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	<title>Erich Zeigner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Rabanusmaurus: ups</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ups&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df roe-neg 0000452 001 Erich Zeigner, eine Rede auf der &amp;quot;Opfer des Faschismus - Friedenskundgebung&amp;quot; hal.jpg|mini|Zeigner bei einer Friedenskundgebung 1948]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig-suedfriedhof-zeigner.jpg|mini|Zeigners Grabstein auf dem [[Südfriedhof (Leipzig)|Leipziger Südfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Richard Moritz Zeigner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[17. Februar]] [[1886]] in [[Erfurt]]; † [[5. April]] [[1949]] in [[Leipzig]]) war Jurist und Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Im Jahr des [[Deutscher Oktober|Deutschen Oktobers]] regierte er 1923 für einige Monate als [[Ministerpräsident]] den Freistaat [[Geschichte Sachsens|Sachsen]]. Von Juli 1945 bis zu seinem Tod war er der von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzte [[Oberbürgermeister von Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Zeigner war der Sohn eines Verwaltungsangestellten. Seine Familie zog 1894 von Erfurt nach Leipzig. Von 1896 bis 1905 besuchte er dort das [[Petrischule Leipzig|Petri-Realgymnasium]]. Von 1905 bis 1913 studierte er an der [[Universität Leipzig]] [[Rechtswissenschaft]] und [[Volkswirtschaftslehre|Volkswirtschaft]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] dort 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium war Zeigner [[Assessor]] bei der Staatsanwaltschaft Leipzig. 1918 wurde er [[Staatsanwalt]]. Nachdem er 1919 der SPD beigetreten war, wurde er als Staatsanwalt abberufen und als Richter an das [[Landgericht Leipzig]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1921 wurde Zeigner sächsischer [[Justizminister]] in der Regierung von Ministerpräsident [[Wilhelm Buck]]. Am 21. März 1923 wurde er zum dritten Ministerpräsidenten des Freistaates [[Sachsen]] gewählt. Nachdem er am 10. Oktober 1923 zwei Mitglieder der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] in seine Regierung (siehe [[Gesamtministerium Zeigner]]) aufnahm, wurde er am 29. Oktober 1923 durch Reichspräsident [[Friedrich Ebert]] (SPD) unter Anwendung der [[Reichsexekution]] als Ministerpräsident abgesetzt. Am 21. November 1923 wurde Zeigner festgenommen und im Frühjahr 1924 wegen „[[Bestechlichkeit]] und Aktenunterschlagung im Amt“ zu drei Jahren Haft verurteilt, aus der er im August 1925 auf [[Bewährung (Deutschland)|Bewährung]] entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1925 bis 1928 war Zeigner Lehrer an der [[Arbeiter-Turn- und Sportschule|Bundesschule des Arbeiter-Turn- und Sportbundes]] in Leipzig. Von 1928 bis 1933 arbeitete er als Journalist bei verschiedenen sächsischen Parteizeitungen und war Leiter einer Rechtsauskunftsstelle der SPD in Leipzig. 1932 gehörte er zu den Unterzeichnern des [[Dringender Appell (1932)|Dringenden Appell]]s zum Zusammengehen von SPD und KPD im Wahlkampf für die [[Reichstagswahl Juli 1932|Reichstagswahl im Juli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[NSDAP]] wurde Zeigner im August 1933 wegen illegaler antifaschistischer Arbeit inhaftiert, im Prozess aber 1935 freigesprochen. Seitdem musste er von Gelegenheitsarbeiten leben. 1939 erneut für kürzere Zeit inhaftiert, arbeitete er anschließend als Buchhalter in Leipzig. Nach dem gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944]] gegen Hitler wurde Zeigner neben [[Stanislaw Trabalski]], [[Heinrich Fleißner]] und weiteren Leipziger Sozialdemokraten in das [[KZ Sachsenhausen]] verschleppt. Im August 1944 wurde er ins [[KZ Buchenwald]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeigner kehrte 1945 nach Leipzig zurück, wo ihn der amerikanische Stadtkommandant im Juni/Juli 1945 zum Rechtsrat am Kulturamt der Stadt Leipzig bestimmte. Nach der Unterstellung Leipzigs unter die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] setzte ihn am 16. Juli 1945 der Befehlshaber in Leipzig, Generalleutnant [[Nikolai Iwanowitsch Trufanow]], als Oberbürgermeister ein. Dieses Amt führte Zeigner bis zu seinem Tod. Im Oktober 1946 wurde er durch eine Wahl bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1945/1946 war Zeigner Mitglied des erweiterten SPD-Bezirksausschusses Leipzig. Im April 1946 gehörte er infolge der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]] zu den Mitbegründern der SED in Leipzig und Sachsen und war Mitglied der SED-Programmkommission. Zwischen 1946 und 1949 war er Abgeordneter der SED im [[Sächsischer Landtag (1946–1952)|Sächsischen Landtag]]. 