<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erlang_C</id>
	<title>Erlang C - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erlang_C"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erlang_C&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T16:54:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erlang_C&amp;diff=71090&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:DD:6F22:1A00:4B7:93D2:E1A7:D9CE: Bisherige Literaturangabe (beibehalten) erwähnt die Erlang-C-Formel nur am Rande; die neue, zusätzliche Literaturangabe erklärt das Erlang-C-Modell im Detail und enthält vor allem auch Beweise für Erlang-B und -C</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erlang_C&amp;diff=71090&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-31T20:08:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bisherige Literaturangabe (beibehalten) erwähnt die Erlang-C-Formel nur am Rande; die neue, zusätzliche Literaturangabe erklärt das Erlang-C-Modell im Detail und enthält vor allem auch Beweise für Erlang-B und -C&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erlang C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Betriebswirtschaftslehre]] und der [[Warteschlangentheorie]] die vom dänischen [[Mathematiker]] [[Agner Krarup Erlang]] entwickelte [[Formel]] zur [[Erlang-Verteilung|Verteilung]] der [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeit]] bei einem [[Warteschlangenmodell]]. Pendant ist [[Erlang B]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Agner Krarup Erlang entwickelte im Jahr 1917 eine Methode, um die besondere Verteilungsproblematik bei [[Telefonanruf]]en in [[Callcenter]]n zu berechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Tourismus/C-jnBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Arbeitsvolumen+lexikon&amp;amp;pg=PA228&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1632486828497 Wolfgang Fuchs/Jörn W. Mundt/Hans-Dieter Zollondz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Tourismus&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 227 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Vorschlag von [[David George Kendall]] wurde das Maß [[Erlang (Einheit)|Erlang]] nach dem Urheber Agner Krarup Erlang benannt. In der [[Kendall-Notation]] ist es ein M/M/c-Modell. Synonym wird der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Erlang C&amp;#039;&amp;#039; auch für die &amp;#039;&amp;#039;Erlang-C-Formel&amp;#039;&amp;#039; benutzt, welche die Verteilung der Wartezeit in diesem Modell wiedergibt. Bei vielen Telefonanrufen innerhalb eines kurzen Zeitraums geht es um die [[Wahrscheinlichkeit]] und die mittlere Dauer von Wartezeiten der Anrufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Formel, die Erlang für dieses Problem aufgestellt hat, lautet:&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Fuchs/Jörn W. Mundt/Hans-Dieter Zollondz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Tourismus&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Arbeitsvolumen } a = \frac{\text{Anzahl der Anrufe} \cdot \text{Bearbeitungszeit}}{3600 \text{ Sekunden}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Erlang geht hier von Intervallen von einer Stunde (=3.600 Sekunden) aus. Das [[Arbeitsvolumen]] &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; kennzeichnet den Arbeitsaufwand des für die Anrufe zuständigen Personals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verallgemeinern lässt sich die Formel wie folgt (&amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein frei wählbares Zeitintervall):&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;a = \frac{\text{Anzahl der Anrufe} \cdot \text{durchschnittliche Bearbeitungszeit}}{t}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Erlang-C-Modell können mehrere Kenngrößen abgeleitet werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehen &amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt; Bedienstationen (Agenten) zur Verfügung, dann ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anrufer überhaupt warten muss und nicht sofort bedient wird, zu:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; P_{1} = P[W] = \frac{\frac{a^c}{c!} \cdot \frac{c}{c-a}}{\left( \sum_{n=0}^{c-1} \frac{a^n}{n!} \right) + \frac{a^c}{c!