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	<title>Erinnyen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erinnyen&amp;diff=56086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav von Aschenbach: Änderungen von 2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B (Diskussion) auf die letzte Version von MultiPolitikus zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-03-05T17:42:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B&quot;&gt;2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2001:A62:677:701:D0C5:E8C:829F:973B (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:MultiPolitikus&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:MultiPolitikus (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;MultiPolitikus&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Furie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Deux furies.png|mini|hochkant|Zwei Rachegöttinnen&amp;lt;br /&amp;gt;(Zeichnung aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach einer antiken Vase)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erinnyen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Erinyen&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἐρινύες|Erinýes}}, in der Einzahl {{lang|grc|Ἐρινύς|Erinýs|la=Erinys, Erinnys}})&amp;amp;nbsp;– bei den Griechen auch als {{lang|grc|Μανίαι|Maníai|de=die Rasenden}}, später als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eumeniden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Εὐμενίδες|Eumenídes}}), bei den Römern als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Furien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;({{lang|la|furiae}}, von {{lang|la|furia|de=Wut, Raserei}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Georges-1913/A/furia?hl=furia Georges, 1913].&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;amp;nbsp;– sind in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] drei Rachegöttinnen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Alekto (Mythologie)|Alekto]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀληκτώ|Alēktṓ}}), „die (bei ihrer Jagd) Unaufhörliche“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Megaira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Μέγαιρα|Mégaira}}, deutsch auch „Megäre“), „der [[neid]]ische [[Zorn]]“. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tisiphone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Τισιφόνη|Tisiphónē}}, auch {{lang|grc|Τεισιφόνη|Teisiphónē}}), „die [[Vergeltung]]“ oder „die den Mord [[Rache|Rächende]]“. Sie wird auf griechischen Amphoren häufig mit Hundekopf und Fledermausschwingen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stellen die [[Personifikation|personifizierten]] Gewissensbisse dar. Im [[Matriarchat|matriarchalen]] Kontext gelten sie als Verteidigerinnen mutterrechtlicher Prinzipien. Sie stehen im Zusammenhang mit Totenkult und Fruchtbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Eumeniden, die Wohlmeinenden, wurde ihnen nach [[Aischylos]]’ &amp;#039;&amp;#039;Die Eumeniden&amp;#039;&amp;#039; im Ergebnis des Verfahrens gegen [[Orestes]] verliehen, nachdem sie ihr Amt und ihre Macht verloren hatten. Diese Umbenennung wird als beschwichtigend-abwehrender [[Euphemismus]] betrachtet, der auf den in der [[Orestie]] vollzogenen historischen Umbruch zum [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchalen]] Prinzip hindeute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Furie“ oder seltener „Megäre“ wird im übertragenen Sinn eine rasend wütende Frau bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologischer Ursprung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisiphone.jpg|mini|Die Rachegöttin &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tisiphone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; schwingt die Fackel des Wahnsinns und entleert den Krug mit Gift über das glückliche Königspaar [[Athamas]] und [[Ino]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 4,508–509&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Kupferstich]] von [[Bernard Picart]], 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Orestes Pursued by the Furies by William-Adolphe Bouguereau (1862) - Google Art Project.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Les Remords d’Oreste&amp;#039;&amp;#039; – Orestes wird von Furien gehetzt.&amp;lt;br /&amp;gt;([[William Adolphe Bouguereau]], 1862, Chrysler Collection, [[Norfolk (Virginia)|Norfolk]])]]&lt;br /&gt;
