<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Warsitz</id>
	<title>Erich Warsitz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Warsitz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Warsitz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:07:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Warsitz&amp;diff=90712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache, Format</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Warsitz&amp;diff=90712&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-25T19:03:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache, Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erich Warsitz.jpg|mini|hochkant|Erich Warsitz (1942)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Karl Warsitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1906]] in [[Hattingen]]; † [[12. Juli]] [[1983]] in [[Lugano]]/Schweiz) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Testpilot]]. Er wurde bekannt, als er im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums bei den [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel]]-Werken maßgeblich an der Entwicklung und den Testflügen von raketen- und düsengetriebenen Flugzeugen beteiligt war. So führte er den ersten Flug eines mit einem Flüssigraketentriebwerk ausgerüsteten Flugzeuges, der [[Heinkel He 176]], am 20.&amp;amp;nbsp;Juni 1939 durch. Der Jungfernflug des ersten durch ein [[Strahltriebwerk]] angetriebenen Flugzeuges, einer [[Heinkel He 178]], erfolgte ebenfalls durch ihn am 27.&amp;amp;nbsp;August 1939 in [[Marienehe|Rostock-Marienehe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Luftfahrtkarriere ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1933-11-02 Koenigsberg-Devau Ju52 Fluegelrad.jpg |mini |Eine [[Junkers Ju 52/3m|Ju 52]] der &amp;#039;&amp;#039;Reichsbahnflugstrecke&amp;#039;&amp;#039; ([[Flügelrad (Eisenbahn)|&amp;#039;&amp;#039;Flügelrad&amp;#039;&amp;#039;]]-Emblem) lädt am 1. November 1933 auf dem [[Flughafen Devau|Flughafen Königsberg-Devau]] Nachtflug-Expressgut]]&lt;br /&gt;
Erich Warsitz begann seine fliegerische Ausbildung (1929–1930) als Sportflieger für den A2-Schein bei der Akademischen Fliegergruppe ([[Akaflieg]]) auf dem [[Flugplatz Bonn/Hangelar]]. Darauf folgten die B1- und B2-Ausbildungen auf verschiedenen Flugplätzen bei den damaligen Luftsportvereinen und eine weitere fliegerische Ausbildung auf dem [[Flugplatz Stettin]] bei der [[Deutsche Verkehrsfliegerschule|Deutschen Verkehrsfliegerschule]] (DVS).&amp;lt;ref&amp;gt;C2-Ausbildung für Landflugzeuge und für die „gewerbsmäßige Personenbeförderung“ sowie sämtliche Segelflugscheine.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischendurch machte er den großen Kunstflugschein K&amp;amp;nbsp;2 und absolvierte die [[Instrumentenflug|Blindflugausbildung]] sowie das Steuermannspatent für „kleine Fahrt“. Nachdem er die DVS besucht und dort sämtliche Flugscheine gemacht hatte, arbeitete er zunächst als Sportflugzeuglehrer. Später&amp;lt;!-- wann? --&amp;gt; wurde er als Fluglehrer, Gruppenfluglehrer und Ausbildungsleiter zur „Reichsbahnstrecke“ abkommandiert. (Reichsbahnflugstrecken, offiziell für schnellere Frachtzustellung eingerichtet, verschafften – auf diese Weise getarnt – späteren Bomberbesatzungen Erfahrungen in der Navigation im Langstrecken- und Blindflug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waffen-Arsenal1993&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Dressel, Manfred Griehl |Titel=Die geheimen Anfänge der Luftwaffe 1920–1935 |Reihe=Waffen-Arsenal Special |BandReihe=5 |Verlag=Podzun-Pallas |Ort=Dorheim |Jahr=1993 |ISBN=3-7909-0461-9 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) &lt;br /&gt;
