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	<title>Erich Ribbeck - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatikfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fußballspieler&lt;br /&gt;
| bildname           = Erich Ribbeck ~1980.jpg&lt;br /&gt;
| bildunterschrift   = Erich Ribbeck (1980)&lt;br /&gt;
| langname           =&lt;br /&gt;
| geburtstag         = [[13. Juni]] [[1937]]&lt;br /&gt;
| geburtsort         = [[Wuppertal]]&lt;br /&gt;
| geburtsland        = [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
| sterbedatum        =&lt;br /&gt;
| sterbeort          =&lt;br /&gt;
| sterbeland         =&lt;br /&gt;
| größe              = 184 cm&lt;br /&gt;
| position           = [[Abwehrspieler|Abwehr]]&lt;br /&gt;
| jugendvereine_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station||SSV 1904 Wuppertal}}&lt;br /&gt;
| vereine_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1959–1962|[[Wuppertaler SV]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1962–1965|[[Viktoria Köln#SC Viktoria Köln|SC Viktoria Köln]]}}&lt;br /&gt;
| nationalmannschaft_tabelle =&lt;br /&gt;
| trainer_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1965–1967|[[Borussia Mönchengladbach]] (Co-Trainer)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1967–1968|[[Rot-Weiss Essen]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1968–1973|[[Eintracht Frankfurt]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1973–1978|[[1. FC Kaiserslautern]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1978–1983|[[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]] (Co-Trainer)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1983–1984|[[Deutsche Fußballolympiamannschaft|Deutschland Olympiamannschaft]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1984–1985|[[Borussia Dortmund]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1985–1988|[[Bayer 04 Leverkusen]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1992–1993|[[FC Bayern München]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1995–1996|Bayer 04 Leverkusen}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1998–2000|Deutschland (Teamchef)}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Ribbeck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juni]] [[1937]] in [[Wuppertal]]) ist ein ehemaliger [[Deutschland|deutscher]] [[Fußball]]spieler und [[Fußballtrainer|-trainer]]. Zwischenzeitlich betätigte er sich auch im Sportmanagement. Sein gepflegtes Auftreten und seine Umgangsformen brachten ihm in der Boulevardpresse zunächst die Beinamen „Sir Erich“ und später „Gentleman“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spieler trat er unter anderem für [[Viktoria Köln#SC Viktoria Köln|Viktoria Köln]] in der seinerzeit erstklassigen [[Fußball-Oberliga West|Oberliga West]] an. Als Trainer gewann er 1988 mit [[Bayer 04 Leverkusen]] den [[UEFA-Pokal 1987/88|UEFA-Pokal]] und damit den ersten Titel des Vereins. Mit dem [[FC Bayern München]] wurde er Vizemeister. Von 1998 bis zum Ende der [[Fußball-Europameisterschaft 2000|EM 2000]] betreute Ribbeck die [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|DFB-Auswahl]] als [[Bundestrainer (DFB)|Teamchef]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karriere als Spieler ===&lt;br /&gt;
