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	<title>Erich Schmidt-Leichner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:50:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Schmidt-Leichner&amp;diff=1034910&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PDD: präz./erg. (etwas zuviel Informationen, aber es erklärt den Geburtsnamen im Intro)</title>
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		<updated>2025-07-29T09:02:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;präz./erg. (etwas zuviel Informationen, aber es erklärt den Geburtsnamen im Intro)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Schmidt-Leichner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Oktober]] [[1910]] in [[Berlin-Steglitz|Steglitz]] bei [[Berlin]] als &amp;#039;&amp;#039;Paul Wilhelm Erich Dallmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister Standesamt Steglitz, Kreis Teltow, Nr. 1348/1910&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[17. März]] [[1983]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerhard Köbler |url=http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/werwarwer20020226.htm |titel=Wer war wer im deutschen Recht |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070204111338/http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/werwarwer20020226.htm |archiv-datum=2007-02-04 |abruf=2007-06-16 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Strafverteidiger (Deutschland)|Strafverteidiger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Schmidt-Leichner wurde 1910 als unehelicher Sohn der Witwe Hedwig Schmidt-Leichner geb. Dallmer (1871–1940) geboren; ihr verstorbener Ehemann war der Polizeisekretär Hermann Schmidt-Leichner (1868–1903). Als Vater des Kindes bekannte sich 1911 der Kanzleidiener Paul Wünsche. Dementsprechend hieß das Kind Erich Dallmer, bis 1921 die Genehmigung zum Führen des Familiennamens &amp;#039;&amp;#039;Schmidt-Leichner&amp;#039;&amp;#039; erteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte ab 1929 [[Rechtswissenschaft]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], wo er als Assistent tätig war und 1934 über „Unrechtsbewußtsein und Irrtum in ihrer Bedeutung für den Vorsatz im Strafrecht“ [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Beide juristische Staatsexamen bestand er mit Prädikat. 1937 wurde er Oberassessor, 1938 [[Gerichtsassessor]], 1940 [[Landgerichtsrat]] und 1943 Kammergerichtsrat. Ab Mai 1941 arbeitete Schmidt-Leichner im Referat Strafgesetzgebung des [[Reichsjustizministerium]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1947 war er als Verteidiger an den [[Nürnberger Prozesse]]n beteiligt. Er war Mitarbeiter anderer Verteidiger im [[Flick-Prozess]] und im [[I.G.-Farben-Prozess]]; im [[Wilhelmstraßen-Prozess]] gegen führende Angehörige des Auswärtigen Amtes trat er als selbstständiger Verteidiger auf. 1949 ließ er sich als [[Rechtsanwalt]] in [[Frankfurt am Main]] nieder und wurde beim [[Oberlandesgericht Frankfurt am Main]] als Strafverteidiger zugelassen. Zuvor hatte Schmidt-Leichner im Januar 1949 erfolglos versucht, sich im hessischen Justizdienst als Richter reaktivieren zu lassen. Das Anliegen wurde mit Verweis auf seine Mitarbeit an den [[Richterbriefe]]n abgelehnt. Schmidt-Leichner behauptete später, er habe seine Reaktivierung als Richter 1949 selbst abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georg D. Falk]] |Titel=Entnazifizierung und Kontinuität – Der Wiederaufbau der hessischen Justiz am Beispiel des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main |Ort=Marburg |Datum=2017 |ISBN=978-3-942225-38-0 |Seiten=147.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Frankfurter Homosexuellenprozesse]]n führte Schmidt-Leichner als Verteidiger eines wegen gleichgeschlechtlicher Prostitution angeklagten wohnungslosen jungen Mannes am 8. November 1950 eine entscheidende Wende für die Prozessserie herbei. Indem er die Rechtmäßigkeit der Verfügung des Frankfurter Amtsgerichtspräsidenten, nach der alleine der Richter Kurt Ronimi mit den zu diesem Zeitpunkt 150 Gerichtsverhandlungen nach [[§ 175 Strafgesetzbuch (Deutschland)|§§&amp;amp;nbsp;175, 175a des Strafgesetzbuches]] betraut war, infrage stellte, lancierte er diesen an die Frankfurter Justiz gerichteten Vorwurf gemeinsam mit dem Gerichtsreporter [[Rudolf Eims]], den er wahrscheinlich von Zusammenkünften des [[Homophilenbewegung|homophilen]] Vereins für humanitäre Lebensgestaltung (VhL) im Frankfurter Lokal Felsenkeller kannte. Als kurz darauf ein anonymer Drohbrief gegen den Oberstaatsanwalt Hans-Krafft Kosterlitz zugestellt wurde, verdächtigte die Staatsanwaltschaft Schmidt-Leichner, die [[Todesdrohung|Morddrohung]] verfasst zu haben, stellte die Ermittlungen dann aber wegen Mangels an Beweisen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Daniel Speier]] |Titel=Die Frankfurter Homosexuellenprozesse zu Beginn der Ära Adenauer – eine chronologische Darstellung |Ort=Berlin |Datum=2018 |ISSN=0933-5811 |Seiten=60-64.