1934 wechselte er zur [[Erprobungsstelle Rechlin|Luftwaffenerprobungsstelle Rechlin]], wo er bald alles flog, was von der auf Hochtouren laufenden deutschen Flugzeugindustrie hergestellt wurde. Er begann damit jene Tätigkeit, die ihn später mit geschichtsträchtigen Entwicklungen der Luftfahrt vertraut machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;warsitz erichkarl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heinkel He 111 &amp;amp; He 112 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-401-0244-27, Flugzeug Heinkel He 111.jpg|mini|Eine He 111E ohne Raketen-Starthilfen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde Ende 1936 vom [[Reichsluftfahrtministerium]] (RLM) für erste Standversuche mit einer umgebauten [[Heinkel He 112]] an die [[Heeresversuchsanstalt Kummersdorf]] versetzt, weil er als einer der erfahrensten Testpiloten galt und weil er außergewöhnliche technische Kenntnisse hatte. Warsitz arbeitete dort eng mit dem Entwickler der Raketentriebwerke, [[Wernher von Braun]], zusammen. Für erste Testflüge mit dem Raketentriebwerk wurde der [[Flugplatz Neuhardenberg]], der 1934 als geheim gehaltener Militärflugplatz neu angelegt worden war, vom RLM zur Verfügung gestellt. Warsitz wechselte dorthin und führte die Erprobung der Maschine weiter. Das mit einer Zusatzrakete und normalem Motor versehene Flugzeug startete erstmals mit Warsitz am Steuer Ende Mai 1937. Nach dem Start wurde ausschließlich mit dem Raketentriebwerk geflogen. Es gab jedoch technische Probleme und Warsitz konnte die Maschine nur mit Glück landen. Den vorgesetzten Dienststellen konnte bewiesen werden, dass ein vom Rumpfende aus getriebenes Flugzeug fliegen kann. Warsitz flog daraufhin jeden [[Prototyp (Technik)|Prototyp]], der in irgendeiner Form mit Raketen und Strahltriebwerken an Flugzeugen zu tun hatte. Dazu zählten auch die [[JATO|Starthilferaketen]] der Firma [[Hellmuth Walter|Walter]], die an einer [[Heinkel He 111]]E erprobt wurden. Das RLM interessierte sich für die sogenannten Starthilfen, die unter den Flächen von Bombern angebracht werden sollten, um den Start schwerbeladener oder überlastiger Flugzeuge von kleinen Flug- und Einsatzplätzen mit kurzer Rollstrecke zu verkürzen. Besagte Starthilfen sollten nach dem Start für weitere Einsätze am Fallschirm abgeworfen werden. Später in [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde|Peenemünde]] wurden die Starthilfen auch an einer [[Messerschmitt Me 321]] erprobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:He112FARR.jpg|mini|Eine reguläre He 112]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma Walter hatte vom RLM auch den Auftrag bekommen, ein Triebwerk für die He&amp;amp;nbsp;112 zu bauen. Deshalb stand in Neuhardenberg eine Zeit lang nicht nur die Braunsche He&amp;amp;nbsp;112. Von Braun benutzte hochprozentigen Spiritus und flüssigen Sauerstoff. Walter verwendete dagegen hochprozentiges [[Wasserstoffperoxid]] und als Katalysator [[Kaliumpermanganat]]. Beim Braunschen Antrieb kam ein Abgasstrahl heraus und beim [[Walter-Antrieb]] ein Dampfstrahl, denn beim erstgenannten Triebwerk handelte es sich um eine direkte Verbrennung, während bei Walter eine [[Zersetzung (Chemie)|Zersetzung]] (mit derselben Austrittsgeschwindigkeit) stattfand. Die weiteren Flüge der He&amp;amp;nbsp;112 wurden fortan mit dem Walter- anstatt mit dem Raketentriebwerk gemacht. Es war zuverlässiger, einfacher in der Bedienung und weniger gefährlich für Erich Warsitz und die Maschine. Nachdem die He-112-Erprobungen mit beiden Triebwerken und die Starthilfserprobungen an der He 111 in Neuhardenberg beendet waren, wurde die Raketentriebwerkserprobung 1937 zur [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde]] verlegt, die seit 1936 im Bau war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heinkel He 176 ====&lt;br /&gt;
Noch während in Neuhardenberg die Versuchsflüge liefen, wurde der Begriff [[Abfangjäger|„Interzeptor“]] geprägt und die [[Heinkel He 176]] sollte hierfür das Forschungsobjekt werden. Das RLM beabsichtigte nämlich, ein neuartiges Jagdflugzeug einzusetzen. Es sollte durch sein enormes Steigvermögen erst starten und fast senkrecht hochgehen, wenn ein feindlicher Bomberverband zum Beispiel in sechs- oder siebentausend Metern Höhe in Sicht kam und von unten einen Kurzangriff mit hoher Geschwindigkeit ausführen, indem man die Salven aus den MG oder aus Kanonen abschoss und nach dem Leerwerden der Tanks wieder landete. Die [[Messerschmitt Me 163]], welche unabhängig von der He 176 entwickelt und erprobt wurde, kam Ende des Zweiten Weltkrieges noch zum Einsatz.&lt;br /&gt;