Als Spieler begann Erich Ribbeck seine Karriere beim SSV 1904 Wuppertal (1954 abgelöst durch den Nachfolgeverein [[Wuppertaler SV]]). Beim WSV war er zunächst als Torwart unter Vertrag, spielte aber dann bald in der [[Abwehrspieler|Abwehr]]. In der Saison 1961/62 erreichte er unter Trainer [[Robert Gebhardt]] die Vizemeisterschaft hinter Bayer 04 Leverkusen, und man stieg in die seinerzeit erstklassige [[Fußball-Oberliga West|Oberliga West]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach insgesamt 104 Einsätzen für den WSV wechselte Ribbeck zur [[Fußball-Oberliga 1962/63|Saison 1962/63]] zu [[Viktoria Köln#SC Viktoria Köln|Viktoria Köln]]. Grund war u.&amp;amp;nbsp;a. ein inzwischen begonnenes Sportstudium an der [[Deutsche Sporthochschule Köln|Deutschen Sporthochschule Köln]]&amp;lt;ref&amp;gt;Website der Deutschen Sporthochschule Köln: [https://www.dshs-koeln.de/index.php?id=12048 Bekannte Studierende und Alumni der Deutschen Sporthochschule Köln]&amp;lt;/ref&amp;gt;, an der auch sein Trainer [[Hennes Weisweiler]] lehrte. Bei Viktoria spielte Ribbeck 21 Mal zusammen mit dem [[Jugoslawien|jugoslawischen]] Weltklassetorwart [[Vladimir Beara]] und Spielern wie [[Gero Bisanz]], [[Willibert Kremer]], [[Carl-Heinz Rühl]] und [[Jürgen Sundermann]]. 1965 erhielt Ribbeck ein Angebot von Bayer Leverkusen. Er hatte es bereits mündlich angenommen, als ihn eine Offerte von [[Hertha BSC]] erreichte, die er annahm. Aufgrund von nicht genehmigten Handgeldzahlungen an Spieler wurde Hertha vom DFB aus der Bundesliga relegiert; der Vertrag mit Ribbeck wurde hinfällig. Ribbeck beendete daraufhin bei der Viktoria nach 34 Einsätzen in der damals zweitklassigen [[Fußball-Regionalliga|Regionalliga West]] seine Karriere als Aktiver.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hardy Grüne]], Lorenz Knieriem: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Spielerlexikon 1890–1963.&amp;#039;&amp;#039; Agon-Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich hatte Ribbeck unter Weisweiler den [[Fußballtrainer|Fußballlehrerschein]] gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge als Co-Trainer, Bundesligatrainer und Assistent des Bundestrainers ===&lt;br /&gt;
Ribbeck begann seine Trainerkarriere in direktem Anschluss an seine Zeit als aktiver Fußballer als Assistent von Weisweiler, der die gerade in die Bundesliga aufgestiegene Mannschaft von [[Borussia Mönchengladbach]] trainierte. So wurde er Co-Trainer einer Mannschaft, gegen die er einige Monate vorher noch selbst gespielt hatte. Gleichzeitig trainierte Ribbeck die Amateurmannschaft der Borussia. Außerdem arbeitete er vormittags als Sportlehrer am Leibniz-Gymnasium in [[Remscheid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 erhielt der 30-jährige Ribbeck beim seinerzeitigen Bundesligaabsteiger [[Rot-Weiss Essen]] seinen ersten Cheftrainerposten. Er führte den Verein auf den zweiten Platz der Regionalliga West, scheiterte aber in der [[Fußball-Regionalliga 1967/68|Bundesliga-Aufstiegsrunde]] an [[Hertha BSC]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der folgenden Saison trainierte er bis 1973 als Nachfolger von [[Elek Schwartz]] fünf Jahre lang [[Eintracht Frankfurt]], abgesehen von einer Qualifikation zum [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal]] jedoch ohne größeren Erfolg. Für den Posten in Frankfurt hatte Ribbeck sich vom Schuldienst beurlauben lassen. Die Frankfurter Mannschaft war in jener Zeit geprägt von Spielern wie [[Jürgen Grabowski]] und [[Bernd Hölzenbein]], die ein Jahr nach Ribbecks Weggang aus Frankfurt die [[Fußball-Weltmeisterschaft 1974|WM 1974]] gewannen. Mit 1.825 Tagen im Dienst der Eintracht hält Ribbeck&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/sport/fussball/knackt-er-den-ribbeck-rekord-6777776.bild.html Knackt Funkel den Ribbeck-Rekord?] vom 9. Dezember 2008 auf bild.de&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit [[Friedhelm Funkel]] den Rekord als Trainer mit der längsten Amtsperiode bei den Hessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde Ribbeck Cheftrainer des [[1. FC Kaiserslautern]], während [[Dietrich Weise]] vom [[Betzenberg]] an den Main ging und die Frankfurter schließlich zu zwei Triumphen im [[DFB-Pokal]] führte. Es gab also quasi einen Trainertausch. Gleich zu Beginn von Ribbecks Tätigkeit in Kaiserslautern stand ein [[1. FC Kaiserslautern/Namen und Zahlen#Bundesligaspiel gegen Bayern München|7:4-Sieg im