} \cdot \frac{c}{c-a}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; die Bedienrate oder äquivalent dazu &amp;lt;math&amp;gt;E[X]&amp;lt;/math&amp;gt; die mittlere Zeit einer Bedienung (eines Gesprächs) angesetzt, dann gilt &amp;lt;math&amp;gt;\mu = E[X]^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein typischer Kunde weniger als &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; Sekunden warten muss, berechnet sich dann zu&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P[W \le t] = 1-P_{1} \cdot e^{-\mu(c-a) \cdot t}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für ein Anwendungsbeispiel siehe [[Servicelevel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erlang-C-Modell sowie die Formel wird beispielsweise für Callcenter-Pläne eingesetzt, um aus den vorgegebenen Größen &amp;#039;&amp;#039;Anrufvolumen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Anzahl Bedienstationen&amp;#039;&amp;#039; (Agenten) und &amp;#039;&amp;#039;mittlerer Bedienzeit&amp;#039;&amp;#039; einen [[Servicelevel]] oder (indirekt über eine Servicelevel-Vorgabe) einen Personalbedarf zu ermitteln. Kritik am Erlang-C-Modell wird im Rahmen der Servicelevel-Berechnung für Callcenter geübt, weil das Modell mehrere reale Gegebenheiten wie eine begrenzte Leitungs- oder Warteplatzanzahl, die Ungeduld der Anrufer oder heterogene Agenten- und Anrufergruppen nicht berücksichtigt. Für die Ermittlung der Leitungskapazität existiert [[Erlang B]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Formel kann die Wahrscheinlichkeit und die durchschnittliche Wartedauer in der [[Vermittlungsstelle|Telefonvermittlung]] ermittelt werden, was für die Planung der [[Personalkapazität]] erforderlich ist. Sie kann überall dort angewandt werden, wo eine hohe Zahl von Telefonanrufen von einer begrenzten Zahl von [[Personal]] entgegengenommen wird, mithin also ein [[Flaschenhals (Wirtschaft)|Engpass]] besteht, der zu Wartezeiten oder Warteschlangen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Erlang C ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Anwendung des Erlang C-Modells weit verbreitet ist, gibt es zahlreiche Kritikpunkte. Die Realität unterscheidet sich in vielen Punkten vom [[Modell]]. Der Anrufer wird nicht unbegrenzt lange in der [[Warteschlange (Datenstruktur)|Warteschlange]] warten, sondern nach einer gewissen Zeitspanne auflegen. Zudem ist der Warteraum durch die Anzahl der vorhandenen Leitungen im Callcenter begrenzt. Sind diese [[Belegung (Nachrichtentechnik)|belegt]], hört der Anrufer einen [[Hörtöne|Besetztton]]. Ab einem gewissen Servicelevel-Schwellenwert (80 % – 90 %) bringt der Einsatz zusätzlicher [[Mitarbeiter]] nur marginale und später abnehmende Verbesserungen der Erreichbarkeit. Dies wird als [[Ertragsgesetz]] bezeichnet. [[Arbeitspause]]n der Mitarbeiter gehen nicht in die Formel ein, sondern sind gesondert zu bewerten. Die Erlang-C Formel ergibt bei kleinen Variationen der Parameter λ, μ und c mitunter unterschiedliche Ergebnisse. Dies ist besonders der Fall, wenn a nahe bei c liegt. Auch trifft oft die Annahme der Ankunftsverteilung nicht zu. Kurz nach einem [[Werbespot]] tritt eine massive Häufung von Anrufen auf. Ein weiteres Problem ist die [[Heterogenität]]. Die Agenten sind im Regelfall nicht alle auf einem Wissensstand, sondern haben bestimmte „Spezialgebiete“. Auch bilden die Anrufer oftmals keine homogene Gruppe, sondern mehrere heterogene Gruppen – beispielsweise bei „[[Marktsegment|Premium]]-Kunden“. Diese Ungenauigkeiten führen in der Summe zu einer Überdeckung (es werden mehr Agenten beschäftigt, als Erlang C zufolge benötigt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen zum Erlang-C-Modell ==&lt;br /&gt;
Auf Erlang C basierende und den Erfordernissen angepasste [[Algorithmus|Algorithmen]] werden in [[Personaleinsatzplanung#Workforce Management|Workforce-Management]]-Systemen verwendet, die bessere Ergebnisse liefern. Diese Algorithmen sind jedoch aus kommerziellen Gründen nicht veröffentlicht. Es existieren bessere [[Warteschlangentheorie|Warteschlangenmodelle]], die jedoch nicht weit verbreitet eingesetzt werden. In zunehmendem Maße werden stattdessen [[Simulation]]sprogramme für die Planung zu Grunde gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor  = Florian Schümann, Horst Tisson | Titel = Call Center Controlling | Verlag = Gabler | ISBN = 3-409-12680-5 | Jahr = 2006 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor  = Alexander Herzog | Titel = Callcenter - Analyse und Management | Verlag = Springer Gabler | ISBN = 978-3-658-18309-7 | Jahr = 2017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/9781118832585.app4 Erlang-C-Tabelle mit Beispiel]&lt;br /&gt;
* [https://a-herzog.github.io/QueueCalc/ Erlang-C-Online-Rechner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeitsverteilung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:DD:6F22:1A00:4B7:93D2:E1A7:D9CE</name></author>
	</entry>
</feed>