Da die Konstruktionsentwicklung der He&amp;amp;nbsp;176 der größten Geheimhaltung unterlag, richtete [[Ernst Heinkel]] eine Sonderabteilung in seinem Werk in [[Rostock]]-Marienehe ein und baute zunächst eine Holzbaracke, in der die ersten Versuchsarbeiten durchgeführt wurden. Nur ganz wenige Werksangehörige hatten Zutritt. Aus dieser „Bretterbude“ wurde schnell ein fester Bau. Die Entwicklung ging damals sehr schnell vonstatten und Warsitz führte in Peenemünde erste Rollversuche durch, um das Verhalten der Maschine auf der Startbahn festzustellen. Als Warsitz nach vielen Rollversuchen und Luftsprüngen mit immer größeren Geschwindigkeiten die Eigenarten und Tücken zu kennen glaubte, führte er am 20.&amp;amp;nbsp;Juni 1939 den ersten erfolgreichen Flug durch. Dabei erreichte die Maschine bis zu 800 km/h.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aufstieg&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MBB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3.&amp;amp;nbsp;Juli 1939 führte Warsitz die He 176 in Rechlin [[Adolf Hitler]] vor. Obwohl der Flug einwandfrei verlaufen war, erkannte niemand in der [[NS-Regime|Führung]] die technische und militärische Bedeutung des Raketenfluges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heinkel He 178 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinkel He 178 050602-F-1234P-002.jpg|mini|Heinkel He 178]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erfahrungen mit dem Raketenflugzeug He 176, die in enger Zusammenarbeit mit dem Reichsluftfahrtministerium gesammelt worden waren, war Heinkel verbittert, weil er nicht mehr die nötige Unterstützung bekam, die er sich erhofft hatte, denn nach den ersten Flügen stieß sie nicht mehr auf sonderliches Interesse. Im Luftfahrtministerium zeigten sich lange noch einige maßgebende Leute interessiert, aber der Zweite Weltkrieg stand vor der Tür und es gab andere Sorgen. Die He&amp;amp;nbsp;176 wurde fast von vornherein im Auftrag und mit Genehmigung des RLM entwickelt, die He&amp;amp;nbsp;178 dagegen nicht. Diese Entwicklung zog Heinkel ohne Wissen des RLM durch, und jene kleine Maschine eröffnete wenig später das Düsenzeitalter. Am 27.&amp;amp;nbsp;August 1939, vier Tage bevor die Wehrmacht den [[Überfall auf Polen]] begann, führte Warsitz mit der [[Heinkel He 178]] den ersten Flug der Welt eines Düsenflugzeuges durch.&lt;br /&gt;
Er startete auf dem Heinkel-Werkflugplatz von Marienehe bei Rostock, ausgerüstet mit [[Hans Joachim Pabst von Ohain]]s [[Strahltriebwerk]], der [[Heinkel HeS 3|HeS-3]]-Turbine. Die Heinkel 178 wurde durch eine Radialturbine beschleunigt, die einen Stand[[schub]] von 495 Kilopond erreichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MBB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die He 176 stand jahrelang im Werk Rostock-Marienehe unbenutzt herum. Die beiden Prototypen, die He 176 und die He 178, landeten nach nur wenigen Testflügen im [[Luftfahrtmuseum Berlin]]. Dort wurden sie bei einem der [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriffe auf Berlin]] noch verpackt zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiter Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Bis zum Sommer 1940 (Erstflug der [[DFS 194]] mit Raketenantrieb unter [[Heini Dittmar]]) blieb Warsitz der weltweit einzige Pilot mit Erfahrung auf einem strahlgetriebenen Flugzeug.&lt;br /&gt;
Bis in die [[1940er]] Jahre flog Warsitz fast jeden Prototypen. „1939 wurde er Cheftestpilot in Peenemünde. In Kriegseinsätzen war er aber nie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Führererlass|Führerbefehl]], wonach alle Entwicklungen, die nicht innerhalb eines Jahres in Form von Großserien zum Tragen kämen, mit sofortiger Wirkung zu stoppen seien, widmete sich Warsitz wieder ganz seiner Tätigkeit als Flugleiter und Chefpilot der Erprobungsstelle Peenemünde. 1941 beauftragte [[Ernst Udet]] ihn, in [[Nantes]] und in [[Eindhoven]] deutsche [[Bomber]]besatzungen in der Verwendung der Starthilfen (Heinkel He 111 und [[Junkers Ju 88]]) zu schulen. Im Jahr 1942&amp;lt;!