Bundesligaspiel gegen Bayern München]], der in die Vereinsannalen einging, da ein 1:4-Rückstand noch gedreht werden konnte. Mit dem damaligen Bayern-Trainer [[Udo Lattek]] verband Ribbeck eine persönliche Freundschaft. Ribbeck führte die Lauterer 1976 ins [[DFB-Pokal 1975/76|DFB-Pokal-Finale]], in dem jedoch der Hamburger SV mit 2:0 die Oberhand behielt, der dann in der nächsten Saison auch im [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]] triumphierte. Die Finalteilnahme wurde der größte Erfolg Ribbecks im deutschen Pokalwettbewerb. Die Bundesligaplatzierungen jener Jahre (6., 13., 7., 13., 8.) hingegen brachten den Pfälzer Traditionsverein nicht voran; Ribbeck wurde 1978 durch [[Karl-Heinz Feldkamp]] ersetzt, der die Mannschaft zur UEFA-Pokal-Teilnahme und in späteren Jahren zu Meisterschaft und Pokalsieg führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ribbeck wechselte daraufhin in das Amt des Assistenten des Bundestrainers, nachdem der bisherige Assistent, [[Jupp Derwall]], gerade [[Helmut Schön]] als Bundestrainer beerbt hatte. In den folgenden Jahren wirkte er am Gewinn der [[Fußball-Europameisterschaft 1980|EM 1980]] in Italien und der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1982|Vizeweltmeisterschaft 1982]] in Spanien mit. Bei der wenig erfolgreichen [[Fußball-Europameisterschaft 1984|EM 1984]] in Frankreich, nach der die Ära von [[Teamchef (Trainer)|Teamchef]] [[Franz Beckenbauer]] begann, war Ribbeck bereits nicht mehr Assistenztrainer. Er hatte im ersten Jahresdrittel 1983 gekündigt, da er nicht mehr als Derwalls Stellvertreter arbeiten wollte, und wurde von DFB-Präsident [[Hermann Neuberger]] als Trainer der [[Deutsche Fußballolympiamannschaft|Olympiamannschaft]] verpflichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14023269.html Captain Countdown] im [[Der Spiegel|Spiegel]] vom 28. März 1983, abgerufen am 12. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Olympische Sommerspiele 1984/Fußball|Olympischen Spielen 1984]] erreichte er mit der Mannschaft das Viertelfinale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1984 löste Ribbeck beim Tabellensiebzehnten [[Borussia Dortmund]] den nach neun Spieltagen entlassenen [[Timo Konietzka]] ab. Am Ende der Bundesliga-Saison waren die Dortmunder 14. und nur einen Punkt vor dem zu den Relegationsspielen verpflichtenden Tabellenplatz. Der Ungar [[Pál Csernai]] ersetzte Ribbeck bei den Schwarz-Gelben. Ribbeck nahm daraufhin ein Angebot von [[Bayer 04 Leverkusen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolg im UEFA-Pokal 1988 ===&lt;br /&gt;
Mit seinem neuen Verein Bayer 04 Leverkusen feierte er 1988 mit dem Gewinn des [[UEFA-Pokal 1987/88|UEFA-Pokals]] seinen größten Erfolg: Im Viertelfinale setzten sich die Leverkusener im Rückspiel mit einem 1:0-Sieg beim [[FC Barcelona]] durch; im Halbfinale erneut knapp dank eines 1:0-Heimerfolges gegen [[Werder Bremen]] und einem Unentschieden im Rückspiel. Bei den Endspielen gegen [[Espanyol Barcelona|RCD Español Barcelona]]&amp;lt;!-- Verein hieß damals noch so! --&amp;gt; – das Finale wurde noch mit Hin- und Rückspiel ausgespielt – wurde es noch enger: Nach einer 0:3-Niederlage bei den Katalanen stand es im Rückspiel zur Pause noch 0:0, doch konnten die Leverkusener, angeführt von Kapitän [[Wolfgang Rolff]], in der zweiten Halbzeit im damaligen [[BayArena|Ulrich-Haberland-Stadion]] den Rückstand aus dem Hinspiel mit teils glücklichen Toren ausgleichen. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt man mit 3:2 die Oberhand. Dadurch sicherte Ribbecks Team dem Verein den ersten bedeutenden Titel. Am Ende der Saison trat er zurück und wurde von [[Rinus Michels]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ribbeck übernahm daraufhin 1988 das Amt des Sportchefs beim [[Hamburger SV]] und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Im Mai 1989 trat er von seinem Amt zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/archive/1989/pdf/19890523.pdf/ASV_HAB_19890523_HA_011.pdf |titel=Erich Ribbeck gibt auf |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1989-05-23 |abruf=2022-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ribbeck war danach bis 1992 Beauftragter für Sportkommunikation beim Automobilhersteller [[Opel]], der seinerzeit im Sportsponsoring sehr aktiv war und dessen Namenszug in den 1990er und 2000er Jahren unter anderem auf der Brust der Spieler des [[FC Bayern München]] (bis 2002) und des [[AC Mailand]] (bis 2006) prangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Bayern verpflichtete Ribbeck im März 1992 als Nachfolger von [[Søren Lerby]]. Unter Ribbeck beendeten die Bayern [[Fußball-Bundesliga 1991/92|die Saison]] noch als Zehnter. In der [[Fußball-Bundesliga 1992/93|folgenden Saison]] konnte er die Mannschaft mit dem Italien-Heimkehrer [[Lothar Matthäus]] zur Vizemeisterschaft führen. Dies sollte die beste Bundesligaplatzierung in Ribbecks Trainerlaufbahn bleiben. Bis zur Winterpause der [[Fußball-Bundesliga 1993/94|Saison 1993/94]] setzte sich innerhalb des Bayern-Managements die Ansicht durch, dass der Trainer den immerwährenden Meisterschaftsambitionen der [[München]]er eher hinderlich wäre, und so wurde er kurz vor Jahresende von Vizepräsident [[Franz Beckenbauer]] abgelöst, der die Mannschaft schließlich zur ersten Meisterschaft seit 1990 führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Mitte der [[Fußball-Bundesliga 1994/95|Rückrunde 1994/95]] wurde Ribbeck erneut von den inzwischen in die Mittelmäßigkeit abgeglittenen Leverkusenern verpflichtet, um [[Dragoslav Stepanović]] abzulösen – am Ende wurde Bayer Leverkusen Siebter. Ribbeck konnte nicht an seine Erfolge der ersten Amtszeit anknüpfen. Trotz großer Spielernamen wie [[Rudi Völler]], [[Ulf Kirsten]] und [[Bernd Schuster]] kämpfte das Team während der gesamten [[Fußball-Bundesliga 1995/96|Saison 1995/96]] gegen den Abstieg. Ende April 1996, als die Mannschaft auf dem 13. Platz und nur drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt war, wurde Ribbeck wieder entlassen. Dies war seine zweite vorzeitige Entlassung in über 20 Trainerjahren. [[Peter Hermann (Fußballspieler)|Peter Hermann]] übernahm bis zum Saisonende, ehe [[Christoph Daum]] kam. Ribbeck setzte sich daraufhin einstweilen auf [[Teneriffa]] zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teamchef der deutschen Nationalmannschaft ===&lt;br /&gt;
Nachdem er selbst nicht mehr mit Angeboten hinsichtlich eines Trainerengagements gerechnet und sich somit im Quasi-Ruhestand befunden hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reviersport.de/197147---interview-erich-ribbeck-zum-75-geburtstag.html Ich bin nicht der schlechteste Bundestrainer] auf [[reviersport.de]], 13. Juni 2012, abgerufen am 26. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Ribbeck am 9. September 1998 Nachfolger von [[Berti Vogts]] unter der Bezeichnung [[Bundestrainer (DFB)|Teamchef]] und mit 61 Jahren der älteste Debütant in diesem Amt. [[Wolfgang Niersbach]], damaliger Sprecher des DFB, erklärte gegenüber der [[ARD]] die Rolle Ribbecks im Trainerstab: „Erich Ribbeck ist die Nummer 1, er ist der Teamchef wie seinerzeit [[Franz Beckenbauer]].