* Nach [[Hesiod]] wurden die Erinnyen von [[Gaia (Mythologie)|Gaia]] geboren, nachdem der Titan [[Kronos]] seinen Vater [[Uranos]] mit einer Sichel entmannt hatte. Aus dem Zeugungsglied, das ins Meer fiel, erwuchs [[Aphrodite]]; aus dem Blut aber, das auf die Erde tropfte, entstanden außer den [[Gigant (Mythologie)|Giganten]] und [[Meliaden|melischen Nymphen]] auch die Erinnyen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hesiod, &amp;#039;&amp;#039;[[Theogonie]]&amp;#039;&amp;#039; 183 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nach anderen Erzählungen waren sie Töchter der Nacht ([[Nyx]])&amp;lt;ref&amp;gt;Aischylos, &amp;#039;&amp;#039;Die Eumeniden&amp;#039;&amp;#039; 321&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber auch Töchter der Gaia und des [[Skotos]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sophokles]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ödipus auf Kolonos]]&amp;#039;&amp;#039; 40,106&amp;lt;/ref&amp;gt; der „Dunkelheit“. Den [[Orphiker]]n galten [[Hades]] und [[Persephone]] als Eltern der Erinnyen.&lt;br /&gt;
* Bei [[Homer]] und in der späteren griechischen Mythologie stellten die Erinnyen Rachegöttinnen bzw. Schutzgöttinnen der sittlichen Ordnung dar. Zu furchtbaren Werkzeugen der Rache wurden sie insbesondere, wenn es zu Mord (v.&amp;amp;nbsp;a. an [[Blutsverwandtschaft|Blutsverwandten]]), zu Verbrechen an Eltern oder älteren Menschen,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 21,412 und 9,571; Homer, &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039; 11,279&amp;lt;/ref&amp;gt; zu [[Meineid]], aber auch, wenn es zu Verletzungen der geheiligten [[Brauch|Bräuche]] gekommen war: als Personifizierungen der Verfluchungskraft (besonders der Verfluchung durch Vater und Mutter) und des Racheanspruchs Ermordeter. So verfolgten sie Orestes nach seinem Muttermord und trieben ihn in die Raserei. Die Ansprüche der Mütter wurden unter allen Umständen und zuerst von ihnen verteidigt, aber auch die der Väter und der älteren Brüder, so dass es Orestes nicht half, [[Klytaimnestra]] auf Befehl des Gottes Apollon umgebracht zu haben&amp;amp;nbsp;– hätte er es nicht getan, hätte [[Apollon]] trotz allem die Erinnyen auf Orestes gehetzt. Apollon unterstützt all die Charaktere, die durch ihre Mutter leiden mussten (nicht nur Orestes, ein weiteres Beispiel ist König [[Ödipus]]). Erst durch [[Pallas Athene]] und die Unterstützung Apollons wurde Orestes auf dem Athener Gericht freigesprochen, ohne dass das der allgemeinen Verehrung der Erinnyen Abbruch getan hätte. Seither verehrte man die Erinnyen in Athen&amp;amp;nbsp;– jedoch nicht unter ihrem alten Namen, sondern als die Eumeniden („Wohlgesinnten“).&lt;br /&gt;
* Die in der [[Tartaros|Unterwelt]] hausenden Erinnyen werden als alte, aber jungfräuliche [[Vettel (Schimpfwort)|Vetteln]] beschrieben, deren Hautfarbe schwarz war; sie kleideten sich in graue Gewänder, die Haare waren Schlangen, ihr Geruch war unerträglich und aus ihren Augen floss giftiger [[Geifer]] oder Blut.&lt;br /&gt;
* Die Erinnyen konnten auch als eine einzige&amp;amp;nbsp;– &amp;#039;&amp;#039;Erinnys&amp;#039;&amp;#039;, „Rache“&amp;amp;nbsp;– angerufen werden. Diese war damit zusammen mit [[Dike (Mythologie)|Dike]], „Gerechtigkeit“, und [[Poine (Mythologie)|Poine]], „Strafe“, eine der drei Helferinnen der [[Nemesis]].&lt;br /&gt;
* In der Orestie des Aischylos spielen die Erinnyen als Rachegöttinnen der Unterwelt eine wichtige Rolle. (Dritte Tragödie der Trilogie: &amp;#039;&amp;#039;Die Eumeniden&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Erinnyen in der nachantiken Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