-- Datum? ----&amp;gt; erlitt Warsitz bei einem Werftflug mit einer [[Messerschmitt Bf 109]] einen schweren Unfall mit [[Wirbelbruch]] – die Ursache war eine falsch angeschlossene Brennstoffleitung. Einer der erfahrensten Testpiloten Deutschlands konnte mehr als ein Jahr nicht mehr ins Cockpit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beendete nach diesem Unfall seine aktive Fliegerlaufbahn und eröffnete in [[Nossen]], Niederlausitz [[Luckau]]/[[Niederlausitz]] und [[Dresden]] Metallbetriebe. In Nossen stellte sein Betrieb Geschosshülsen her.&lt;br /&gt;
Parallel dazu übernahm er die Leitung der elterlichen Betriebe und gründete die „Warsitz Werke“ in [[Amsterdam]], wo verschiedenste feinmechanische Einzelteile höchster Präzision angefertigt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich im Krieg die Lage Deutschlands verschlimmerte, wurde er 1943 vom Rüstungsstab beauftragt, [[Ventil]]e und gewisse Ofenteile&amp;lt;!--???---&amp;gt; für die [[A4 (Rakete)|A4-Rakete]], die in die höchste Dringlichkeitsstufe kam, serienmäßig herzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Sibirien ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Warsitz - 1982.jpg|mini|hochkant|Erich Warsitz im Alter von 75 Jahren (1982)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende wurde Erich Warsitz in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember 1945 von vier sowjetischen Offizieren aus seiner im amerikanischen Sektor von Berlin gelegenen Wohnung entführt. Bei den unzähligen Verhören lag der Schwerpunkt bei seiner früheren Tätigkeit auf dem Gebiet der Raketen- und Düsenflugzeugentwicklungen im [[Oberkommando des Heeres|OKH]] und RLM, in Peenemünde und den Heinkel-Werken. Nachdem er die Vertragsunterschrift verweigert hatte, wonach er sich zu fünfjähriger Mitarbeit an der sowjetischen Entwicklung auf diesem Spezialgebiet verpflichten sollte, wurde er zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und anschließend nach Sibirien in das berüchtigte [[Lager 7525/7 Prokopjewsk|Straflager 7525/13]] bei [[Prokopjewsk]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maschinenfabrik Hilden ====&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr im Jahre 1950 betätigte er sich auf Vermittlung von Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] als selbständiger Unternehmer, indem er in [[Hilden]] die „[[Maschinenfabrik Hilden]]“ Gerresheimer Straße 93 gründete. Die Warsitz-Villa lag in der Nähe in Hilden in der Straße „Auf dem Sand 25“ (früher Sandstraße). Im Hildener Werk ließ er anfangs alte Kugellager reparieren, später wurden Hochleistungspumpen gebaut. Am 5.&amp;amp;nbsp;September 1959 besuchte ihn sein Freund Wernher von Braun in der Warsitz-Villa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brettschneider&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warsitz trat 1965 in den Ruhestand und zog mit seiner Familie in die Schweiz. Sein Wohnsitz war die ehemalige Gemeinde [[Barbengo]], heute ein Ortsteil von Lugano.&amp;lt;ref name=&amp;quot;warsitz erichkarl&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aufstieg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Warsitz grave.jpg|mini|hochkant|Grabstein von Erich Warsitz (Friedhof in Barbengo, Schweiz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Warsitz erlitt im Alter von 76 Jahren einen Herzinfarkt und starb am 12. Juli 1983 in [[Lugano]]/[[Schweiz]]. Er ist dort in Barbengo, Lugano zusammen mit seinem Sohn Bernd (* 11. April 1942; † 26. Januar 1982) begraben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;warsitz erichkarl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 übernahm die Firma „American Brake Shoe Company (Abex GmbH Denison, Sitz in [[New York City]])“ die „Maschinenfabrik Hilden“ und produzierte dort [[Hydraulik]]ventile für industrielle Anwendungen. Am 30. Juni 2006 schloss der US-Mutterkonzern [[Parker-Hannifin]] das Hildener Denison-Werk. Rolf Krebs (ehemaliger Fertigungsleiter Denison Hydraulik) gründete als Gesellschafter und Geschäftsführer mit 25 ehemaligen Denison-Mitarbeitern die Firma „Hilden Komponenten GmbH“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelles ==&lt;br /&gt;
