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	<title>Erkanbald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:36:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erkanbald&amp;diff=360450&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Archäologische Funde */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-01-11T15:17:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Archäologische Funde: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Erzbischof von Mainz. Zu weiteren Personen dieses Namens siehe [[Erchanbald]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkanbaldsiegel.jpg|mini|Siegelstempel des Erzbischofs Erkanbald, Schiefer, um 1011. Gemeinsamer Besitz von [[Museum für Hamburgische Geschichte]] und [[Focke-Museum]] Bremen.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erkanbald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]], auch &amp;#039;&amp;#039;Erchanbald&amp;#039;&amp;#039;, (* um 967; † [[17. August]] [[1021]]) war von 997 bis 1011 [[Abt]] von [[Kloster Fulda|Fulda]] und von 1011 bis zu seinem Tod [[Bistum Mainz|Erzbischof von Mainz]]. Er liegt in der [[St. Johannis (Mainz)|Mainzer Johanniskirche]], dem „alten Dom“, begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erkanbald stammte aus der Familie der Grafen von [[Ölsburg]] und war mit Bischof [[Bernward von Hildesheim]] verwandt. Seine Eltern sind nicht bekannt, obwohl die &amp;#039;&amp;#039;Hessische Biografie&amp;#039;&amp;#039; den Grafen [[Altmann von Ölsburg]] und dessen Frau [[Hathewig von Ölsburg|Hathewig]] (geborene [[Asselburg|Gräfin von Assel]]), als Eltern und die Äbtissin [[Frederunda]] als seine Schwester verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=130894540|titel=Ölsburg, Erkanbald von|datum=2025-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geboren wurde er wahrscheinlich um 967, denn er war etwa 30 Jahre alt, als er Abt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1001 zog Erkanbald zusammen mit den Bischöfen [[Burchard von Worms]] und [[Heinrich I. (Würzburg)|Heinrich I. von Würzburg]] als Aufgebot des [[Bistum Mainz|Erzbistums Mainz]] nach Italien, um [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] militärisch zu unterstützen. Ohne mit dem Kaiser zusammengetroffen zu sein, erhielten sie Ende Januar 1002 bei [[Lucca]] ([[Toskana]]) die Nachricht von dessen Tode am 23. oder 24. Januar 1002 in [[Castel Paterno]] bei [[Faleria]], worauf sie wieder umkehrten. Ein Anschluss an den Leichenzug Ottos ist nicht erfolgt. Das Aufgebot nahm in beide Richtungen wahrscheinlich den Weg am [[Rhein]] entlang über einen der [[Kanton Graubünden#Strassenverkehr|Bündner Pässe]] und dann über den [[Autostrada A15#Verlauf|Cisa-Pass]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Vita Burchardi]] episcopi Wormatiensis&amp;#039;&amp;#039;. In: {{MGH|SS|4|829|846}}, Kapitel 8, S. 836.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abt und später als Erzbischof unterstützte er Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]], dem er auch die Ernennung zum Mainzer Erzbischof zu verdanken hat. Nach dem Zeugnis der &amp;#039;&amp;#039;[[Vita Godehardi]]&amp;#039;&amp;#039; (c. 25) nahm [[Bernward von Hildesheim]] die Bischofsweihe am 1. April 1011 vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.dmgh.de/de/fs1/object/goToPage/bsb00000942.html?pageNo=185&amp;amp;sortIndex=010%3A050%3A0011%3A010%3A00%3A00 |titel=Vita Godehardi des Wolfhere |werk=MGH, Scriptores 11 |hrsg= |datum= |seiten=185 |abruf=2019-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen wiederum hatte Erchanbald im [[Gandersheimer Streit|Streit um Gandersheim]] gegen Erzbischof [[Willigis]] von Mainz unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abt von Fulda unterstützte Erchanbald Heinrich 1002 und 1003 am Mittelrhein und in Franken. Er unterstützte 1007 die Errichtung des [[Erzbistum Bamberg|Bistums Bamberg]]. 1008 stand er in der [[Luxemburger Fehde]] wiederum auf Seiten Heinrichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf die Ausgrabungen im Mittelschiff der St. Johanniskirche.jpg|alt=Ausgrabungen in der St.-Johannis-Kirche mit dem Sarkophag von Erzbischof Erchanbald|mini|Sarkophag von Erzbischof Erchanbald in St. Johannis in Mainz (mittig mit pfeilartigem Muster)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krümme des Abtes Erkanbald 001.jpg|mini|hochkant|Die Krümme Erkanbalds Abstabes: Die beiden Szenen zeigen oben das Gebot des Schöpfers an Adam, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen, und unten den Verstoß gegen dieses Gebot im Sündenfall.]]&lt;br /&gt;
Das italienische Erzkanzleramt seines unmittelbaren Vorgängers [[Willigis]] erhielt er von Heinrich II. offenbar nicht. Einige Male erscheint er als [[Intervenient]] in den Urkunden des Kaisers, und er weihte die Bischöfe von [[Bistum Verden|Verden]] und [[Erzbistum Prag|Prag]] seiner [[Kirchenprovinz Mainz]]. 1013/1014 nahm er am [[Italienzug|Romzug]] teil, danach unterstützte er den Kaiser bei der Durchführung der Reform in Fulda. Auch in der Politik in [[Niederlothringen]] und gegenüber Polen unterstützte er den Kaiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kirchenrechtlichen Fragen neigte er der [[Klosterreform von Gorze]] zu. Im [[Hammersteiner Ehe]]streit sorgte Erkanbald mit dafür, dass sich Graf [[Otto von Hammerstein|Otto]] zwischenzeitlich von seiner Gemahlin Irmingard trennen musste (1018). Kurz vor seinem Tod erhob Erchanbald Heilig-Kreuz, vormals St. [[Maria auf dem Felde]] (&amp;#039;&amp;#039;Sancta Maria in Campis&amp;#039;&amp;#039;), zum [[Kollegiatstift]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/mainz/kulturdenkmaeler/heiligkreuz-stift.html Kloster Maria im Felde – Heilig Kreuz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Funde ==&lt;br /&gt;