In der Literatur der Neuzeit und der Moderne wird das Motiv der Erinnyen immer wieder aufgegriffen. In [[Dante]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Göttliche Komödie]]&amp;#039;&amp;#039; (IX. Gesang, Verse 37–42) treten sie auf, als Dante sich im &amp;#039;&amp;#039;Inferno&amp;#039;&amp;#039; der unteren Hölle nähert. Auch in [[John Milton]]s Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Paradise Lost]]&amp;#039;&amp;#039; (1667) begegnen  die Erinnyen als „[[Harpyie (Mythologie)|harpyienfüßige]] Furien“. In [[Hercules (Händel)|&amp;#039;&amp;#039;Hercules&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Georg Friedrich Händel|Händel]] wendet sich eine wahnsinnige [[Deïaneira]] kurz vor ihrem Suizid an die drei „dreadful sisters“ („grässliche Schwestern“), welche sie verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=G.F. Händel |url=https://imslp.org/wiki/Special:ImagefromIndex/722722/qror |titel=Hercules – Partitur |werk=IMSLP |hrsg=Deutsche Händelgesellschaft |datum=1859 |sprache=en |abruf=2023-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] ließ sie sowohl in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie auf Tauris]]&amp;#039;&amp;#039; (1786) als auch in seinem &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Der Tragödie zweiter Teil|Faust II]]&amp;#039;&amp;#039; (1832) auftreten. In [[Friedrich Schiller]]s Ballade &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kraniche des Ibykus]]&amp;#039;&amp;#039; (1797) werden kraft ihres Chorgesangs die Mörder des Sängers [[Ibykos|Ibykus]] überführt, in seiner Ballade &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ring des Polykrates]]&amp;#039;&amp;#039; (1798) weiht ihnen der König [[Polykrates (Tyrann von Samos)|Polykrates]] seinen kostbaren Ring, um sich vor der Rache des Schicksals zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Erinnyen verfolgt fühlt sich in [[Alfred Döblin]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin Alexanderplatz (Roman)|Berlin Alexanderplatz]]&amp;#039;&amp;#039; (1929) die Hauptperson Franz Biberkopf, weil er seine Freundin erschlagen hat. [[Kurt Tucholsky]] (1931) bezeichnet in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Schloss Gripsholm (Roman)|Schloss Gripsholm]]&amp;#039;&amp;#039; Frau Adriani als &amp;#039;&amp;#039;Megäre&amp;#039;&amp;#039;. Drei Erinnyen treten im Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fliegen]]&amp;#039;&amp;#039; (1943) von [[Jean-Paul Sartre]] als Fliegen auf. Im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Homo faber (Roman)|Homo faber. Ein Bericht]]&amp;#039;&amp;#039; (1957) von [[Max Frisch]] spielt die „Schlafende Erinnye“ (die sogenannte Medusa Ludovisi) eine Rolle, da Faber unwissentlich Inzest mit seiner Tochter Elisabeth begeht und damit die Rachegöttinnen heraufruft. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wohlgesinnten]]&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines Romans von Jonathan Littell, 2008 (französisch 2006: &amp;#039;&amp;#039;Les Bienveillantes&amp;#039;&amp;#039;). Der amerikanische Historiker [[Michael S. Neiberg]] griff 2011 das Motiv des „Tanz[es] der Furien“ im Titel seines Werkes zur Stimmungslage der Europäer nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael S. Neiberg |Titel=Dance of the Furies: Europe and the Outbreak of World War I |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Belknap Press of Harvard University Press |Ort=Cambridge, Mass. |Datum=2011 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,1|1310|1336|Erinys|[[Adolf Rapp (Philologe)|Adolf Rapp]]}}&lt;br /&gt;
* {{RE|S VIII|82|166|Erinys|[[Ernst Wüst (Philologe)|Ernst Wüst]]|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Erinyes|Erinnyen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Erinnye}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118685163|LCCN=sh87000688|VIAF=35250656}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppe von Gottheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav von Aschenbach</name></author>
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