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	<title>Erlösquote - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:28:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erl%C3%B6squote&amp;diff=1510882&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ferutsch: Wikilink nach Verschiebung angepasst</title>
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		<updated>2025-09-17T13:51:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink nach Verschiebung angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erlösquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verwertungsquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realisierungsquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|recovery rate}}) ist im [[Bankwesen]] der Teil von [[Kredit]]en, [[Anleihe]]n oder [[Kreditderivat]]en, der bei [[Forderungsausfall|Ausfall]] des Schuldners ([[Kreditnehmer]], Anleiheschuldner oder [[Referenzschuldner]]) einschließlich der [[Verwertung]] von [[Kreditsicherheiten]] eingetrieben werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/recovery-rate-53208 |titel=Recovery Rate |autor=Helmut Keller |werk=Gabler Wirtschaftslexikon |zugriff=2018-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Komplement ist die [[Ausfallverlustquote]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im Januar 2007 führten alle [[Mitgliedstaaten der Europäischen Union|EU-Mitgliedstaaten]] auf der Grundlage von [[Basel II]] Risikoparameter ein, die von [[Kreditinstitut]]en aus ihrem [[Geschäftsvolumen]] zu ermitteln sind und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen müssen. Grundlage war in Deutschland zunächst die [[Solvabilitätsverordnung]], deren aufsichtsrechtliche Funktion seit Januar 2014 die ebenfalls in allen EU-Mitgliedstaaten geltende [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)]] (englische Abkürzung CRR) übernommen hat. Diese kennt als Risikoparameter das [[Ausfallkredithöhe|Ausfallvolumen]] (EaD), die [[Ausfallwahrscheinlichkeit (Finanzwesen)|Ausfallwahrscheinlichkeit]] (PD) und die [[Ausfallverlustquote]] (LGD). Es handelt sich bei diesen Parametern um [[Stochastik|stochastische]] [[Wahrscheinlichkeit]]s&amp;amp;shy;größen, die die zukünftige Entwicklung vorhersagen helfen. Mit den hypothetischen Parametern können [[Eintrittswahrscheinlichkeit]]en prognostiziert werden. Anders als beim Ausfallvolumen berücksichtigt die Erlösquote auch die [[Verwertungserlös]]e von Kreditsicherheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Erlösquoten können mit Hilfe unterschiedlicher [[Bezugswert]]e ermittelt werden. Die &amp;#039;&amp;#039;Recovery-of-firm-value&amp;#039;&amp;#039; bezieht die [[Insolvenzmasse]] auf das [[Aktiva|Unternehmensvermögen]], [[Ratingagentur]]en verwenden die &amp;#039;&amp;#039;Recovery-of-face-value&amp;#039;&amp;#039;, welche die Ausfallhöhe auf den Kreditbetrag bezieht und damit der Erlösquote am nächsten kommt. Die &amp;#039;&amp;#039;Recovery-of-treasure-value&amp;#039;&amp;#039; schließlich vergleicht den Ausfall mit dem Wert einer risikolosen [[Staatsanleihe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Darrell Duffie/Kenneth J Singleton, &amp;#039;&amp;#039;Modelling Term Structures of Defaltable Bonds&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Financial Studies, vol. 12, 1999, S. 687 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umfang ==&lt;br /&gt;
Die Erlösquote ist neben der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem Ausfallvolumen eine der drei Bestimmungsgrößen des [[Kreditrisiko]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Zielke, &amp;#039;&amp;#039;Kreditrisikomodellierung und -management&amp;#039;&amp;#039;, in: Euroforum: Risikomanagement, 2005, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei besicherten Krediten erhöht sich die Erlösquote gegenüber vergleichbaren [[Blankokredit]]en, weil erzielbare Verwertungserlöse berücksichtigt werden. Da die meisten Kreditsicherheiten ebenfalls Wertschwankungen unterliegen, sind auch deren künftige Verwertungserlöse im Rahmen einer [[Sicherheitenbewertung]] nur schätzbar. Von den Verwertungserlösen sind die Verwertungs- und Abwicklungskosten abzuziehen. Lediglich bei wenigen Sicherheiten (wie der [[Abtretung (Deutschland)|Abtretung]]/[[Verpfändung]] von [[Bankguthaben]], [[Lebensversicherung]]en und [[Bundesanleihe]]n) bestehen keine Verwertungsrisiken, so dass hier eine Erlösquote von 100 % angenommen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Anleihen und Kreditderivaten (als [[Sicherungsgeber]]) spielt die Erlösquote eine Rolle. Im Falle gedeckter [[Pfandbrief]]e sind ebenfalls Verwertungserlöse zu berücksichtigen, Kreditderivate sind hingegen stets unbesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Art. 4 Abs. 1 Nr. 55 CRR ist die Ausfallverlustquote (LGD) die Verlusthöhe bei fälligen [[Risikoposition]]en bei Ausfall der [[Gegenpartei]], gemessen am Betrag der zum Ausfallzeitpunkt ausstehenden Risikopositionen. Nach Art. 161 Abs. 1 