1991 identifizierte man einen Bodenfund aus Schiefer als [[Stempelsiegel|Siegelstempel]] des Erzbischofs.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Röpcke, Alfred Löhr: &amp;#039;&amp;#039;Erzbischof Erkanbalds Siegel. Ergebnisse einer Umdeutung.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 17, 1991, S. 43–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2019 wurde ein [[Sarkophag]] in der [[St. Johannis (Mainz)|Mainzer Johanniskirche]] von Archäologen geöffnet. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem darin befindlichen Leichnam um Erzbischof Erkanbald handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Julia Sloboda |url=https://www.allgemeine-zeitung.de//lokales/mainz/nachrichten-mainz/sarkophag-in-johanniskirche-birgt-leichnam-von-erzbischof_20694703 |titel=Sarkophag in Johanniskirche birgt Leichnam von Erzbischof |werk=Allgemeine Zeitung |datum=2019-11-14 |sprache=de |abruf=2019-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Indizien waren, folgt man der Restauratorin Anja Bayer, eine [[Kasel (liturgische Kleidung)|Kasel]] aus blau eingefärbter Seide, die mit einer Goldborte am Nacken des Toten abschloss. Auf der Kasel habe wiederum ein Wollstoff gelegen, bei dem es sich um ein [[Pallium]] handle. Auch trug der Tote [[Pontifikalschuhe]]. Diese Teile der Kleidung standen nur höchsten Klerikern, insbesondere Bischöfen zu. Warum Erkanbald bei seiner Beerdigung verkehrt herum im Sarg lag, ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Skelett war durch die Anwendung von [[Ätzkalk]] stark zerstört. noch vorhandene Skelettteile in schlechtem Zustand. Untersuchungen der Überreste [[in situ]] durch die [[Anthropologie|Anthropologin]] Carola Berszin ergaben, dass der circa 1,82&amp;amp;nbsp;m große, 40 bis 60 Jahre alte Mann etwa 70&amp;amp;nbsp;kg gewogen hat. An den [[Fuß#Fußskelett|Fußskeletten]] wurden Anzeichen von [[Gicht|Fußgicht]] festgestellt. Entzündungen im Bereich des [[Becken (Anatomie)|Beckens]] ([[Iliosakralgelenk]]) und der [[Wirbel (Anatomie)|Wirbelkörper]] deuten auf eine Erkrankung an [[Spondylitis ankylosans|Morbus Bechterew]]. Ein leichter Rechtsknick der oberen [[Brustwirbelsäule]] wurde in den Untersuchungen als Anzeichen einer [[Skoliose]] gedeutet. Für weitere naturwissenschaftliche Untersuchungen wurde der linke [[Fuß#Fußskelett|Fußwurzelknochen]] für eine [[Radiokarbonmethode|C14-Datierung]] an das Institut für Kernphysik der [[Universität zu Köln|Universität Köln]] und das erhaltene [[Felsenbein]] für eine [[aDNA]]-Analyse an das [[Eurac Research]] [[Bozen]] geschickt. Allerdings konnten durch den schlechten Erhaltungszustand des Knochenmaterials keine verwertbaren Ergebnisse erzielt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Carola Berszin: &amp;#039;&amp;#039;Eine mittelalterliche Sarkophagbestattung aus der Mainzer Johanniskirche im Lichte der Anthropologie.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Guido Faccani]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Grab von Erzbischof Erkanbald († 1021). Erforschung einer Sarkophagbestattung in der ehemaligen Mainzer Kathedrale St. Johannis.&amp;#039;&amp;#039; S. 77–80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Falck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Nachfolger des Willigis auf dem Mainzer Stuhl.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilhelm Jung (Kunsthistoriker)|Wilhelm Jung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Mainzer Dom – Werden und Wandel.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1975, S. 74.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|566|566|Erchanbald|Hans Jürgen Rieckenberg|130894540}}&lt;br /&gt;
* [[Alois Gerlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Erchanbald&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3, München 1986, Sp. 2122.&lt;br /&gt;
* [[Ernst-Dieter Hehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der alte und der neue Dom in Mainz, das Grab des Erzbischofs Erkanbald (1011–1021) und die „Entstehung“ der Johanniskirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 74, 2022, S. 11–62.&lt;br /&gt;
* Guido Faccani (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Grab von Erzbischof Erkanbald († 1021). Erforschung einer Sarkophagbestattung in der ehemaligen Mainzer Kathedrale St. Johannis.&amp;#039;&amp;#039; Schnell + Steiner, Regensburg 2022, ISBN 978-3-7954-3743-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=130894540|titel=Ölsburg, Erkanbald von|datum=2020-03-10}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-pma0144}}&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/article204487560/Mainzer-Erzbischof-Im-Kampf-gegen-Inzest-zog-er-sogar-in-den-Krieg.html Im Kampf gegen Inzest zog der Erzbischof sogar in den Krieg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Hatto III.]]|NACHFOLGER=[[Branthog]]|AMT=[[Liste der Äbte und Bischöfe von Fulda|Abt von Fulda]]|ZEIT=997–1011&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Willigis]]|NACHFOLGER2=[[Aribo (Mainz)|Aribo]]|AMT2=[[Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Mainz|Erzbischof von Mainz]]|ZEIT2=1011–1021}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130894540|VIAF=3589930}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler für Germanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Fulda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Erkanbald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Erchanbald&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 967&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. August 1021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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