“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-443007.html &amp;#039;&amp;#039;Tagesschau&amp;#039;&amp;#039; vom 9. September 1998]; tagesschau.de, Video-Datei, Länge 16:25 Minuten, abgerufen am 13. September 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Assistent und engster Mitarbeiter wurde der frühere Nationalspieler [[Uli Stielike]]. Ribbeck haftete von Anfang an das Image eines Kompromisskandidaten an, auch weil eine zwischenzeitlich vorgesehene Einsetzung des 1974er-Weltmeisters [[Paul Breitner]] als [[Teamchef (Trainer)|Teamchef]] wegen persönlicher Querelen zwischen Breitner und dem DFB-Präsidenten [[Egidius Braun]] gescheitert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem bereits das erste Spiel der Nationalmannschaft unter Ribbeck, ein [[Fußball-Europameisterschaft 2000/Qualifikation|EM-Qualifikationsspiel]] in [[Bursa]] gegen die Türkei, mit 0:1 verloren gegangen war, kam es in den folgenden beiden Jahren zu weiteren herben Niederlagen, wie beispielsweise zweimal gegen die USA (0:3 und 0:2) sowie gegen Brasilien, als die DFB-Elf (allerdings nur mit einer B-Auswahl angetreten) mit 0:4 unterlag. Erfolge gab es nur gegen weniger bedeutende Fußballnationen. Nach einem 0:0 im Rückspiel gegen die Türkei war Deutschland aber dennoch mit zwei Punkten Vorsprung vor den zweitplatzierten Türken für die [[Fußball-Europameisterschaft 2000|EM 2000]] in den Niederlanden und Belgien qualifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Vorfeld des Turniers kam es zu Auseinandersetzungen innerhalb der deutschen Mannschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16659134.html &amp;#039;&amp;#039;Erichs Glücksrad – Aufstellungen nach dem Zufallsprinzip.&amp;#039;&amp;#039;], Der Spiegel 24/2000&amp;lt;/ref&amp;gt; in der sich eine Opposition gegen Ribbeck formierte.&amp;lt;ref name=spiegel&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16694672.html &amp;#039;&amp;#039;Ribbeck, der Kaffeehaus-Trainer.&amp;#039;&amp;#039;], Der Spiegel 25/2000&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Turnier selbst, bei dem Ribbeck den 39-jährigen, scheidenden Nationalspieler [[Lothar Matthäus]] als klassischen [[Libero]] einsetzte und damit neben der Türkei das einzige Team aufbot, das noch mit diesem als veraltet geltenden System spielte, kam es zum Fiasko für die DFB-Auswahl: Im ersten Gruppenspiel konnte Deutschland gegen Rumänien nach einem raschen 0:1-Rückstand zwar noch ein 1:1-Unentschieden erzwingen. Danach gab es mit einem 0:1 gegen England und einem 0:3 gegen Portugal, das bereits für die nächste Runde qualifiziert war und auf den Einsatz von Stars wie [[Luís Figo]] und [[Rui Costa (Fußballspieler)|Rui Costa]] verzichtet hatte, nur noch Niederlagen. Die Nationalelf schied als Gruppenletzter bereits nach der Vorrunde aus. Es war das schlechteste Abschneiden einer deutschen Mannschaft bei einem großen Turnier seit dem Erstrunden-Aus gegen die Schweiz bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1938|WM 1938]] unter dem damaligen Reichstrainer [[Sepp Herberger]]. Das Auftreten und die Spielweise der Mannschaft nannte Franz Beckenbauer später „[[Rumpelfußball]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ribbeck, der während seiner Amtszeit im Übrigen mit einer reichhaltigen Auswahl von Kuriosa und [[Binsenweisheit]]en zum Zitatenschatz des deutschen Fußballs beitrug, konnte sich der dem Europaturnier folgenden hartnäckigen Kritik nicht lange widersetzen und trat am 21. Juni 2000 von seinem Amt zurück. Seine knapp positive Bilanz ist mit zehn Siegen, sechs Unentschieden und acht Niederlagen die schlechteste aller Bundestrainer. Er ist neben [[Hansi Flick]] der einzige Bundestrainer, der die Mehrzahl seiner Spiele nicht gewinnen konnte. Er wurde durch den Leverkusener Sportdirektor [[Rudi Völler]] ersetzt, der nur vorübergehend für Christoph Daum die Verantwortung übernehmen sollte, dann aber, bedingt durch die [[Kokain]]-Affäre Daums, bis 2004 im Amt blieb. Der „Trainerfindungsprozess“, ein Wort jener Zeit, war dann noch wesentlich komplexer und von schärferen öffentlichen Diskussionen begleitet als bei Ribbecks Ernennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Erich Ribbeck ist verheiratet mit Ulla, mit der er eine Tochter und einen Sohn sowie sechs Enkelkinder hat. Er pendelt zwischen dem rheinischen [[Pulheim]] und der [[Kanarische Inseln|kanarischen Insel]] [[Teneriffa]]. Ribbeck unterstützte das Sozialprojekt „[[Wir helfen Afrika]]“ zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010|WM 2010]] in Südafrika und war dessen Stadtpate für [[Lindau (Bodensee)|Lindau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.lindauer-helfen-afrika.de/die-stadt/der-stadt-pate.html | wayback=20130122212325 | text=&amp;#039;&amp;#039;Lindauer helfen Afrika&amp;#039;&amp;#039; Stadtpate Erich Ribbeck, Wir helfen Afrika e.&amp;amp;nbsp;V.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge als Trainer ==&lt;br /&gt;
