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	<title>Erna Dorn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erna_Dorn&amp;diff=1227842&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: Die letzte Textänderung von ~2026-24325-47 wurde verworfen und die Version 258037639 von Marcus Cyron wiederhergestellt. Schreibung laut Quelle</title>
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		<updated>2026-04-20T19:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-24325-47&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-24325-47&quot;&gt;~2026-24325-47&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/258037639&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/258037639&quot;&gt;258037639&lt;/a&gt; von Marcus Cyron wiederhergestellt. Schreibung laut Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|[[Diskussion:Erna Dorn#Neue Erkenntnisse in &amp;quot;ARD History&amp;quot; vom 13. Juni 2023]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erna Dorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. Scheffler, alias Kaminski alias Brüser, gesch. Gewald (* nach eigenen Angaben [[17. Juli]] [[1911]] oder [[28. August]] [[1913]] als &amp;#039;&amp;#039;Erna Kaminsky&amp;#039;&amp;#039; in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=erna-dorn|lemma=Dorn, Erna|autor=Ilko-Sascha Kowalczuk|band=1|idNum=5497}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stasi-mediathek.de/medien/schlussbericht-in-der-strafsache-erna-dorn/blatt/50/ |titel=Schlussbericht in der Strafsache Erna Dorn {{!}} Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs |sprache=de |abruf=2023-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ostpreußen]]; † [[1. Oktober]] [[1953]] in [[Dresden]]), war ein Opfer politischer [[DDR-Justiz|Strafjustiz in der DDR]]. Während sie sich wegen anderer Delikte in Haft befand, hatte sie angeblich anderen Häftlingen gegenüber geäußert, im [[KZ Ravensbrück]] in der „[[Politische Abteilung (KZ)|Politischen Abteilung]]“ gearbeitet zu haben und für den Tod von 80 bis 90 Häftlingen verantwortlich gewesen zu sein. Am 22. Juni 1953 verurteilte das [[Bezirksgericht Halle]] sie wegen „[[Kriegs- und Boykotthetze|faschistischer Kriegshetze]]“ gegen die [[Deutsche Demokratische Republik]] [[Todesstrafe|zum Tode]]. Die Hinrichtung erfolgte am 1. Oktober 1953 durch das [[Guillotine|Fallbeil]]. Das Urteil wurde am 22. März 1994 [[posthum]] vom [[Landgericht Halle]] aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Dieckmann (Journalist)|Christoph Dieckmann]]: [http://www.zeit.de/2003/25/A-Dorn/komplettansicht „Der Fall Erna Dorn – Stephan Hermlin, die ‚SS-Kommandeuse‘ und der 17. Juni“], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 25, 12. Juni 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 17. Juni 1953 ==&lt;br /&gt;
In Halle war sie in der Strafvollzugsanstalt II inhaftiert und wurde dort am [[Aufstand des 17. Juni|17. Juni 1953]] gegen 16 Uhr von den Aufständischen befreit. Nach eigener Aussage ging sie zur (etwa 750 Meter entfernten) [[Diakonie Deutschland|Evangelischen Stadtmission]] in der Straße Weidenplan, um sich Zivilkleidung, etwas zu essen und eine Schlafmöglichkeit zu besorgen. Ob sie die Mission noch einmal Richtung Innenstadt verließ, ist ungeklärt. Dorn befand sich wohl schon am Abend des 17. Juni, spätestens am Mittag des 18. Juni wieder in Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es keine Augenzeugen für ein Auftreten Dorns auf dem [[Hallmarkt]] gab und auch im anschließenden Prozess kein Zeuge zu diesem Thema aussagte, wurde in den DDR-Medien berichtet, die „Kommandeuse“ Dorn habe dort aufstachelnde, hetzerische Reden an die Streikenden gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Berichte über die Handlungen Erna