [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/7OA7YKNBBKCZVZBVHSDY26WP47XBH3EX Ernestine Thren Kriegstagebuch]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd1012577767.html Ernestine Thren: Deutsche Biographie]&lt;br /&gt;
* Findbuch 69 Bad. Schwesternschaft: Trägerinnen der Florence Nightingale Medaille: [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=20839&amp;amp;sprungId=2952770&amp;amp;letztesLimit=suchen Findbuch Trägerinnen Florence Nightingale Medaille]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012577767|VIAF=171564307}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thren, Ernestine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflegefachkraft (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Florence-Nightingale-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Besetzung der Sowjetunion 1941–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Badische Staatseisenbahnen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thren, Ernestine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Rotkreuzschwester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brillbox]] bei [[London]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Februar 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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