=== Eintracht Frankfurt ===&lt;br /&gt;
* Qualifikation zum [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal]]: [[Fußball-Bundesliga 1971/72|1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. FC Kaiserslautern ===&lt;br /&gt;
* Qualifikation zum UEFA-Pokal: [[Fußball-Bundesliga 1975/76|1976]]&lt;br /&gt;
* [[DFB-Pokal|DFB-Pokal-Finalist]]: [[DFB-Pokal 1975/76|1976]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland (als Co-Trainer) ===&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Europameisterschaft|Europameister]]: [[Fußball-Europameisterschaft 1980|1980]]&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Weltmeisterschaft|Vizeweltmeister]]: [[Fußball-Weltmeisterschaft 1982|1982]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayer 04 Leverkusen ===&lt;br /&gt;
* Qualifikation zum UEFA-Pokal: [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1986/87|1987]]&lt;br /&gt;
* [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal-Sieger]]: [[UEFA-Pokal 1987/88|1988]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FC Bayern München ===&lt;br /&gt;
* Deutscher Vizemeister und Qualifikation zum UEFA-Pokal: [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1993]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliche Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* [[Mann des Jahres (Fußball)|Mann des Jahres im deutschen Fußball]]: 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* „Plötzlich war ich Netzers Trainer“ – ausführliches Interview in: [[RevierSport]] 3/2013, S. 42 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.dfb.de/die-nationalmannschaft/historie/bundestrainer/erich-ribbeck/ | wayback=20141122153705 | text=DFB: Nationaltrainer Erich Ribbeck}}&lt;br /&gt;
* {{Fussballdaten|ribbeckerich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Siegertrainer der UEFA Europa League&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Teamchefs der deutschen Fußballnationalmannschaft&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Persönlichkeit des Jahres (Fußball)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=173266754|VIAF=196342948}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ribbeck, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Wuppertaler SV)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (SC Viktoria Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationaltrainer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Borussia Mönchengladbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Rot-Weiss Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Eintracht Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (1. FC Kaiserslautern)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Fußballtrainer (Bayer 04 Leverkusen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (FC Bayern München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballfunktionär (Hamburger SV)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ribbeck, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sir Erich (Spitzname); Gentleman (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler, -trainer und -funktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juni 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wuppertal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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