Dorns zwischen 16 und 21 Uhr beruhen ausschließlich auf ihren eigenen Aussagen, die sie im Verhör am 21. Juni beim Ministerium für Staatssicherheit zu Protokoll brachte. Nach einer dreieinhalbstündigen „Abendsitzung“ vor dem Bezirksgericht Halle wurde sie ohne Zeugenvernehmung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 22. Juni 1953 zum Tode verurteilt. Ihr [[Gnadenbefugnis|Gnadengesuch]] und das ihres Pflichtverteidigers an den [[Präsident der DDR|DDR-Präsidenten]] [[Wilhelm Pieck]] wurden abgelehnt, weil sie als Haupträdelsführerin des Aufstandes in Halle galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. September wurde sie in das Dresdner Gefängnis am [[Gedenkstätte Münchner Platz Dresden|Münchner Platz]] verbracht, wo sie am 1. Oktober 1953 in der [[Zentrale Hinrichtungsstätte|Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR]] hingerichtet wurde. Zur Geheimhaltung der Hinrichtung wurde im Bestattungsschein als Todesursache „[[Lungenentzündung|Bronchopneumonie]] 431“ sowie „acute Herz- und Kreislaufschwäche“ angegeben und der Leichnam in [[Urnenhain Tolkewitz|Dresden-Tolkewitz]] eingeäschert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Spiegel TV Magazin]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.youtube.com/watch?v=RYaoV0PYvqE Hinrichtungen in der DDR]&amp;#039;&amp;#039;, YouTube-Video, hochgeladen am 31. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen zum Fall nach 1989 ==&lt;br /&gt;
Der Fall gibt auch nach Öffnung der Stasi-Archive Rätsel auf. Fast alles, was über Dorn bekannt ist, stammt aus den Verhörprotokollen des Ministeriums für Staatssicherheit. Daher sind zumindest alle nach dem [[Aufstand vom 17. Juni 1953|Volksaufstand des 17. Juni 1953]] verfassten Protokolle der bewussten Einflussnahme bzw. Fälschung verdächtig, da sie unter dem direkten Druck des Regimes entstanden, Beweise für den angeblich faschistischen Charakter des Aufstandes zu finden. Der Prozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erscheint ausschließlich in den nach dem Aufstand für das [[Todesstrafe|Todesurteil]] angelegten Akten. Keine Zeitung berichtete darüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem scheint das Urteil angesichts der Praxis der [[DDR-Justiz]] ungewöhnlich milde zu sein. Es muss also ernsthaft bezweifelt werden, ob diese erste Verurteilung als Naziverbrecherin überhaupt stattgefunden hat, zumal sich Erna Dorn am 17. Juni noch immer in [[Untersuchungshaft]] in der Kleinen Steinstraße befand, was als verurteilte „Kommandeurin“ kaum möglich gewesen wäre. Am 21. Juni 1953 war der Aufstand bereits von sowjetischen Panzern niedergeschlagen worden und die neue [[Justizministerium der Deutschen Demokratischen Republik|DDR-Justizministerin]] [[Hilde Benjamin]] verlangte exemplarische Todesurteile, die den „faschistischen“ Hintergrund des Aufstandes beweisen sollten. Die Vernehmer wussten also schon im Vorhinein, was Erna Dorn auszusagen hatte. Und tatsächlich ist die Sprache dieser letzten Protokolle deutlich im Parteijargon abgefasst, nicht in der aus früheren Protokollen bekannten, etwas ungelenken Sprache Dorns. Der heutige Wissensstand lässt diesen letzten Prozess hingegen klar als [[Justizirrtum|Justizskandal]] und politisches Propagandaurteil erscheinen. Das Urteil wurde am 22. März 1994 [[posthum]] vom [[Landgericht Halle]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Am 20. Juni 1953 veröffentlichte das Hallenser SED-Organ &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung|Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; einen Artikel, der Erna Dorn als [[Schutzstaffel|SS]]-Kommandeuse und Anführerin des Aufstands bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erschien [[Stephan Hermlin]]s Novelle &amp;#039;&amp;#039;Die