=== Dokumentarfilm ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ROCKETMEN&amp;#039;&amp;#039;, produziert von Regisseur Philip Osborn im Jahr 2009. Die Dokumentation zeichnet detailliert mit nachgestellten Szenen, Archivaufnahmen, Computeranimationen, Zeitzeugen und Historikern überwiegend die Forschung der [[Heinkel He 176]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonderstempel ===&lt;br /&gt;
Anlässlich des 50. Jubiläums des erfolgreichen Starts von [[Sputnik 1]] und des 70. Jubiläums des ersten Starts der Heinkel He&amp;amp;nbsp;112, ausgerüstet mit dem von Wernher von Braun konzipierten Raketenantrieb, wurden die fliegerischen Leistungen des Erich Warsitz am 4.&amp;amp;nbsp;Oktober 2007 mit einem Sonderstempel von der [[Deutsche Post AG|Deutschen Post]] gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lutz Warsitz: &amp;#039;&amp;#039;Flugkapitän Erich Warsitz – Der erste Düsenflugzeugpilot der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-5378-8.&lt;br /&gt;
* Lutz Warsitz: &amp;#039;&amp;#039;The First Jet Pilot: The Story of German Test Pilot Erich Warsitz.&amp;#039;&amp;#039; Pen and Sword Books Ltd., England 2008, ISBN 978-1-84415-818-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.erichwarsitz.com/ Website über Erich Warsitz, mit Video- und Audiosequenzen, Bildern, Buch-Leseprobe usw.]&lt;br /&gt;
* [http://www.erichwarsitz.com/articles.html# Firstjetpilot.com/Archive: Sammlung von Zeitungsausschnitten 1969–1983, Videos, Briefe, Anekdoten]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=WXqSGyvQ4z8 Video mit Erich Warsitz als Testpilot in der Heinkel He 178 im ersten Jet-Flug am 27. August 1939]&lt;br /&gt;
* [http://www.firstjetpilot.com/ &amp;#039;&amp;#039;Flight Captain Erich Warsitz&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 10. Januar 2020]&lt;br /&gt;
* [http://www.erichwarsitz.com/Luftsport-International2.html &amp;#039;&amp;#039;Erich Warsitz – Raketenpilot der ersten Stunde&amp;#039;&amp;#039; Luftsport international, Nr. 8 / August 1983 / Jahrgang 18]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;duesenjet&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/erich-warsitz-war-pionier-des-duesenjet-zeitalters_aid-46591243 &amp;#039;&amp;#039;Erich Warsitz war der erste Jetpilot der Welt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aufstieg&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/monheim/hilden-aufstieg-im-ersten-duesenjet-1.136656 Manuel Praest: &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg im ersten Düsenjet&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;warsitz erichkarl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://ww2gravestone.com/people/warsitz-erich-karl/ Blog &amp;#039;&amp;#039;Warsitz, Erich Karl&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MBB&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.erichwarsitz.com/MBB-Aktuell.html MBB: Nachruf auf Flugkapitän Erich Warsitz, September 1983]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brettschneider&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.erichwarsitz.com/HildenerZeitung2.html Jo Brettschneider: &amp;quot;Freund und Helfer Wernher von Brauns&amp;quot;, Rheinische Post 6. August 1983]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132363062|LCCN=nb/2010/676|VIAF=52847476}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Warsitz, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Testpilot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hilden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hattingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Warsitz, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Warsitz, Erich Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Testpilot&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hattingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lugano]], Schweiz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
	</entry>
</feed>