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er publizierte in der [[Neue Juristische Wochenschrift|Neuen Juristischen Wochenschrift]] und im [[Anwaltsblatt]]. Mediale Bekanntheit erlangte er Anfang der 1960er-Jahre als Wahlverteidiger von [[Werner Heyde]] im Prozess um die [[Aktion T4]] vor dem [[Landgericht Limburg a. d. Lahn]], dem sich sein Mandant durch Suizid entzog. Ab Oktober 1966 vertrat er [[Franz Six]] als Beschuldigten in den Berliner Ermittlungen gegen Angehörige des [[Reichssicherheitshauptamt]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lutz Hachmeister |Titel=Der Gegnerforscher. Die Karriere des SS-Führers Franz Alfred Six. |Verlag=Beck |Ort=München |Datum=1998 |ISBN=3-406-43507-6 |Seiten=341}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso war er 1978 als Wahlverteidiger im Prozess um den Tod der [[Anneliese Michel]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-1978-04-21&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/1978/17/besessen-sind-sie-alle/komplettansicht |titel=Menschen vor Gericht: Besessen sind sie alle |werk=[[Die Zeit#Zeit Online|zeit.de]] |datum=1978-04-21 |abruf=2016-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1966 nahm er als einer von 17 Juristen und dem Politikwissenschaftler [[Hans Buchheim]] an einer Tagung in [[Königstein im Taunus]] teil, die sich mit der Frage des Umgangs der Strafjustiz mit NS-Verbrechen befasste. Die Ergebnisse wurden im September 1966 auf dem 46. [[Deutscher Juristentag|Deutschen Juristentag]] in Essen präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Thomas Horstmann, Heike Litzinger |Titel=An den Grenzen des Rechts. Gespräche mit Juristen über die Verfolgung von NS-Verbrechen |Sammelwerk=Wissenschaftliche Reihe des [[Fritz Bauer Institut]]s |Band=Bd. 14 |Verlag=Campus |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2006 |ISBN=3-593-38014-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied des [[Deutscher Anwaltverein|Deutschen Anwaltvereins]] und Referent dessen „Sommerlehrgangs“, der sich mit [[Strafprozessrecht]] und [[Revision (Recht)|Revisionsrecht]] befasste und alljährlich im Ausland stattfand, sowie Mitglied des 1974 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Strafverteidiger e.V.&amp;#039;&amp;#039; und ab Mitte der 1970er-Jahre bis zu seinem Tod im Alter von 72 Jahren dessen Vorsitzender.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Regina Michalke |url=http://www.deutsche-strafverteidiger.de/historie/historie.asp |titel=Historie des Deutsche Strafverteidiger e.V. |datum=2005-11-07 |abruf=2007-06-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071013070521/http://www.deutsche-strafverteidiger.de/historie/historie.asp |archiv-datum=2007-10-13 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-19 00:46:19 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erich Schmidt-Leichner&lt;br /&gt;
   |Titel=Unrechtsbewußtsein und Irrtum in ihrer Bedeutung für den Vorsatz im Strafrecht&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kurtze&lt;br /&gt;
   |Ort=Breslau&lt;br /&gt;
   |Datum=1935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Rainer Hamm]], Walter Matzke |Titel=Festschrift für Erich Schmidt-Leichner zum 65. Geburtstag |Verlag=Beck |Ort=München |Datum=1977 |ISBN=3-406-06318-7}}&lt;br /&gt;
* Walter Lewald: &amp;#039;&amp;#039;Erich Schmidt-Leichner zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Juristische Wochenzeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 33 (1980), Heft 47, Seite 2565.&lt;br /&gt;
* Hubert Seliger: &amp;#039;&amp;#039;Politische Anwälte? : die Verteidiger der Nürnberger Prozesse&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden: Nomos, 2016, ISBN 978-3-8487-2360-7, S. 551&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Reinhart Holl |Titel=Beitrag 2: Heyde-Prozeß. Analyse der Gründe für die Verschiebung des Termins für den Prozeß gegen Werner Heyde (Leiter der Erwachsenen-Euthanasie-Aktion, Aktion T4). Mit Statement von [[Lauritz Lauritzen]] (Hessischer Justizminister) |Sammelwerk=[[Panorama (Magazin)|Panorama]] |Verlag=[[Norddeutscher Rundfunk]] |Ort=Hamburg |Datum=1963-12-02}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Fritz Schenk]], [[Emil Obermann]] |Titel=Beitrag 2: Öffentliche Meinung zum Problem der Verjährungsfrist. Repräsentativumfrage und Podiumsdiskussion mit Lauritz Lauritzen (Hessischer Justizminister) und Erich Schmidt-Leichner (Strafverteidiger) |Sammelwerk=Report |Nummer=85 |Verlag=[[Süddeutscher Rundfunk]] |Ort=Stuttgart |Datum=1965-03-15}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Rolf Bickel, Dietrich Wagner |Titel=Der Staatsanwalt Joachim Kügler im Interview zum [[Auschwitzprozesse|Auschwitz-Prozess]]. Statements zu Voruntersuchung, Fahndung nach den Angeklagten, sein Eindruck von [[Fritz Bauer]], zur Bedeutung des Prozesses für die Öffentlichkeit und persönlichem, emotionalem Erleben des Prozesses |Verlag=[[Hessischer Rundfunk]] |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1993-06-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118609068}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118609068|VIAF=10638607}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:SchmidtLeichner, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Kammergericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafverteidiger in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmidt-Leichner, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dallmer, Paul Wilhelm Erich (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Strafverteidiger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Oktober 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Steglitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PDD</name></author>
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