1948/1949 gehörte er dem [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrat]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1947 wurde Zeigner zum Honorarprofessor für [[Verwaltungswissenschaft|Verwaltungslehre]] an der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig ernannt. Außerdem wurde er Leiter des Instituts für Kommunalwissenschaften, dessen Gründung er initiiert hatte. Im Oktober 1948 wurde er zum ordentlichen Professor für Verwaltungslehre berufen. Er starb 1949 infolge einer schweren Krankheit im Alter von 63 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Erich Zeigners letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Südfriedhof (Leipzig)|Leipziger Südfriedhof]] (Abteilung XI); nach ihm wurde eine wichtige Verbindungsstraße im Leipziger Stadtteil [[Plagwitz (Leipzig)|Plagwitz]] (Erich-Zeigner-Allee) benannt. In dieser Straße befindet sich außerdem eine nach Erich Zeigner benannte Grundschule der Stadt Leipzig. Ein Verein unterhält in Zeigners Leipziger Wohnhaus ein kleines Museum und engagiert sich im Sinne des ehemaligen Oberbürgermeisters mittels politischer Bildung gegen Rechtsextremismus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1167395.demokratiefoerderung-ein-bueroversehen-bremst-den-kampf-gegen-rechts.html &amp;#039;&amp;#039;Der Verein »Erich Zeigner Haus« aus Leipzig zieht wegen einer abgelehnten Förderung vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Abbild in Stein befindet sich auf dem Gelände des [[Conne Island]] Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karsten Rudolph]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeigner, Erich (Richard Moritz).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Manfred Asendorf]] und Rolf von Bockel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Wege. Deutsche Lebensläufe aus fünf Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag J. B. Metzler, Stuttgart; Weimar 1997, S. 704–706 ISBN 3-476-01244-1.&lt;br /&gt;
* Michael Rudloff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erich Zeigner. Bildungsbürger und Sozialdemokrat.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Leipzig, Leipzig 1999, ISBN 3-86077-449-2.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=erich-zeigner|lemma=Zeigner, Erich|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=2|idNum=3930}}&lt;br /&gt;
* [[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Fleißner (1888–1959). Sozialdemokratische Kontinuität vom Kaiserreich zur DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Rudloff, Mike Schmeitzner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Solche Schädlinge gibt es auch in Leipzig“. Sozialdemokraten und die SED.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-631-47385-0, S. 76&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;Erich Zeigner. Der Linksozialist und die Einheitsfront (1923).&amp;#039;&amp;#039; In: Mike Schmeitzner, Andreas Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Macht und Ohnmacht. Sächsische Ministerpräsidenten im Zeitalter der Extreme 1919–1952.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 978-3-934544-75-8, S. 125–158.&lt;br /&gt;
* {{BBKL||autor=[[Hartmut Felsberg]]|artikel=Zeigner, Erich Richard Moritz|band=37|spalten=1515–1530}}&lt;br /&gt;
* [[Hanns Leske]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des DDR-Fußballs]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3, S. 547.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121988031}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=121988031}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/042360}}&lt;br /&gt;
* {{Biosop||270080}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Zeigner_1128}}&lt;br /&gt;
* [https://erich-zeigner-haus-ev.de/ Erich-Zeigner-Haus e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ministerpräsident (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zeigner, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zeigner, Erich Richard Moritz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (SPD, SED), MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Februar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. April 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rabanusmaurus</name></author>
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