Kommandeuse&amp;#039;&amp;#039;, in der er den Fall ganz im Sinne der DDR-Propaganda aufarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem 2005 erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;Sommergewitter&amp;#039;&amp;#039; schildert [[Erich Loest]] die Ereignisse um den 17. Juni 1953 im Raum [[Bitterfeld]], [[Wolfen]] und [[Halle (Saale)|Halle]] aus der Sicht der Streikenden und arbeitete dabei Erna Dorn als Figur ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Österreich erscheinende kommunistische Zeitung [[Der Neue Mahnruf]] widmete in ihrer Ausgabe vom Juli/August 1953 der Verurteilung zum Tode eine ganze Seite und machte sich die Position des DDR-Gerichts zu eigen.&amp;lt;ref&amp;gt;„Die ehemalige Kommandeuse des Frauen-KZ Ravensbrück, Erna Dorn (alias Rabestein), wurde von einem Gericht in Halle wegen ihrer aktiven Teilnahme an den faschistischen Ausschreitungen vom 17. Juni zum Tode verurteilt.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jens Ebert, [[Insa Eschebach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Die Kommandeuse“ – Erna Dorn zwischen Nationalsozialismus und Kaltem Krieg&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1994. ISBN 3-320-01838-8&lt;br /&gt;
* Justus von Denkmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Erna Dorn: Betrifft: 17. Juni 1953.&amp;#039;&amp;#039; Spotless-Verlag 2002, ISBN 978-3-93354-464-3.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Löhn: &amp;#039;&amp;#039;Spitzbart, Bauch und Brille – sind nicht des Volkes Wille. Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in Halle an der Saale&amp;#039;&amp;#039;. 2. korrigierte Auflage, Edition Temmen, Bremen 2003. ISBN 3-86108-373-6&lt;br /&gt;
;Beiträge&lt;br /&gt;
* [[André Gursky]]: &amp;#039;&amp;#039;„KZ-Kommandeuse“ und „Rädelsführerin“ von Halle – Rekonstruktion einer Legende&amp;#039;&amp;#039;, in: Hermann-Josef Rupieper (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;„… und das Wichtigste ist doch die Einheit“. Der 17. Juni 1953 in den Bezirken Halle und Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, Münster/Hamburg/London 2003, S.&amp;amp;nbsp;350–380. ISBN 3-8258-6775-7&lt;br /&gt;
* Stephan Hermlin: „Die Kommandeuse“. In: Neue Deutsche Literatur. 2 (1954) 10. S. 19–28.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=erna-dorn|lemma=Dorn, Erna|autor=[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]|band=1|idNum=5497}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119170825|NAME=den Fall Erna Dorn|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.17juni53.de/tote/dorn.html „Erna Dorn“] auf 17Juni53.de&lt;br /&gt;
* [https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/geschichte-im-ersten/sendung/aufstand-der-frauen-100.html „Aufstand der Frauen – Frauenschicksale rund um den 17. Juni“], Film von Sabine Michel, Video verfügbar bis 12. Juni 2024 (alternativ zu finden unter: [https://www.youtube.com/watch?v=ty4JcJcl8JQ „Aufstand der Frauen | Doku &amp;amp; Reportage“] auf &amp;#039;&amp;#039;[[YouTube]]&amp;#039;&amp;#039;), Abschnitt über Erna Dorn ab Min. 20:13.&lt;br /&gt;
* Andrea Bahr, Michèle Matetschk: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bpb.de/themen/deutsche-teilung/520875/der-fall-erna-dorn/ Die Frauen des Volksaufstandes - Der Fall „Erna Dorn“]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119170825|LCCN=n94111676|VIAF=37720740}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dorn, Erna}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktive Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand vom 17. Juni 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Propaganda (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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