CRR sind im [[Standardansatz]] für erstrangige Blankokredite 45 %, für nachrangige 75 % und bei gedeckten Pfandbriefen 11,25 % als Ausfallverlustquote zu verwenden. Die Erlösquote als Komplementärwert zur Ausfallverlustquote liegt dementsprechend bei 55 % für erstrangige Blankokredite, 25 % für nachrangige Blankokredite und bei 88,75 % für gedeckte Pfandbriefe. Die Kapitaladäquanzverordnung geht mithin im Standardansatz davon aus, dass bei gedeckten Pfandbriefen eine im Mittel 88,75 % des ausstehende Exposures eingetrieben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Die Erlösquote (RR) ist der Komplementärwert der Ausfallverlustquote (LGD). Sie errechnet sich als [[Quotient]] aus den Nettoerlösen bei Ausfall &amp;lt;math&amp;gt;N_a&amp;lt;/math&amp;gt; und dem Ausfallvolumen &amp;lt;math&amp;gt;E_a&amp;lt;/math&amp;gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;RR = \frac{{N_a}}{{E_a}}&amp;lt;/math&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Liegt die Erlösquote bei 100 %, kann ein Kredit oder eine Anleihe vollständig wieder eingetrieben werden (und ein Kreditderivat unterliegt mit Sicherheit keinem [[Kreditereignis]]), es besteht mithin vollkommene Sicherheit über die Rückzahlung. Das ist etwa der Fall bei Krediten, die durch Verpfändung von Bankguthaben vollständig besichert sind. Eine Erlösquote von 0 % dagegen entspricht einem Totalausfall des geplatzten Kredits. Die Erlösquote spielt bereits bei der [[Marge|Kreditpreisbestimmung]] und der [[Kreditentscheidung]] eine bedeutende Rolle. Sinkt die Erlösquote während der Kreditlaufzeit, so kann der betroffene Kredit den Status als [[Notleidender Kredit]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.riskworx.com/resources/Recovery%20Rates.pdf |wayback=20080905103119 |text=Riskworx.com, „Recovery Rates“ }} (2. Dezember 2008; PDF; 78&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In der Kapitaladäquanzverordnung ist nicht die Erlösqote, sondern die Ausfallverlustquote als ihr Komplementärwert erwähnt. Die Ausfallverlustquote wird als aufsichtsrechtlicher Risikoparameter von den Kreditinstituten berechnet (oder beim Standardansatz von der Bankenaufsicht vorgegeben); die Erlösquote ergibt sich daraus als Nebenprodukt. Einer Untersuchung aus dem Jahre 2009 zufolge&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Grunert/Martin Weber, &amp;#039;&amp;#039;Recovery Rates of Commercial Lending: Empirical Evidence for German Companies&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Banking &amp;amp; Finance 33 (3), 2009, S. 505 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; erreichte die Erlösquote bei Bankkrediten etwa 75 %, bei Anleihen liegt sie lediglich bei 40 % des ursprünglichen Kreditbetrags. Die höhere Rate bei Bankkrediten wird dabei mit größeren Einflussmöglichkeiten auf die Kreditnehmer etwa durch [[Covenants]] und mögliche Neuverhandlungen zurückgeführt. Im Beobachtungszeitraum zwischen 1984 und 2003 lag die Erlösquote in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] bei 92 %, gefolgt von [[Deutschland]] (67 %) und [[Frankreich]] (56 %).&amp;lt;ref&amp;gt;Sergej A Davydenko/Julian R. Franks, &amp;#039;&amp;#039;Do Bankrupty Codes matter? A Study of Defaults in France, Germany and the U.K.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Finance 63 (2), 2008, S. 582&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigte sich, dass durch die Verwertung von Kreditsicherheiten die Erlösquote signifikant positiv beeinflusst werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Sergej A Davydenko/Julian R. Franks, &amp;#039;&amp;#039;Do Bankrupty Codes matter? A Study of Defaults in France, Germany and the U.K.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Finance 63 (2), 2008, S. 586&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Sicherheitenart lag die Erlösquote in Deutschland bei [[Öffentliche Bürgschaft|öffentlichen Bürgschaften]] mit 89 % des Sicherheitenwerts am höchsten, gefolgt von Bankguthaben (88 %), [[Grundpfandrecht]]en (72 %), [[Forderung|Lieferforderungen]] (50 %) und [[Sicherungsübereignung]]en (49 %), im Durchschnitt bei 72,9 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Sergej A Davydenko/Julian R. Franks, &amp;#039;&amp;#039;Do Bankrupty Codes matter? A Study of Defaults in France, Germany and the U.K.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Finance 63 (2), 2008, S. 587&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sich verbessernder Erlösquote können im [[Kreditportfolio]] zusätzliche [[Kreditrisiko|Kreditrisiken]] eingegangen werden und umgekehrt. Außerhalb vom [[Bankwesen]] kann die Erlösquote bei [[Nichtbank]]en in der [[Kreditversicherung]] oder bei [[Inkassounternehmen (Deutschland)|Inkassounternehmen]] und organisatorisch in der [[Debitorenbuchhaltung]] zum Einsatz kommen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeitsrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ferutsch</name></author>
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